Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 28 (14.7.1916)
- Date
- 1916-07-14
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 28 Tr. Vloch's Wochenschrift Seite 473 Alle Bekannten, Frennde und Spender von Liebesgaben werden verständigt, daß meine Feldpostadrejse 339 ist. Feldrabbiner Dr. M. Tauber, Leiter der isr. Mititärseelsorge der k. u. k. 5. Armee. Kantorenspende. Bei der „Oesterreichischen Wochenschrift" eingelausen: Schiller es Laszlo, Budapest. Rn. 5. -; Saudor Salamou & Co., Budapest, 2.; Salgo Aiiksa, Budapest, 2.; Neuinaun Simon, Budapest. 40.—; Olajipar Tarsasag. Budapest, 30.-; Oser Jakob, Budapest. 23.—; Rosenthal Ignaz utöda Euttmanu Mor., Budapest, 20.—; Simon 'Sela, Simon Miksa ceg fönöfe, Budapest, 10.-; Margulies M. es Tarsa. Budapest. 30.—; Gerö Zsigmond, Ragyvarad. 20. —; Robur. Schuhs/abrik, A.-G-, Budapest, 20.; Spiritusraffinerie Ragyvarad. Filiale der Raaber Spiriknsfabrik und Raffinerie, A.-G.. 10.—; Politzer Lipot, Budapest, 10.--; Strasser es König, Budapest. 10.—; Klein B-, Bilmos b. Arad, 10.; Bajai Kereskedelmi es iparbank. Zaja. 5. -; Schwarh Mor., Ragyvarad. 5.—; Friedmann es Schwartz. 'Ragyvarad, 5.; Fenyes Armin, Ragyvarad, 2.--; Raaber Spiritusfabrik und Raffinerie, A.-G.. Raab, 30.—; Stern Bernat es Tsai, Budapest. 10. -; Rosenzweig Bodog. Budapest, 10.; Fai Iozsks, Ragyszalonta, 10. —; Flegman Armi.i, Ragyvarad, 10.-; 'Ausländer S-, Ragyvarad, 5.—; Berger Samuel. Ragyvarad, 5.—; Ehreufeld Jgnacz, Arad. 5.—; Großmann Jonas. Crseknjoar, 5.; 'May Sandor, Ragyvarad. 4.—. Ludwig Tenner, Arad. Kr. 20.—; Schwarz es Tauber. Ragytanizsa, 30.; Fiumei Magyar Olajipar Reszvenyi Tarsasag 20.; Pollat Jozsef, Arad, 20.50; Aradi Szechenyi gösmaloni reszveny-tarsasag 20.—; Weiß es Tüll, Szekessehervar, 20.; Mostovits Mor. es Fia, Ragyvarad, 10.—-; Steiner Cde. Budapest, 10.; Gnttmann David, Bekescsaba, 10.---; Deutsch Oezoegye es Fia, Gyöugyös, 10.—; Spitz Albert es testvere utodai, Brasso, 10.—; Lahatos Jozsef, Ragyvarad, 10.-; Lllein Jena, Kassa, 10.--; Kramer Adolf es Fia, Ryitra, 10.—; Stern Gyula. Budapest, 10.—; Feldmann Jakob, Györ, 6.—; Toch Jozsef, Papa, 5.—; Danneberg I. es Weis, Ragykanizsa. 5.—; A. D. Weih. Budapest, 5.—; Brüll Jozsef. Komarom. 5. ,- Engel Adolf es Fia, Pecs, 5.—; Fleischmann Man». Baja, 5.; Engel Miksa, Losoncz, 5. -; Grünhut Miksa, Baja. 2.; Dr. Adorjan Emil, 9iagyvarad, 2.—; Diamant Jakob, Györ. 1.; Abeles & Klinger, Pozsvny, 20. -; Grünwald Ede. Szeresfehervar. 10.; Fried Simon, Eperjes, 5.—; Rosenberg Lajos, Csaktornya, 3.--. Verein ,Macti8ike hadath“? 2. Bez., Obere Augartenstrahe 40. Zugunsten der Ausspeisungsaktion für die notleidenden Flüchtlinge sind dem obigen Vereine nachstehende Spenden zugeflossen: Kaiser!. Rat Paul Lemberger Kr. 20.; Kommerzialrat Philipp Kohn 20.—; R. Tauber, durch Frau März. 20.; Frau Jetti Bilgrey, durch Amster, 5.--; Heinrich Schiss,nann, Baden, 5.-; Erwin Kaufmann, Traiskirchen. 5.—; Kommerzialrat Ma.c Schweiger 4.—; Ungenannt, durch Herman. 2.—; Latzko S. Popper, Budapest. 