Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 30 (28.7.1916)
- Date
- 1916-07-28
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Sette 508 'jix. 30 Tr. Bloch's Wochenschrift mut und Vaterlandsliebe beleuchtet, die der Verfasser erzählt. Er glaubt nicht, daß dieses Verhalten den Juden des Deutschen Reiches nach dem Kriege zur vollkommenen Gleichberechtigung verhelfen werde, hofft dagegen, die bitteren Erfahrungen, die das deutsche Volk in diesem Kriege geniacht hat, würden es die Juden richtiger beurteilen lehren. An cineni Hatz, wie er die deutschen Juden seit der Aufrichtung des neuen Reiches verfolge, litten ja die Juden seit zweitausend Jahren, und dieser alte Judenhatz stimme in seinen Erscheinungsformen und jn seinen Ursachen Zug um Zug mit dem heutigen Deutschenhaß überein; auch der Judenhaß sei mit einem Verleumdungsfeldzug planmäßig verbreitet worden, und auch der Deutschenhaß entspringe deni Konkurrenzneid gegen die zahlreichen Deutschen, die unter fremden Völkern ihr Brot suchen. - - Wohlgemuth behandelt die Probleme des Krieges mit solchem Scharfsinn, solchem Weitblick und so tief eindringeuder ethischer Würdigung, daß kein Leser die Schrift aus der Hand legen wird ohne das Bekenntnis, von ihm gelernt zu haben. „Treue". Eine jüdische Sammelschrist. Herausgegeben von Leo H e r r m a n n. Berlin 1916. Jüdischer Verlag. Krieg und Ethik. Vortrag von Prof. Dr. I. Hirsch, Rabbiner in Karolinenthal. Verlag von I. K a u f f m a n n, Frankfurt a. M. Hermann Cohen. Religion und Zionismus. Ein Wort an meine Kommilitonen jüdischen Glaubens. Verlag I. K a u f f in a n n, Frankfurt a. M. Ehrentafel der auf dem Felde der Ehre gefallenen jüdischen' Soldaten. Der diesjährige „Wiener jüdische Volkskalender" enthält eine Abteilung: Ehrentafel der gefal.er.e.i jüdischen Soldaten. Es wird um freundliche Bekanntgabe von Name, Ort. Beruf, Charge, Ort und Tag des Todes der Gefallenen an Herrn Hickel, Wien. 8. Bez., Lerchengasse 6 a, erbeten. An dem diesjährigen Kalender arbeiten unter anderen mit: Feldrabbiner Dr. Frankfurter, Rabbiner Dr. M. Grunwald, Malwine Grünwald, akad. Maler Daw. Kohn, I. Krautz, Prof. Dr. Kurein, Anitta Müller, Friedr. Porges, Dr. Marek Scherlag, Kultusvorsteher Dr. Schreiber, Gemeinderat Dr. Schwarz-Hiller. Adolf Stand, Bernhard u. v. a. Zriefkaste«. Professor Dr. A. K. in C. Wir konnten leider nichts ermitteln. Notiz. Jüdische Bühne. Direktion S. P o d z a m c z e, 2. Bez., Taborstratze 12 (Hotel Stefanie). Wochen-Programm: Samstag, den 29. Juli: „Schir Haschircm", Operette in vier Akten. Sonntag, den 30. Juli, Nachmittags-Vorstellung, halbe Preise, Anfang halb 4 Uhr: „Der Jeschiwe Bücher"; Anfang abends 8 Uhr: „Ezra, der ewige Jude", Operette in vier Akten. Mittwoch, den 2. August: „Schulem Bajes", Lebensbild in vier Akten. Donnerstag, den 3. August: Eordin-Abend: „Gott, Mensch und Teufel". Ail meinen Gönnern und Freunden, die während meiner 36jährigen ärztlichen Sp.zialpraxis als mir ihr Wohlwollen bewahrt haben, sage ich bei meiner Uebersiedlung nach Budapest ein herzliches Lebewohl. Med.-Dr. Adolf Herzfeld. Widmung ö;t aufgelösten Abendbörse für Lehramtskandidaten. Anzahl der Platze: Einer im Betrage von Kr. 100.—. Bewerbu^sderechtigt sind: Israelitische Lehramtskandidaten. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse, Frequentationszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1916. