Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 14 (31.3.1916)
- Date
- 1916-03-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 226 Tr. Blech s Lbochenschrift Nr. 14 Gefreiter Hermann Spitzer, ungar. Ldiv.-J.-R.: Feldwebel Moriz Grünwald, ungar. Ldw.-J.-R.: Landsturmmann Michael L ö w, ungar. Ldw.-J.-R. Belobende A n e r k c n n u n g des A r mee - k o m in a n d o s: Stabsarzt Tr. Maximilian G r o ß - mann, J.-R.; Hauptmann-Rechnungsführer Hermann Mieniewski, J.-R.; Sanitätssoldat Julius K o r n, beim Feldlaboratorium; dem Rechnungsunteroffizier Paul B i l l i tz, Feldjägerbat. Belobende Anerkennung des Reichs- Si ricgs in inisteriu m S für vorzügl iche D ienstlcistung: Oberstleutnant Bernhard Tattner, Kriegsfürforgeamt. Vorstehend find verzeichnet: 3 Offizierskreuze des Franz Josef-Ordens, 6 Ritterkreuze des Franz Josef- Ordens, 2 Militärverdienstkreuze 3. Klaffe, 7 silberne Signum laudis, 75 bronzene Signum laudis, 40 goldene Berdienstkreuze mit der Krone, 16 goldene Verdienstkreuze, 65 silberne Berdienstkreuze mit der Krone, 19 silberne Berdienstkreuze, 9 silberne TapferkeitsmedailleU 1. Klasse, 52 silberne Tapferkeitsmedaillen 2. Klaffe, 73 bronzene Tapferkeitsmedaillen, zusammen 367 Auszeichnungen: hievon 91 an Offiziere des Soldatenstandes, 79 an Militärärzte und Militärbeamte, 197 an Personen des Mannschaftsstandes. Neuerliche Auszeichnung eines Stabsoffiziers. Seine Majestät der Kaiser hat dem Oberstleutnant des Feldhaubitzenregimentes Nr. Moriz Mansch in Anerkennung tapferen und erfolgreichen Verhaltens vor dem Feinde den Orden der Eisernen Krone 3. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. — Oberstlt. Maus cf), ein Sohn des verewigten, sehr verdienten Kultusvorstchers in Lemberg Tr. M a n s ch, ist im Laufe des Krieges bereits mit dem Milirärverdienstkreuz 3. Kl. und mit dem Signum laudis ausgezeichnet worden. Deutsche Auszeichnungen an österr. Krieger. Ter deutsche Kaiser hat verliehen das Eiserne Kreuz 2. Klasse den Oberleutnants d. R. Ernst Popper, Jägerbataillon, Dp. Samuel Farago, kgl. ung. Landwehr; die deutsche Kriegerverdienstinedaille dem Bormeister Gustav R u b i n, Feldkanonenregiment. Der stebzehnzährige Zosef Mfiari. Ter siebzehnjährige Kadettaspirant Josef B i h a r i, der Sohn eines Oberkondukteurs der kön.-ungar. Staatsbahnen in Klausenburg, ist der Besitzer der goldenen und der großen silbernenTapserkeitsmedaille, sowie des deutschen Eisernen Kreuzes 2. Klaffe. Josef Bihari hatte sich im Juni 1915, nachdem er die mittlere Klasse der Handelsakademie absolviert hatte, als Soldat beim Honved-Jnfanterieregiment Nr. 21 gemeldet. Nach Ausbildung ging er auf den Kriegsschauplatz. Der Oberst ernannte ihn noch auf dem Zuge zum Korporal. Seine hervorragende Heldentat vollbrachte er im Vorjahre bei Zlota-Lipa. Anläßlich des Durchbruches bei Zlota-Lipa übersetzte die Kompagnie des Bihari eines Nachts den verhältnismäßig Hreiten Fluß auf einem schmalen Holzbalken. Als die Kompagnie ungefähr 600 Meter jenseits des Flusses marschiert war, stieß sie auf die feindlichen Stellungen. Sie wollte hievon sofort dem auf der anderen Seite des Flusses befindlichen Kommando berichten, aber das Telephon funktionierte nicht. Inzwischen hatten auch die Russen das Feuer eröffnet. Inmitten dieses Kugelregens machte sich nun Bihari daran, die Störung an der Telephonleitung