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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-05-19 · 20 (19.5.1916) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
20 (19.5.1916)
Date
1916-05-19
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 344 Dr. Bloch's Wochenschrift r'i. 20 Jakob Krumholz im Felde, statt Blumen aus das Grab seines väterlichen Freundes Herrn Jakob Salomon Halpern. Gesammelt durch Lehrer Siegelbaum bei seinen hebräischen Kursen (1. Rate, k. u. k. Assistenzarzt Dr. Siegmund Leicht, Prerau. Zionistische Mittelschüler, Nikolsburg (2. Rate), Kadett Isidor Müller, derzeit im Felde, Brüder Wiener, Wien, 1. Bez., Moritz Breda, Brünn (2. Rate), Elfe Schulz. Studein. k. u. k. Kadett M. Zuckerkandl und Einj.-Freiw. Heinrich Enis, Lemberg, derzeit im Felde, je 10.—; Else Schulz, Studein. Karl Schön, Wien, diverse Spenden 50. . Im ganzen Kr. 2577.—. Frühere Sammlung Kr. 68,798.55, somit bisher Kr. 71,325.55. Den hochherzigen Spendern von Liebesgaben: durch Rabbiner Bela Fischer: Hagadath, Psalmenbücher und Lektüre; Frau Rabbiner Margarete Grunwald: Wurst für Pessach; Frl. Adele Popper: Mazzos, Cakes. Lebkuchen und Zeitungen; Herrn Rudolf Gallia in Bisenz-Pisek und Frau Kamilla Huber in Schwechat b. Wien, dankt bestens im Namen der Soldaten Feldrabbiner Dr. Meier Tauber, Leiter der israel. Militärseelsorge der k. u. k. 5. Armee. Verein „Machsike hadath“ 2. Bez., Obere Augartenstraße 40, Zugunsten der Ausspeisungsaktion der notleidenden Flüchtlinge sind dem obigen Vereine nachstehende Spenden zugeflossen: Sammelergebnis des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Leopold Drucker im Residenz-Klub Kr. 50.—. Sammelergebnis der Frau Hermine Aldes, Klosterneuburg, beim Kriegsseder, durch Fleischer Kr. 30.—. Moriz Husberg Kr. 10.—; Alfred Heller, Altlengbach. 5.—; Prüder Tausky 5.—. Insgesamt Kr. 100.—. Spenden für den Verein werden entgegengenommen von unserem Kassier Herrn Jsak Weißmann, 2. Bez.. Taborstraße 50, und von unserem Obmann Herrn Jakob März, 1. Bez., Augustengassc 1, in bar oder durch Posterlagschein 106,316. Wien. Dienstag, den 8. Mai, fand das Leichenbegängnis des Herrn Jonas L ö w i t. langjährigen Beamten der Aktiengesellschaft für Mineralöl-Industrie, Sohn des sei. Oberlehrers Wilhelm L ö w i t und Bruder des Kantors Isidor L ö w i t, unter zahlreicher Beteiligung statt. Rabbiner Dr. Grunwald widmete dem Verblichenen einen tiefempfundenen Nachruf. Die kantorale Funktion versah erster Kantor M. Matyas in erbebender Weise. Wien. (Aufru s.) Für eine Unglückliche, die sich in größter Rot befindet, Mutter von drei Kindern, deren Mann im Felde steht und 'überdies eine alte Mutier zu ernähren hat, werden edle Menschen um Unterstützung, eventuell Kleider und Wäsche, gebeten. Wäsche und Geldsendungen übernimmt für die arnie Familie Mar Schwager, Wien. 2. Bez., Zirkusgassr 50. Verein der Kolomeaer in Wien. Donnerstag, den 25. d. M., um 8 Uhr abends, findet im Restaurant Barschst, 2. Bez., Große Schiffgasse 3. die Generalversammlung dieses Vereines statt. Zur Besprechung gelangt insbesondere die Tätigkeit des Verbandes der humanitär-galizischen Vereine in Wien während der Kriegsdauer. Die in Wien weilenden Kolomeaer sind als Gäste herzlich willkommen. Für den Verein der Kolomeaer: Dr. Josef Z i p s e r, Ehrenpräsident. Adolf Hecht, Obmann. Austritte aus dem Judentum vom 7. bis 13. Mai 1916. Bcncfch Robert, k. u. t. Hauptmann, geb. 27. Dezember 1856, Tabor (Böhmen), 3. Bez., Rochusgasse 2. Bunan Wilhelm, Buchbinder, geb. 16. Juni 1882, Wien, 17. Bez., Hauptstraße 188. Falter Al,red, Laukommissür, geb. 1. August 1880, Ropa (Bez. Gorlice), 1. Bez., Opernring 19. Gleich Schrindei, (Sascha), Private, geb. 5. Oktober 1879, Przemysl, 3. Bez., Hansalgafse 6. Gutsreund Valerie, Private, geb. 2. Oktober 1892, Prag, 6. Bez., Webgasse 44. Lcwi Siegfried, geb. 24. April 1382, Wien. 20. Bez., Karajangasse 27. OUadek Hedwig, geb. 4. Oktober 1639, Bielitz (Schlesien), 2. Bez., Afrikanergasse 11. Aiegler Karl, k. u. k. Oberleutnant, geb. 25. Juni 1889, Wien (Pfarre St. Leopold), 13. Bez., Felbigergasse 100. Schiller Walter, Mediziner, geb. 9. Oktober 1893, Wien, 7. Bez., Neustiftgasse 11. Schwarz Mathilde, Private, geb. 4. Februar 1876, Wien, 7. Bez., Mariahilfcrstraße 100. Schwarz Marianne, Private, geb. 31. März 1892, Wien, 16. Bez., Kirchstetterngasse 22. Zitterer Jda, Private, gtzb. 23. Januar 1884, Wien. 3. Dez., Rennweg 100. Wiener jüdische Zeitbildchen. (Aus Reichsdeutschen Blättern.) Urania: „Polnischer Abend": Einleitender Vortrag: Dr. Elsa Bienenfeld. Mitwirkend: ..... Marianne Lederer, .. Joses Zimbler und Dr. Karl Lilienthal. Ludwig Wittgenstein hat dem Israelitischen Waisenversorgungsvereine 2800 Kronen zum Andenken an seine Großmutter Frau Amalia Figdor, dem Evangelischen Waisenversorgungsvereine, dessen Obmann er ist, 200,000 Kronen gespendet. „Fabrikant, allererste Familie, umfassende Bildung, freidenkend, weitgereist. 