Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 29 (21.7.1916)
- Date
- 1916-07-21
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Leu» 492 Dr. Bloch's Wochenschrift U.t. 29 gegenwärtigten Schilderung jener Nacht, „da der Todesengel Hinausstieg über Babylon", und als Neuer geht endlich auch der langjährige, agile Sekretär der israel. Landeskanzlei, Frauz M e z e y, unter die Schöngeister, um in einer originell geschriebenen und — wohl als Allusion aus die eigene Tätigkeit — humorvoll gedachten Skizze „Mischrjirze" das rührende Bild des vielbeschäftigten, doch wenig gedankten Faktotums der Gemeinde zu entwerfen. Endlich ganz zum Schlüsse, bst. not Jeast, folgt die von mehreren Seiten öfters geforderte und von nun an wohl jedesmal an die Spitze des Bandes zu tretende, zusammenfassende Revue über das Jahr 5775. (Dem nach bürgerl. Zeitrechnung gemessenen Erscheinungsdatum des Jahrbuches entsprechender wäre wohl 1915.) Mit festen, kundigen Strichen zeichnet der Ofner Rabbiner Dr. B. Edelstein die wichtig-wuchtigen Ereignisse des Jahres, unter deren Einfluß die Judenheit aller Länder gestanden. Dieses Jahr noch Krieg und Kampf überall, können wir die Haggada ipodifizierend sagen, nächstes Jahr hoffentlich Ruhe und Frieden! Mit diesem Wunsche legen wir den literarischen Teil des Jahrbuches, das heuer wieder genossenlos, ohne Beilage erschienen ist, beiseite. Aber auch im amtlichen Anhang wäre noch lesenswert die von großer Konzeption zeugende Eröffnungsrede des Präsidenten, Staatssekretär Tr. Leop. V a d ü s z, der schwungvolle Jahresbericht des Sekretärs Prof. Bünüczis und die zweite Hälfte des Kataloges des unter der Aegide der Gesellschaft im letzten Winter eröfsneten Budapester jüdischen Museums. Der Geist, der Wille zur Arbeit wäre überall stark, an Mitarbeitern sollte es unter der Schriftstellergarde Jung-Uugarns auch nicht fehlen; die Macht der Masse aber wird und muß sich mit der Zeit ebenfalls finden. Szekesfehervür (Stuhlweißenburg). Dr. A. F ü r st. „Jung Juda". Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. 17. Jahrgang. Nr. 14. Prag, den 1-t. Juli 1916 (13. Tamus 5676). Redaktion und Administration: Prag, II., Ctefansgasse 629. Inhalt: Ferien 1916. — Ben Jehuda: Zum Wochenabschnitt. — Hans Bauer: Emil Brandt. — Abraham Reisen : Königreiche der Königswelt. — Der Hebel. — Beyrut (Illustration). — Dr. I. Meisl: Die Juden im Zartum Polen. — I. Fried : Legenden vom Propheten Etijahu. — Euck in die Welt. — Uebersetzungsaufgabe. — Rätselauslösungen. — Rätsel. Unsere Nordfront. Episoden aus den Kämpfen der österreichischungarischen Armee im Weltkrieg 1914/16. Herausgegeben vom k. u. k. Kriegsarchiv. Redigiert von Oberst Alois V e I tz 6, Vorstand der Schriftenabteilung. Mit zahlreichen farbigen und schwarzen Bildern. Buchschmuck von H. P r i n tz. M a n z - Verlag, Wien-Leipzig. Preis geb. Kr. 6.20, br. Kr. 4.70. Die Namen der Kronländer Galizien und Lodomerien und des Buchenlandes der Bukowina, ihre Orte, Flüsse und Berge wird man für immerwährende Zeiten nicht ohne Ehrfurcht nennen. Denn hier malmten die Eisentatzen des Krieges am schonungslosesten, hier wurde fast jede Straße ein Passionsweg. Und doch geschah eben hier das Gewaltigste, Unerhörteste dieses Weltenkampfes, haben die Truppen und ihre Führer gerade hier Heldenhaftestes geleistet. In dem vorliegenden Buche wurden die Großtaten von Offizieren, unter denen Hugo Zuckermann besonders lobend erwähnt wird, und Mannschastspersonen, die auf jenen Schlachtfeldern kämpften, bluteten, starben, zu einem Kranze treuen Gedenkens vereinigt. Vereinigt mit Recht! Denn der Kampf um die Heimaterde ist ein gewaltiger Ausgleicher zwischen allen Stämmen, Berufen und Parteien, und es liegt nur an alten Satzungen, daß die Zeichen der Belobung verschieden aussehen. Die Grundlagen zu dem Werke sind die dienstlichen Belohnungsanträge, die das A.-O.