Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 34 (25.8.1916)
- Date
- 1916-08-25
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 34 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 57i Mar Brod, David Frischmann, S. Frug. Otto Hauser. Joses R i ß, Alfons Petzold, M. Scherlag, Schalem A l e - ch e m, Abraham Sonne, Arnold Zweig. In den Tert sind zahlreiche, sorgfältig gewählte Kernworte jüdischer Denker zur Judenfrage eingestreut. Das Buch, dessen Umschlagbild von Wilhelm Wachtel gezeichnet wurde, bringt Bilder von Hermann Struck, Jakob Stark, Wilhelm Wachtel, zahlreiche interessante Illustrationen und die Autotypie des denkwürdigen Briefes Theodor H e r z l' s an die Münchener jüdische Kultusgemeinde. Das vornehm und handlich ausgestattete Buch (Feldpostformats kostet Kr. 2.50 (Mk. 1.80). : Bestellungen nimmt der Verlag „Jüdische Zeitung" in Wien, 2. Bez.. Zirkusgasse 33, entgegen. Briefkasten. I. F., Zamosc. Berlin W. 15, Sächsische Straße 8. R. F. Unser Herausgeber Herr Dr. Bloch ist von Wien abwesend, dürfte in 14 Tagen zurückkehren und wird dann Ihren Brief persönlich beantworten. „Cheder". Der Bericht des Warschauer Korrespondenten der „Arbeiter-Zeitung" über polnische und jüdische Schulen strotzt von Unwissenheit und ungeheuerlichen Uebertreibungen. Heiter wirkt seine dünkelhafte Bemerkung: „Der Cheder. der Herr Lehrer, besitzt keinerlei pädagogische Vorbildung." Der Ahnungslose weiß in seiner von jedem positiven Wissen verschonten Unschuld nicht, daß „Cheder" die Lehrstube und nicht den Lehrer bedeutet und wir begreifen Sie vollkommen, daß Sie nicht aus dem Lachen heraustämen, als Cie die weitere Stelle des famosen Berichtes lasen: „Der Cheder war ein noch junger, aber stark verhutzeter. in einen schmutzigen Kaftan gehüllter Mann." Jawohl, es wäre zum tranklachen, wenn es nicht so tätlich ernst wäre. Jil den ' „Cheder" mit dem Herrn Berichterstatter, damit er noch etwas lernt! Notiz. Jüdische Bühne. Direktion S. P o d z a m c z e, 2. Bez.. Taborstraße 12 (Hotel Stefanie). W o ch e n - P r o g r a m m : Samstag, den 26. August: „Bastenoi", Operette in vier Aufzügen von Auerbach, Musik von Ch. Wolfsthal. Sonntag, den 27. August, nachmittags halb- 4 Uhr: „Das jüdische Herz". Lebensbild in vier Aufzügen von Lateiner; abends 8 Uhr: „Die Weiber", Operette in vier Aufzügen von Scharr. Mittwoch, den 30. August: „Jüdele", Lebensbild in vier Aufzügen von Lateiner. Donnerstag, den 31. August: Gordin-Abend: „Kreuzer-Sonate", Lebensbild in vier Aufzügen von Eordin. — Herren werden zum Chor ausgenommen. Heinrich L. R-eitlinger-WMtätigkeits-Stistung für verarmte würdige israelitische Familien. Anzahl der Plätze: Liner im Betrage von Kr. 208.- . Bewerbungsberechligt find: Die Oberhäupter verarmter, würdiger israel. Familien, welche in Wien wohnhaft sind und in deren Mitte Sinn für die Religion herrscht. Verleihungstag: 23. Oktober 1916 (26. Tischri). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis. Bestätigung des Rabbinates über die sittlich-religiöse Lebensführung des Petenten und seiner Familie. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1916. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). _ Karl und Rosalia Galdschmidt-Wohltätigk.'its- Stiftung. Anzahl der Plätze: Unbestinlmt, in Beträgen von je Kr. 20.— bis Kr. 100.—, zusammen Kr. 2620.