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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-07-07 · 27 (7.7.1916) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
27 (7.7.1916)
Date
1916-07-07
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 458 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 37 unter ottonmnischer Herrschaft in Bosnien einer der Hauptsteuerbeamten in Sarajevo und wurde nach 16 jährigem Dienst bei der ottomanischen Regierung als türkischer Finanzrat nach der Okkupation Bosniens in den Dienst der bosnisch-herzegowinischen Landesregierung übernommen, in welchem er 34 Jahre verbrachte. Er hatte somit 50 Dienstjahre und war einer der ältesten Beamten in Bosnien. Die sephardische Kultusgemeinde veranstaltete dem Verblichenen, der hohes Ansehen Lenoß und eine der bekanntesten Persönlichkeiten war, ein feierliches Begräbnis. Der bosnisch-herzegominische Rechnungrat Raffael Attias betrauert in dem Verblichenen seinen Vater. Wer weiß? Bitte an Angehörige des Jnf.'Rgts. 40. Kadett-Aspirant Paul Mestitz, Jnf.-Rgt. 40, 3. Bataillon. 9. Kompagnie, ist seit dem 6. Juli 1915, nach den Kämpfen bei Olyka, vermißt. Zweckdienliche Mitteilungen erbeten an I. W., Wien, 13. Bezir», Linzerstrahe 238, 1/5. Netti und Marie Rothstein aus Vrody suchen ihre Mutter Helene Mostowitz alias Rothsteiii und Schwester Toni Rothstein. Zuschristen an Sigm. Doktor, Dürrmaul b. Marienbad. Feuilleton. Zur Geschichte der Familie Kuh. Von Dr. P. Heinrich. (Fortsetzung.) Davids Gattin Rosalia, Sara (so wird sie abwechselnd bei der Geburt ihrer Kinder genanntist vielleicht mit der in der Steuerliste von 1808, sub. Nr. 18, erwähnten Sara Kuh, verehelichte Beugel (also nicht geborene, sondern verwitwete Kuh), die eine Summe von 112 fl. zahlte, darunter 30 fl. für Domestikal- und Schutzsteuer für Böhmen usw.), mit 4 Kindern und 1 „Domeftiq" (vielleicht ist darunter ihr Gatte Beugel zu verstehen, der in Wien nicht toleriert war). Von seinen im Geburtsbuche notierten 5 Kindern sind Bella und Babette im Kindesalter, sein „hinterlvsser" 17 jähriger Simon (geb. 10. Juni 1789) am 17. August 1807 gestorben. Die am 7. Dezember 1787 geborene Nanette war an Simon Regen verheiratet ft) die am 7. April 1791 geborene Henrika war mit Salomon Jsak L ö b e l verheiratet, starb 1844. Dagegen hat eine im Geburtsbuch nicht eingetragene Peßl Josefa, „ledige", 29 Jahre alte Tochter des David Herzlkuh, am 22. November 1829 den Buchhalter und Magazineur bei Sam. Pollak geheiratet und ist am 1. Juli 1832 am selben Tage mit ihrem einjährigen, einzigen Kinde Juda gestorben. Das im Ehebuch angegebene Alter, mit dem die Grabschrift übereinstimmt, („32 Jahre alt") ist bestimmt unrichtig, da ihr Vater am 20. September 1797 gestorben ist. Die Altersangabe im Todesbuche (34 Jahre alt) kann richtig sein, falls sie nach dem Tode chres Vaters geboren wurde.-) 2. Joachim, geboren im September 1753 (26. Elul 5513), bildete vom Vor- und Zunamen seines Vaters 0, Nicht aus dem Ehebuch, wohl aber aus Spendenakten ersichtlich. In einer Mitteilung der Oberpolizeidirektion vom 23. Juni 1820, die zur eigenhändigen Unterschrift sämtlicher Tolerierten zirkulierte, ist in der Rubrik „Herzltuh, verehelichte Regen". Simon Regen unterschrieben. 