3. -; insgesamt Kr. 84. . Spenden für den Verein werden entgegengenommen von unserem Kassier Herrn Jsak Weihinann, 2. Bez.. Taborstrahe 50. und von unserem Obmann Herrn Jakob März, 1. Bez, Augustengasse 1, in bar oder durch Posterlagschein 106,316. Kommerzialrat Adolf Glaser. Am 4. d. M. fand das Leichenbegängnis des im 2. Bezirke überaus populären k. k. Kommerzialrates Herrn Adolf Glaser, Urbegründer und Vorstandsmitglied vom Kaiser Franz Josef- Jubiläums-Tempel in der Pazmanitengasse, welchem der Verblichene erst vor wenigen Tagen vor seinem Tode namhafte Stiftungen zuwandte, statt. An seiner Bahre trauern zwei Söhne (deren einer als k. u. k. Oberleutnant dient), drei Töchter (deren eine die Gattin eines k. u. k. Hauptmannes ist) und Enkelkinder. Zahlreiche Freunde und Verehrer des Verblichenen hatten sich eingefunden, um dem populären Manne die letzte Ehre zu erweisen. Die Funktionen wurden dem Rabbiner Dr. Erunwald und die läntoralen Agenden dem Oberkantor Morgenstern mit dem Doppelquartette übertragen. Rach dem Hazur-Tomim, von Oberkantor Morgenstern trefflich rezitiert, hielt Rabbiner Dr. Grunwald eine erhebende Trauerrede, die auf die überaus zahlreich erschienene Trauergemeinde einen mächtigen Eindruck machte. Rach ihnr trat der langjährige Freund und geistige Berater der Familie. Prof. Rascher, an die Bahre, um tiefempfundene Worte von Herz und Geist dem verblichenen Freunde zu weihen. Dann stimmte der Cbor den Joschew besseser, worauf der Sarg in der Familie.igeusr best gesetzt wurde. Wien. (Barmizwah-Feier eines Flüchtlingskind e s.) In besonders feierlicher Weise wurde am letzten Samstag im Stadt-Tempel der aus Stanislau nach Wien geflüchtete Knabe Wilhelm D e r t i s ch, dessen Mutter und Schwester bei der ersten Russen-Invasion als Geiseln verschleppt wurden, zum erstenmale zur Thora gerufen. Herr Gemeinderat und Kultusvvrsteher Dr. Rudolf Schwarz-Hiller und Herr Armenrat Salo Lein b e r g e r wohnten als Vertreter des in Stanislau zurückgebliebenen Vaters an der Seite dieses verlassenen Kindes, das seit 1' Jahren im Kinderheime, 1. Bez., Salvatorgasse 10, liebevolle Aufnahme gefunden hat, dem Gottesdienste bei und anläßlich des Mischeberachs. von Herrn 1. Kantor M a t y a s mit warmer Empfindung uno klangschöner Stimme vorgetragen, spendete der Leiter der Zeniralstelle Kr. 50.— für verlassene jüdische Kinder aus Galizien und der Bukowina. Herr Rabbiner Dr. Kaminka richtete an den Konfirmanden eine beziehungsreiche Ansprache. Rach Schluß des von Herrn Chordirigenten Josef Zellnit vorzüglich geleite,en und von den wackeren Sängern prächtig exekutierten Gottesdienstes wurde der Barmizwah unter Begleitung seiner 70 Schicksalsgenossen aus dem Kinderheime und eines großen Teiles der Tempelbesuch.!