Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-08-04 · 31 (4.8.1916) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
31 (4.8.1916)
Date
1916-08-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3020846-3022195-3022227--25301-3050596
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 31 Tr. Bfoch's Wochenschrift Sette 515 Majestät anbefohlen hat, daß ihm neuerlich der Ausdruck der Allerhöchsten belobenden Anerkennung für tapferes, vorbildliches Verhalten bekanntgegeben werde. Oberleutnant Leo Kornitzer, stationiert in Pola. früher Oberkantor am Prager Jubiläumstempel, j'tzt in Hamburg, erhielt das Signum laudis. Das Offizierskreuz des Franz Josef-Ordens mit d"r Kriegsdekoration wurde dem Oberstabsarzt zweiter K'aqe auf Kriegsdauer a. o. Universitätsprofessor Dr. Heinrich Neumann beim Garnisonsspital Nr. 1 in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung während der Kriegszeit ' verliehen. Oberstabsarzt Professor Dr. Heinrich Neumann ist zum beratenden Ohrenarzt und Konsiliarius sämtlicher Kriegsspitäler ernannt worden. Der Gelehrte leitet seit Kriegsbeginn die 'Abteilung III h des Garnisonsspitals Nr. 1, das neben dem Garnisonsspital Nr. 2 die größte Spezialklinik besitzt. Auszeichnungen im Kriegsverkehre. Se. Majestät der Kaiser hat verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes für vorzügliche Dienstleistung dem Oberstaatsbahnrat Aba Allerhand, dem Oberinspektor Hugo Karpeles, den Staatsbahnräten Bernhard Blum e n t a l und Edmund P o r d e ss das goldene VerdienstkreUz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Oberrevidenten Adolf Goldmann, dem Ingenieur Bertold Altmann, Kaschau-Oderb.-Bahn, und dem Werkstättenleiter Isidor P o r d e s; das tzoldene Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Maschinenkommissär Jakob Löwenkron, denk Adjunkten Moriz Wasservogel. Zum zweitenmare ausgezeichnet. Dem Zugsführer Israel Zucke r"k a u d e l.bei einer jägerkontpagnie, wurde die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse zum zweiteUmale verliehen. Kaiserliches Keschenk. Seine Majestät geruhten, dem pensionierten Oberlehrer und Leiter des israelitischen Kaiser Franz Josef I.- Jubiläurns-Waisenhauses in Luck bei Karlsbad als Vater von acht zur Kriegsdienstleistung eiugerückteu Söhnen ein Mit den allerhöchsten Initialen jgeziertes Eriunegeschenk huldHvllst zu spenden. Das Geschenk besteht aus einer auf Mannvr angebrachten Silberpaare, auf welcher zwei Soldaten, seldmäßig ausgerüstet, auf einem Berge ans dem Posten stehen, nach dem Feinde spähend: darunter sind die allerhöchsten Initialen mit einer Krone aus Gold angebracht. Die Ueberreichung des kaiserlichen Geschenkes war mit einer den Herrn Oberlehrer Dux sehrehrenden Feier verbunden, bei der die Gemeindevertretung, alle uniformierten Vereine der Stadt, die Vertretung der israel. Kultusgemeinde, Herr Pfarrer Zimm ermann, die Gendarmerie it. v. a. anwesend waren Kin Ketdenvater. Als klassischer Beweis für wahrhaft heldenhafte Gesinnung, die sich jedoch in diesem Falle nicht vorn im Schützengraben, sondern weit hinter der Front kundgab. matz der Wortlaut des Briefes gelten, in dem ein jüdischer Vater dem „Lemberger Tagblatt" den Heldentod seines Sohnes mitteilt. „Mein einziger Sohn" — schreibt der schwergeprüfte Vater —, 7.Baruch Gruber g. Fähnrich beim Jnf.