—. Vewerbungsberechtigt sind: Jüdische Arme. Bevorzugt sind: a) Bewerber, welche nachzuweisen in der Lage sind, daß sie von den Großeltern der Stisterin. Frau Rosalia Goldschmidt, geb. Engel, bezw. deren Galten, Herrn Karl Goldschmidt, abstammen; b) Bewerber, welche Nachweisen können, daß sie von Personen israel. Konfession abstammen, die bei den Firmen: „Goldschmidt, Kodier & Co.", ,,Goldschmidt & Sonncnseld", „Goldschmidt & Landsinger" und „Karl Goldschmidt", sämtlich in Wien, bedienstet waren. Verleihungstag: 8. Thebet (2. Januar 1917). Eefuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, gegebenenfalls Verwandtschaftsnachweis, bezw. bei Geltendmachung des Anspruches auf Vorzugsrechte nach b) die entsprechenden Rachweisungen. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1916. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). _ Josef und Cücilie Adler-Stiftung für Wohnungsmietebesträge. Anzahl der Platze: Unbestimmt, in Beträgen von je Kr. 40.— bis Kr. 60. -, zusammen Kr. 2-10.—. Bewerbungsberechligt find: Arme, israel. Personen. Berücksichtigung finden in erster Linie: Verwandte der Stisterin, Cäcilie Adler, sodann Witwen mit unversorgten Kindern, ältere hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, endlich dem Lehrfachs angehörige Personen. Verleihungstag: 26. Oktober 1916. Eefuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Totenschein des Gatten. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31 August 1916. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Heinrich Stern'fche Ausstattungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je Kr. 266.—. Bewerbungsberechligt sind: Arme, brave jüdische Mädchen, welche sich im Brautstände befinden. Bevorzugt sind: Verwandte des Stifters, Herrn Heinrich Stern, gestorben in Wien, am 14. September 1887. Eefuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Berlobungsnachweis, eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1916. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung der Stiftung verehelichen, verlieren den Anspruch an dieselbe. Adam Hruzftld'fche Aucstattungsstiftung für im Brautstande befindliche Verwandte. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kr. 1100.—. Bewerbungsberechtigt sind: Mit dem Stifter verwandle, arme, sittsame Mädchen, welche sich im Brautstande befinden. Eefuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis. Sittenzeugnis, Lrantstandszeugnis und Nachweis der Verwandtschaft. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1916- Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengafse 4, 2. (stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung der Stiftung verehelichen, werden des Anspruches an dieselbe verlustig. Wien, 1. August 1916. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Israeiitisobe Knltnsgemeinde Vien Hanpikassa Z. 7856 ex 1916. KUNDMACHUNG Es wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß an den hohen Festtagen im Großen Mnsikvereins-Saale, I, Dnmbagasse 3, Wr. Konzertbans (großer Saal), III., Lotbringerstraße 20, Hotel Continental, II., Taborstraße 4 feierliche Gottesdienste stattfinden werden. Jene Parteien, welche auf die Sitzplätze, die sie im Vorjahre innehatten, auch heuer reflektieren, können die betreffenden Karten vom 11. September bis incl. 15. September an der Betsitzkarten-Kassa der Knltnsgemeinde, Wien, I., Seitonstettengasse 4, I. Stock täglich von 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags beheben. Ab 18. September gelangen die nicht im Vorverkaufe behobenen Karten zum allgemeinen Verkaufe. W i e n, im August 1916. Israel. Knltnsgemeinde Wien. Der beeidete Geriehtsdolmetsch für die hebräische und jüdische Sprache in Zivil- und Strafsachen im Oberlandesgerichtsspr.-ngel Wien Sigmund Haber wohnt Jetzt: ll., Grosse Mohrengasse 3b I. Stiege, Tür 21 Eingang ancb: Taborstraße 8b, II. Stiege Sprechstunde: 1—2 Uhr nachm.