Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 33 (18.8.1916)
- Date
- 1916-08-18
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 554 Dk. Bloch's Politzer Josefiue, verehl. Ruff, geb. 10. April 1879, Wien, 2 Bez. Wohlmuthstraße 19. Putschirr Rudolf Bürzerschüler, geb. 10. Februar 1602, Berlin, 2. Bezirk AussteUungsstraße 33. Rofeuhek Leo», Einjähriger (Kapellmeister), geb. 16. Juni 1886, Bukarest, 18. Bez., Glanzinggasse 17. Spider Alfred/ Handels-Akademiker, geb. 11. Mai 1897, Brünn, 8. Bez., Albertgassc 12. Fräukcl ÄZolfgang Max. Jurist, geb. 12. Mai 1897, Spital am Semmering, 7. Bezirk, Lerchensclderstraffe 65. Linz. Als zweite Veranstaltung der zionistischen Propagandatätigkeit sür Oberöslerreich fand kürzlich im Kursaäle in BadHall 'ein Vortrag des Dr. Wilhelm Stein über „Palästina und der Weltkrieg" statt. In einer einstündigen Rede schilderte der Vortragende in trefflicher Weise die Entstehung der jüdischen Kolonien in Palästina und besprach sodann den Einfluß des Weltkrieges aus Palästina. Die Ausführungen des Redners fanden lebhaften Beifall. Der Kursaal, der vom Land.'sansschusse in zuvorkommendster Weife zur Verfügung gestellt wurde, war dicht gefüllt. Rimbnrg. (I u b i l ä u m.) Herr Jacob G o l d st e i n feiert diese Woche sein 25 jähriges Dienstjnbiläum bei der Gemeinde wie auch das 45jährige Jubiläum als Rabbiner und Lehrer. Sanok. Sonntag, den 6. d. M., veranstalteten die Herren Professor Appel und Offizier £ r a m i n e r im Tempel eine Trauerandacht für die gefallenen jüdischen Helden der Stadt Sanok und zugleich für den gottseligen Dr. Theodor H e r z l. Die Trauerrede sowie die Gebete sür die gefallenen Helden und Dr. Herzl hielt Professor Appel. Seine Rede in der deutschen Sprache machte auf die Anwesenden einen großen Eindruck und viele weinten, als er seine gefallenen Schüler erwähnte, unter anderen Herrn Hugo F a d c n h c ch t, Bankbeamten in Wien und Herrn Wilhelm B o c z, k. u k. Kadetten. Herr Araminer (deutsch-jüdisch) und Herr Dr. Spiegel (polnisch) schilderten sehr eindrucksvoll das Leben und die Taten des Dr. Herzl. Schließlich gebührt den beiden oberwähnten der heißeste Dank -der jüdischen Bevölkerung unserer Stadt fürihre rastlose Arbeit für das Wohl unserer Gemeinde. Vukovar. Am 12. August feierte der Schüler der Berboer Talmud-Thora-Schule, Erwin Schwäre z, Sohn des hiesigen Oberkantors Adolf Schwarz, sein iTl2»!E °°Q-Fest. Wer weiß? Lieber Schächter aus Russisch-Banila sucht seinen Sohn Saul Schächter, 15 Jahre alt, der mit Chaim Hersch Goldner aus Russisch-Banila geflüchtet ist. Zuschriften an Rabbiner Emil Klauber, Postelberg. Leib Haller, Landst.-Jnf.-Rgt. Nr. 22, 2. Ersatz-Komp., Freiberg (Mähren), sucht Hinde Elster aus Kolomea; Ruche! Eodel aus Wiftecke, derzeit in Königswald bei Bodenbach, sucht ihren Sohn Jarob Godel und Jossei Ladenhein von Horodentä. Zuschriften sind zu richten an das Hilfskomitee ' der ifrael. Kultusgemeinde Bodenbach. Chone Zworn sucht seinen Bruder Me'rr Zworn aus Obertyn und seinen Schwiegervater Aron Stein aus Obertyn samt zwei Schwägerinnen: Hene Stein und Chance Stein aus Obertyn. Israel Isar Markscheid sucht seine Tochter Eitel Nesch Mit fünf Kindern aus Kolomea. Vercy Rechter sucht Hodl Peisach und Taube Lide.iseld Mit ihrem Kinde aus Kolomea. Mordche Tepec und B6le suchen ihren Sohn Saiamon Teper samt Frau und Kindern aus Kolomea. Moses Wischnitzer aus Vastowitz bei Csermos sucht seinen Sohn Meier Wifchnitzer, aus Czernowitz geflüchtet. Efrojim Löbl aus Berhometh (Bukowina) sucht seine Frau Vrane Löbl. Dendyt Waingarten aus Kolomea sucht seine Familie Saloma David Waingarten aus Kolomea. Rachel Tenenean sucht