-Reg. Nr. 15, ist am''20. Juni 1915 im 21. Lebensjahre am Kriegsschauplätze gefallen. Nunmehr wurde uns Eltern die ihm für besondere Tapferkeit verliehene große Tapferkeitsmedaille zugemittelt. — Grerlzj ägerkompagnie, wurde die silberne Tapfe rkeits Unser einziger Trost ob dieses unersetzlichen Verlustes ist der, daß wir dem Vaterlande einen wahren Helden zum Opfer gebracht haben. - Nachdem er 5 Monate lang die russische Invasion in Tarnopch mitgemacht, entfloh der 19 jährige Jüngling, Schüler der 8. Gym nasiatklasse, unter Lebensgefahr nach Ungarn, wo er sich sofort freiwillig zum Militärdienst meldete. Nach achtmonatigem Frontdienst mußte er sein junges Leben für die Ehre seines Vaterlandes hingeben. Ich bin stolz darauf, einen Sohn geopfert zu haben, der ebenw Helden mütig für sein Vaterland wie für die Ehre des jüdischen Volkes gekämpft und geblutet hat. L. Grub e r g, derzeit Wien." Jüdische Jamikien im Ketde. Oskar Laug, Rechnungsunteroffizier I. Kl., mob. Reservespital Nr. 6/3, lein Neffe des Herrn Jakob März in Wienh am 17. Juni 1914 assentiert, am 1. August 1911 ein ge rückt, avaneierte am 15. Dezember 1911 zum Korporal und ist am 17. Juli d. I. zum Rechnungsunteroffizier 1. Kl. mit Belobung befördert worden. Sein Bruder, Jacques Lang. Kor Poral, befindet sich in russischer Gefangenschaft. Ein zweiter Bruder, Adolf L a n g. Zugsführer, und endlich ein dritter Bruder, Harry San g. Korporal, sind in Verwendung beim Tierspital Markus Berger. Privatier in Ujvidek. hat fünf Söhne und einen Schwiegersohn in Kriegsdiensten stehen. 1. Ludwig. 37 Jahre alt, Kaufmann in Obercse. Oberleutnant in der Reserve, hat an mehreren Schlachten in Serbien teilgenommen und befindet sich jetzt an der russischen Front. 2. Dr. Marcel Berge r. 35 Jahre alt, Arzt aus Cegled, versieht als Oberarzt seinen Dienst an der italienischen Front: vor zwei Monaten wurde er für seine unermüdlichen, selbstlosen Dienste mit dem Signum laudis ausgezeichnet. 3. Jzso. 32 Jahre alt. Großk'msmann in Szenttamas, versieht seit der Mobil! siernl..'. an verschiedenen Fronten als Feldwebel seinen Kriegsdienst. 4. O s k a r, Freiwilliger. Leutnant. '24 Jahre alt, wurde in den Kämpfen gegen die Russen am rechten Arm verwundet: gegenwärtig bildet er als Invalide beim k. u. k. Infanterieregiment die Rekruten aus. 5. Josef, Essigfabrikant in Oroshaza. 43 Jahre alt. Landsturmmann beim Honved-Jnfanterieregiment Nr. 6. Der Schwiegersohn. Mar Breslauer. 34 Jahre alt. Getreidehändler in Bildogaßponyfalva, ist als Reserveleutnant an der russischen Front. Jakob Farkas in Budapest hat vier Söbne und zwei Schwiegersöhne beim Militär: 1. Rudolf. 28 Jahre alt, Feldwebel im k. u. k. Infanterieregiment Für seine ausgezeichneten Dienste wurde er mit dem silbernen Verdienstkreuz mit der Krone und für seinen musterailtigen Heldenmut rnit der großen silbernen Tav ferkeitsmedailte ausgezeichnet. 2. Adolf, 27 Jahre alt, Kaufmann. Feldwebel im Honved-Jnfanterieregiment In den Karpatk-en kämpfen sind ihm die Füße abge froren. 3. Arthur. 20 Jahre alt. Kunstschlosser. Ka nonier bei der k. u. k. schweren Haubitzen-Divvion geriet bei dem Fall von Przemysl in russische Gefangenschaft. 4. I s i d o r. 25 Jahre alt. Kaufmann. Zugs sichrer im Honved-Jnfanterieregiment wurde am 25. August 1914 in den Kämpfen bei Podbajce von einem russischen Dumdumgeschoß am Fuße schwer verwundet und geriet in russische Kriegsgefangenschaft. Erlag 14 Monate in den Svitälern von Kiew und Kasan. Der eine Schwiegersohn. Samuel G i l d e n fe l d. 26 Jahre alt. Kaurmann. Honved im Infanterieregiment wird feit den Kämtuen am Stryi am 22. Juni 1915 vermißt: der zweite Schwiegersohn, Ludwig K a r l, 30 Jahre alt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.