Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-03-24 · 13 (24.3.1916) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
13 (24.3.1916)
Date
1916-03-24
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3020846-3022195-3022209--24982-3050259
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

9 Ecllc 214 Tr. Bloch's Fabrik Jg. Ferd. ivolb Nachs., G. in. b. H„ Prag (2. Spende); Dr. Siegfried Frankl, Reservespital in Lrcko; Sammlung des Sanitäts-Fähnrichs Arthur Jakobowicz („Emunah"), Bielitz, derzeit im Felde <1. Rate); Mar Saudek, Kolm; Else und Aler.; je Kr. 20. . Gesammelt durch Gefreiten Leo Goldmann in Eholm 19.—. Gesammelt durch Feldwebel Josef Horowitz, im Felde, 18.— . Geschwister Lar, N. Bergstein und Geschwister E-uchmann, Rest für 1 Dunam aus den Namen David Wolfsohn s. A., 17.50. Gesammelt durch Dr. Heinrich Landesberg, Krakau, 15.50. Gesammelt durch Dr. Sigmund Fuchs, Graz, 15.—. Dem Andenken unteres als Helden gefallenen Bruders Kadett Emil Garfein, sralt Blumen zum Geburtstag, 15. . Gesammelt durch Hermann Gottlieb, Wien, 13.—. Gesammelt durch Jsak Lis, Tarnow, 12.75. I. Sch. Frajdenberg, Lublin; Jak. Rabinowitz, Bielitz; Arthur Weinberger, Göding; Sanitäts-Fähnrich Walter Reiß, Kranzablösungsspende anläßlich Hinscheidens seiner Tante, der Mutter seines Bd. Viktor Gold: H. Schönberger, Wien, 9. Bez.; Adele Kottlar, Czernowitz, derzeit Wien; k. u. k. Fähnrich Karl Dragon, derzeit im Felde; Direktor Otto Bergmann, Prag; Sigmund Heller, Königgrätz; Eottlieb Zuckermandl, Teschen; R. N. dem Namen und Andenken meines Freundes Dr. Nachman Morgenstern; Budweiser Sparkasse, Budweis; Wi.helm Schrämet, Teschen, zurzeit im Felde; Feldw. Moritz Lamberg, derzeit im Felde; Sabine Dische, Wien, 6. Bez.; Erste Wiener Appetit-Bretzel- Fabcik Miller cb Comp., Wien, 4. Bez.; Fähnrich Hugo Brunner dankt der jüd. Turnerschaft für Chanukka-Liebesgaben; Dr. Ludwig Bayer in Sarajewo; Dr. Siegmund Berger, Bezirksoorsteher, Zvornik; Zadik Levi, Sanskimost; Fähnrich Paul Eisner; Frau Ing. Irma Schechetr, Peggau; Josef Stryer und F. Ungar gratulieren Fräulein Rechter zum Geburtstage; Ella Jellinek, Luhatschowitz, für eine gute Nachricht; k. k. Richter Dr. R. Rappaport, Lutowiska bei Ustrzyk; Jüdisch-nationaler Jugendverein „Hatikwah", je Kr. 10.--; diverse Spenden Kr. 217.25. Zusammen Kr. 9,5 3 7.1 5; frühere Sammlung Kr. 5 3,3 4 0.2 0. Somit bisher Kr. 63,377.35. Spenden für galizische Flüchtling?. Gin ungenanntseinwollender Bukowinaer, derzeit Laibach, im Narodni-Dum, Kr. 5.—; Frl. Anna Lachmann, Breslau, 15.--. Spenden. Bon Herrn Naftali Wickler, II 3, Gr. Sperlg. 12, für Purim- Liebesgaben für unsere Krieger (Frau Dr. Grunwald) Kr. 10.—, „Kriegslandspende" Kr. 10.—. Erlös der Broschüre „Tic Schuldtragenden", von Doktor H. E. Kaufmann, Rabbiner in Virovitica, zugunsten der notleidenden Juden in Galizien. Julius Löbl, Sid, Kr. 10.—; fürstl. Schaumburg-Lippe'scher Rcchnungsral H. Breustedt, Virovitica, 6.—; Karl Planer, Sisak, 5.; Mag. pharm. Viktor Weiß, Virovitica, 5.—; David Kollmann, Koprionica, 5.—; Jzidor Hochwald, Pivnica, 4.—; Wilhelm Straßberger, Virovitica, 3.—; Julius Singer, Virovitica, 2.; -zusammen Kr. 40.—. Dazu der bereits ausgewiesene Betrag von Kr. 322.—, zusammen Kr. 362.—. Den edlen Spendern wird hiermit der herzlichste Dank ausgesprochen. Brockensammlung für jüdische Arme. Berteilungslotä!: Ais.-rstraste 42. Wahrhaft vorbildlich wirkt das Schreiben, das die Präsidentin des israel. Frauenvereines in St. Gallen, Frau H. U l l - m a n n, an die Präsidentin der Wiener Brockensammlung richtete. Cs heißt in dem Schreiben: „Wir haben Ihren Artikel in der „Neuen Freien Presse" gelesen. Da wir Schweizer Frauen jede Woche für Bedürftige nähen und zurzeit Vorräte haben, senden wir Ihnen Kleider, Wäsche rc. für Ihre Schützlinge." Heute endlich, nach monatelangen Zollplackereien, kamen 12 große Pakete an. Die braven Schweizer Frauen, die ungebeten den Wiener Armen zu Hilfe kommen, praktische, gut erhalten: Kleidungsstücke, viele gute, neue Wäschegegenstände senden, Dutzende von Hemden, Hosen, Jacken, Strümpfen rc.. sie hätten bei der lürzlich stattgefundenen Verteilung zugegen sein sollen, um die Freude mitanzusehen, die ihre Gaben hervorriefen. Weitere Spenden sandten: Direktor Julius Priester Kr. 100.