Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 39 (29.9.1916)
- Date
- 1916-09-29
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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«i. 9 Tr. Btiillz s LZoHcnjHrifl seUc 639 reichifche Judeuheit berührenden Angelegenheiten geschassen lvurde, so ließen sich doch bezüglich der Zusammensetzung dieser ReichSorganisat.i 0 le manche Bedenken llicht unterdrücken. Aber lucht dagegen sollen jetzt (iiinui'iituimji'u erhoben werden, daß in diesem Reichsverbaude eine gar zu. verschwindend geringe Anzahl von stimmen dem g e i stl i ch c n E l e m ente gegenüber den Laien eingeräumt wird (unter 50 Stimmen sind bloß 8 rabbinische vorgesehen!), sondern nur die Art der Heranziehung dieser letzteren kurz bemängelt werden. Die den Rabbinern eingeräumten 8 SAmmen sotten nämlich denen zufallen, die jeweilig am Sitze der Tätigkeit des Landesverbandes als Seelsorger fungieren. Vinn mag ja diese Bestimmung vielleicht den Vorzug vereinfachten Verfahrens besitzen, zu rechtfertigeil ist sie lveniger, besonders wenn man in Erwägung zieht, daß der zu solcher Würde Berufene doch in erster Linie die Interessen seiner Berufskollegen zu oertreten hat. Und da ist nicht immer die volle Gewähr dafür gegeben, daß der nur durch den Zufall feines Amtssitzes zu solchen Aufgaben Bestimmte auch die nötige "Energie oder den rechten Willen, zu ihrer Durchführung aufbrillgcn werde. Je weniger aber im allgemeinen bei der ganzen Zusammensetzung des Reichsoerbandes die Interessen der Rabbiner geroahrt würden, umsomehr muß von diesen selbst darauf Gelvicht gelegt werden, daß lvenigstens der richtige und geeignete Mann die Vertretung ihrer Angelegenheiten in Händen bekomnre. Gewiß, es soll nicht bestritten werden, daß die durch den geplanten Entwurf zu berufenden Rabbiner vielleicht auch die nötige Eignung hiezu besitzen, aber schon das Prinzip als solches muß von vornherein angefochten werden, daß der bloße Zufall des Amtssitzes hier allein den Ansschlag geben sollte. Nicht der Ort, sondern der Mann sei das allein Entscheidende! Und öcutgcuuif} dürfen es die Rabbiner verlangen, daß die Wahl ihre s Vertreters ihrem eigenen, freien Ermessen überlassen bleibe. Denn nur in dem Falle, wo derselbe durch ihr eigenes Votum und als ihr Vertrauensmann gewühlt wird, ist auch die Bürgschaft dafür geboten, daß er im Bewußtsein voller Verantwortung sich jederzeit und ivo ininter es erforderlich mit seiner ganzen Person für seine Amtstollegen einsetzen wird. Hier wäre auch dem, bis nun zu einem Scheindasein verurteilten mähr.-schlesischen Rabbinerverbandc Gelegenheit zu lebensvollerer Tätigkeit geboten, vor allem sich dafür jetzt einzusetzen, daß den Rabbinern'ihr selbstverständliches Recht nicht verkürzt werde, sich zu ihren Vertretern jene Männer allein wählen zu dürfen, denen sie auch volles Vertrauen entgegenzubringen in der Lage sind. Dr. Max Steif, Raußnitz. Kriegsdekorationen jüdischer Offiziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josefs- Ordens mit der Kriegsdekoration in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde dem Regimentsarzt Dr. Wilhelm Kulka, mob. Epid.-Laboratorium; in Anerkennung tapferen und aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde denr Regimentsarzt Dr. Otto Pollak, Ldwreg.: das M i l i t ä r v e r d i e n st k r e u z 3. Klasse mit der Kriegsdekoration für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Oberleutnant d. R. Hugo Ehre n r e i ch, J.