Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 22 (2.6.1916)
- Date
- 1916-06-02
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3020846-3022195-3022218--25153-3050439- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 376 Tr. Bloch's Wochenschrift 9»r. 22 ..Weibliche Fürsorge". Kriegsmütterkoinitee. Für die Krieger müttcrkasse der „Weiblichen Fürsorge" (D. Feuchtwang-Fonds) sind neuerdings hinzugekommen: Frau Adele Kurtz Kr. 300.—, Frau Bertha Donreich 20.—. Ini ganzen Kr. 4634.—. Weitere gütige spenden zu diesem edlen und patriotischen Zweck nimmt dankend entgegen: „Weibliche Fürsorge", 1. Bez., Schottengasse 10. oder Herr Rabbiner D. Feuchtwang, 18. Bez., Edelhofgasse 36. Liebesgaben fitr jüdische Soldaten. Wir veröffentlichen eine Reihe uns bekanntgegebener Adressen von Feldrabbinern, denen Liebesgaben für die Soldaten zugesendet werden mögen: Feldrabdincr Lorenz Adler (Etappenkommando, Feldpost 99); Feldrabbiner Gustav Blau (Divisionsseelsorger, Feldpost 86); Fcldrabbiner Dr. Ernst Deutsch (Etappentommando, Feldpost 330); Feldrabbiner Aron David Deutsch (Divisionsseelsorger, Feldpost 320); Feldrabdincr Dr. Bela Diamant (Divisionsseelsorger, Feldpost 6); Feldrabbiner Desiderius Fisch (Etappenkommando, Feldpost 201); Feldrabbiner Dr. Karprlis (Divisionsseelsorger, Feldpost 52); Feldrabbiner Dr. Lrmberger (Divisionsscelso ger, Feldpost 70); Feldrabbiner Jgn«q Löwy (Etappenkommando, Feldpost 56); Feldrabbiner Dr. Joses Miefes (Militärkommando Przemysl); Feldrabbiner Moses Schwarcz (Divisionsseelsorger, Feldpost 14); Feldrabbiner Dr. Schweiger (Divisionsseelsorgec, Feldpost 26); Feldrabbiner Dr. Majer Tauber (Etappenkommando, Feldpost 330); Feldrabbiner Dr. Bernhard Templer (Feldpost 186). Als Liebesgaben sind vor allem Zigaretten, Zigarren, Schokolade, Kakes, Seife, Hand- und Taschentücher, ferner jüdische Zeitschriften erwünscht. Spenden können entweder direkt als Muster ohne Wert (bis 350 Gramm) abgesendet oder der Frau Dr. Margarete Grunwald, Rabbinersgattin, Wien, 2. Bez.. Ferdinandsstraße 23. behufs Weiterleitung übergeben werden. An die Mitglieder des Losvereines „Rudolfsbund". Als der durch das Vertrauen der Mitglieder feit Bestand des Vereines, also .seit 14 Jahren fungierende Obmann desselben, erlaube ich mir, den Mitgliedern folgendes zur Kenntnis zu bringen: Demnächst gelangt das gesamte Vermögen des Vereines, welches nahezu Kr. 10,000.— beträgt, an die einzelnen Mitglieder zur Austeilung. Da ich die Verhältnisse der Vereinsmitglieder zumeist ziemlich genau kenne und daher weist, daß. wenn schon nicht alle, so doch die meisten unter ihnen, das zur Auszahlung gelangende Darvermögen nicht sofort benötigen, so mache ich, einerseits aus patriotischen Gründen, andererseits deshalb, weil ich dadurch den Mitgliedern zu einer sehr" vorteilhaften Kapitalsanlage verhelfe, folgenden Vorschlag: Von allen jenen Mitgliedern, welche mir nicht binnen 48 Stunden nach Erscheinen dieser Notiz in dem vorliegenden Journale eine Gegenordre erteilen, halte ich mich für ermächtigt, für das auf sie entfallende Kapital Kriegsanleihe zu zeichnen, welche, sobald die bezüglichen Titres bei den Banken zu haben sein werden, an jedem beliebigen Wochentage zwischen 4 und 6 Uhr in meiner Kanzlei behoben werden können. Ebenso werde ich mich im Falle Ausbleibens einer Gegenordre für ermächtigt halten, für die am 8. Juni zu erfolgenden Ncueinzahlungen, welche ebenfalls einen größeren Beirag ausmachen dürften, Kriegsanleihe zu zeichnen, um auf diese Weise den Losvcrein „Rudolfsbund" in einen Kriegsanleihe-Zeichnungs-Verein „Rudolfsbund" umzuwandeln. Hochachtungsvoll Dr. Leopold B r a d y, Hof- und Gerichtsadvokät, 2. Bez., Praterstraße 24. Obmann des Losvereines „Rudolfsbund". Wien. In der vorletzten Woche beehrte Se. kaiserliche Hoheit der durchlauchtigste Erzherzog Franz Salvator das Bereins-Reservespital Nr. 11 (Kaiserin Elisabethi-Heim), 