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). fliplltoi* erteilt einige Stunden in uCUl dluuUul Ululllul Sprache ü. Literatur Unterricht. Zuschriften an die Exp. unter »Schnellerfolg«. G. Arme verlassene, kränkliche Dame, Israelitin, durch schwere Entbehrungen ganz heruntergekommen, bittet edle, fromme Leute um baldige Hilfe. Unter „Gott vergelt’ es“ acdie Administration des Blattes. G. Konkurs. Die Szabadka?r isr. Kultusgemeinde schreibt hiemit einen Konkurs für die vakant gewordene Stelle eines Oberkantors aus. Jahresgehalt 3000 K, Wohnungeid 1000 K und die üblichen Nebeneinkommen. Den Oberkantor wählt die Generalversammlung der Kultusgemeinde und nach dem Ablauf des Probejahres wird er auch durch dieselbe definitiv angestellt. Geeignete Reflektanten, die nicht über 40 Jahre alt sind, können sich um diese Stelle bewerben, die auch vorzügliche Vorbeler und Musikkenner sind, bewandert sind mit Chor und Orgel, vorzube'en und die entsprechend einen modernen Gottesdienst mit ge nischtem Chor einzustudieren imstande sind. Zeugnisse von Musikkenntnissen, bisherigen Wirkungskreis sowie auch Geburtszeugnis sind dem Offerte beizulegen. Für den gewählten Oberkantor sind die Dienstordnung, die Disziplinarordnung und Pensionsstatuten der Kultusgemeinde maßgebend. Die Reflektanten haben ihre Gesuche an die Kanzlei der isr. Kultusgemeinde einzusenden. Zum Probevortrage werden nur hiezu Berufene zugelassen und nur dem Gewählten werden die Reisespesen vergütet. Der Gewählte ist verpflichtet, die Stelle spätestens am 1. September 1. J. anzutreten. Szabadka, den 11. Juli 1916. Der Szabadkaer isr. Kultusvorstand: Gold Dr. Adolf Klein Sekretär. Präses. Brigittenauer israel. Tempelverein. Tüchtiger Vorbeter für die hohen Feierlage für Bethausfiliale, sowie ein ständiger guter Tenorist für den Haupttempel wird gesucht. Nur schriftliche Offerte an Herrn Heinrich Neuhaus, Vorstandsmitglied des Briüittenauer israel. Tempelvereines, XIX., Heiligenstädterstraße 5. Selbständiger, erfahrener Kaufmann (En gros-Händler), 30 Jahre alt, militärfrei, in allen Kontor- und Bacliungsarbeiten versiert, repräsenlations- und kautionsfähig, sucht Beschäftigung in Häusern, wo am Samstag nicht gearbeitet wird, gegen bescheidenen Lohn. Zuschriften unter »Czernowitz« an die Adm. d. Bl. erbeten. Tiinlltinoit (itllriant des VII. Realgymnasiums sucht 1 UuUli|Jvl OiUUuill Stelle als Instruktor aller Volks¬ und Untermittelschulgegenstände. Derselbe geht auch aufs Land als Hofmeister. Gefällige Anträge unter »Gewissenhaft« an S. S., Taborstrasse 27, Tür 45. G. I I Qijnimcm fTnil f f Kfinik für verdorbene Stimmen. ■ ■ WlllUIUClI uvli ■■ Herren und Damen (Berufssänger und Andere), deren Stimme durch Ueberanstrengung oder eine falsche Methode gelitten und an Klangschönheit verloren hat, erhalten gewissenhafte Anleitung zur Korrektion ihrer Fehler von fachkundiger Persönlichkeit. Raschester Erfolg garantiert. Fr. Dir. Charles Hirsch, VI., Linke Wienzeile 14. G. Wirtschafts-Fräulein, Israelitin, als Stütze der Hausfrau, sucht per 1. September Mädchenschule in Budapest. Selbe muß in Küche und großem Betrieb bewandert sein. Gehalt nebst freier Station und Wäsche 70 Kronen monatlich. Offerte und Photographie an Adele Verö, Marienbad. Fin tfirhtinpr tf?sri der bereits 20 Jahre kill lllbllliyt/l - - * vorbetet, mit lauter, angenehmer Stimme, sucht Steilung für die hohen Feiertage. Zuschriften an die Administration des Blattes. 6. Für 12jährigen Bürgerschüler wird Pension bei isr. Pädagogen in der Provinz mit Nachhilfe im. Unterricht gesucht. Anträge mit Preisangabe unter „Ganzjährig Nr. 21940" an die Annoncen-Expedition M. Dukes’ Nacbf. A.-G., Wien, I., Wollzeile 16. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. VII