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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-05-26 · 21 (26.5.1916) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
21 (26.5.1916)
Date
1916-05-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 352 Tr. BLoch's Wochenschrift Nr. 21 Sophie Bloch in Neuern, ist kürzlich bei der Musterung der Achtzehnjährigen eingerückt. Franz Weil, Fähnrich im Tiroler Landesschützen- Regiment, der jüngste Lohn des Herrn Eduard Weil ans Prag, wurde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. und 2. Klasse ausgezeichnet; der älteste Sohn von vier Brüdern, die im Felde stehen, Rudolf Weil, Oberleutnant, mit dem Signum laudis. Der Badener Papierwarenfabrikant Heinrich F l e i s dy m ö ii ii, der seit Kriegsbeginn ununterbrochen als Feldwebel im Felde steht, ist für besonders pflichttreue Dienstleistung vor dem Feinde mit dem silbernen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet worden. — Dem Rechnungsunteroffizier erster Klasse Rudolf Landes wurde für besonders pflichttreue Dienstleistung vor dem Feinde das silberne Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Herr Landes hat für.seine Verdienste um das Rote Kreuz ebenfalls schon die silberne Chrenmedaille mit der Kriegsdekoration erhalten. Jüdische Jamitien im Iekde. „Egyenlöseg" schreibt: Ignatz Hirschler, 35 Jahre alt, Fleischhauer, versieht im Vcrpflegsmagazin als Feldwebel seinen Militärdienst. Isidor, 32 Jahre alt, Kaufmann, ist Zugsführer im k. n. k. Festungsartillerieregiment Nr. 6. Eugen, 30 Jahre alt, Kaufmann, Zugsführer im k. u. k. Infanterieregiment 38, ist in russische Gefangenschaft geraten. Nikolaus, 26 Jahre alt, Fleischhauer, ist Zugsführer im k. u. k. Jufanterieregv ment Nr. 38. Er hat sich durch seine ausgezeichneten Auftlärungsdienste die große silberne Tapferkeitsmedaille erworben. Bei unserem zweiten Einmarsch in Schab atz fand er den Heldentod. Alexander, 22 Jahre alt, Klempner, Gefreiter im Honved-Jnfanterieregiment dir. 29, ist auf dem Kriegsschauplätze. Emmerich, 20 Jahre alt, Mechaniker, ist als Kanonier auf dem Kriegsschauplätze. Die Witive David Jzsak in der Gemeinde Füves (Komitat Bihar), 60 Jahre alt, hat, wie „Egyenlöseg" mitteilt, acht Söhne, welche alle Soldaten sind. Samuel Jzsak, Infanterist im Jnfantcrieregiment Nr. 39, ist auf dem serbischen Kriegsschauplatz. Adolf I z s a k, Feldwebel im Infanterieregiment Nr. 3, war erst auf dem serbischen, dann auf dem italienischen, Ignatz Jzsak, Zugsführer im Honved-Jnfanterieregiment Nr. 3, auf dem serbischen Kriegsschauplatz. Alexander Jzsak, Gefreiter im Honved-Jnfanterieregiment Nr. 3, ist an der italienischen Front. Leopold Jzsak hat sechs Monate gedient, Desider Jzsak, Rechnungsfeldwebel im Infanterieregiment Nr. 39, sieben Monate auf dem russischen Kriegsschauplatz. Isidor Jzsak dient bei der Fliegerabteilung in Dalmatien, Jakob Jzsak geriet bei Lemberg in russische Gefangenschaft. Adolf und Ignatz haben beim serbischen Rückzug allein 600 Verwundete verbunden, wofür sie für eine Auszeichnung in Vorschlag gebracht wurden. Ignatz Weisz, Kantor, wohnhaft in Budapest, hat fünf Söhne und einen Schwiegersohn beinr Militär. Julius Weisz, 47 Jahre alt, Unternehmer, Patrouillenführer im Infanterieregiment Nr. 32; Isidor Vamos (Weisz), 43 Jahre alt, Lederhäudler, Feldwebel im Honved-Jnfanterieregiment Nr. 1, ist auf dem Kriegsschauplätze; Simon Weisz, 26 Jahre alt, Chauffeur, Korporal