zu erkunden, indem er, mit dem Sprech- und Hörapparat in der Hand, die Spur der Leitung verfolgte. Während er so an den Fluß gelangte, wurde er von einer feinde liehen Kugel am Fuße verwundet. Der kleine Kadett bemerkte nun beim Fluß, daß der isolierte Draht der Telcphonleitung während des Anziehens.angerieben wurde, so daß der nichtisolierte Draht vom Flußwasser berührt wurde, welches den Strom ableitete. Bihari sprang nun sofort ins Wasser, durchschnitt an der schadhaften Stelle den Telephondraht und schaltete ihn in seinen Sprechapparat ein. So hatte er eine Verbindung mit dem Kompagniekonimandanten erhalten. Bihari konnte nicht aus dem Wasser steigen, einerseits weil die russischen Kugeln unausgesetzt heruinslogen, andererseits durfte er auch das Telephon nicht im Stiche lassen. Durchs das Telephon kam er mit dem Kompagniekommandanten darin übersin, daß der Kommandant seine Befehle an Bihari telephoniere und er sie in die nicht weit von ihm befindlichen Stellungen hinüberriese. So wurde es auch ausgeführt. Der kleine Kadett stand mit blutendem Fuße von 12 Uhr nachts' bis 9 Uhr früh in dem über die Brust reichenden Wasser und vermittelte die Befehle des Kompagniekommandanten. Am anderen Morgen wurden die russischen Stellungen gestürmt. Die Russen flüchteten, und dann erst wurde her kleine Kadett aus dem tiefen Wasser der Zlota-Lipa befreit. Wie „Egyenlöseg", dem wir diese Notiz entnehmen, weiter berichtet, ist Bihari nach dieser Heldentat erkrankt und wurde in Klausenburg operiert, ging dann abermals auf den Kriegsschauplatz, wo er letzthin in den Kämpfen an der Strypa verwundet wurde. Jetzt ist er wieder hergestellt und geht nochmals auf den Kriegsschauplatz. Kokdene TapferkeitsrnedM'e. Ernst K e l l e r m a n n, Beamter der Budapester Filiale der Pathe fröres," kam im Juni vorigen Jahres an die russische Front. Er siel gleich =§u Beginn durch seine Gewandtheit auf und wurde mit mehr als einer heiklen Aufgabe betraut. Im Juli ging er mit 21 Mann auf Patrouille, und damäls gelang es ihm, eine aus-, ruhende russische Patrouille zu überraschen. Bevor sie aus ihrer Ueberraschung sich famMeln konnte, war sie unffingelt und hatte sich. In der Meinung, einen an Zahl überlegenen Gegner vor fich Zu haben, ergeben. Unter den 200 Gefangenen befand sich ein Oberstleutnant und vier Stabsoffiziere, welche Keller Man n nach ihrer Entwaffnung in die Stellungen des Infanterieregimentes Nr. 72 brachte. Wie „Egyenlöseg" berichtet, erhielt K e l l e r m a n n laut dem Armeebefehl „für seinen gelungenen Russenfang und andere tüchtige Taten die goldene Tapferkeitsmedaille und überdies wurde er zum Fähnrich befördert." Jüdische Inmitten im Jekde. Das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Sohne der Frau Regine P r e ß b u r g e r. Regimentsarzt Dr. Rudolf Preßburger, Wittkowitz. Außerdem dienen drei Söhne und zwei Schwiegersöhne der Frau Preßburger im Heere, von welchen sich zwei an der Front befinden. Sechs Söhne — sechs Auszeichnungen. Armin Schlesinger in Komorn hat sechs Söhne im Kriege. Erstens Franz Gesztes, Oberleutnant, Besitzer des Signum laudis; .zweitens Aladar Schlesinger, Feldwebel beim Mobilen Feldspital 2/5, ist seit der Mobilisierung eingerückt und wurde für seine, erfolgreichen Dienste!vor dem Feinde mit dem silbernen Verdienstkreuz mit der Krone ausgezeichnet; drittens Kornel