2. Bezirk, Malzgasse 7, mit seinem Besuch. Während des säst einstündigen Aufenthaltes zeichnete der Erzherzog zahlreiche Verwundete durch Ansprachen aus, ließ sich von denselben über die Behandlung und Verpflegung berichten und besichtigte das Haus in allen seinen Räu-i men. Ueber seinen Wunsch wurden ihm die Speisen des betreffenden Mittagmahles gezeigt, worüber er sich' lobend ausfprach. Er verließ das Haus mit Worten der Anerkennung an alle Funktionäre. Wien. Die 43. - o r d e n t l i ch e Generalversammlung der „Israelitischen Allianz zu Wien" findet Montag, beit 5. Juni 1916, abends 6 Uhr, im Saale der israelitischen Kültusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, statt. Tagesordnung: 1. Bericht über die Tätigkeit des Vereines im Jahre 1915: 2. Bericht über die finanzielle Gebarung im Jahre 1915; 3. Kooptation eines Vorstandsmitgliedes; 4. Wahl von 5 Vorstandsmitgliedern mit vierjähriger Funktionsdauer an Stelle der turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder; 5. Etwaige Anträge der p. t. Mitglieder (§ 8 der Statuten). Der Jahresbericht wird in den nächsten Tagen an die Mitglieder in Wien direkt, an die auswärtigeil Mitglieder durch Vermittlung der Leitung der Filialen und Vertrauensmänner übersandt. Für die außerhalb Wiens wohnenden Mitglieder gilt die Bekanntmachung in den Blättern zugleich als Einladung und die Mitgliedskarte als Legitimation. Wien. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht die Verleihung des Ehrenkreuzes zweiter Klasse vom Roten Kreuz an den bekannten Kaufmann S. Man h e i t. Herr M a n - h e i t hat sich seit Jahrzehnten auf allen Gebieten dier Wohltätigkeit mit großer Opferwilligkeit betätigt und insbesondere in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied der großen Volksausspeisung der „Einheit" sehr ersprießlich gewirkt. Ihm war es zu danken, daß der infolge der Kriegsereignisse und der erhöhten Jnanspruchnahmie dieser Speiseanstalt gefährdete Bestand des Vereines gesichert werden konnte/ Auch bei den Aktionen für verwundete Soldaten, der Beklerdungs- und Flüchtliugsfürsorae hat sich Herr S. Man heit hingebungsvoll beh müht, so daß die ihm zuteil gewordene Auszeichnung allgemein sympathische Aufnahme gefunden hat. Wien. Herr Kultusvorsteher Dr. Isidor Samuely, Obmann der „Toynbeehalle", feierte sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum als Börsearzt. Aus diesem Anlässe ging ihm seitens . der Börsekammer ein hehr schmeichelhaftes Anerkennungsschreiben zu. Herr Doktor S a m u e l y, der sich um die Kinderhorte und um die Fürsorge verlassener Kinder viele Verdienste erworben hat, erfreut sich allgemeiner Sympathien. Wien. In der am 23. Mai stattgefundenen Generalversammlung des „Jsr. Hilfsvercins der westlichen Bezirke Wiens" („Maskel el Dol") wurde Frau Dr. Margarethe G r u n w a l d für ihre dem Verein fördernden itnd erhaltenden Verdienste zur Ehrenpräsidentin mit begeistertem Zuruf gewählt, nachdem der Präsident, Herr S. Bernhardt, ihre Tätigkeit, hervorragende Organisationskraft und hingebungsvolle Opferwilligkeit entsprechend hervorgehoben hatte. Aus der Wahl gingeu einstimmig hervor: Herr Samuel Bernhardt, Präsident: Frau Hermine Henriette Tritsch, 1. Vizepräsidentin; Herr Heinrich Herzog, 2. Vizepräsident; Herr Moritz T r i t sch, Kassier; Herr Apotheker iLeopold L öw y, 1. Schriftführer; Frau Dr. Eugenie Frank, 2. Schriftführerin; in den Ausschuß wurden gewählt: Frau Malvine Albers, Herr kais. Rat Salomon Beer, Herr Oberrevident Siegfried Dörfler, Herr Julius Fritz, Frau Klara Jurb er ger, Frau Dr. Lisa Kafka, Frau Berta Kirschmann, Frau Olga Langfelder, Herr- Josef M o h r, Frau Dr. .Sofie R a d i n g e r, Frau Direktor Käthe R o s n e r, Frau Leopoldine S ch i ck, Herr Kommerzialrat Alexander Simon, Herr Isidor Spitz, Herr SaMuel Steine r, Frau Rabbiner Dr. T a g l icht, Frau Sidonie Wallis, Herr Jacob Schick, Herr Herrmann Weinberger.