im Automobilkorps, wurde nach sechsmonatigem Dienste auf dem Kriegsschauplätze bei Stary-Sambor verwundet und befindet sich seit seiner Genesung wieder an der Front; Ludwig Weisz, 28 Jahre alt, Privatbeamter, Honved im Infanterieregiment Nr. 1; Franz Weisz, 21 Jahre alt, Musiker, Stipendist der nationalen Musikakademie in Budapest, Infanterist im Infanterieregiment Nr. 32, ist auf dem Kriegsschauplätze; der Schwiegersohn, Wilhelm Wagner, 36 Jahre alt, Bildhauer, Infanterist im Infanterieregiment Nr. 32, befindet sich ebenfalls auf dem Kriegsschauplätze. („Egyenlöseg.") Kttsaveth-Hrden mit der Kriegsdekoralion. Wie „Egyenlöseg" berichtet, wurde Gisela Adler für ihre hervorragenden Verdienste auf dem Gebiete der Militärkrankenpflege vor kurzem mit dem Elisabeth-Orden mit der Kriegsdekoration am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Erzherzog Franz Salvator hat der verdienstvollen Dame die hohe Auszeichnung persönlich überreicht. KöerstLeuluaril Krünfeld. Major Julius Grünfeld im Hoüved-Jnfanterieregiment Nr. 17 in Stühlweißenburg wurde von Seiner Majestät zum Oberstleutnant ernannt. Kitt Weloöungsdeürel. Ludwig Roth, Landsturmfeldwebel, im Zivilberuf Direktor in Berlin, hat, wie „Egyenlöseg" schreibt, das folgende, durch seine Form besonders auszeichnende Belobnngsdekret erhalten: „Anläßlich Auflösung des 1. Ldst.-Etappen-Brigade- Kommandos wird dem kgl. imgar. Landsturmfeldwebel Ludwig R o t h hiermit bestätigt, daß derselbe durch zwölf Monate bei der ersten Ldst.-Etappen-Brigade in Dienstleistung stand und sich während dieser Zeit durch besondere Pflichttreue, Eifer, festen und ehrenhaften Charakter stets ausgezeichnet Hat. Derselbe wurde bei allen schriftlichen Kanzleiarbeiten mit vorzüglichem Erfolge selbständig verwendet, verfertigte Konzepte und Uebersetzungen bewundernswert rasch und verläßlich und bekundete hiebei einen rastlosen Fleiß und besondere Vorliebe zur Arbeit. Er entsprach zufolge seiner hohen Intelligenz und Vielseitigkeit in allen seinen Dienstesverrichtungen zur vollen Zufriedenheit. Genannter .erhielt die belobende Anerkennung des dritten Armeckommandos. Seinen Vorgesetzten war er stets treu ergeben, seinen Kameraden gegenüber wohlgesinnt und verträglich. Diesem braven Unteroffizier, der im Zivilleben Direktor in Berlin ist, spreche ich meine vollste Anerkennung aus. Feldpost 131, den 12. Januar 1916. Lo renczy m. p., Feldmarschalleutnant." Aus den Aekdpostvriefen eines tapferen Inden. Korporal Siegfried S p itz er, Sohn des Kaufmannes Moriz Spitzer in Schaffa (Mähren), dient seit Kriegsausbruch bei einer k. u. k. Kavallerie-Schützendivision. Seit 13 Monaten fast ohne Unterbrechung an der russischen Front stehend, wurde derselbe bereits zweimal ausgezeichnet. (Silberne Tapferkeitsmedaille 1. und 2. Kl.) In Feldpostbriefen an seine Eltern schildert der Genannte die Bravourstücke, welche ihm die wohlverdiente Auszeichnung eingetragen haben, in besonders anschaulicher Weise. In einem Briefe schreibt er: „Liebe Eltern! Vorerst die herzlichsten Grüße und Dank für alles Gesandte. Also ich soll Euch meine Abenteuer berichten, wieso ich zur „Silbernen" gekommen bin. Unser-Regiment hatte einen Sturm zu machen auf feindliche Schanzen. Dabei hat mich mein Eifer zu weit nach vorn und als einen der ersten in die Feinde gerissen. Ich weiß selbst nicht genau, - wie es kam, plötzlich war ich von -Feinden um-

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