Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 20 (19.5.1916)
- Date
- 1916-05-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 336 Ti'. Bloch's Wochenschrift Nr. 20 Das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung erhielt Heinrich Reiß, Leutnant- Rechnungsfühler, Jnfanterieregimem Sohn des Leop. Reiß, Rabbiner aus Ledetsch lBöhinen). Dr. Sal. Amtmann, k. u. k. Reservespital Banjaluka, wurde mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Leutnant Beck vom Landw.-Infauterieregiment 29 erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse, Fähnrich Erwin Schiller wurde zum Leutnant befördert. Er ist mit der goldenen Tapferkeitsmedaille und den: Eisernen Kreuz ausgezeichnet. K. k. Stabsarzt Dr. Felix H a h n, der seit Beginn des Feldzuges Kommandant einer Inf.-Div.-San.-Anstalt ist und bereits für tapferes Verhalten vor dem Feinde nrit dein Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens ausgezeichnet wurde, erhielt fetzt neuerdings für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde das Signum laudis und für hervorragende Verdienste um das Rote Kreuz das Ehrenzeichen 2. Klasse mit der Kriegsdekoration. Erzherzog Franz Salvator hat in Anerkennung besonderer Verdienste unr die militärische Sanitätspflege im Kriege taxfrei verliehen: das Offiziersehrenzeichen vom Roten Kreuze mit der Kriegsdekoration dem außerordentlichen Professor Dr. Moritz Sachs, Primararzt; dem außerordentlichen Professor Dr. Julius Schnitzler, Primararzt; dem außerordentlichen Professor Tr. Maximilian S t e r n b e r g, Primararzt. Dem k. k. Assistenzärzte Dr. Leon Kolb, zurzeit k. k. LandwehHpital Kremsier, wurde das Ehrenzeichen zweiter Klaffe vom Roten Kreuze mit der Kriegsdekoration verliehen. Geschenk des Kaisers. Aus Budapest wird uns vom 9. Mai geschrieben: Im Sitzungssaale der Oberstadchauptnrannschaft spielte sich heute Vormittag eine erhebende Feier ab, in deren Rahmen der 'Witwe Fatol» .Gold st e i n, >geb. Rosa Feld - baue r, wohnhaft in Budapest, eine Bronze-Statuette und 500 Kronen in barem Gelde, Geschenke des Königs, überreicht wurden. fDie Bronze-Statuette, die 50 Zentimeter hoch ist, stellt einen Tiroler Kaiserjäger dar; iit den Sockel aus Marinor sind die Initialen des Namens des Kölligs und die ungarische Krone eingraviert. Fra» G o l d st e i n erhielt die Geschenke vom König deshalb, weil ihre sieben Söhne Kriegsdienste leisten, sie selbst aber in bedrängter Lage sich befindet. Der älteste Sohn ist 34 Jahre alt, der Jüngste 20 und kämpft an der Front. Ihr Sohn Desider, ein Tischlergeselle, geriet anfangs des Krieges in russische Gefangenschaft, aus welcher er jedoch entfloh und sich in Lemberg solange verborgen hielt, bis unsere Truppen die Dtadt befreiten. Hierauf meldete er sich sofort zu neuerem Dienste. Er kam an die italienische Front, wo er an den Folgen der erhaltenen Verwundungen den Heldentod starb. Ihr Sohn Julius, ein Goldarbeiter, und der nächste, B e la, Handelsangestellter, find in italienischer Gefangenschaft. Alexander, gleichfalls Handwerker, ist in russischer Gefangenschaft. Ihre Söhne Ando r, Buchdrucker, Md Geza, Elektrotrechniker, kämpfen auf dem Kriegsschauplätze. Ihr ältester Sohn I g n a tz endlich wird jetzt ausgeblldet. Frau Gold stein, ^welche 52 Jahre alt ist und von ihren Söhnen erhalten wurde, erhält seit dem Ein rücken ihrer Ernährer bloß eine monatliche Unterstützung von 36 Kronen. In ihrer bedrängten Lage entschloß sich Frau G old stein an die Kabinettskanzlei