Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 19 (12.5.1916)
- Date
- 1916-05-12
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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Seite 232 Tr. Bloch's Wochenschrift Hir. 19 jüdische Feldpost", treffende Seelenanalysen sowie eine Reihe von „Dermerkungen" an, die besprochenen Hauptartikel zu einem wohlgelungenen Bilde ergänzend. Die im Prospekt angeführten Namen der Mitarbeiter berechtigen zu der Hoffnung, datz dieses erste Heft würdige Nachfolger finden werde. Hier ist ein Redesaal über das Judentum eröffnet, in dem zu Worte kommen soll, wer etwas zu sagen hat. per Kr. 195,000.— und der statutarischen Dotationen per Kr. 32,939.58 verbleibenden Kr. 284,345.03 werden Kr. 30,000.— dem Fonds der mit Gewinnanteil Versicherten, Kr. 35,000.— dem Pensionsinstitute der Beamten und Diener der Anstalt, Kr. 70,000.— der Spezialreserve, Kr. 68,127.23 dem Kursdifferenzenfonds zugewiesen und der verbleibende Restbetrag von Kr. 81,217.80 auf Rechnung des nächsten Jahres vorgetragen. Wir von der Südfront. Ernstes und Heiteres aus den Kämpfen in Serbien und am Jsonzo von Wilhelm Winkler. Manz. Wien-Leipzig. Preis: 1 Mark (Kr. 1.30). Die Hauptschwäche der meisten Erscheinungen auf dem Gebiete der Kriegsliteratur hat ihre Ursache darin, datz den Erlebenden die kundige Darstellung, den kundigen Darstellern das Erleben mangelt. Die höchste Vereinigung dieser beiden Momente, das tiefe Durchfühlen des vielgestaltigen Erlebensstoffes der Front und eine formvollendete farbenreiche Darstellung desselben ist es, was die Winkler'schen Kriegsskizzen hoch über die Menge der üblichen Erscheinungen stellt. Der Verfasser findet ebenso richtig die starken Töne für die grauenvolle Wucht der Kampfereignisse, wie die zarten für inniges, gemütvolles Erleben in den Kampfpausen; aus allen Spalten und Fugen aber lacht mit gesundem Humor der Schalk durch. Kriefkasten. „Teut". Die verjudete gotische Schrift ist die neueste antiseniitische Endeckung. Während bis jetzt die Verfechter der gotischen Schrift sie als Inbegriff des kernigen Deutschtums hinstellten und die Antiquazeichen als fremd und arndeutsch charakterisierten, haben jetzt antisemitische Sprachforscher die gotische Schrift als „jüdisch" eruiert. Es ist der bekannte Herr Rudolf L e b i u s, der Verleger der verflossenen „Staatsbürger-Zeitung", der die wunderbare Entdeckung gemacht hat, datz die ganze Bewegung zugunsten der deutschen Schrift von den bösen Juden herstammt. Es scheint nach Lebius „hinter den Kulissen" der alldeutschen Bewegung die „blau-weitze Judenfahne" zu flattern, man mutz blotz versuchen, die tiefsten Geheimnisse des Judentums auch in alldeutschen Kreisen auszuspüren. Notizen. In unserer heutigen Nummer liegen zwei Beilagen: „Der Weltkrieg in der Prophetie Daniels". Eine Aufklärung von Peisach Tau, derzeit in Vöslau-Gainfarn. (Kapitel 1, 2 und 1. Fortsetzung, Kapitel 3. 4 und 7. Jüdische Bühne. Direktion S. P o d z a m c z e , 2. Bez., Taborstratze 12 (Hotel Stefanie). Wochen- Programm : Freitag, den 12. Mai: „Al Naharojs Buwel", Operette in vier Aufzügen. Samstag, den 13.. und Sonntag, den 14. Mai. zum erstenmale, Neu: „Das gebrochene Mutterherz". Lebensbild in vier-Aufzügen. Sonntag, den 14. Mai, halb 4 Uhr nachmittags, ermäßigte Preise: „Stamm David", Operette in vier Aufzügen. Montag, den 14. Mai: Zugunsten des Fürsorge-Vereines Leopoldstadt vom Roten Kreuz: „Herz und Hand fürs Vaterland, Lebensbild in vier Auszügen von A. Meisels, Musik von Eh. Wolfsthal. Dienstag, den 16. Mai: „Die beiden Kuni Lemel". Lebensbild in vier Aufzügen von Goldfaden. Mittwoch, den 17. Mai: „Tochter Jerusalems", Operette in vier Aufzügen von CH. Wolfsthol. Donnerstag, den 18. Mai: „Jehuda und Israel". Militärstück in vier Aufzügen. Wiener Lebens- und Renlen-Versicherungs-Anstalt. Die 34. ordentliche Generalversammlung dieser Anstalt wurde am 29. v. M. unter dem Vorsitz des Verwaltungsrats-Präsidenten Herr Paul Ritter von , Schoeller abgehalten. Der Bericht des Vorstandes weist darauf hin, datz die Neuproduktion durch den Krieg ungünstig beeinflußt wurde. Der Versicherungsbestand beläuft sich mit Ende 1915 auf rund 140 Millionen Kronen an versicherten Kapitalien und rund Kr. 400,000.