Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 36 (8.9.1916)
- Date
- 1916-09-08
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 600 Tr. Bkoch's Wollienschris! Nr. 36 chen 20; Samuel Lohn, Eri:i, 15.—; Kultusgemeinde Höchst a. M., Sal)mon Bai, Mcfcri^, SynagoLengemcinde Marienweide, H. Mandl, Franlfurt a. M., Kleemann I. und Glas Gustav, Breslau, je 10,; M. Noseuthal, Erin, 3.3O; Chewra-Kadischa Grätz, Baerdigungsverein Kurnik, je Ml. 5. — . Adresse für Zuschriften : K. k. Hofrat Dr. Julius Schlag, Wien, 2. Bez.. Obere Donaustraße 109. Zahlstelle: für Oesterreich: Bankhaus S. M. v. Rothschild, Wen. 1. Bez., Nenngasse 3; für Ungarn: Magyar Altalanos Hiteibank, Budapest; für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin, Postscheck-Konto Nr. 1000.— (auf das Konto: ..Kricgssp'.talshiife für Palästina"). lltbtv 200 erlassene öfteruichisch-un garische Kriegswaisen in Safed! Durch das österreichisch-ungarische Konsulat in Safed ging uns der folgende Hilferuf der dortigen Gemeinde zu: Sm jüdisches Waisenhaus für Safed. Mit unerbittlicher Grausamkeit hat der Tod in den letzten Monaten unsere Stadt durchwütet. Ganze Familien sind ansgcstorben, ganze Häuser verödet. Gegen 200 Waisen sind hungernd zurückgeblieben. Fast die Hälfte von ihnen hat weder Vater noch Mutter, und schutzlos, hilflos wälzen sie sich in den Gassen. Und viele dieser Unglücklichen gehören zu den besten, begabtesten Kindern der Stadt! Sollen sie im Elend verkommen? Schon hat die „Hilfskommission 1915 für Palästina" den ersten Schrill der Hilfe getan, indem sie etwa ,400 Kronen wöchentlich für diese Waisen zur Verfügung stellte. Aber das ist nur ein Anfang. Wir müssen eine Küche für alle Waisen und ein Heim für diejenigen Kinder eröffnen, welche gänzlich verlassen sind. Brüder in Oesterreich! Von gar vielen Seiten wird an Euer mildes Herz appelliert. Vergeht aber darum nicht die armen Waisen in Safed! Sendet uns Unterstützungen durch die Wiener „Hilfskommission 1915 für Palästina"! Helfet den armen Waisen! Adresse für sämtliche Zuschriften: Dr. A. Kap r a l i k, Wien, 4. Bez., Frankenberggasse 14. Sämtliche Spenden sind an das Bankhaus S. M. v. Rothschild, Wien, 1. Bez., Renngasse 3, zu senden. Zahlstelle: für Oesterreich: Bankhaus S. M. v. Rothschild, Wien, 1. Bez., Rcnngasse 3; für Ungarn: Magyar Altalanos Hitelbank, Budapest; für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin, Postscheck-Konto Nr. 1000.— (auf das Konto: „Hilfskommission 1915 für Palästina" für Waisenhaus in Safed). Verein „Machsike hadath“ 2. Bez., Obere Augartenstraße 40. Zugunsten der Ausspeisungsaktion der notleidenden Flüchtlinge sind dem obigen Vereine nachstehende Spenden zugeflossen: Israel. Allianz zu Wien (Septemberöeitrag) Kr. 100.—; Herr und Frau Rittermann aus Krakau, durch Frau Abend, 50.—; E., durch Frau Sternberg, 10.—; Frau Ofner (Sammlung) 1.30; Jechiel Kutscher, durch Hermann, 2. -; zusammen Kr. 163.30. Spenden für den Verein werden entgegengenommen von unserem Kassier Herrn Jsak Weißmann, 2. Bez.. Taborstraße 50, und von unserem Obmann Herrn Jakob März, 1. Bez., Augustengasse 1, in bar oder durch Posterlagschein 106,316. Kantorenspendcn. Bei der „Oesterr. Wochenschrift" eingelausen: Eisler Odön, Nagy-Szombat, Kr. 3.—. Spenden für notleidende galizische Flüchtlinge. Janofi (Ungarn). Aus Anlaß des Allerhöchsten Geburtstages unseres geliebten Kaisers hat ein Komitee, an dessen Spitze die Herren Nathan Gelber und Julius G e r n e r stehen, eine Sammlung zugunsten armer notleidender Flüchtlinge aus Galizien veranstaltet, die den Betrag von Kr. 284.— ergeben hat. Der Betrag wurde der „Oesterreichischen' Wochenschrift" zur Weiterbeförderung überwiesen. Nachstehend die Liste der Spender: Leon Weiß, Berlin, Kr. 50.