Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-05-19 · 20 (19.5.1916) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
20 (19.5.1916)
Date
1916-05-19
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3020846-3022195-3022216--25109-3050393
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 334 Dr. Bloch's Wochenschrift Ni. Lv verläßlichen Taten bezügliche des Verhältnisses Mischen den beiden Ländern von der Negierung der Kaiserin Katharine II. bis auf unsere Tage darzulegen. AjuS diesem Tatsachenmaterial geht rlar hervor, daß, abgesehen von Rußlands seino,eliger oder unsremrdlicher Haltung während der ersteren Jahre unserer Gejchiichee, als die Vereinigten Staaten für ihre Anerkennung als unabhängige Nation känrpften, und abgesehen von dem Jncidenz der „heiligen Allianz", die Bezrehungen zwischen Rußlano und den Vereinigten Staaten gleichförmig normale und freundschaftliche waren. Jede Nation hat gegenüber der anderen bei allen Gelegenheiten und auch in Zeiten des Krieges seine neutralen Verpflichtungen strikteft innegehalten, wie \iz ihr durch das Völkerrecht zwischen freundlichen Mächen auferlegt waren. Der Schluß jedoch, daß die Vereinigten Staaten gegen Rußland für irgendwelchen besonderen Freund, chaftsatt, der nicht aus den Gesetzen der Neutralität sich von selbst ergeben hätte, irgendwelche Dankesverpslichtungen habe, ist nichts Anderes als eine Mythe und die falsche Bezeichnung zeremonieller Handlungen als historische Daten." Rußlarrds Haltung gegenüber Amerika in jüngster - Zeit ist uns noch frische m Erinnerung. Tatsache ist, daß unter den zivilsierten europäischen Ländern 'Rußland allein keinen Handelsvertrag mit den Vereinigten Staaten hat und daß der Handelsvertrag mit einmütiger Zustimmung des amerikanischen Kongresses aus dem Grunde gelöst wurde, üvstil Rußland viele -Jahre hindurch die Abmachungen mit Amerika gebrochen hat, indem es amerikanische Botschafter, Staatssekretäre und Präsidenten, irre führte. Die Kündigung des Vertrages mit Rußland war eine der größten moralischen Lektionen, welche Rußland von einem großen Lande erteilt wurden. Die amerikanische öffentliche Meinung ging geschlossen vor in dem Momente, als Rußlands Politik gegenüber den Vereinigten Staaten offenkundig geworden ist. Das mittelalterliche und barbarische Verhalten der russischen Regierung hat sich selbst jetzt nicht geändert, wo Rußland sich mit den zivilisiertesten Nationen der Welt im Bunde befindet. Mir scheint es, daß, indem wir jene, welche Rußland Geld borgen, verurteilen, wir der Humanität uind der Gerechtigkeit das Wort reden. Eine Regierung, welche verantwortlich ist für die Pogroms, für eine Beilis- Assaire, für die Unterdrückung der schwächeren Nationalitäten, für die grausame und Massenweise Vertreibung von alten Männern, Frauen und hindern, darf duirch freie Amerikaner nicht aufgemuntert Md finanziell gestützt werden. Jeder Dollar, der der russischen Regierung geliehen wird, ist ein Dollar, der verwendet werden wird zur Aufrechterhaltupg eines Systems, welches aus Tyrannei und Unterdrückung, aus Gewalttätigkeit und Grausamkeit besteht, welches die Ermordung unschuldiger Kinder, die Vergewaltigung von Frauen, das Hängen unschuldiger Menschen, die Einkerkerung der besten Journalisten und Schriftsteller Rußlands duldet, weil sie den Mut haben, die Wahrheit zu lagen. Jeder an Rußland verliehene Dollar wird zu einem Gliede in der Ksette, durch welche das russische Volk