—; Administration „Neue Freie Presse" 50.—; Direktor Wilhelm Kur, E. > F., 9. Bez., je 20. -; Gustav Wotitz, Dr. Josef Stern,. Olga Münch, Brüder Barber, Jda Kreisky, Norbert Wechsler, A. Horch, Wilhelm Blüh, Graz, Ernestine Squarenina, je 10.—. Mehr als 100 Bittschriften liegen vor, in denen Flüchtlinge um Kleidungsstücke und Schuhzeug bitten. Unsere nächste Verteilung findet am Dienstag statt. Hoffen wir, daß unsere stets hilfsbereiten Wienerinnen nicht hinter ihren Schwestern aus St. Gallen zurückstehen! I. B. Wochenschrift Nr 13 Wien-Floridsdorf. (Max Neumann s. A.) Am 14. März d. I. haben wir einen unserer Besten zu Grabe getragen; Herrn Max Neumann, Gründer,Obmann und Ehrenmitglied unserer „Chewra-Kadischa" und Mitglied der Bezirkskoinmission und des Bethausvorstandes, welcher am 12. d. M. im hohen Alter von 89 Jahren verschieden ist. In Max Neumann ist die Gesamtgeschichte des Kultuslebens unseres Bezirkes verkörpert. Er hat nicht nur Geschaffenes verwaltet und geleitet, sondern hat alles fast selbst geschaffen. Seine Langlebigkeit, die ihm von der Vorsehung beschieden war, hat er nicht unnütz verbracht, sondern war immer tätig für die jüdische Sache und insbesondere für unseren Bezirk. Ein Jüngling noch, es war Mitte der Vierzigerjahre des vorigen Jahrhunderts, zur Zeit als den Juden die Niederlassung in Niederösterreich noch nicht gestattet war, gehörte er zu denjenigen, welche die in den verschiedenen Törjern unseres Bezirkes zum temporären Ausenthalte gezlvungenen, zerstreut befindlichen Glaubensgenossen gesammelt und sie zur Gründung eines Betvereines angeeifert hat. Hiermit half er den Keim zu unserer zukünftigen Kultusgemeinde legen. Anfangs der Fünfzigerjahre gehörte er zu einer der ersten Glaubensgenossen, welche ständigen Wohnsitz in Floridsdorf nahmen. Von da an entfaltete er eine ununterbrochene Tätigkeit, teils schöpferisch, teils mitwirkend bei Errichtung jüdischer Institutionen. Er lvar Mitbegründer des Minjanvereines, aus welchem unsere bestandene Kultusgemeinde hervorging. Ihm haben wir den Bau unseres Tempels zu verdanken; er gründete die ,,Chewra-Kadischa" und besorgte den Ankauf des Friedhofes. Seine Frömmigkeit war eine ungeheuchelte, er war fromm, aber kein Zelot; er war streng konservativ, aber kein Fanatiker. Er gehörte zu den fleißigsten Tempelbesuchern und noch in den letzten Wochen seines Lebens sähen wir ihn, erschöpft vom Alter und gebrochen von Krankheit, seine müden Glieder dahin schleppen, um dort seelische Erholung zu finden. Unzählig sind die Verdienste dieses ausgezeichneten Mannes um unseren Bezirk und um das Judentum. Wir werden ihm ein Ehrenblatt in der Geschichte unseres Kultuslebens einräumen und seiner stets in Ehrfurcht gedenken. Medizinalrat Dr. I. K ö n i g. Wien. (Todesfall.) Am 15. d. M. verschied in Wien Herr Friedrich Rosen bäum, Beamter des Matrikelamtes der Wiener israel. Kultusgemeinde. Der Verblichene, welcher einer angesehenen Familie entstammte, war ein sehr begabter junger Mann, der ivcgen seiner Tüchtigkeit, hingebungsvollen Pflichttreue und Lauterkeit feines Charakters sich die vollste Auer-- kennuug feiner Vorgesetzten, die Liebe seiner Kollegen und die Achtung und Sympathien aller, die ihm näher traten, erworben hatte. Als überzeugungstreuer Jude hatte er Herz und Sinn für alles, was geeignet war, zur Erhaltung und Förderung des Ansehens des Judentums beizutragen. An dem Leichenbegängnisse, welches am 17. d. M. stattfand, nahmen außer den Anverwandten zahlreiche Freunde dös Verstorbenen, für den Vorstand der Kultusgemeinde, bezw. der ,,Chewra-Kadifcha" die Herren kaif. Rat Siegmund Kauders, S. Stei -j ner und S. Simon, sowie Vertreter sämtlicher Abteilungen des Verwaltungsdienstes der Kultusgemeinde teil. Se. Ehrw. Herr Rabbiner Joel Pollak hielt dem Heimgegangenen einen seine Charaktereigenschaften würdigenden Nachruf, welcher auf die Anwesenden einen tiefen Eindruck ausübt'.'. Den Eltern des allzufrüh Dahingeschiedenen, Herrn Daniel Rosenbaum und Frau Klementine, geb. A d l e r, sowie der Familie Wendel sich die allgemeine Teilnahme anläßlich dieses schweren Verlustes zu.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.