Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 12 (17.3.1916)
- Date
- 1916-03-17
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 196 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 12 größer!, zu ihnen gesellen sich die Helden, die in treuer Pflichterfüllung und in selbstloser Vaterlandsliebe in diesem Weltringen auf allen Schlachtfeldern ihr Leben lassen. Wie jener gedenken wir dieser in ehrfurchtsvoller und dankbarer Erinnerung und setzen ihnen ein ewiges Denkmal in unseren Herzen. Kantor Siegfried R e i c i n, derzeit Sanitätssoldat, und Rabbinerstellvertreter Lazar T ü l l u a n, derzeit Korporal im Felde, trugen in ergreifender Weise das „El mule rachamim" vor, worauf der Feldrabbiner ein Gebet für die gefallenen Krieger sprach. Die Offiziere und die Mannschaft spendete 150 Kronen zum Ankauf von 3 Dunam Boden in Palästina auf den Namen des gefallenen Helden Fleischer M o r d e ch a j aus Chrzanow, des Infanterie-Regimentes Nr. 80. Vermischtes. Spcudeu für Flüchtlingswaiscn aus Galizien und der Bukowina. Eingegangen bei Rabbiner Dr. Lewin in Nikolsburg: Ungenannt Kr. 3.—; Fr. Charlotte Frankel, Essek, 10.—; Chewra-Kadischa in Dombowar 20.—; Dr. Ehrentreu, München, 5.—; Kultusgemeinde Gänserndorf 10.—; Frau Augenseld, durch Rabbiner Dr. Frankfurter, Dinkovce, 30.—; Markus Kohn, Geras (Niederösterreich), 20.—; Fr. Helene und Jenny Eisler, Wien, 10.—; Abraham Kögel, Newyork, 100.—; zusammen Kr. 208. . Purim-Liebesgaben für unsere Kriege. Bei Frau Dr. Grunwald sind eingegangen: Die Schülerinnen der 2., 4. und 6. Klasse des Mädchen-Lyzeums durch ihren Religionslehrer Oberlehrer I. Kappelmacher Kr? 24.62; vom Verein „Theologia" für Liebesgaben zu Händen Herrn Dr. Diamant Kr. 24.—; von Frau Camilla Huber, Schwechat, 20.—; M. Haas, Welka, 5.—; von Frau Katharine Fischer 3.—. Pessach-Liebesgabcn für unscrr Soldaten im Felde. Von Herrn Feldrabbiner Dr. Lemberger und anderen laufen dringende Bitten um rechtzeitige Einsendung von P e s s a ch - Nahrungsmitteln (Mazzoty, Konserven, Salami usw.) ein. Wer die Bedeutung ermißt, die den Pessachvorschriften von dem rituell lebenden Teil unserer Soldaten beigemessen wird, der wird alles aufbieten, damit diese Braven nicht etwa die acht Pessachtage hindurch ohne die notwendig st e Nahrung bleiben. Die Einsendung muß so rasch als möglich geschehen, da 14 Tage vor Pessach die Liebesgaben an Ort und Stelle abgehen müssen. Ausweis der Spenden für die Schulen der Agudas Zisroe! in Wien. 2. Bez., Leopoldsgasse 22/. Büchse beim Großrabbiner Friedmann aus Czortkow Kr. 101.—; Großrabbiner Friedmann, Husiatyn, 100.—; Rabbiner Moses Heschel, Kopyczynce, 4.48; Tannenbaum, Wien, 2.—; Gilsohn, Brody, 1.50; Scherer, Kuty, 1.—; Metzger, Sambor, 2.—; Elias Abr. Rapaport, Przemysl, 10.—; Hofbauer, Wien, 1.—; Austerer, Krakau, 2.—; Horowitz, Rzeszow. 3.—; Kupferschmied 2. —; Auerbach 2.—; Weiter 2.—; Fischener, Janow, 2.—; Kruk 4.