Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-07-07 · 27 (7.7.1916) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
27 (7.7.1916)
Date
1916-07-07
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3020846-3022195-3022223--25231-3050522
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 27 Dr. Bloch'S Wochenschrift die bronzene T a p f e r k e i t s m e d a i l l e dem Titular-Wachtmeister Aba K i m m e l in a n n, dem Ulan Abraham Klein, Ul.-Reg.; Patrouillenführer Bernhard Wohlfeiler, Ul.-Reg.; Feldwebel Alexander Kramer, Kadett d. R. Max Schwartz, Rechn.-Unteroffizier 2. Kl. Samuel Schwartz, Einj.-Freiw.^Gefreiten David S t e i e r, Gefreiten Jakob G l ü ck, Aaron Hillel und Aaron Weisz, Infanteristen Ludwig Blau, David B r a u n st e i n, Jakob B r ü ck, Alexander K o h n, Salomon Lakozner, Alexander Löwy, Samuel Papp, alle 14 bei einem ung. J.-R.; Kanonier David Freiflich, recte Zahlen, schw. Haub.-Div.; Rechn.-Unteroffizier 2. Kt. Moriz Groll, Ul.-Reg.; Husaren Majer Brau n, Samuel Berne r, Samuel D o k t c r, Huf.- Reg.; Gefreiten Franz .K o h n, Tit.-Gefreiten Max A b e - les, J.-R.; Gefreiten Sali Abzug, J.-R., Legions- Unteroffizier Adam Goldfinger, Fabian Landau, poln. Legion; Ldst.-Jnfanterist Ascher S ch ächte r, Ldst.- Reg.; Ldst.-Korporäl Mendel Groder, Infanterist Lövi L e h r m a n n, Res.-Jnfanterist Jakob F ü r st, Ldwreg.; Kanonier Leopold Hecht er, Ldw.-Haub.-Reg.; Infanterist Hermann Staube r, ung. Ldwreg.; Zugsführer Adolf Grösst n g e r, Ldw.-Hus.-Reg.; Infanterist Salomon Baum, ung. Ldwreg.; Zngsführer Bela Pollak, Korporal Samuel Reiter,- ung. Ldwreg. Belobende Anerkennung des Armeekommandos wurde ausgesprochen für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienste vor dem Feinde dem Regimentsarzt d. R. Dr. Karl Gütig, Ldwreg.; dem Oberleutnant Leo G o l d b e r g. Ldwreg. Vorstehend sind verzeichnet: 4 Ritterkreuze des Franz Josef-Ordens, 4 Militärverdienstkreuze 3. Klasse, 7 silberne Signum taudis, 35 Signum laudis, 5 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 6 goldene Verdieustkreuze, 9 silberne Verdienstkreuze mit der Krone, 1 silbernes Verdienstkreuz, 3 silberne Tapferkeitsmedaillen 1. Klasse, 20 silberne Tapferkeitsmedaillen 2. Klasse, 37 bronzene Tapse rkeitsinedaillen, zusam'm'en 131 Auszeichnungen; hievon 41 an Offiziere und Kadetten des Soldatenstandes, 25 an Militärärzte und Militärbeamte, 65 an Mannschaftspersonen. Weitere Auszeichnung. Dem Oberarzt Dr. Siegfried Schn epp wurde für besonders verdienstvolles und aufopferndes Verhalten vor dem Feinde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Saniiäts-Istihnrich Kobras Weinstock. „Sie waren mein braver, heldenmütiger Mediziner, an den ich nie vergesse." Diese Worte richtete der Chefarzt an den schwerverlvundeten San.-Fähnrich Tobias W e i n st o ck. Sein Name erklang in der ganzen Division, 8cnn sonst ivußten nur wenige von dem bescheidenen Mediziner, die Zeugen seines heldenmütigen und aufopferungsvollen Wirkens waren. Während der heftigsten Kämpfe und unter größtem Feuer bewegte sich der unerschrockene Mediziner unter den kämpfenden Kameraden, um ihnen die erste Hilfe zu leisten. Viele verdanken ihm ihre Gesundheit und vielleicht auch das Leben. Die kleine silberne Tapferkeitsmedaille war das Zeichen der Anerkennung für seine außerordentlichen Leistungen. Se. kaiserl. Hoheit Erzherzog Josef heftete selbst die Medaille an die Brust des tapferen Mediziners. Die Auszeichnung ünderte nicht das bescheidene Wesen des Sanitäts- Fähnrichs