- in den Zeremoniensaal geführt, wo Herr Ooerofsizial Ar,neural Lemberger in einer tiefempfundenen Ansprache das Bar.nizwah Fest im elterlichen Haufe mit der Feier in der Fremde verglich und die Knaben zur unentwegten Treue für die jüdische Religion und zur Dankbarkeit für Gottes wundersame Führung und für die väterliche Liebe, die sie in dieser herrlichen Großstadt gefunden, aufsorderte. In manchem Äuge erglänzten Tränen der Rührung, als der Redner dem Konfirmanden naniens der Zentral stelle eine schone silberne Uhr als Geschenk über reichte, worauf Herr Genieinderat Dr. Rudolf Schwarz- Hiller in einer kurzen, kernigen Rede die Kinder zur Ordnung, Folgsamkeit gegen die mütterliche Leiterin des Kinderheimes. Frau Cilli Stöffel und Frl. Rozia Weiß, zu sittlicher und törperlicher Reinheit, sowie zur Arbeitsfreudigkeit und Pflichttreue ausforderte und sich das Einverständnis der Knaben mit diesen Wünschen von jedem einzelnen durch Handschlag bekräftigen ließ. In seiner mit hebräischen Zitaten gewürzten Schlußrede bemerkte Herr Bethaus-Vorstehrr Dr. Münz: ,'Richt aus Etikette, sondern aus innerem Herzensdrange ist es mir Bedürfnis, Ihnen, meine Herren, namens des Bethaus-Vorstandes für Ihr aufopfe.uiigsvolles Wirten meinen wärmsten Dank auszu'prechen. Sie haben »ich in vorbildlicher Weste der armen verlassenen Kinder angenommen und Ihr Werk, Herr Gemeinderat. gereicht nicht nur Ihnen selbst, sondern auch dem Staate und der Residenzstadt und insbesondere auch dem Judentume zur Ehre, welches stolz darauf -ein kau», einen solchen Mann zu den Seinen zu zählen. Die heutige Feier wird den anwesenden Flüchtlingskindern, aber auch uns allen unvergeßlich bleiben, und auch hier gilt der Satz: .,Se hujmin „so odonoj. mcsil h \voi.i-m;icho woh. ' Nachdem noch einer der Knaben in schlichten Worten gedankt hatte, rangierten sich die Kinder in Zweier-Reiben und wurden in ihr nahegelegenes Heim geführt. —er. Kri-sgchifsaktion. nur nicht für lMzifchr Flüchtling:'. Unter dem Namen ..Kriegshilfsaktion" existiert in Wien. 1. Bezirk, Eßlingerstraße 18. feit einem Jahre eine rituelle Speise steile ,'ir Handelsangestellte und den Mittelstand, deren Gäste Haupt sächlich aus besseren, von Galizien und der Bukowina, vom Kriege betroffenen Leuten sich rekrutiert. Seit einigen Tagen ist in der Verwaltung eine Aenderung eingetreten, so daß mau stundenlang auf die paar Lö,;el Essen zu Kr. 1.20, welches in bezug auf Rahrhaftigiest viel zu wünschen übrig läßt, warten und manchesmal. ohne gespeist zu haben. Weggehen muß. Aber nicht das ist der Zweck meines Schreibens, sondern, als ich den Herrn Präsidenten, der zufällig ,sich dort befand, höflichst ersuchte, daß er doch veranlassen möge, mir meine Mahlzeit geben zu lassen, da ich zu meiner Arbeit doch zurücklehren muß, bekam ich zur Antwort. Latz diese Spe'.sestelte nicht für galizischr und Bukowinaer Flüchtlinge geschaffen wurde. Aus meine Bemerkung, daß er gerade eine falsche Adresse angelroffen habe, da ich kein Flüchtling, sondern ein hiesiger Handelsangestellter bin, mit der Beifügung, warn.n gerade die am meisten vom Kriege Betroffenen, welche ihr Land. Hab und Gut verlassen mußten, zu dieser Kriegsausspeisung keine» Zutritt haben sollten, wurde mir von demselben geantwortet: „Sie können hier essen, aber die galizischen Flüchtlinge", worunter die neben mir Sitzenden gemeint waren, ..nicht." Für diese Zeilen bleibe ich allein verantwortlich und zei hu.- »■.id) Hochachtungsvoll Heinrich Ezop f, 1. Bez. Wippliiigerstraße 12 10.