Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 33 (18.8.1916)
- Date
- 1916-08-18
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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&r. Bloch's Wochenschrift Nr. 33 Seite 542 in den Ländern der Zentralmächte ihr Heim haben, sondern auch die in den gegenwärtig feindlichen Ländern, ja alle Juden auf dem ganzen Erdenball, von Kaiser Franz Josef I.> wie von ihrem Protektor, ihrem Beschützer, ihrem Erlöser begeistert sprechen. Jeder Jude spricht von unserem Kaiser mit den herrlichen Worten des Jesaias: „Sieh! Als Zeuge der Böller habe ich ihn eingesetzt, als Fürst und Gebieter von Nationen! Sich! Dir unbekannte Völker kannst Du rufen, Völker, die Dich nicht kannten. Dir eilen sie entgegen, um des Ewigen, Deines Gottes, kvillen, und wie zu einem Heiligen in Israel wenden sie sich, denn er ist Dein Ruhm, Dein Glanz, Deine Pracht und Deine Herrlichkeit!" lind noch ein Bild sehen wir in dieser: Tagen ausgestellt, das uns die Zukunft der gegenwärtigen Kriegslage im Ausblicke prophetischer Offenbarung symbolisiert. Wir sehen im Schaufenster das ernste Antlitz des Kaisers abgebildet; von unten herauf blickt ihm die jugendliche Gestalt des Thronfolgers entgegen, in der ausgestreckten Hand den Lorbeerzweig des Ruhmes ihm emporreichend, und zwischen beiden die imponierende Zahl Nli, die Zahl der Lebensjahre des greisen Mottarchen. Auchdieses Bild ist ans der Volksstimmung herans entstanden, ist aber für den Bibelrenner der Ausdruck einer sich selbst unbewußten Weissagung der Heiligen Schrift. Sie findet sich in der Apokalypse des Propheten Daniel, in welcher dieses Bild als Schlußpnnt't der großen Vision angeführt erscheint, die vom kabbalistischen Sohar und dem berühmten, rationell denkenden jüdischen Gelehrten Malbinr auf den Beginn des Erlösungsweltkrieges, der mit dem Schöpsnngsjah re 5673 beginnen werde, in auffälliger Weise gedeutet worden ist. Die Erscheinung, die dieser Zeitbestimmung vorangeht, ist. so packend, einschnreidend und überraschend, daß sie eben für diesen dynastischen Festtag der Völker Oesterreich-Ungarns wiederzügeben besonders geeignet ist. Es erscheinen der Reihe nach die exotischen Tiergestalten, welche die aufeinanderfolgenden Weltreiche der Erde symbolisieren. Als viertes und letztes dieser haarsträubenden Raubtiere schildert der Apokalyptiker Daniel dasselbe mit folgenden Wörter:: „Es ist fürchterlich, schrecklich und ungemein stark; es hat große eiserne Zähne, frißt ur:d zermalmt, und was cs übrig läßt, zerstantpst es mit den Füßen, und es war verschieden von allen Tieren vor ihn: und hatte zehr: Hörner; und sieh, ein anderes kleines Horn stieg ans zwischen denselben und drei der erster: Hörner wurden ausgerisser: vor demselben, und es waren Augen wie Menschenaugen und ein Mund, der frech-vermessen redete. Ich schaute, wie Stühle gestellt wurden, und ein betagter Greis setzte sich, dessen Gewand wie Schnee und seines Hauptes Haar weiß wie reine Wolle; sein Thron flammendes Feuer, die Räder daran lodernde Gluten; ein Feuerstrom ging von ihm aus, Tausendmaltausende bedienter: ihn, Zehntausendmalzehntausende standen vor ihm, das Gericht begann und Bücher öffneten sich; ich schaute sodann und vermahm der: Ton jener Worte, die das kleine Horm geredet, und schaute, tvie das Tier getötet, sein Leib vernichtet und dem lodernden Feuer preisgegeben wurde; auch den übrigen Tieren nahm n:an ihre Herrschaft, doch eine Lebensfrist