Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 16 (14.4.1916)
- Date
- 1916-04-14
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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tstiit 268 Tr. Bloch's Wochenschrift Nr. 16 Wien. Herrn Dr. Marcel D. Halfo n, Sekretär des Verbandes der türkischen Israeliten (Sephardim) in Wien, wurde von Sr. Majestät dein König der Bulgaren das Li ffizierskreuz des nationalen bulgarischen Ordens für zivile Dienste verliehen. Wien. Dem Fräulein Gisela Saif, welcher kürzlich von Ihrer kaiserlichen Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Marie Therese für „treue Dienste" beim Roten Kreuz eine Auszeichnung zuteil wurde, wurde seuerdings von Seiner k. u. k. Hoheit dem dnrchlauch^ tigsten Herrn Erzherzog Franz Salvator im Namen Seiner k. u. k. Apostolischen Majestät die silberne Ehrenmedaille vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration taxfrei verliehen. _ Wien. Montag, den 17. April d. I., morgens 7 Uhr, wird im Tempel, 9. Bezirk, Müllnergassc, durch Herrn Rabbiner Dr. A. Z. schwarz und im Tempel, 5. Bezirk, Siebenbrunnengasse 1, durch Herrn Rabbiner Prof. R e i ch ein Sijjum abgehalten. Wien. (9? o r 1 r a g.) Samstag, den 15. d. M., 11 Uhr vormittags, wird Herr Lektor Dr. S. Rubin im Beth-Hamidrafch- Lokale, 2. Bez., Ferdinandsstrahe 23, einen halachischen Vortrag Hallen. Thema: „Das Mazzoth-Gebot". Wien. Bei dem Vereine zur Beförderung der Handwerkc unter den inländischen Israeliten in Wien, 9. Bezirk, Grünetorgasse 26, kommen am 18. Juni l. I. die Zinsen der Siegmund Edlen von Wertheimstein-Stiftung als Prämien an tüchtige, langjährig in Verwendung stehende israelitische Handwerker (Gehilfen, Gesellen) zur Verteilung. Bewerber müssen ihre diesbezüglichen ftempelsreien, mit Arbeitsnachweis belegten Gesuche bis längstens 30. Mai l. I. in der Vereinskanzlei überreichen. Aufruf! Ter Verein „Tomech Ewjonim", der seit Kriegsbeginn in dem von Frau Regine Pollak, 2. Bezirk, Große Schiffgasse 6, in hochherziger Weise zur Vcr-j sügung gestellten Lokale tausenden armen Flüchtlingen warme Küche, so auch Frühstück, u n e n t g e l t l i ch verabreichte und ihnen nach Möglichkeit Geldspenden zukommen ließ, ist am Ende seiner Mittel angelangt. Der Vorstand dankt den edlen Spendern, die es ihm ermöglichten, bis jetzt Stütze der arnren Flüchtlinge zu sein. Ostern NLL naht heran, mit ihm das heiligste unserer Familienfeste. — Wohl hat die Zahl der Flüchtlinge etwas abgenommen, doch geht das Bestreben unseres Vereines auch dahin, unseren Wiener Gtaube n s g e n o s s e p iz u he l f e n, wo jeder Arme sein Elend doppelt fühlt, da er kein Brot ißt und dem Verhungern nähe wäre, wollten wir, die wir unseren gutbestellten Tisch haben, nicht rasch eingreifen! Nur durch Ausbringen von Geldmitteln können wir unsere ärmsten Glaubensgenossen vor dem Aergsten schützen. Es ergeht daher die Bitte an unsere edlen Brüder und Schwestern, uns auch jetzt nicht zu verlassen und den Vorstand in seinem Bestreben zu unterstützen, damit derselbe der sich gestellten Aufgabe gerecht werden kann. _F_fit den Vorstand: M. Spiegel, Schriftführer. Elias Weiß,"Obmann. Geza BraNn, Kassier Julius Weiner, Oekonom. Wien. Samstag, den 15. d. M., fDE* um halb 4 Uhr nachmittags, hält Se. Ehrwürden Herr- Rabbiner M. Mayersohn in der Synagoge des Vereines „Beth Israel", 2. Bezirk, Leopoldsgasse 29, eine ntrn _ Wien, („Jüdisch-literarischer Club".) Samstag, den 15. April, um hal!b 8 Uhr abends, findet im „Jüd.-lit. Club". 