ihre Schwester. Kastel Knepr-r sucht steinen Schwager aus Kolomea. Cirel Schoner sucht ihre Schwester aus Kolomea. h^aim Eilet sucht seinen Schwager aus Kolomea. Wochenschrift Nr. 38 Mattel Brettler sucht seine Tante aus Kolomea. Schymy Schüller aus Ewozelzizc sucht seinen Sohn Schöpfe Schüller aus Czernowitz. Chune Zworn sucht Moses Zibnrr aus Obertyn. Adele Frost sucht ihren Vater Wolf Frost aus Putilla. Molsenblatt Rosa sucht ihren Vater Jser Rosenbkatt!aus Loszlmoka Chase Rechter aus Kolomea, gegenwärtig in Wsetin (Mähren), sucht ihren Vater Mott Kaphahn, ihren Bruder Smuk Kaphahn und den Schwager. Hersch Sieder aus Kolomea. Ausiünft erbeten an Herrn Religionslehrer L. Blau» Wsetin. Auczel Jäger, Wien, 2. Bez., Kleine Schrsfgasse 20/20, sucht Abraham Chaim Jäger aus Bilcze-Zlote bei Brchacz und Salamon Jäger, Frau Chaucie Eckhaus, geb. Jäger (geflüchtet in der Richtung Stanislau) und Mayer Eckhaus, angeblich eingerückt in Mähr.-Weihkirchen. Landsturmmann Wolf Veiser, Infanterist des k. u. k. Jns.- Rgts. Nr. 96, derzeit int k. u. f. Reservespital Nr. 15, Wien, 17. Dez., Wichtelgasse 57, seit 16 Monaten im Felde, das zweite Mal verwundet, sucht seine Frau Chaje Nüchel Be'-ser und zwei Kinder, die ans Kolomea geflüchtet sind. Feuilleton. Heldentod am Urlarrdstage. (Fcldbrief von der Westfront.) Aus der Augustuummer des »Mult 6s Jövö«, mitgeteilt von Dr. A. Fürst, Szekesfehörvur (Stuhlweißenburg). Mein Cousin, Arthur Friedeberg er,- Neffe des gewesenen Direktors der ifrael. Taubstummenanstalt in Wien Dr. M. Friedeberger, war Unteroffizier des deutschen Grenadierregiments Nr. 12. Am 1. August 1914 zog auch er unter die Waffen, und unter dem Kommando des berühmten v. Reuter durcheilte er int Siegeslauf ganz Belgien, die nördlichen Departements Frankreichs bis an die Aisnelinie. Hier grub er sich samt seinen Hunderttansenden von Genossen ein und es begann das primitive Höhlenleben des! Urmenschen in modernisierter Gestalt aus und unter der Erde. Struppig, ranzig ward sein Gesicht, müde die Haltung. Mit einem guten Kollegen, G. Schwarz, einem evangelischen Lehrer, teilte er Lust und Leid des Lagerlebens volle zehn Monate. Anfangs Juni sandte er endlich! glückselig die Botschaft heim, er habe den Urlaub in Händen, anr 16. käme er auf zwei Wochen nach, Schrimw. Aber der Mensch denkt, Gott lenkt! Drei Tage vor dem genannten Tage kommt Befehl, die Truppe muß ihre Front wechseln; am 14. schreibt er während der Fahrt: „Mein Urlaub ist scheinbar dahin, wir werden verschoben, weiß nicht, wohin." Am 15. nahmen sie an den Abhängen des blutgetränkten Loreltohngels die neuen Stellungen ein und am Morgen des langersehnten 16. Juni fällt der 24 jährige Jüngling am Felde der Ehre. Seine Geburt hatte seiner Mutter das Leben gekostet, sein Tod verwandelte den 60. Geburtstag des Vaters in Trauer. Vom traurig-tragischen Ende benachrichtigt der gute Freund die Heimgebliebenen. Ein bewunderungswertes Schriftstück! Unmittelbar nach dem Falle, inmitten der Schlacht sozusagen geschrieben, ist es gleichzeitig ein ergreifendes Dokument der Freundesliebe, wie des Pflichtbewußtfeins des Lehrers. Lauter Daten und phrasenlose Tatsächlichkeit, und doch! wieviel Feingefühl und Wärme, ivas für Schwung und welcher Stil! .Wahrlich, ein Kunstwerk, aus den: der Rhythmus der Kanonen,- die Hoheit des deutschen Volkes' spricht. . . . Der Feldbrief — jetzt, während der heftigen Kämpfe an der Westfront — doppelt aktuell — lautet mit wenigen Kürzungen: „Fresney bei Neuville, 18. Juni 1915. Liebes Fräulein! Lange, lange haben Sie auf ein paar Zeilen warten müssen. Und nun muß sch! Ihnen schreiben. Aber eine Bitte, liebes Fräulein! Ehe Sie