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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-04-28 · 17 (28.4.1916) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
17 (28.4.1916)
Date
1916-04-28
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Tr. Bloch's Wochenschrift Sir. 17 seile 278 Tie ängstigt sich und vergießt ihre Tränen nach ihren Bindern und dennoch schreibt sie mir: „Kämpfe auch weiter heldenmütig und tapfer! Kämpfe auch für jene, welche des Schicksals Wille ihrer Waffen beraubt hat! Lei heldenmütig unb gut gegen deine Toldaten, damit ich zum Feste der Freiheit euch alle, wie Helden stolz, Wiedersehen kann." Hier die Geschichte der Familie der Witwe David Spitzer in Antalfalva: 1. Hermann, 44 Jahre alt, Landsturmmann, Honoedhusar im Husarenregiment 3, eingerückt im September 1915. 2. Adolf, 34 Jahre alt, Honvedreservist; rückte bei der Mobilisierung ein, kämpfte tapfer in den galizifchen Herbstschlachten mit und gehörte dann mit feinem Regiment zur Verteidigungsbesatzung von Przemysl. Er war ein treuer Toldat jener heroischen Tage. Er litt Hunger, war ohne Kleider, hat jedoch nicht einen einzigen Tag als Kranker im Spitale zu gebracht. Mit dem Falle der Festung geriet er mit dem Bersecer Honvedregiment Nr. 7 in Gefangenschaft. 3. Bernhard, 31 Jahre alt. Bei der Mobilisierung rückte er als Ersatzreservist zum Honvedregiment Nr. 7 ein. Bei der ersten Marschformation meldete er sich freiwillig für den Kriegsschauplatz. Er nahm an den galizifchen Herbstkämpfen teil und wurde für seine Tapferkeit zum Gefreiten befördert. Dann wurde sein Regiment als Verteidigungsbesatzung nach Przemysl kommandiert, auch hier hat er seine Pflicht erfüllt. Für seine Verdienste wurde er, ohne Freiwilligenrecht, zum Kadetten befördert. Nach dem Falle der Festung bekam er Typhus und wurde deshalb nicht in die Gefangenschaft geschleppt. Ine Mai 1915 gelang es ihm, obgleich! er schon hergestellt war, das Erscheinen unserer siegreichen Befreiungstruppen abzuwarten. Im Juni 1915 kam er nach Haufe, war im August bereits bei seinem Regimente, und da er außer seinen Spitalspapieren keine anderen Dokumente hatte, wurde ihm bei feinem Ersatzkader sein Rang aberkannt mnd er diente als Freiwilligen- Feldwebel. Am 1. September avancierte er wieder zum Kadetten. Er'meldete sich zun: Dienst auf den Kriegsschau!- platz und ging noch im selben Monat dorthin ab. Anläßlich der Dezember-Offensive der Russen in Bessarabien wurde er für sein Verhalten außertourlich zum Leutnant befördert Md erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille. 4. Samuel, 29 Jahre alt, ist am 15. Januar 1915 zu!m regulären Dienst in das k. u. k. Infanterieregiment 29 ein gerückt. Auf den Kriegsschauplatz kam er im Mai 1915. Er nahm an der großen Offensive teil und geriet im September 1915 verwundet in Gefangenschaft. 5. Alexander, 23 Jahre alt, rückte bei der Mobilisierung zum k. u. k. Infanterieregiment Nr. 29 ein, nahm an der ersten Schlacht bei Krasnik und dann an der Schlacht bei Janow im Jahre 1914 teil, wo er in Gefangenschaft geriet. 6. Geza, 20 Jahre alt, ist am 15. Januar 1916 eingerückt und ist gegenwärtig in der Einjährigenschule. 