des Königs ein Bittgesuch zu richten. Dieser Tage kamen nun der Oberstadthauptmannschaft die obenerwähnten Geschenke!mü der Weisung zu, sie namens S e i n e r M. a j e - st ä t Frau G o l d st e i n im Rahmen seiner entsprechenden Feier überreichen zu lassen. Oberstadthauptmann- Stellvertreter Jnnocenze Markovich hat nun heule Vormittag vor den versammelten Polizeibeamten der überglücklichen Witwe das Geschenk des Monarchen überreicht. Frau Gold st e i n, der sämtliche Beamten herzlich gratulierten, dankte tiefgerührt für die väterliche Fürsorge des Königs. Der Feier wohnte auch der Chef des Wohltätigkeitsamtes der Budapester israel. Religionsgemeinde, Herr Blücher, bei, der versprach, daß die Religionsgemeinde für Frau Gold stein sorgen werde. . „Pester Lloyd" vom 10. d. M. meldet ferner: Joh. Deutsch in Csendlak hat acht Söhne beim Milit ä r. Seine Majestät ließ Herrn D eutsch ein Geschenk von 500 Kronen und eine silberne Uhr mit Monogramm überreichen. Das Geschenk wurde vom Herrn Obergespan in feierlicher Weife übergeben. Sechs Hage verwundet hinter der feindkichen Schwarmünie. Es gibt Fälle'physischer Leistungsfähigkeit, so schreibt „P. Ll." am 8. d. M. unter der Überschrift „Aus dem goldenen Buche unserer Ar nie oh die ans Unglanhliche grenzen und die nur durch die Anspannung aller Kräfte, um dem Schicksal der Gefangennahme entgehen zu können, begründet werden 'können. Wie wäre sonst das folgende Beispiel einer ungewöhnlich! großen .physische» Leistung zu erklären. Der Korporal-Titular-Zugsführer Israel Deu t sch des Infanterieregiments wurde im Kampfe am Kopfe verwundet. Obwohl die russische Schwarmlinie über ihn hinwegging, hielt er sich durch sechs Tage ohne Nahrung und Trank hinter den Russen in der eigenen Deckung verborgen »und versuchte, kriechend sich durch die Feinde schlängelnd, zur eigenen Truppe!zu gelangen. Das Wagestück glückte und nrit Aufbietung aller seiner letzten Kräfte hneldete sich! Zugs-, führer Israel Deutsch bei seineNr Kommandanten und bat, seiner -Verwundung wegen den Hilfsplatz aufsuchen zu dürfen. Sein Lohn war die „große Silberne". Neuerliche Kriegsauszeichnung des Jiniv.- Dozenlen Dr. Spät. Der Kaiser hat dein Regimentsarzt Dr. Wilhelm Spät, Leiter eines Epidemielaboratorinms, für hervorragende Dienste vor dem Feinde außer der Rangtour zujm Stabsarzt ernannt. Dr. Spät ist bereits im Vorjahre mit dem Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Mil i t ä rve rd ien stkreuzes ausgezeichnet worden. Beförderungen.? UW Kadett Richard S a p h> i r, Sohn des Herrn Josef Saphirin Wien, der kürzlich, für hervorragende Leistung vor dem Feinde mit 'der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde, wurde mm auch zuml Leutnant befördert. Unter vielen janderen Beförderten befinden sich! serner: zum Generalstabsarzt der Oberstabsarzt 1. Klasse Dr. Gottlieb Arnstein; zu Oberstabsärzten 1. Klaffe die Oberstabsärzte 2. Klasse Dr. Maximilian Wittlin, Dr. Wolf Fetter, Dr. Maximilian Munk, Dr. Emanuel Fried lieber; zu Oberstabsärzten 2. Klasse die : Stabsärzte Dr. Gustav A l t s ch u l, Dr. Simon Lamner; - zunr Tit.-Oberstabsarzt Dr. Emanuel R o t h; zu Stabs- , ärzten die Regimentsärzte Dr. Simon -Rappaport, Dr. Ignaz Landauer, Dr. Theodor Tgnfsig, Dr. Jakob S t e i n, Dr. Maximilian Pick, kais. Rat Dr. * Samuel Krüge r, Dr. Samuel Aronsohn; zu>.n ß Oberrechnungsrat 1, Klasse der Oberrechnullgsrat 2. Kl. E Salomon Artur Bloch; zum MilitärverpflegsverwalterA der Berpflegsoberosfizial Salomon SoNrmer. D