und er wirkte im Stillen weiter, nur im engsten Kreise bekannt, bis auch er schwer verwundet lvurde. Der Lebensretter fovieler verwundeter Soldaten wurde jäh aus seinem segensreichen Wirken herausgerissen — Seite 449 NUN muß er das Bett hüten, der sich so sehr nach liteitM schenfreundlicher Betätigung sehnte. Die silberne Tapfer keitsmedaille erster Klasse schmückt jetzt die Brust des heldenmütigen Makkabäers. Ein an ihn vo>n Kommandanten gerichtetes Schreiben ist einer der vielen Beweise der Anerkennung und Hochachtung, die ihm allseits gezollt wird: „Mögen Sie diese wohlverdiente Auszeichnung noch viele Jahre auf Ihrer Brust tragen, ohne des tapferen Bataillons jemals zu vergessen. Jedem Angehörigen des Bataillons werden die schweren Kampf tage bei M. unvergeßlich bleiben. Die Kameradschaft, die int feindlichen Feuer geschmiedet lvurde, binbet uns alle auf immerwährende Zeiten." Auch das jüdische Volk wird den tapferen Makkabäer ehren, wie er zur Ehrling des Namens des jüdischen Volkes beigetragen hat. Auszeichnung eines jüdischen Abgeordneten. Der König von Württemberg hat, wie 7,Egvenlöieg" berichtet, dem ungarischen Reichstagsabgeordneten Dr. Paul Farkas, Artillerie-Oberleutnant,- das Ritterkreuz erster Klasse des Friedrichsordens mit den Schwertern verliehen. Silberne Kapferkeilsmedaisse erster Klaffe. Alexander L i n d e n fe l d, Fähnrich, Mafchinenge gewehrabteilungskommandant, leistet seit Kriegsausbruch Frontdienst. Er war bereits auf sämtlichen Kriegsschall Plätzen und hat sich durch feilte hervorragende Tapfer fett und seinen beispielgebenden Heldenmut die silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse erworben. Die falschen russischen Meldungen. (Vom Kriegspressequartier genehmigt.) Von der Nordostfront schreibt Artillerieoberlentnanl Siegfried Lustig seinem Bruder, einem Wiener Bank beamten: „Aus den Zeitungen wißt Ihr, daß es jetzt an unserer Front heiß zugeht. Bemerken muß ich, daß die Berichte des russischen Generalstabes, betreffend beu Frontteil, an dem ich rnich befinde, total erlogen sind. Die russischen Verluste sind riesig, wogegen die eigenen Verluste verhältnismäßig klein sind. Erlogen ist auch der reit des russischen Generalstabsberichtes vom 17. Juni, betreffend Hajworonka, an lvelchem Abschnitte ich rnich befinde. Zu Tausenden liegen die russischen Leichen vor unseren Stellungen, ohne daß die Infanterie richtig eingreifen mußte." Da der Brief mit 28. Juni hier ein traf, also nur wenige Tage zuvor geschrieben wurde, die Russen aber bereits am 17. Juni die Eroberung des Gebietes von Hajworonka und über acht Kilometer südwestlich von diesem Orte behaupteten, so daß der Briefschreiber diesen Bericht, der am 49. Juni veröffentlicht lvurde, bereits gelesen haben muß, ist durch einen Augenzeugen ein neuerlicher Beweis für die Uebertrei bungen der feindlichen Siegesmeldungen gegeben. („Neue Freie Presse" v. 5. Juli 1916.) Doppeltes Heldentum. Ein reichsdeutfcher Rabbiner schreibt einer Frankfurter Wochenschrift: Die Auszeichnungen, die in dem gegenwärtigen Weltkriege unsere Glaubensgenossen für ihre Tapferkeit vor dem Feinde erhalten, mehren sich von Tag'zu Tag. Auch unter den Rittern des Eisernen Kreuzes l. Klasch befindet sich bereits eine stattliche Zahl von Juden. Wir freuen uns dieser den Juden verliehenen Anerkennungen, lveil damit die Fabel von der den Juden anhaftenden Kriegsuntüchtigkeit gründlich widerlegt wird und das Unrecht zu Bewußtsein bringen muß, welches die Zurück-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.