2) Es ist wahrscheinlich, daß die am 26. März 1801 verstorbene 18jährige Franziska Herzlkuh und die am 15. Oktober 1804 verstorbene 19jährige Katharina Herzlkuh, also geboren zirka 1783/84, ebenfalls Kinder des David sind, da von den übrigen vier Kindern, drei unverheiratet waren und einer. Joachim, nicht „Herzlkuh", sondern „Herzenskron" sich nannte. Für beide sind keine Grabsteine. Herz Kuh für sich und seinen Nachkommen eine»: neuen Familiennamen Herzenskron und war auch in seinem ganzen Leben bestrebt, diesem Namen Ehre zu machen. Nach dem Tode seines Vaters (1771) wurde er als Mitglied der ersten Chewra-Kadischa, vielleicht schon bei Abfassung ihres vierten Protokolls, Dezember 1774, aufgenommen, de reit Mitglieder zumeist Vertretec der im Jahre 1784 rekonstituierten (behördlich noch nicht genehmigten) Judengemeinde ivurden; siehe „Die Gründung der Chewra-Kadischa im Jahre 1763 (ein von Dr. B. Wachstein publiziertes Manuskript) in Dr. M. Grunwalds „Mitteilungen zur füd. Volkskunde", Heft 33. Seine Unterschrift lautet in diesem Manuskript „Chaim, Sohn des seligen Hirz Kuh" Xlp “T“ T*ri2 D‘-n) nach dieser ist, in derselben Zeile, die Unterschrift seines Altersgenossen Bernhard Freiherrn von Eskeles, 1753—1839. Seine Gattin ivar Die in Wien im Jahre 1749 geborene Maria, Tochter des Jsak ben Wolf Nassau^) und seiner vermutlich ersten Gattin, da seine uns bekannte Ehefrau ebenfalls Maria hieß. Er dürfte im Jahre 1784 bereits verheiratet gewesen sein, da seine Trauung in dem im Jahre 1784 angelegten ^rauungsbuch nicht notiert ist, obwohl Joachim bei der am 21. Juni 1786 stattgefundenen Trauung des Jsak Jakob aus Proßnitz mit Jentl, Tochter des Markus Abraham, zusammen mit seinem (Joachims) Schwager Saul Pick als Beisteher figurierte, eine Funktion, welche nur Verheiratete ausübten. Nach der im Archiv der Wiener Kultusgemeinde befindlichen, vom Jahre 1794 datierten Steuerliste mit 128 Steuerträgern zahlte Joachim jährlich an „Toleranzsteuer" 100 ft. und an Kriegssteuer 66.40 ft., was er aber 1794 auf 75 fl. erhöhte. Bloß sechs zahlten 150 sl. an „Tolleranz"- (davon 4 ebensoviel an Kriegs--Stener, 7 zahlten soviel wie Joachim, aber nur an Toleranzsteuer, alle übrigen dagegen bedeutend weniger. Als nach der Schließung des Präliminarfriedens zu Leoben (18. April 1797) am 9. Juli a. c. „auf Wunsch der Landesregierung" eine Aufforderung der Vertretec au sämtliche „Tollerierte" erging, „zu wohltätigen und gemeinnützigen Zwecken, die weil die Staatskassa dermal erschöpft, noch unausgeführt liegen", Deizutragen, zeichnete Joachim irr der dort beiliegenden Liste von 49 eigenhändig unterschriebenen Beitragleistenden die namhafte Summe von 800 fl., 5 zeichneten je 1000 fl. Dann sind noch zwei zu 700, 4 zu 600 und 5 zu 500 fl., die übrigen 32 gaben kleinere Beträge bis 50 fl.,, darunter merkwürdigerweise auch ein „Angebot der LandesregDcung" selber per 100 fl. Selbstverständlich, daß alle übrigen damals in Wien wohnhaften Tolerierten imb Höchstbesteuerten, wie Nathan Arnstein und Eskeles (sein Onkel David Arnstein zeichnete 1000 fl., sein Bruder Mayer Adam 600 fl.), namhafte Beträge leisteten, wenn sie auch in dieser Liste nicht Vorkommen, da wir in dieser Liste auch die Beträge der beiden auf dieser Auffordecung unterschriebenen Vertreter Sam. Lewinger und I. Leidesdorf vermissen. Merkwürdigerweise ist bei einer der vielen auf Joachims Namen im Kassabuch der Gemeinde ausgewiesenen Spenden, nämlich bei der vom 1. Okt. 1800, von Max v. Hönigsberg eigenhändig eingetragenen Almosensanimlung per 40 fl. sein Name mit Joachim v o n 9 Wolf Nassau ist im Jahre 1753 mit seiner Gattin Hanna und fünf Kindern als Negotiant in der Familienliste des Löw Wertheimer eingetragen. Er starb im April desselben Jahres (9. Nissan 5513), seine Grabschrift in der Seegasse nennt ihn „Wolf Berlin aus Nass"(au). Von seinen Kindern sind die jüngsten zwei am Währinger '.Friedhof beerdigt: Jsak und Ruchama, welch letztere an Wolf Oppenheimer-Engel verheiratet war. Ein Sohn des Jsak heiratete am 27. Juni 1786 eine Enkelin des Löw Wertheim, Tochter des Samson W.

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