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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-06-30 · 26 (30.6.1916) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
26 (30.6.1916)
Date
1916-06-30
Page
– (sequence 7)
Language
German
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M Nr. 26 T^r. Vloch's drei Seiten Feuer und im Kampfgetümmel wurde Weiner mit einigen 59 ern versprengt. Von einer Höhe beobachtete er, daß eine geschickt postierte russische Maschinengewehrabteilung dem Sturm des 59 er Regiments bedeutende Schwierigkeiten bereitete und sofort faßte er dett Plan, die gefährlichen Maschinengewehre unschädlich 'zu machen. Mit etwa 35 Mann Versprengter durchbrach er die russische Schwarmlinie, hinter der er seine tapfere Schar in zwei Gruppen den Hügel, auf dem die Maschinengewehre postiert waren, Hinaufscheichen ließ. Der Ueberfall überraschte den Feind vollständig und in einem furchtbaren Handgemenge, in dem mit Kolben und Bajonett gearbeitet wurde, bemächtigte sich die Schar Weiners ider Maschinengewehre. Plötzlich krachte von einer nahen Mauer eine Salve und Weiner wendete sich sofort gegen den neuen Feind. Mit sieben Mann stürmte er das Gemäuer, in dem ihn 42 Russen bereits mit in die Erde gesteckten Gewehren und erhobenen Händen erwarteten. ' Drei Offiziere wollten die Uebergabe ihrer Mannschaft verhindern, aber Weiner stieß den ersten mit dem Bajonett nieder, worauf auch bie beiden anderen jeden Widerstand aufgaben. Mit insgesamt 52 Gefangenen und 2 Offizieren', 5 Maschinengewehren und ihren Tragtieren, 8 Munitionstragpferden samt Munition und 3 Offizierspferden suchte W e i n e r mit seinem paar Manu die eigene Linie zu erreichen. Die russisch Artillerie hatte ihn bereits entdeckt und beschoß heftig die Schar. Ein Schrapnell tötete eines der von Weiner geführten Pferde, während ihm selbst eine Füllkugel in die linke Hand drang. Trotzdem gelang es ihm, seine Beute in Sicherheit zu bringen. Der Armeekom.- maudant heftete dem tapferen Zugsführer die goldene Tapferkeitsmedaille ait die Brust und ehrte ihn durch einen herzlichen Händedruck. Leo W eine r ist gegenwärtig .Portier des Graf Wilczekschen Palais in der Herrengasse. Zum zweiten Mate ausgezeichnet. Kadett d. R. Wilhelm Popper, reit. Art.-Dio., erhielt zum zweiteumale die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse; Feldwebel Wilhelm Löwenberg, J.-R, zum ziveitenmale die bronzene Tapferkeitsmedaille. Der Professor an der israel. Lehrerbildungsanstalt zu Budapest Dr. Jcnö Lörincz, der seit Beginn des Krieges fortwährend auf dem Schlachtfelde war und drei Allszeichnungen (große Tapserkeitsmedai'le, Signum landis und Militärverdienstkreuz) erhielt, hat am 10. Juni am russischen Schlachtfelde den Tod erlitten. Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eisernen Kreuze. Bisher wurden 6602 mitgeteilt, in der vorliegenden Nummer 34, zusammen 6536. Das Eiserne Kren; 2. Klaffe. Argenau (Posen). Telephontruppsührer Arnold Cohn, Gefreiter ini Grenadier-Regiment Nr. 2. Berlin. Leutnant Kurt Pfingst. Breslau. Dr. Ephraim P i n c z o w e r ans Berlin-Tempelhof, Bataillonsarzt. Curt Braun, Vizefeldwebel der Res. im Inf.- Rgt. Nr. 128. Briefen. Joseph S p e t e r, Unteroffizier der Res. im Inf.- Rgt. Nr. 375. Chemnitz. Leutnant Fritz Kupferberg. Gefreiter, Rechtsanwalt Dr. Wassermann. Cöln. Erich E l i e l, Leutnant bei der Feld-Luftschifferabteilung Nr. 21. Rechtsanwalt.Dr. Oskar Eliel und Richard Eliel, letztere bei der Munitionskolonne des Fußartillerie-Rgts. Nr. 9, sämtlich Söhne des Vorstehers der Synagogengemeinde und Stadtrats Herrn Louis Eliel. Dauborn b. Limburg. Leopold B u ch h e i m, als Kriegsinvalide entlassen. Wochenschrift Sette 435 Dortmund. Stabsveterinär A. Strauß. Dresden. Leutnant Oskar Schloß, Fabriksdirektor. Eiterfekd. Mar Lomnitz, Unteroffizier im Rei.-Iuf-Rqt. Nr. 22. Graudenz. Pionier Mar A r o n. Hamburg. Kgl. Regierungsbauführer Erich K e m p i n s k i, Vizewachtmeister der Res., Offiziersaspirant. Erwin K e i b e I, Unteroffizier im 86. Res.-Jns.-Regt.. Spezialarzt Dr. Li lienslein, Arzt bei einer Pionierkompagnie. Hatzfurt o. M. Feldlazarett-Inspektor E. Schloß, Inhaber des Bayerischen Berdienstkreuzes 2. Ki. mit Krone und Schwertern. Homburg (Oberhessen). M. Stern, Unteroffizier, zurzeit beim Armierungsbataillon Nr. 87. - Konftanz. Unteroffizier Walter I u n g, Sohn des Rechtsanwalts Herrn Leopold Jung, Veteran von 1870 71. Marburg. Lehrer I. Jonas, Gefreiter im Res.-Inf.-Rgt. Nr. 252. Mayen. Hermann Kotzmann, Gefreiter im Res.-Inf.-Rgt. Nr. 25. Mllkiheim. Hilfsfeuerwerker-Unterosfizier Julius Heim, Inhaber der Badischen Verdienstmedaille. Nieder-Wrisek (Hessen). Pionier Moritz W e 1 t e r h a h n, zurzeit schwer verwundet im Feldlazarett Nr. 89. Norden. Kriegsfreiwiller-Eefreiter M. Cossen, Inhaber des Oldenburgischen Friedrich August-Verdienstkreuzes. Nürnberg. Offiziers-Stellvertreter Walter Freude nthal. Oßerode (Ostpreußen). Mar K u r o p a t w a, Unteroffizier im Landsturmbataillon Osterode I.. Inhaber der Firma M. Kuropatwa. Plettenberg i. W. Landsturmmann Mar L e n n h o f f. Prichfenstadt b. Schweinfurt. Ludwig Reich, Unteroffizier beim Train, Inhaber des Bayerischen Militär-Verdienstkreuzes 3. Klasse mit Krone und Schwertern. Rosenheim. Arnold Maier, im 2. bayerischen Inf.-Rgt. Inhaber des Bayerischen Berdienstkreuzes mit Schmerlen. Rottweil. Mar Rothschild. Steele. Dr. Adolf H e y m a n n, Inhaber des Bayerischen Verdienstkreuzes. Pionier Julius R i n d s k o p f. Worms a. Rh. Albert S t e i n, Offiziers-Stellvertreter im hessischen Landsturmbataillon Darmstadt. Professor Hermann Gnnket in Kießen üöer Israel aks Hekdenvokk. Professor Hermann G unke l, der hervorragende Alttest amen tler in Gießen, hat nicht nur in seiner soeben erschienenen vorzüglichen Schrift „I s r a e l i t i s ch e s H e l d e n l u m und K r i e g S f r ö nt in i g f e i t i m A l t e n T e st a m e n t" dem kriegerischen Sinn und der Frömmigkeit der Anhänger des „Alten Bundes" ein schönes Zeugnis ausgestellt, sondern auch im Auslande in einer Vortragsserie des norwegisch-theologischen Stubentenvereines in Kristiania das „Alte Testament" als eine der Grundlagen moralischen Denkens und religiösen Empsindens auch in unserer Zeit in völlig neuem Lichte erstehen lassen. Er sagt hierüber u. a.: „Der Geist des Heldentums, der es einst die Schlachten gewinnen und seine Freiheit verteidigen ließ, ist im letzten Grunde derselbe, der seine religiösen Führer beseelte, als sie die Vorurteile der Vorzeit durchbrachen und eine neue Frömmigkeit eroberten. Demnach wird man es verstehen, wenn wir auch Israel, so gering seine politischen Erfolge auch gewesen sein mögen, ein H e l d e n v o l k n e n n e n. .Heldenhaft ist seine politische Geschichte. Heldenzüge trägt seine Religion. Und das Alte Testament, das von ihm erzählt, enthält eine Fülle von heldenhaften Gestalten und Geschichten, die trotz aller durch die Entfernung der Zeit, des Volkscharakters, der Religion, der Kultur bedingten Andersartigkeit in manchem wohl dazu imstande ist, daß wir uns in dieser schweren Zeit daran ausrichten und kräftigen." Die Schrift des Professors Dr. 'Gunkel ist eine gründliche, lehrreiche, interessante und hochaktuelle. Das Buch erschien in Göttingen, Verlag van den Hoek und Ruprecht. Die Aufsätze wurden zuerst in der „Internationalen Monatsschrift für Wissenschaft, Kunst und Technik" veröffentlicht. Am Schluß sagt der Verfasser: „Gleichberechtigung der Völker und darum Friede j .t | i * ■i!

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