gefesselt und an der Erlangung ihrer Emanzipation gehindert wird. Diese Stimmung beherrscht auch heute noch die jüdischen Kveife von Amerika, und deshalb sind sie von Genugtuung erfüllt darüber, «daß Amerika nicht zum! Bundesgenossen voü Rußland herabgewürdigt werden mußte. , i Jeder treue Jude zeichnet 4. österreichische Ariegscrnleihe. Kriegsdekorationen jüdischer Offiziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Militärverdien st kreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Leutnants d. R. Georg Lewith, J.-R., Josef A x e l r a d, J.-R., und David Steine r, ungar. Landw -Infanterieregiment; das Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Oberleutnants d. R. Rudolf Eisler, Jägerbat., Oskar Kohn, bosn. J.-R., Hermann Saphier, J.-R., Dir. Lipfchütz> Pers- SamMelstelle, Klemens Jolles, Geb.-Traineskr., Julius Diamant, Kan.-Batt., Dr. Alexander Reisz, ungar. Ldst.-Bat.; den Leutnants d. R. Samuel B en edekffy, J.-R., Paul Epstein, J.-R., Bernhard Feder, J.-R., Jakob Rosenberg, J.-R., M,ax Schwarz, J.-R., Robert Deutsch, Feldkan.-Reg., Oskar Wiener, J.-R., Arie Horowitz, recte Verständig, Ldw.-J.-R., Oskar Finkler, Küstenschutzbat.; für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde dem Oberarzt Dr. Wilhelm R 0 s e n s e l d, Krankenhaltstation; dem Assistenzacht Dr. Resauel Mühlst 0 ck, Ldst.-Reg.; für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Stabsarzt Doktor Hermann Ebel, Feldspital; dem Regimentsarzt Dr. Jakob Ehrlich Kriegsgefangenenlager; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde den Oberleutnants d. R. Simon Ehrlich J.-R., Dr. Samuel Kat0na, Korps- Train, Salomon Böhm, Et.-Trainzug, Hermann Kantor, Traindiv., Philipp Freiherr Schey v. Koro m l a, Spezialverwendung, Jakob u t s ch Geb.-Art.- Reg., Egon Kohner und Franz Popper, Traindiv.; den Leutnants d. R. Artur Günsberger, Traindiv.- Isidor Grosz, Et.-Stat.-Kommando, Wilhelm Unger, Traindiv.; dem Oberleutnant-Auditor Dir. Julius Landauer, bei einem Armeekommando; dem Ingenieur- Leutnant Dr. techn. Markus Reiner, Armeekommando; für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Regimentsarzt Dr. Leopold Herz, J.-R.; das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Regimentsarzt Dr. Samuel Kemeny, Res.-Spital; den Oberärzten Dir. Hugo Deutsch J.-R., Dr. Julius L e - w i t h, Fest.-Art.-Reg., Dr. Israel P r s e w 0 r s k i, Ldst.- Marschbat.; den Assistenzärzten Dr. Robert Goldberg, Landsturm-Etappenbataillon, Dir. Heinrich Fantl, Resevvespital, Dr. Otto Wall er stein, Traindivision; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Militärtierarzt Julius Ba tazs (Bre in er), Traindivision; dem Medik.-Offizial Moriz Donath, Spitalszug; dem Oberleutnant-Rechnungsführer Joses Rosenzw e i g, Fest.-Art.-Bat.; dem Verpflegsoffizial Oskar Siegelba um, Gebirgsbäckerei; dem Medik.-Osfizial Ludwig Atlasz, Spitalszug; das goldene Verdien st kreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde den San.-Fähnrichen Jakob Kranz, J.-R.; Karl Oberländer, J.-R.; dem Leutnant-Rechnungsführer Isidor Karl Tänzer, Ldst.-Bat.; den Verpflegsakzessisten Leopold Tiegermann, VerpflegsMagazin, Erwin Trebitsch Verpflegsmagazin; das silberne Verdien st kreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für besonders pflichttreue Dienstleistung vor dem Feinde dem Einj.-Freiw.- Feldwebel Markus Deisenberg, J.-R.; den Feld-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.