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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-09-01 · 35 (1.9.1916) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
35 (1.9.1916)
Date
1916-09-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 85 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 579 Otto Einstein, ordin. Arzt, Landw.-San.-Komp. 23 der 2. württemd. Lanöw.-Div. Bruno Heilmann. R. Landauer. Vizeseldwebel Richard L o e b. Unteroffizier Friedrich Stern. Tann (Rhön). Hugo R a b e n st e i n. Tauderbischofsheim. Vizewachtmeister Siegfried Spiegel. Uffenheim. Reservist Ludwig Flamm, im 4. bayer. Inf.- Regiment. Volkmarsen. Unteroffizier Otto Katzenstein. Marburg i. M. Musketier Ludwig Weinberg, im Landw.- Jnf.-Rgt. Nr. 61. Mielichowo. Bernhard Bernstein, Unteroffizier in einem Jnf.-Rgt., inzwischen gefallen. Witten. Emil Landau, Leutnant im Jnf.-Rgt. Nr. 174. Zawodzie bei Kattow. Mar Hausdorff, inzwischen gef. Zempelburg (Westpr.). Kriegsfreiwilliger Siegfried Schuster. Zoppot. Kriegsfreiwilliger Kurt. Arendt. Zuckau. Kriegsfreiwilliger Artur Lewandowski, Gefr^ im 1. Leib-Husaren-Rgt. " Eisernes Kreuz am schwarz-weißen Bande. Berlin. Kommerzienrat und Stadtv. Hermann B a m b e r g an seinem 70. Geburtstage in Anerkennung seiner Tätigkeit im Dienste der Kriegssürsorge. _ Are Aussen in Kakizien. Unter der Ueberfchrift „M a ß n a h m c n g e g e it V e r h e h l u n g" veröffentlicht die angesehene Moskauer Zeitung „Rußtija Wedomosti" vonr 16./29. Juli 1916 folgendes Telegramm ihres Korrespondenten in Kiew: „Durch einen Tagesbefehl an die Armeen der Südwest-Front schließt der Oberkommandierende General Brussitow aus der Kompetenz des Zivilgerichtes alle Gerichtssachen wegen Deserteure und Verhehlungell von Inden ans und übergibt sie der Kompetenz der Kriegsgerichte. Für die Verleitung zum Desertieren ist die Strafe für die im Militärdienst stehenden Juden bis auf sechs Jahre Verbesserungsallstalt oder bis acht Jahre Zwangsarbeit erhöht worden. Es ist ferner beantragt, außerdem den jüdischen Gemeinden, iit welchen sich die jüdischen Deserteure verbergen, Geldstrafen aufzuerlcgen. Dieser Tagesbefehl bezieht-sich auch auf die von russischen Truppen besetzten Gebiete in Galizien." Korrespondenzen Kaisers Ke5urts1ag. Bad Luhatfchowitz (Mähren). In einer sehr würdigen Weise wurde die Kaiserseier in der großen Lesehalle in Anwesenheit eines zahlreichen Publikums, der Orts-r. und Badebehörden sowie des im Kurorte weilenden Militärs begangen. Herr Dr. N ü r n - b e r g e r, Rabbiner in Ung.-Brod, hielt die Festrede, welche auf die Zuhörer ergreifend wirkte. Nachdem Kantor Körner aus Ung.-Brod die Feier mit einem stimmungsvollen Matowigebet eingeleitet hatte, trug Frau Irma Groß, Kurgast aus Troppau, mit geschulter Stimme das Lied „Gebet des Kaisers" vor. Rabbiner Dr. Nürnberger sprach zum Schlüsse das Gebet für unseren geliebten Kaiser und ein selbstverfaßtes, zeitgemäßes Gebet. Mit dem Absingen der Volkshymne endete diese überaus schöne Feier. Es wurden bei dieser Gelegenheit entsprechende Beträge für die Flüchtlinge der Umgegend und den hier weilenden Rekonvaleszenten gesammelt und abgesührt. Albert L ö w. Eaya. Am 18. August d. I. veranstalteten die jüdischen Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina in ihrem Flüchtlingsbethaufe eine Feier anläßlich des 86. Geburtstages des Kaisers. Zur Feier waren erschienen: der Bürgermeister der Judengemeinde Eaya Leopold Klein, der Herr Gemeinderat Leopold P o l l a k und andere. Student Srul H a i m aus Czernowitz hielt eine begeisterte Eröffnungsrede, ferner sprachen die Herren: Oberlehrer Josef Löbl, -Tesfner Wolf und Leopold Pollak. Die Schulkinder, dirigiert von ihrem Oberlehrer, sangen nach der Feier das Kaiserlied. Nachher wurde der Festgottesdienst abgehalten. Janosi (Ungarn). Die jüdischen Soldaten der 6. E.-K. des 80. Jnf.