-K. dem Kriegsarchive zur archivalischen Behandlung übermittelte, wo das trockene Material von hervorragenden Schriftstellern, wie Bartsch. Ginzkey, Zweig u. a., zu prachtvollen Darstellungen verwertet wurde. Briefkasten. Dr. K. i. P. Ihre Anftage betreffend das Geschick der jungen Frau, deren Gatte im Jahre 1914 bereits eingerückt, im Anfang von der Front Nachrichten nach Hause gesendet, aber seit eineinhalb Jahren bereits verschollen ist und bei der Heeresleitung unter den ,,Vermißten" figuriert, verweisen wir Sie aus das hochinteressante halachische Gutachten des ehrwürdigen Rabbiners Moses Feldmann in Budapest unter dem Titel nttlSS?" ‘T’X'Tw ‘ Hu* nntiS Die belehrenden Ausführungen sind von grundlegender Bedeutung. in vier Akten von Lateiner. Sonntag, den 23. Juli, nachmittags halb 4 Uhr, ermäßigte Preise: „Kol Nidrei"; abends 8 Uhr: „Die drei Matunes", von CH. Wolfsthal. Mittwoch, den 26. Juli: „Die Schchite", von Gordin. Donnerstag, den 27. Juli (Wohltätigkeits-Vorstellung): „Mensch soll man sein". Danksagung, In dem namenlosen Schmerze, in den wir durch das Hinscheiden unserer heißgeliebten, unvergeßlichen Gattin, Mutier,Tochter, Schwester, Schwiegertochter u.Schwägerin versetzt wurden, sind uns so zahlreiche Beweise herzlichster Anteilnahme von Gemeinden, Vereinen, Kollegen, Freunden und Bekannten zugekommen, daß wir außerstande sind, jedem einzelnen zu danken. Wir erlauben uns daher' auf diesem Wege allen, die uns in diesen schweren Stunden ihr Mitgefühl bekundeten, unseren tiefgefühlten Dank zum Ausdrucke zu bringen, Mährisch-Ostrau, im Juli 1916. Familien Rabbiner Dr, Spira und Dr. Tauber, HeinrichKlinger-Widmung 1902 für Handels- oder Gelverlretteibende. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je Kr. 200.-—. Bewerbungsberechtigt sind: Unterstützungsbedürftige und würdige jüdische Handels- oder Gewerbetreibende. Verleihungstag: 1. Oktober 1916. Gesuchsbeilagen: Nachweis über den Betrieb eines Handels¬ oder Gewerbe-Unternehmens (Erwerbsteuerbogen, Gewerbeschein rc.), Geburtsschein, Armutszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist : 31. Juli 1916. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). - - Karl und Rosalia Goldschmidt'sch.' Stiftung. Aus dieser Stiftung gelangen für das Jahr 1916 Kr. 7800.— an arme und bedürftige Personen zur Verleihung, welche ihre Verwandtschaft Mit dem am 26. Februar 1902 in Wien verstorbenen Herrn Karl Goldschmidt, bezw. mit dessen Gattin, der am 20. Dezember 1909 in Wien verstorbenen Frau Rosalia EoldschMidt, geb. Engel, Nachweisen können. Als Verwandte in Ansehung dieser Stiftung find solche Personen anzusehen, welche von den Urgroßeltern des Stifters, Herrn Karl G o l d f ch m i d t, bezw. von den Urgroßeltern der Stifterin, Frau Rosalia G o l d s ch m i d t, geb. Engel, in ehelicher Deszendenz abstammen. Gesuchsbeilagen: Geburtsdokument, Verwandtschaftsnachweis im Sinne der vorstehenden Bestimmungen, Armuts- oder Bedürftigkeitszeugnis des Gesuchsstellers. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1916. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Ignaz .Klepetafch-Heirats-Ausstattungs-Stiftlmg. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je Kr. 200.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme verwaiste Mädchen jüdischer Konfession, welche sich zu verehelichen im Begriffe stehen. Gesuchsbeikagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Brautstandsnachweis, Totenschein. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1916. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jeden Anspruches an dieselbe verlustig. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Anne verlassene, kränkliche Dame, Israelitin, durch schwere Entbehrungen ganz heruntergekommen, bittet edle, fromme Leute um baldige Hilfe. Unter „Gott vergeh’ es“ an die Administration des Blattes. G. Notiz. Jüdische Bühne. Direktion S. P o d z a m c z e, 2. Bez., Taborstraße 12 (Hotel Stefanie). Wochen- Program nt : Auftreten des hier beliebten Tenoristen und Schauspielers Herrn Adolf Melzer. Samstag, den 22. Juli: „Jschu Rah", Operette TfiolltiflDl* QillfioTli des VII. Realgymnasiums sucht 1 Uüllliycl OtUUt/lii Ztsllo als Instruktor aller Volks¬ und Untermittelschulgegenstände. Derselbe geht auch aufs Land als Hofmeister. Gefällige Anträge unter »Gewissenhaft« an 8. S., Taborstrasse 27, Tür 45. . G> über unb Redakteur: — Druck von 8. Beck & VII