—; Schule, 10. Bez., Rechbergg., 14.50; Brozki 1.50; Reinhold 3.—; Salamon 3.—; Steinberg, Cieszanow, 1.50; Korn, Eieszanow, 1.50; Mager 1.50; Mermelstein, Skole, 2.—; Spirgel, Lemberg, 2.—; Margulies 1.50; Bakhun, Wien, 1.30; Rymwald, Chyrow, 1.50; Reicher, Mosciska, 1.50; Grünberg, Grodek, 3.—; Popers, Brody, 1.50; Preger, Grodek, 1.50; Mayer, Niemierow, 1.50; Mondschein, Husiatyn, 2.—; Eoldappel, Tarnow, 2.—; Schleider, Bobrka, 2.—; Seif, Brzezany, 1.—; Roth. Zborow, 3. —; Grünstein, Tarnow, 1.50; Eichenstem, Rzeszow, 1.—; Mayer, Niemierow, 1.50; Tunis, Strussow, 3.—; Aberdam, Tarnow, 1.50; Perl, Podhajce, 2.—; Steinberg, Cieszanow. 1.50; Afchkenazy, Grodek, 1.—; Glasberg, Stryi, 1.50; Ochs, Tarnopol, 6.—; Taube, Belz, 4.—; Engel 1.50; Ekstein 1.50; Mayer, Brody, 1.50; Mayer 1.50; Helmann 1.50; Mandel 1.50; Preis Olejow» 1.50; Ornstein, Podhajce, 3.—; Schule, 2. Bez., Ausstellungsstr., 81.—; Schule, 20. Bez., Traunfelsg., 12.—; Schule, 20. Bez., Hellwagstr., 9.—; Hoffnung 1.—; Rubin, Boryslow, 1.50; Weinstock 1.50; Zornberg, Husiatyn, 1.—; Dan, Przemysl, 1.50; Schreier, Stanislau, 1.50; Wohl, Wien, 1.50; Segal, Zbarasz, 1.50; Feuer, Bolszowce, 1.50; Seidman, Kolomea, 6.—; N. N. 3.—; Samet, Buczacz, 1.50; Rapaport, Czortkow, 1.50; Rabinowicz 1.50; Perl 1.50; Rosenfeld, Trembowla, 2.—; Aufrichtig, Zbarasz, 1.—; zusammen Kr. 464.28. Verein „Machsike hadath“ 2. Bez., Obere Augartenstraße 40. Zugunsten der Ausspeisungsaktion für di: notleidenden Flüchtlinge sind dem obigen Vereine nachstehende Spenden Zugeflossen: Sammlungsresultat unserer Vorstandsdame Frau Ernestine März Kr. 33.—, und zwar von Rudolf Krauß, Vrir, 21.—, von Frau Weinfeld, Lipto St. Rosenfeld, 10.—, von Frau Lunenfeld 2.—. Sammlung Frau Kurzer: von Frl. Brom Schwarz Kr. 10.—. Ed. E. Schwarz 10.—; Primarius Dr. L. Moscowicz 10.—; Ungenannt, durch Pomeranz, 10.—; durch Frau Edelstein 5.—, von Ramrens 5.—, zusammen 10.—; Karl Katz, Proßnitz, 4.—; insgesamt Kr. 87.—. Spenden für den Verein werden entgegengenommen von unserem Kassier Herrn Emil Pomeranz, 2. Bez., Rembrandtstraße 39, und von unserem Obmann Jakob März, 1. Bez., Augustengassel, in bar oder durch Posterlagschein 106,369. Brockcnsammlung für jüdische Arme. Verteilungelokal: Alserstraße 12. Geldspenden sandten: W. Blüh aus Graz Kr. 10.—; E. F. 22.—; S. Mras 5.—. Kleider und Wäsche sandten: Frau Fleisch!, Frau Dr. Guttmann, Frau W. M., Frau Ratz, 7. Bez., Marie Oberländer, 1. Bez., ^Josefine Hönig, 1. Bez., Esile Robitschek, 9. Bez., Kapurek, 5. Bez., Käte Adam, -10. Bez., Braun, 10. Bez., Erna Landes, 7. Bez., Ehrlich, 2. Bez., Grete Wolf, 3. Bez., Jellinek, 2. Bez. _ Große Nachfrage nach Schuhen, warmen Kleidern, Wäsche, Einrichtungsgegenständen. Dringend bittet ein 75;ähriger Mann, der obdachlos ist, um warme Kleidung; Mütter kommen mit halbnackten Kindern zur Verteilung. Möchten doch edle Menschen es uns ermöglichen, die große N o t zu lindern. I. B. Verehrter Herr