-Rgts. feierten das Gebutstagsfest unseres geliebten Monarchen in überaus weihevoller. Weise. Nach dem schönen Vortrage des Matowi-Eebetes und Absingen des 21. Psalmes hielt der auf die Einladung der jüdischen Soldaten aus Rimaszecs herbei- «geeilte Rabbiner Efraim G r ü n f e l d eine tiefempfundene, herzliche Ansprache an die zahlreich versammelten Festteilnehmer, deren Haus und Hof jetzt leider wiederum vom grausamen Erbfeind heimgesucht wurde. An der Hand trefflicher Vergleiche aus der Bibel schilderte er das segens- und nicht minder sorgenreiche. Leben >u nferes erhabenen Kaisers. Der Redner rief den Versammelten Worte der Ermutigung und Hoffnung zu und schloß mit dem inbrünstigen Gebet für einen baldigen ruhmreichen Frieden, welcher dem schönen Regierungswerke des 86 jährigen Kaisers die Krone aussetzen möge. Nachdem die Hymne ' üom Soldatenchor gesungen worden war, wurde für die neuen Flüchtlinge aus Ostgalizien gesammelt und die nennenswerte Summe dem Kommandanten Herrn Leutnant Alexander M a l i n o w s k i eingehändigt. An dieser Stelle sehen sich auch die jüdischen Soldaten der oberwähnten Kompagnie veranlaßt, ihrem Kommandanten für sein wohlwollendes Entgegenkommen beim Arrangement des Festgottesdienstes und persönlicher Teilnahme herzlichen Dank zu sagen. 11 Nathan Gelber. Krakau. Anläßlich des Geburtstages des Kaisers veranstaltete der Vorstand der israel. Kultusgemeinde in Krakau am Freitag, den 18. August 19 t6, im deutschen Tempel, Medgasse, einen Festgottesdienst. Rabbiner Dr. O. Thon hielt eine feierliche Festpredigt. Die kantoralen Funktionen versah Kantor Sam. D a - w i n s k i. Die Feier schloß mit Absingung der Kaiserhymne. Liesing. Wie alljährlich, feierte der Vorstand des Liesinger Jubiläums-Tempels den Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers im Rahmen eines am 18. d. .M. abgehaltenen Festgottesdienstes. In Anwesenheit der Festgäste, des Vorstandes, in Gegenwart der disloz'erten Truppen und eines zahlreichen Auditoriums, wurde der liturgische Teil der gottesdienstlichen Feier durch den hiesigen Kantor I. O e st e r r e i ch e r vollzogen. Als Festredner fungierte der gastlich in Wien weilende Rabbiner Dr. Philipp Goldberger. Mehr.-Kromau. Anläßlich des Geburtstages unseres Kaisers fand am Vorabend des 18. d. M. im Tempel der israel. Kultusgemeinde Mähr.-Kromau, in Anwesenheit eines sehr zahlreichen Publikums, ein Festgottesdienst statt. Die Festrede hielt der hier substituierende Rabbiner Dr. F l e s ch aus Kanitz. Den gesanglichen Teil besorgte der jeweilige Kantor Salomo K r e u 1 st e i n, begleitet von dem durch ihn geleiteten Chor. Olmütz. Am Vorabend des Kaisertages fand im israel. Tempel ein Festgottesdienst statt, an welchem außer der jüdischen Mannschaft der hiesigen Garnison und einem zahlreichen Publikum die Vertreter der Militärbehörde, unter Führung des k. u. k. Stalionskommandanten, des Generals S ch r e i 1 e r v. S chw a r z e n f e l d, teilnahmen. Die Festpredigt hielt Rabbiner Dr. Oppenheim. Den gesanglichen Teil versah Oberkantor Schlesinger. Der Herr General sprach sich dem Herrn Rabbiner gegenüber in besonders lobender und anerkennender Weise über die erhebende, herrliche Feier aus. Zlolzow. Anläßlich des Geburtstages unseres geliebten Monarchen fand in der hiesigen Gemeindesynagoge ein Festgottesdienst statt, dem die Spitzen der Zivil- und Militärbehörden, auch die des höchsten Kommandos, beiwohnten. Ueber Einladung des Kultusvorstandes hielt Rabbinatsk'andidat Dr. Samuel R a p p a p o r t, der in dieser Gegend begütert ist, eine sehr gelungene Festrede, die bei alien Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Eine jüdische Deputation beim Lemberger Bizebnrgermeifter Dr. Schleicher. Die Tagesblätter berichteten ausführlich über die Rückkehr der jlidischen Lemberger Geisel Rektor Doktor Beck und Vizebürgermeister Dr. Schleicher aus Rußland. Die Rückkehr Dr. Schleichers nach Lemberg hat eine aus Mitgliedern aller jüdischen Parteien in Lemberg bestehende Abordnung zum Anlaß geklommen, ihn zu begrüßen. Der Deputation gehörten an die Herren: Professor Bromberg, Wahl, Rabbiner Dr. Gutmann, kais. Rat Marcell Schaff,- Tempelpräsident Dr. W affe r, Direktor Feldstein, Michael R i kl g c l, Dr. R ab n e r, Dr. Alexander M a y e r, Redakteur Tr. B i - kels, Generalsekretär Dr. Rubenzahl u. a. Namens der Erschienenen begrüßte Rabbiner Doktor Gutmann den Vizebürgermeister und drückte ihm namens aller jüdischen Bürger Lembergs den Daklk für seine aufopfernde, erfolgreiche Tätigkeit lvährend der seinerzeitigen russischen Invasion. aus. Gerührt dankte Dr. Schleicher für die große Ehrung, die ihm dadurch erwiesen worden sei, daß die Vertreter aller jüdischen Parteien ihn in einer gemeinsamen Abordnung begrüßen. Er habe nur seine Pflicht erfüllt, als er beim Einbruch der Russen auf seinem Posten verblieb. Seine

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