Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 18 (5.5.1916)
- Date
- 1916-05-05
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 18 Tr. Bloch's Wochenschrift Seite 296 vom 4. März 1849 die Gleichstellung der Juden mit den übrigen Staatsbürgern in vielen Beziehungen ge regelt. Allein iilsolge des taiserlicheu Patentes vom 81. März 1851 luuibo bekanntlich der frühere Zustand lviederum hergestelll uub blieb es insbesondere in den den Juden verschlossenen Grönländern beim Statusquo von vor 1848. Auch die Neuregelungen mancher Judenfragen mittels der kaiserlichen Verordnungen vom 18. Februar 1860 und der Allerhöchsten Entschließung vom 17. März desselbett Jahres ließet! diese Gebiete außer Betracht. Erst das Staatsgrundgesetz vom 2 k. Dezember 1867, Rpbl. 142, Artikel 2, 4, 6. 14 itnd 15, hob im Prinzipe auch diese letzte OrtSbeschränkung für die Juden auf. Aber freilich nur im Prinzipe. In Salzburg z. B. bestand das alte Gesetz selbst damals praktisch noch immer fort, uttd während anderwärts in Oesterreich, ja sogar in anderen Alpenlünderu sich die Judensiedelungen bereits rege entfalteten und zu Gemeinden konstituierten, kämpfte hier der erste jüdische Pionier einen schiveren, aber rühmlichen Kampf um Einlaß und konnte nur unter großen, demütigenden Opfern der erste Jude der Neuansiedlung von Israeliten im Salzachlande werden. Seitdem er es nun aber geworden und das Eis der Vorurteile zum Schmelzen kan;,' etltlvickekte sich auch hier ein durchaus korrektes Verhältnis zu der allmählich uttd in bescheidenen Grenzen anwachsenden Judenschast. Heute hat es der Stand der Entwicklung dank der gerechten und lichtvollen obrigkeitlichen und völkischen Einsicht zu einem schönen und mustergiltigen Einvernehmen und Nebeneinanderleben zwischen Juden und Christen gebracht. Möge es für alle Dauer so bleiben und der für Juden und Christen gleicheinig feierliche patriotische Tag der Jahrhundertfeier auch in dieser Hinsicht ein ehrwürdiger Merkstein in der Geschichte Salzburgs bleiben — zur Verherrlichung des unvergleichlichen Salzachlandes. Kriegsdekoralionen jüdischer Offiziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josefs- Ordens ain Bande des Militärverdienstkreuzes für vorzügliche und anfopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde den Regimentsärzten Dr. Moses, recte Moriz G ü n z i g, Armeekommando, Dr. Berthold S clHv e i nb u r g (zum zweitenmale), mob. Res.-Spital, Dr. Samuel Aronsohn, Fest.-Spital Krakau, Dr. Maximilian G oldzieher, J.-R.; das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens für vorzügliche Dienstleistung ».'ährend der Kriegszeit dem Oberrechnungsrat 2. Klasse Dr. Artur B l o ch, Kriegsministerium; das silberne Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (neuerliche kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Leutnant d. R. Karl Grün seid, Landw.-J.-R.; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde den; LandsturnVOberleutnant Dr. Salontpv S t e m p l e r, beim Korps Hofmann: den Oberleutnants d. R. Alexander- Stern, J.-R., Hugo Tittinger, Drag.-Reg.; das Signum laudis am Bande des MilitärVerdienstkreuzes (kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde den Assistenzärzten Dr. Heinrich Thal er, J.-R., Dr. Armin Fried m a n n, J.-R., Dr. Oskar K r ä m e r, Garnisonsspital, Dr. Joachim Urich, Div.-San.-Anstalt.; dem Oberarzt Dr. Jsak Klein, ung. Ldw.-J.-R.; den Assistenzärzten Dr. Arnold K o ch, ung. Ldw.-J.-R., Dr. Josua Gelber, ung. Jnf.