gab man ihnen, bis Zeit und Stunde kommt. Ich schaute in meinem rechtlichen Gesichte und sieh, in den Wolken des Himmels erschien es, wie der Sohn eines Sterblicher:, und er gelangte bis zu dem betagten Greis und er wurde ihm vorgeführt. Und er gab ihm Herrschaft, Würde und Reich, daß alle Völker, Nationen ur:d Zungen ihm dienen sollten, seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft und wird nie rveichen und sein Reich nie zerstört werden!" Braucht diese Vision noch Worte der Erklärung, sehen wir sie nicht in diesem Weltkriege herairreifen und sich der Erfüllung nähern!? Das Tier mit den vielen Hörnern, das alles frißt, zerstampft, vernichtet, wo es seinen Fuß hinsetzt, ist das Russenreich und das kleine Horn mit dem frechen Munde, das von ihm ausgegangen, ist das kleine verbrecherische Serbien und der Alte an Tagen, mit dem schneeweißen Haupte, ist das Bild unseres Kaisers, dessen zahlreiche Regierungsjahre noch kein Herrscher der Welt erreicht hat, und die junge Menschengestalt, der einst die siegreiche Herrschaft von den: Alten an Tagen zuzufallen bestimmt, ist der jugendliche Thronfolger,' der unsere Hoffnung einer segensreichen Zukunft bildet — hier haben wir das Bild des greisen Herrschers abgezeichnet, den: der junge, kraftstrotzende Thronfolger den Lorbeer des Ruhines, des Triumphes, des endlichen Sieges reicher: wird?; Diese himmlische Vision von vor 2009 Jahren, wir sind dessen sicher, sie wird sich erfüllen, hiefür bürgt uns die in der Geschichte der Menschheit beispiellos dastehende, durch Gottes Gnade erhaltene Regierungstätigkeit unseres greisen Monarchen, an dem sich, in solch unvergleichlicher Weise das biblische Wort bewahrt: „Der Ewigc, Dein Goti, liebt Dich," den Kaiser F r a n z I o s e f I. Kriegsdekoralionen jüdischer Offiziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser, hat verliehen: das s i l b. Signum l a u d i s am Bande des Militärverdienstkreuzes (neuerliche kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten vor dem Feinde den: Leutnant d. R. Ignaz Groß mann, Fest.-Art.- Bat.; für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Regimentsarzte a. .D. Moriz G ünsz, Jns.-Div.-San.-Anstalt; dem Landsturm- Assistenzart. Dr. Isaak Keszker, Korpskmdo.; das Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten dem Oberleutnant d. Ev. Theodor Adle r, FeldlänoNenreg.; dem Leutnant d. R. Hans Pi ck, J.-R.; dem Oberleutnantauditor d. R. Dr. Marcell Gold ln sh J.-Div.; den Leutnants d. R. Wilhelm Kling er, Jl-R.; 'Israel Kertesz, J.-R.; Adolf H i rsch, Feldhaub.-Reg.; Hermann Tobisch undDesidcr Steiner, Traindiv.; den Oberleutnants d. R. Karl Golds ch m i d t, Feldhaub.-Reg.; Artur Jakobi, Fest.- Art.-Reg.; den Assistenzärzten Witold Frech. Schey von Horomla, Garn.-Spital; Alexander Kaufmann, Garn.-Spital;. Philipp Heimann, ung. Ldwreg.; für vorzügliche Dienste vor dem Feinde dem Hauptmann Jak. Grün selb, J.-.R.; den Leutnants b. R. Alexander Weisz, J.-R.; Julius Klein, Traindiv.; Paul Herzfeld, Traindiv.; dem Oberleutnant Stephan Politzer, Korpskmdo.; den: Leutnant d. R. Emst Rosenberg, Fest.-Art.-Reg.; den Oberleutnants a. D. Hermann $ornfeld, Fest.-Spital; Rudolf WeißensteiFest.- Spital; den: Jng.-Leutnant Dr. Bertold Redlich, Beleuchtungsabteilung; den Oberleutnants d. R. Hugo M armor ek, Feldhaub.-Reg.; Erwin Hacker, Traindiv.; dem Oberleutnantauditor Samer Menis, Armeekmdo.; für tapferes Verhalten dem Leutnant d. R. Mattias Spitzer, Ldwreg.;