—; Nathan Gelber, Brody, 10.—; Julius Eerner, Stanislau, 10.—; Simon sGersten, Stanislau, 10.—; Dr. Balter, Zloczow, 10.—; Zugsführer Adolf Form, Lemberg, 10.—; Osias Weinreb, Lemberg, 10.—; Simon Schreier, Stanislau, 20.—; Kapr. Chiger, Berlin, 10.—; Israel Gruber, Lemberg, 10.—; Simon Stcinberg, Stanislau, 10.—; Moses Haas, Lemberg, 4. Dr. Grebel, Sanitäts-Kadett, ^assow, 5.-; Moses Horowitz, Brody, 5.--; Mendel Poppers, Brody, 5. Osias Safran, Lemberg, 5.—; Schulem Pundyk, Wien, 3.—; Mar Acht, Lemberg, 6.—; Heinrich Rosenbrrg, Brody. 3.; Fischei Fidelhar, 10.; K. Euszniewsti, Brody, 1.—; Degen. Wien, 2.-; Eerschon Parnrs, Brody, 2.—Zacharias Golt'stts 5.—; Rubin Plesser 5.—; Schafe Zwerdling, Lemberg, 5.; Adolf Farkas 3.; Jacob Klein 5.-—; Ehaim Halpern 2.; Hersch Zwerdling. Lemberg, 1.—; Rudolf Byck 2.-; Leopold Feuerstein, Lemberg. 2.--; Polturar Salomon, Lembc.g, 4.—; Lazar Eoldstauü, Wien, 2—; Eisik Schoider 2.—; Abr. Reiß 2.; Moritz Metzer 2,---; Isidor Lwow 2.—; Benj. Koch, Zioczow, 2.; Lerl Safir, Brody, 2.; Hersch Friedmann 2.—; Langnas, Lemberg, 2.-—; Herman Weingarten 3.—; Klier Israel 2.; Fischler Leon, Beiz, 2.; Kristiampol Benj., Lemberg. 2.—; Marcus Sprecher, Brody. 10. Röhr Josef 2.—. Zusammen Kr. 234.-. Spende. Für notleidende galizische Flüchtlinge: von Hof- und Eerichtsadvokaten Dr. Maximilian Stieglitz, Wien, 1. Bez., Babenbergerstraße 1, Kr. 20.—. Brockensammlung für jüdische Arme. Verteilungslokal: Alserstraße 42. Täglich lausen Gesuche ein, in denen Arme um Kleider, Wäsche, Einrichtungsgegenstände bitten. Unser vor drei Jahren für Wiener Arme gegründeter Verein ist seiner Bestimmung untreu geworden. Der Massenandrang von Flüchtlingen aus Galizien und der Bukowina legte uns die Verpslichiung aus, in erster Linie den unglücklichen Flüchtlingen hilfreich zu sein; dadurch wurden die Wiener Armen gekürzt; aber auch sie haben unter der Not der Zeit schwer zu leiden. Gern möchten wir unsere Fürsorge ihnen wieder, )vie früher, zuwenden, aber die Brocken, um die die Armen bitten, gehen nur spärlich ein. Hat die Gebesreudigkeit nachgelassen? Ist das warme jüdische Herz erkaltet? Wir glauben es nicht. Es bedarf vielleicht nur eines Mahnrufes: „Gedenket auch der hiesigen Armen! Gebet von Eurem Ueberslnß den Bedauernswerten, die an allem Not leiden, den Frauen, die ihre Ernährer im Kriege verloren, den Waisenkindern, die weder Kleider noch! Schuhe haben, um zur Schule zu gehen!" Unsere nächste Verteilung findet am 10. September statt. Möge es uns gestattet sein, den Armen, die seit Wochen Gesuche eingereicht, eine rechte Festesfreude zu machen. Jda Barber. Wien. (T r a u u n g.) Sonntag, den 10. September 1916, findet die Trauung des Fräulein Erna Kiraly, Tochter des Herrn Wilhelm Kiraly, mit Herrn Alfred S m o l e n s k y statt. Wien. Der vor einigen Tagen verstorbene Chef' der Firma Hermann Beers Sohn, kaiserlicher Rat S. B e e r, war in den westlichen Bezirken sehr bekannt und geachtet. Er gehörte Ijahrelang ider Gemeindevertretung Wem zing an, wo er sich der Förderung gemeinnütziger und kultureller Werke widmete. So verdankt der Schönbrunner Borgarten-seiner Initiative die Entstehung. Er gründete den Penzinger Gesangverein und schuf als Armen- und Ortsschulrat vieles Ersprießliche für die ärmere Bevölkerung. Bei der Trauerseier war die Börse, die den Verstorbenen zu ihren ältesten Mitgliedern zählte^ durch Negierungsrat Horowitz vertreten. Von den Söhnen des Verblichenen stehen vier als Offiziere seit Kriegsbeginn im Felde. _ Wien. Am 31. August hat hier ans der israelitischen Abteilung des Zentralfriedhoses Frau Charlotte Josessthal, Gattin des gewesenen Handelskammerrates und Großindustriellen Herrn Pinkas Josefsthal aus Wieliczka, die letzte Ruhestätte gefunden. Die.Heimgegangene