-fR.; dem Leutnant d. R. Eugen Singer, J-eR.; das silb. Signum l a u d i s am Bande des Militärverdienstkreuzes (neuerliche kaiserliche belobende Anerkennung,' sür vorzügliche Dienste vor dem Feiude dein Leuumut d. R. Joses Pollak, Eisenbahnreg.: für aufopferungsvolle Dienstteistulug bei einer Lawiuenkatastrophe dem Leutnant d. R. Gustav Pick, Eiseubahureg.; für vorzügliche Dieuftleistuilg vor denr Feinde dem Leutnant d. R. Hermann Sch lachet, J.-R.; sür tapferes Verhalten vor dem Feinde den Oberleutnants d. R. Valentin R 0 senfel d, Geb.-Art.-Reg., Rudolf T a u s s i g. J.-R.; sür vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberleutnant d. R. Artur Stein, Traindivisiou; sür tapferes Verhalten vor denr Feinde dem Oberleutnant Karl Roseltbaum, J.-R.; dem Oberleutnant d. R. Saul Kulla, J.-R., Benjamin Kern, J.-R.; Max Ullrich, J.-R.; dem Leutnant d. R. Demü Blum, Husarenreg.; für vorzügliche Dienste vor denr Feinde derr Oberleutnarrts d. R. Ernst Ster n, J.-R., Isidor B lichter, Feldkarronenreg.; für tapferes Verhalten vor dem Feinde denr Oberleutnant Dr. Enril A l tfchul, Ldstbat.; denr Oberleutnant d. R. Heinrich Pollak, Ldwreg.; den Oberleutnants Maximilian Friediiuntii, ung. Ldstbat.; Karl Mandl, ung. Feldkanonenregiment: Artur Fleischer, ung. Feldkanonenregiment; das Signum laudis am Bande des Militärverdieirstkreuzes (kaiserliche belobende Anerkennung) den Leutnants d. R. Bertold Singer, Feldkarronenreg., Stephan Ritter v 0 rr S chw e i tz e r, Feldcanonenreg., Artur Spiegel, Fest.-Art.-Reg.; für vorzügliche und aufopferungsvolle Dierrstleiftung vor dem Feinde dem Reginrentsarzt d. R. Dr. Isidor Deutsch, Div.-Mun. Park; für vorzügliche Dienste im Eiseltbahnkriegsdienste den Oberleutnants a. D. Paul Fürst, Feldtransportleitung; für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Leutnants d. R. Karl Prager, Paul Rosenfeld, J.-R.; Wilhelm Goldschmid, bosn.-herz. Jägerbat.; Enrst Fischt, Feldhaub.-Reg.; für vorzügliche Dienste vor dem Feinde dern Leutnant d. R. Edmund Hirsch, J.-R.; dem Oberleutnantauditor d. R. Dr. Josef Silbermann, Quartiermeislerabteiluug; deur Oberleutnant Dr. jur. Oskar Hahn, Fest.-Gericht; sür tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Oberleutnant Dr. jur. Leo N a ß, Ldstbat.; dem Oberleutnant a. D. Adolf Feuerstein, Wachbataillon; für vorzügliche Dienste vor dem Feinde denr Ldst.-Oberleutnant Oswald B a d e r l e, Baudetachement; dem Ldst.-Oberleutnant Beta Holczer, Kommandant einer Verpslegsstasfel: für tapferes mrd aufopfe" rungsvolles Verhalten vor dem Feinde dem Oberarzt Dr. Jakob Diszberger, ung. Ldstbat.; dem Oberleutnant Ladislaus Brody, ung. Feldkan. Reg.; derr Leutnants d. R. Julius S t r a u s z, uug. Ldwreg., Juz lius Herzog, ung. Ldwreg.: dem Ldst. Leutnant Jakob S ch lefiitge r, Mil.-Presseamt: dem Assistenzarzt Dr. Ludwig S ch reib e r, ung. Ldwreg.: das g0lde ne Verdrenst kreuz mit der Krone am Bande der Tapserkeitsmedaille in Anerkennung vorzüglicher unu aufopferungsvoller Dienste vor dem Feinde dem Assistenzarzt d. R. Dr. Alexander Weisz, J.-R.: dem Ldst.-Regimentsarzt Dr. Bruno Kulka, Jnf.- Div.-Sanitätsaustalt: den Assistenzärzten d. R. Dr. Hermann Keszler, Garnisonsspital; Dr. Leo Dub, mob. Epidemiespital; Dr. Salomon Lanes, Et.-Etat.-Kmdo.: dem Ldst.-Oberarzt Dr. Karl M a n d l, mob. Epidemie spital; dem Assistenzarzt Dr. Max Brotfeld, Res. Spital; in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vor dem Feinde den Ldft.-Jngenieuren Josef Singer, Ver teidigungskommando; Samson Wieselberg, Sappeurdepot: Simon Poleiner, Befestigungsgruppe: Adolf Löwen krön, Arbeiterabteilung; in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem