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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-06-23 · 25 (23.6.1916) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
25 (23.6.1916)
Date
1916-06-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 25 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 417 Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eisernen Kreuze. Bisher wurden 6537 mitgeteilt, in der vorliegenden Nummer 65, zusammen 6602. Das Eiserne Kreuz 1. Klaffe. Saarbura. Oberarzt Dr. Marcel M e y e r (R. d. e. K. 2. ttl.). Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. Aachen. Alfred H a y in a n n, (inzwischen gefallen). Berlin. KriegsfreiwiUigcr-Gefreiter-Telegraphift Hans Be.r nh a r d. Kanonier Georg Caninitzer. Paul G l o g a u e r. Georg Grund. Gefr. der Landw. Rudolf Hirsch. Abt.-Arzt Dr. Otto K r o n h e i m. Hugo L e v i. Gefr. Herm. M o s e r. Gfr. Friedrich M o s e r. Unteroffizier M e s s i n g e r. Unterarzt Arthur P i n c s o h n. Apotheker Mar Ritter. Zioilarzt Dr. W e r n c r. Berlin-Neu«öin. Mzefeldwebel Julius Israel. Berliu-Schöneberg. Ofjiziers-^tellvert.eter Ka!l A r e n s b e r g. Bertin-Wiimersdor». Stud. für. Gurt H o f f m a n n, Kriegsfreiwilliger-Unteroffizier. Bielefeld. Moritz W e i tz. Binswange»! Bertold btrau tz, Gefr. im 1. Res.-Feldart.- Rcgiment. Bkeicherode. Richard Samuel, Lands« urnnnann im Res.-Inf- Rgt. Rr. 222, zurzeit schwer verwundet im Reservelazarett in Nordhausen. Borken. Menko A m r a m. Breslau Unteroffizier Georg F r e u n d. Feldwebel-Leutnant Karl Ger st e l, 4. Feldart.-Mun.-Kol. Unteroffizier der Res. David S t e i u i tz. Bückeburg. Bernhard Kreuzer, Gefr. im Feldjäger-Bat. 7. Philipp L e e s e r, Schütze im Gren.-Rgt. 3. Dortmund. Feldwebel Caesar Curl M e y e r. Düsseldorf. Oberarzt der Res. Dr. Julius L ö b e n ffte i n, Inhaber des Bayer. Militär-Verdienst-,Ordens 4. Kl. mit ^chw. Eberstadt b. Darmstadt. Kriegsfreiwilliger Hugo H e y u in, Vizefeldwebel beim Futzart.-Bat. 509, Inhaber der Hessischen Tapferieitsmedaillc. Frankfurt c». M. Alfred F e i st - B e l m o u d. Gefr. L. Israel. Kriegsfreiwilliger-Unterosfizier Erwin R. I o s e p b, Feldart.-Rgt. 63. Unteroffizier der Landw. L i e b nr a n n, Inf.-Rgt. Rr. 81, 3. Komp. Freiburg i. B. Ing. Emil 23eil, Unteroffizier im bayer. Inf.-Rgt. 25. Gleiwitz. Laz.-Inspeltvr Älrthur Wiener, Bankbeamter. Erauden-. 2Rinenwerfer Altar A r o n, Pionier-Bat. 17. Hecheuburg (Westerwald). Kriegsfreiwilliger Adolf Schbnfeld, Unteroffizier im Füf.-Rgt. 80. Hamburg. Otto Marc u s, im Landw.-Inf.-Rgt. 75. zurzeit ini Lazarett Lübeck. Oberapotheker Curt Planster. Gefr. Sally Rosen sie in, Schütze im Res.-Inf.-Rgt. 266, Masch- Gcw.-Komp. Hilieshrim (Rheinhessen). Crsatz-Res. Jos. H i r s ch. Hohenfalza. Ludwig Salomo n. Bizewachtmeister und Offiziers-Aspirant Edwin S ch w e r s e n z. Kalmar ». P. Kriegsfreiwilliger Georg H e r p e, Unteroffizier iin Inf.-Rgt. 149, zurzeit schwer verwundet in einem Feldlazarett. Sohn des Klempnermeistcrs Abr. Herpe ebenfalls im Felde. Köln. Leonhard G. K a u f mann, Inf.-Rgt. 28. Bizefeldwebcl Friedrich 2R i ch e l (Herzl-Klub). Krauthe'un (Baden). Alfred S e l d n e r, Grenadier im Inf.- Rgt. 110. Langenselbold. Gardefüsilier Jacob E h r e n r e i ch, Kriegsfreiwilliger im Leibgarde-Inf.-Rgt. 115 in Darmstadt. Leipzig. Offiziers-Aspirant Herbert G u t m a ch e r. Leipzig-Gohlis. Unterarzt Albert Alt c y e r st e i n. Lichtenau (Baden). Feldarzt Dr. med. Sally R o tz. Mannheim. G. E t 1 i n g e r, in einem Futzart.-Rgt. Alfred K a h n, im 20. bayer. Feldart.-2igt. Fritz K a h n, im 2. Inf.- Rgt. Kronprinz. Michendorf '. M. Gefr. Kaufmann Louis Schcid.emann. 2Rür,che:°. Fabrikant Bernhard L u st i g, Gefr. im 16. bayer. Re'.-Inf.-Rgt. Nieders et e r i. W. Adolf Brau n. Nordhaufen. Walter E i s n e r. Nürnberg. Stabsarzt der Ref. Dr. Lotte. Schwalenberg. Hugo B i n h e i m. SchDcin.'urt. Of,iziers-21fpirant Ludwig C i l b e r si e i n, 2'izcscldwebel im 4. bayerischen Landw.-Inf.-Rgt. Twitz ringen. Dr. med. Isidor G o l d s ch m i d t. Vlotho. Mar I u ch e n h e i n. Woldenberg. Georg Rubensohn. Wolfenlütte^. Rudolf Berger. Robert Pohl y. Wölfe'. Wilhelm R e u b e r g. Schorvuolk hinter der italienischen Jront. Iu einem Feldpostbrief an den „Egyenlöseg" schilp dert der Feldwebel Adolf Rosenberger den Verlauf des Schowuoth-Gottesdienstes, welchen die jüdischen ^oldateu unmittelbar hinter der italienischen Front verrichtet haben. Ursprünglich^befanden sich unter den Reservetruppen 200 jüdische Soldaten, an dem Festgottesdienste nahmen jedoch nur 100 teil, da die übrigen mit den vordringenden Truppen gingen. Tank der Intervention des Meraner Rabbiners Dr. Alt mann hat das Oberkommando in dem Städtchen, in welchem sich zu jener Zeit die Truppen befanden, für den Gottesdienst einen Saal zur Verfügung gestellt. Tie kantoralen Funktionell verrichtete ein Soldat, der im Zivitberufe Kantor ist. Auch eine Thorarolle stand zur Verfügung und auch ail das Spenden vor der Thora wurde nicht vergessen. All dem zloeiten Festtage wurde auch das MasEirgebek verrichtet. Da die .Zahl der jüdischen Soldaten an der italienischen Front eine ziemlich beträchtliche ist, hat sich in jenem Abschnitte, von welchem hier die Rede ist, für die zeitweilig in der Reserve stehenden jüdischen Soldateil eine Art jüdischer Religionsgemeinde gebildet, welche für die religiösen Bedürfnisse der jüdischen Soldaten in jenem Frontteile zu sorgen hat. Zum ersteil Obmann lvurde Adolf R o s e n b e r g e r, Feldwebel, und znm Kassier Zugsführer Josef .Ho ff mann gewählt. Selbstverständlich lvechsett die Leitung stets mit dem Abmarsch einzelner Teile in die erste Linie. Dozent Dr. Koöert Aarany in Wien. Seit acht Tagen befindet sich der schicksalsreiche Gewinner des Nobel-Preises für Medizin vom Jahre 1014, Privatdozent au der Wiener Universität Tr. Robert Baranp, in Wien. Dozent Tr. Robert Barany - der Titel „Professor" lvurde ihm bis jetzt nicht verliehen lvurde in Wien voll feinen Familienangehörigen empfangen. Tr. B a r a n y s Frau lvar eben erst kurz vorher ans Schlvedeil nach Wien znrückgekehrt, ohne daß es ihr möglich gewesen wäre, die Rückkehr des Mannes zu beschleunigen. Dr. B a r a n y, der Sohn eines Wiener Kaufmannes, steht im 40. Lebensjahre. Er hat zwei Brüder, von welchen der eine als Oberleutnant der Artillerie im Felde steht, der andere als Leiter einer Petrolenmfabrik tätig ist. Tie Gattin Tr. B a r a it y s, geborene B e r g e r, ist eine Wienerin und in der hiesigen Gesellschaft als feingebildete Dame sehr beliebt. Das Testament Schatom Atejchems. AnS Anisterdam lvird berichtet: Ter unlängst in Rewyork verstorbene Schriftsteller R a b i n o w i t s ch hat ein Testament hinterlassen, das in seiner Eigenart den Toten kennzeichnet. Es beginnt: „Wo ich auch sterben mag, will ich nicht bei den Aristokraten und Mächtigeil begraben lverden, sondern mitten unter beit jüoischen Arbeitern, unter dem Volke selbst.Kein Titel soll ans meinem Grabstein stehen, feilt Lobsprnch, keine ravbinische Ehrung mir gewidmet werden." Ter Verstorbene hat sich auch jedes Monnment verbeten: „Ich würde nicht ruhig in meinem Grabe liegen können, wenn meine Kollegen diese Lächerlichkeit begehen würden." Dagegen spricht er die Hoffnung aus, daß sich unter den begüterten Inden Leute finden, um seinem Werke in Jiddisch und anderen Sprachen die Verbreitung zu sichern. Schließlich wünscht er, daß seine Töchter,- Enkel und guten Freunde sich versammeln mögen, mit diesen seinen letzten Willen zu lesen und dazu irgendeine von seinen wirk-

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