-Bat.; für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Oberleutnants h. R. Josef S o n n e nscheiu, J.-R., Franz Pick, Feldkan. Div.. Dr. phil. Victor S t e i u, 2 d st reg., Moriz S p i tze r, bei einer Ldw.- Tivisivu, Alexander Saruuel Spitz, uug. Ldw.-J.-R., Armin Weinberger, uug. Ldw.-J. R.; den Leutnants d. R. Dr. Stephan Singe r, J.-R., Siegfried F ü r st, Feldkan.-Reg., Adolf Schwa r z, J.-R., Hermann Steinberger, ung. Ldw.-J.-R.; den Oberleutnants Natan Ritter, bei einem Fest.-Kommando, Dr. jur. Markus P o l a c s e k, J.-R., Friedrich Oppenheim, Fest-Art. Bat., Salomon Kalman, Kmdt. einer Gefangenenabteilung; den Oberleutnants Ernst Grünfeld, J.-R., Ludwig Heller, ungarisches Landsturm-Bataillon: für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Hauptmann-Auditor d. R. (Kriegsfreiwilliger) Doktor Ezechiel F rieb m a u n, Armeekommando; den Oberleutnants d. R. Dr. techn. Otto Brill, Traindiv., Samuel K a e s e r, ung. Ldst.-Et.-Bat., Artur Deutsch, bei einer Pferdebahn; den Leutnants d. R. Ludwig Schles i n g e r, Feldkan.-Div., Oskar Mannheimer, Traindivision, Hermann Kohn, San.-Abt., Ing. Moriz Eisler, Zivilarbeitsabt., Oskar Lederer, Traindivision: für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Reg.-Arzt Dr. Adolf Breuer, Hus.-Reg.; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde den Oberleutnants d. R. Alfred Adler, Traindiv., Josef Popper, mob. Pferdefpital, Sigismund K'atz, Fest.-Art.- Reg., Salomon F i r n b e r g, Fest-Kommando, Moriz B u ch e n h o l z, Bahnhofoffizier; für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberarzt Dr. Isaak Herscher, Kav.-Div.-San.-Anstalt; dem' Assistenzarzt Dr. Isidor Goldberger, Jügerbataillon; für vorzügliche Dienste vor dem Feinde dem Oberleutnant d. R. Dr. jur. Hugo R o s e n b e r g, J.j-R.; dem Leutuant d. R. Herbert Spitzer, Traindivision; für“ vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Stabsarzt Dr. Felix Hahn, Div.-San.- Anstalt; dem Oberarzt Dr. Jakob Markus, Gruppe Obstlt. Papp; für vorzügliche Dienste vor dem Feinde den Oberleutnants PaulHerz, Traindiv., Alfred Friedm a n n, mob. Pferdedepot, Oskar Brüll, Quartiepmeisterstab, Dr. phil. Max Grünfeld, Ldw.-Haub.- Div., Dr. jur. Adolf Bloch, Ldst.-J.-R.; dem Leutnant d. R. Moses L emper t, Ldw.-J.-R.: dem Leutnant Josef Ger ad, Fest.-Art.-Reg. (er machte sämtliche Kämpfe in den Karpathen mit); das goldene Verdien st kreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde den. Assistenzärzten d. R. Dr. Karl W e r t h e i m, Geb.-Brig.- Sanitätsamt, Tr. »Artur Ko hn, bei einem Epidemiespilal, Dr. Siegmund Schajowica, stab. Krankenzug, Doktor Natan L ö w n e r, J.-R., Dr. Oskar L ö w e n st a m m, Feldspital; für vorzügliche Dienstleistung während der Kriegszeit dem Oberarzt Tr. Jakob Bernstein, Kriegsgefangenenlager; dem Verpflegs-Oberoffizial Oskar Pol- Hst k, Verpsl.-Mag.; dem Oberleutnant-Rechnungsführer Salomon Jmmerglück, bei einem Pferdedepot; dem Artilleriezeugsoffizial d. R. Jakob O st e r m a n n, Art.- Zeugsdepot; in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberarzt Dr. Moriz Epstein, Garn.-Spital; den Oberärzten Dr. Isidor Aleksandrowitz, Krankenhaltstation, Moriz Haber und Johann Landau, Garnisonsspital; für vorzügliche Dienste vor dem Feinde dem Oberleutnant-Rechnungsführer Bernhard Hausmann, Armeekommando; dem Oberarzt Dr. Heinrich Lederer, ncob. Res.-Spital; dem Landsturm-Ingenieur Robert Deutsch, Res.-Spital; dem Wiener Arzte, k. k. Assi-' stenzarzte beim Kommando der Marschformationen des