Redakteur! Die Spalten Ihres Blattes sind stets für alles Gute offen und so hoffe ich, daß Sie auch diesen Zeilen in der nächsten Nummer der „Oesterreichischen Wochenschrift" ein Plätzchen widmen werden. Durch ein Feuilleton in der „N. Fr. Presse", „Elend Lind Barmherzigkeit", angeregt, hielt ich neuerlich Umschau, was auch unsere Frauen in puncto Charitas in diesen schweren Zeiten vollbringen. Von Einzelschicksalen jener Frauen, die im Stillen dulden und tapfer ihr Haus und ihre Familie erhalten, spricht man in der großen Zeit allgemeiner Drangsale nicht, auch davon kaum, was unsere Frauen in Friedenszeiten an Werken der Nächstenliebe leisten, allen voran unsere verehrte Baronin Charlotte, von Königswarter, die .Altmeisterin iiz. der Kunst edlen Wohltuns, sowie die unzähligen Frauen und Mädchen, die der Oeffentlichkeit wohl bekannt sind und sich in der Kriegszeit noch ganz besonders bewähren, wie Frau Sofie G r ü n f e l d, Mathilde H e r z I, Anitta Müller, Helene K u r a n d a, Regine K o p - stein, Rosa Schur ic. rc. Doch der Zweck dieser Zeilen ist, Ihre und Ihrer gesch. Leser Aufmerksamkeit auf eine Institution zu lenken, die jeder Unterstützung wert ist. Dem seit 44 Jahren bestehenden Vereine „Volksküchen nach israel. Ritus", Krummbaumgasse 8, wurde im August 1914 die Speise-Anstalt für „Angehörige des Handels- und Mittel st andes", Wien, 1. Bez., Franz Josefs-Kai 47, angegliedert. Dort erhält jedermann ohne Unterschied der Konfession für eine Krone ein tadelloses Mittaglessen, bestehend aus Suppe, Fleisch, Gemüse und Mehlspeise, auf reinlich gedeckten Tischen. Was es bei den so teuren und schwer erhältlichen Lebensmitteln bedeutet, ein gutes, reichliches Mittagessen zu so mäßigem Preise herzustellen, dieses Rätsel müßte uns die rührige, tüchtige Küchenvorsteherin Frau Hermine K a d i s ch lösen. Frau K a d i s ch gönnte sich allerdings seit Ausbruch des Krieges bis zum heutigen Tage auch nicht eine Stunde der Erholung und widmet sich in selbstloser, aufopfernder Weise diesem Werke der Notwendigkeit und findet Befriedigung darin, daß ihre Tätigkeit von tausenden Menschen in Dankbarkeit gewürdigt wird. Der Zweck dieser Zeilen wäre erfüllt, wenn recht viele Spenden zur ferneren Ausrechterhaltung, der .für unsere Handelsangestellten so dringend nötigen Speise-Anstalt zusließen würden und durch Ihre Mithilfe, verehrter Herr Redakteur, dieser der Oeffentlichkeit nicht genug bekannten Institution neue Gönner zugeführt würden. Reiche Fabrikanten, Heereslieferanten und Kaufleute hätten wohl die ganz besondere Verpflichtung, dieses Unternehmen, das ja zumeist ihren nicht allzu glänzend besoldeten Angestellten in der harten Kriegszeit zugute kommt, zu fördery. Auch Ihr geschätztes Blatt wird sicherlich gerne Spenden für den guten Zweck übernehmen. Mit dem Ausdrucke herzlichen Dankes für die Aufnahme dieser Zeilen, zeichnet voll Hochschätzung Ludmilla W e l i s ch. Wien, 1. März 1916.