11 Sprachen, sehr repräsentabel, unprononziertes Aussehen., sucht streng modern erzogenes Mädchen, möglichst Israelitin. mit hohem Vermögen. Unter; „Gesund und untauglich" an ." „Große Damenkomiteesitzung.Frau Hofrat Amelie Oser, Aurelie Glaser, Daisy Sztereny. Morpürgo, Direktor von Kraßny, Raja Wolken, Mautner von Markhof, Risa Thalberg, von Redlich, . Hierauf ergriff Frau Berta Frankl-Scheiber das Wort und teilte mit, daß Frau Elsa Bland-Bartelmus (Tochter des Kantors Rüben Blatt) sich bereit erklärte, bei dem ersten Kinoabend . das „Ave Maria" von Gounod mit Harfen- und Cellobegleitung zu singen." Andach/ anläßlich des 20. Todestages des Baron Hirsch. Durch Ausbruch des Krieges erlitten die 50 errichteten Volksschulen der Baron Hirsch-Stiftung in Galizien und der Bukowina eine jähe Unterbrechung. Ausnahmslos wurden alle diese Schulen von den russischen Kosaken geplündert, die für sie wertlosen Inventar« vernichtet und" ein großer Teil der Schulen niedergebrannt. Die nach Böhmen, Mähren und Niederösterreich geflüchteten Schüler konnten den unterbrochenen Unterricht, der in der polnischen Landessprache geleitet wurde, nicht fortsetzen. da sie in den deutschen Schulen ihres gegenwärtigen Aufenthaltes feine Aufnahme fanden. So drohte diesen Kindern die ernste Gefahr, nicht nur während der Zeit der Kriegsdauer, der Fortsetzung des Schulunterrichtes und der Schulerziehung verlustig zu werden, sondern auch das früher Erlernte ganz zu vergessen. Um dieser Gefahr für die Schuljugend entgegenzusteuern, errichtete die Baron Hirsch- Stiftung in mehreren Ortschaften, wo galizische Flüchtlinge in größerer .Zahl untergebracht sind, Beschästigungskurse, wo der, nach dem Plane der Volksschulen in Galizien eingesührte, in fünf Klassen gegliederte Unterricht, den der Heimat entrissenen Kindern erteilt wird. Die bisher erzielten Erfolge dieser Anstalten haben bereits den tatsächlichen Beweis erbracht, daß das vorgezeichnete Ziel vollkommen erreicht wurde, denn alle Schüler und Schülerinnen, welche in die zur Rückkehr freigegebenen Bezirke Galiziens heimkehrten, konnten auf Grund der erhaltenen Abgangszeugnis in diese Stufe ^der dortigen Volksschulen eingereiht werden, welche sie am Beschäftigungskurse verlassen hatten. Eine solche Schule befindet sich auch in Nikolsburg-Stadt mit 143 eingeschriebenen Schülern, die von Herrn Samuel E p st e i n geleitet wird. Am 11. Mai, als am 20. Todestage des Stifters dieser Schulen, Moses Baron Hirsch, veranstaltete die Schulleitung eine Andachtsfeier für die- Schuljugend. Nachdem den Kindern die Bedeutung des Tages in polnischer Sprache vorgetragen worden war, wurden sie in den hiervrtigen Tempel geleitet, wo in Anwesenheit des Bürgermeisters, des Kultus- und Tempelvorstandes sowie vieler Gemeindemitglieder ein feierlicher Gottesdienst abgehalten wurde. Herr Kantor K u n st a d t versah in schöner Weise den liturgischen Teil der Andacht. In einer trefflichen Rede beleuchtete Seine Ehrwürden Herr Rabbiner I)r. L e w i n das Leben und Wirken des sel. Baron Hirsch. Die Feier machte auf die Anwesenden, besonders auf die Schuljugend, sichtlichen Eindruck, der ihnen stets in Erinnerung bleiben wird. Djakovo. Am 9. Mai fand hier ein Soldaten-Leichenbegängnis statt. Hermann Sommer, Sohn des Sekretärs der israel. Gemeinde zu Mitrovicz, der sich freiwillig als Soldat gemeldet hat und fürs Vaterland den Heldentod gestorben ist und nur einstweil'g in Tuzla (Bosnien) begraben wurde, wurde exhumiert und von dort nach Djakovo — wo sein Großvater, der gewesene Oberrabbiner, liegt — überführt. Trauerreden hielten die Ehrwürden Herren Dr. L. Roth, Djakovarer Rabbiner, und k. u. k. Feldseelsorge'- Hirs Lebovics, Mitroviaer Rabbiner. Nachruf. Am Czernowitzer Friedhof ist ein Grab, das wohl Zeit unseres Lebens eine Träne aus tiefstem Herzen verdient, an dessen Hügel nicht nur eine alte Mutter klagt, eine Schwester schluchzt, sondern eine ganze Judengemeinde, vom Schmerze ge-

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