9. Bez., Liechtensteinstratze 2 (Eingang durch das Gasthaus), ein Vortrag von Herrn Sigmund Haber statt. Thema: „Schalom Aleichem, der jüd. Volksdichter". Samstag, den 22. April, um halb 8 Uhr abends, findet ein Vortrag von Herrn Dr. Ignatz Schipper statt. Thema: „Die Anfänge der jüdischen Sprache und Literatur". Wien. (Wohltätigkeitsvorstellung.) Samstag, den 15. April, findet im Theater „Jüdische Bühne", 2. Bez., Taborstrahe 12, eine WohltäkigkeitsvorsteUung statt. Zur Aufführung gelangt das Gordin'sche Drama „ C h a s ch e di I i s o j m e " mit Frau Weintraub-Eraf in der Titelrolle. In Anbetracht des eminent wohltätigen Zweckes wird der bekannte Sänger Herr I. Deutsch die Liebenswürdigkeit haben, jüdische Weisen zum Vortrage bringen. Anfang 8 Uhr. Eintrittskarten sind bei den Komiteemitgliedern und an der Theaterkasse zu haben. „Beth Haami" (Jüdisches Volksheim). 16. Bezirk, Wurlihergasse 11. Samstag, den 8. April, fand das Schluh-Konzert der diesjährigen Winterveransialtungen statt. Eingeleitet wurde dasselbe durch einen Klaviervortrag von Frl. Elsa Braun, woraus die Eesangskünstlerin Frl. Hedwig Skai das zahlreich erschienene Publikum durch ihr klangvolles Organ und vorzügliche Schulung zu lebhaftem Beifall hinrih. Nicht minderen Erfolg hatten die Sänger Leo und Bernhard O e st e r r e i ch e r, welche mit Frl. Hedwig Skai in Duetten und Terzetten durch ihre prächtigen Stimmen das Publikum entzückten. Am Schlüsse hielt der Präsident Herr Dr. Martin Förster eine Rede, in welcher er mit Recht auf den glänzenden Verlaus der diesjährigen Saison hinwies und allen Mitwirkenden sowie den beiden Vorstandsdamen, Frau Gisela Drab und Frau Henriette Urbach, sür ihr uneigennütziges Wirken den Dank abstattete. Schließlich dankte noch das Vereinsmitglied Herr Ferdinand H e r z l e r im Namen der Hallenbesucher für die empfangenen geistigen und leiblichen Genüsse. G. H. Jüdische Toynbeehalle, 20. Bezirk, Denisgasse Nr. 33. Schlußkonzert. Herr Erster Kantor M. B. Kau fm a n n, der im Rahmen der Winterveranstaltungen iant Samstag, den 8. d. M., das letzte Konzert veranstaltete, gehört zu denjenigen Sängern, bei denen jeder Ton gewinnende Sympathie atmet und deren Gesang deshalb den eigentlichen, seelischen Anteil des Kunstgenusses vermittelt. Die weiche, vornehme Art, in der Herr Kaufmann mit seinem lyrisch tönenden, unübertrefflich modulationssähigen Organ vorträgt, kam diesmal in den auf Moll gestimmten jiddischen Volksliedern und zwei polnisch gesungenen, schwermütigen Arien von Monnszko noch mehr zum Ausdruck. Jedes einzelne Lied entfesselte Beifallsstürme und die Piecen „Der Alef Beis", „Oi Jossel mit dem Fidel" rissen geradezu hin. Auch die übrigen Künstler des Abends boten Glänzendes. Frl. Kogan, die Herrn Kaufmann am Klavier begleitete, leistete als Solistin wahre Kunststücke der Technik. Die u. a. zu Gehör gebrachte XII. Rhapsodie von Liszt war eine Prachtleistung erster Gattung, was bei dem in Verwendung stehenden Flügel umsomehr anerkannt werden muß. Frl. Grete B a ch deklamierte neben den Genannten sehr wirkungsvoll sowohl heitere wie ernste Dichtungen. Die junge Dame ward wegen ihres frischen Auftretens und der packenden Art ldes Vortrages allgemein gefeiert. Zu der so gelungenen Schlußveranstaltung hatten sich Zahlreiche illustre Gäste eingefunden, die Herr Ob-- mannstellvertreter Karl Freund in seiner warmen Abschiedsrede herzlich begrüßte und insbesondere daran erinnerte, daß sich! die „Toynbeehalle" durch die Hochs- Herzigkeit des Herrn Heinrich Men dl nunmehr eines