— an versicherter Jahresrente. Die Gewährleistungsfonds der Anstalt haben auch im abgelaufenen Jahre eine ansehnliche Steigerung erfahren und betragen mit Ende 1915 rund 51 Millionen Kronen. Aus dem Eewinnfonds der .Versicherten per Kr. 406,509.58 gelangt ab 15. Juli 1916 ein Gewinnanteil in der Höhe von 40 Prozent der Jahresprämie an die bezugsberechtigten Parteien zur Verteilung. Die seitens der Anstalt bisher geleisteten Auszahlungen beziffern sich auf zirka 60 Millionen Kronen. Nach Erteilung des Absolutoriums wurden die Vorschläge bezüglich der Verwendung des Reingewinnes per Kr. 512,284.61 genehmigt und wird der Coupon Nr. 34 ab 1. Mai 1916 mit Kr. 26.—: eingelöst. Von den nach Abzug der 6tztz> prozentigen Dividende Wiener Versichernngs-Gesellschast. llnter dem Vorsitze des Verwaltungsrats-Präsidenten Paul Ritter von S ch o e l I e r hat diese Gesellschaft am 29. April 1916 ihre 35. ordentliche Generalversammlung abgehalten. Dem Jahresberichte ijt zu entnehmen, datz obgleich auch dieses Rechnungsjahr unter der Ungunst der durch den Krieg geschaffenen allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse zu leiden hatte, die Gesellschaft dennoch in der Lage ist, ein recht befriedigendes Endergebnis auszuweisen. Der Bericht führt weiter aus, daß in den wenigen Fällen, in denen die Gesellschaft durch die kriegerischen Ereignisse behindert war, mit einzelnen ihrer Rückversicherungsverbindungen Abrechnung zu pflegen, bei Einstellung der betreffenden Posten die weitestgehende Vorsicht beobachtet wurde, so datz sich aller Voraussicht nach anläßlich der seinerzeitigen Abrechnung, namentlich bei den überaus reichlich bemessenen Schadenreserven, wesentliche Ersparnisse ergeben dürsten. In der Feuerversicherungsbranche wurden Werte im Belaufe von Kr. 2,208,370.908.— versichert und eine Prämieneinnohme von Kr. 13.899,628.54 erzielt, von welcher nach Kürzung der abgegebenen Rückversicherungen für eigene Rechnung Kr. 6,604,153.48 verbleiben. Zuzüglich der im Jahre 1915 vereinnahmten Polizzengebühren beziffert sich die Prämieneinnahme für efgene Rechnung auf >Kr. 6.764,375.—. Dagegen betrugen nach Kürzung der vereinnahmten Schadenanteile von den Rückversicherern die für eigene Rechnung bezahlten Schäden Kr. 4.509,337.18. In der Transportversicherungsbranche, in welcher zufolge der kriegerischen Ereignisse das auch sonst nur in sehr beschränktem Matze kultivierte Geschäft fast vollständig stagnierte, wurden nach einem , Versicherungswerte pon Kr. 14.066,525.— zuzüglich der Polizzengebühren Kr. 116,975.85 vereinnahmt, hingegen an Rückversicherungen Kr. 39,805.95 verausgabt. Die bezahlten Schäden erforderten nach Abzug der Rückversicherungs- Anteile Kr. 49,811.97. Die Versicherungssumme in der Hagelversicherungsbranche betrug Kr. 30.133,930.—, die Prämieneinnahme nach Kürzung der abgegebenen Rückversicherung und zuzüglich der Polizzengebühren Kr. 604,037.25. während die für eigene Rechnung bezahlten Schäden sich auf Kr. 437,542.38 beliefen. Das Portefeuille der in.späteren Jahren fälligen Prämienscheinebezisfert sich am Ende des Jahres 1915 auf Kr. 33.690,167.88. Die Fonds der Gesellschaft betrugen mit Schluß des Jahres Kr. 12.492,857.78 und erscheinen durchwegs in erstklassigen Werten plaziert. Nach Erteilung des Absolutoriums wurde beschlossen, von dem Reingewinne per Kr. 723,147.45 nach Kürzung der statutenmäßigen Tantiemen an den Verwaltungsrat und Vorstand a) dem allgemeinen Kapitals-Reservefonds Kr. 200,000.— zuzuwenden, wodurch derselbe die Höhe von Kr. 1.860,000.— erreicht und somit begründete Aussicht vorhanden ist, -diesen Fonds bei halbwegs normalem Geschäftsverlaufe schon mit Schluß des Jahres 1916 auf die statutarisch festgesetzte Höhe von /Kr. 2.000,000.— ergänzen zu können; b) dem Pensions-Institute der Beamten und Diener Kr. 80,000.— zuzuweisen, wodurch sich das Vermögen dieses Institutes auf Kr. 1.729,412.44 erhöht; c) Kr. 260,000.— als Dividende zu verteilen, mithin den Coupon Nr. 35 ab 1. Mai 1916 mit Kr. 26.—, gleich 61/* Prozent, zur Einlösung zu bringen und den Rest von Kr. 113,581.60 auf Rechnung des Jahres 1916 vorzutragen. Badgastein 1000 M. ü. d. M. Pension Max Kokisch Termalbäder 80° mit direkter Zuleitung im Hause. — Massige Preise. Kommis und Praktikant der deutschen lind böhmischen Sprache mächtig, werden gegen freie Station sofort hei 8. Adler, Eisenu. SpezereiwarenhancHunq. Ung.-Ostra, Mähren, aufgenommen. r)'-arSgrder und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch — Druck von L. Beck & Sohn. Wien. VII.