7. Acoriz, 19 Jahre alt, ist als freiwillig Gemeldeter im April 1915 eingerückt, marschierte im August 1915 an die italienische Front, wo er gegenwärtig als Feldwebel Dienst leistet. (Den Brief hat uns einer der sieben Söhne geschrieben.) MHarmazeut Mar Molkak. Max Potlak, Kadett, versieht als Apotheker bei der Divisions-Sanitätsanstalt Nr. 202 feinen Dienst. Er ist seil mehreren Monaten an der Front und wurde jetzt mit der Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet, was bei der Sanitätsanstalt Zu den größten Seltenheiten gehört. Er verlor auch im größten Kugelregen nicht seine Kaltblütigkeit und bewog feine Leute, trotz der großen Schwierigkeiten, die mehrere Hundert Verwundeten und die Ausrüstung der Sanitätsstation in Sicherheit zu bringen. Nach durchgeführter Arbeit wurde die Stelle von den Russen genommen. Pollak hat somit feine Leute und die Verwundeten vor der sicheren Gefangennahme gerettet. Per Sohn des Neulaher Hberrabbiners. Dr. Bela Pap, Regimentsarzt des Garnisonsspitals Nr. 16, der jüngste Sohn des Dr. Ignaz Pap, Oberrabbiner von Neusatz, macht seit Kriegsbeginn Frontdienst. Erst wirkte er als Kommandant des Feldspitales Nr. 6/8, dann als Arzt der Territorialbrigadc Nr. 12 auf dem nördlichen Kriegsschauplatz?, wo er für sein tapferes und aufopferndes Verhalten das Signum laudis erhielt. Später wurde er zum Sanitätschef der Division Nr. 132 ernannt, in welcher Eigenschaft er sich ganz besonders bei dem Uebergange über den Tnjester ausgezeichnet hat. Obgleich es nicht in feinen Pflichten kreis gehörte, leitete er im heftigsten feindlichen Kugelregen persönlich den Abtransport der Verwundeten. Für die hervorragende Tat erhielt er eine für sein Alter hohe Auszeichnung. Wie das Amtsblatt meldete, hat Te. Majestät dem Dr. Bela Pap in Anerkennung seines tapferen und aufopfernden Verhaltens das Ritterkreuz des Franz Jofef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes verliehen. Ausgezeichnete Müder. Die beiden Söhne des Herrn Josef Saphir, II., Praterstraße 34, sind mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet worden, Kadett Richard Saphir hat sich die kleine Tapferkeitsmedaille während der Karpathenkämpfe bei einem Sturm am Uszokerpaß erworben, lvobei er einen Durchschuß durch den Unterschenkel erhielt; nun kämpft er wieder an der russischen Front. Fähnrich Otto S a p h i r kämpfte bei Dubno, wurde am Oberarm verletzt und befirrdet sich wieder an der bessarabifchen Front. Er erhielt die große silberne Tapferkeitsmedaille für einen bravourös durchgeführten Sturm. Außerdem befinden sich noch zwei Söhne des Herrn S a P h i r an der Front. Die einzige Tochter übt ihrer: Beruf als Aerztin int Militärspital in Brixcn aus und ist im dortigen Jnfektionsspital bereits zur Chefärztin befördert worden. Weitere Auszeichnungen. Fortifikationsoberleutnant Ingenieur Ludwig Horowitz, zugeteilt der Geniedirektion Sarajevo, steht feit 28. Juli 1914 im Felde, Heikam zweiÄrmeeoberkommando- Belobungen, und Zwar eine für vorzüglich!? Dienstleistung, die andere für hervorragende Dienstleistung und tapferes Verhalten vor dem Feinde, wurde im Felde Oberleutnant und wurde jetzt für vorizügliche Dienstleistung von Sr. Majestät mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Fähnrich Fritz Duldner, bei den 15 Zentimeter- Haubitzen, am russischen Kriegsschauplatz, wurde mit der großen und kleinen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Fritz D. ist ein Sohn des Herrn Philipp Duldner in Floridsdorf. Zum drittenmale ausgezeichnet wurde der Fähnrich Dr. Ing. Eda Federer, Sohn des Herrn Julius Federer, Prag, Zeltnergasse. In Rußland wurde ihn: die kleine silberne Tapferkeitsmedaille verliehen und kurz darauf heftete ihm Se. kaiserl. Hoheit der Herr Erzherzog-Thronfolger für besondere Tapferkeit vor den: Feinde die große silberne Tapferkeitsmedaille an die Brust. Das mit diesen beiden Auszeichnungen verbundene Einkommen überwies der junge Held sofort der Frau seines Privatdieners, welcher bei dem gelungenen Ueberfalle in Gefangenschaft geriet. Jetzt hat sich Dr. Ing. Federer am südwestlichen Kriegsschauplätze mit seiner

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