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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-03-17 · 12 (17.3.1916) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
12 (17.3.1916)
Date
1916-03-17
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 12 Tr. Bloch'S Wochenschrift Seite 191 Vormeister Adolf R o s e n s P r u n g des Feldkanonenregiments . ivurde beim Durchbruch der Russen am 7. Oktober 1915 bei Malin als Richtvormeifter von einem Jnfanteriegeschoß törlich verwundet, richtete aber trotzdem das Geschütz mit Aufbietung seiner letzten Äräste, bis er bewußtlos zusammenbrach und starb. Er bekam nach dem Tode die s i l b e r n e T a p f e r k e i t s m e d a i l l e 2. K l as s e. Weitere Auszeichnungen. Generalmajor Karl Schwarz, Kommandant einer Landsturm-Brigade, wurde abermals ausgezeichnet und erhielt das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration in Anerkennung erfolgreichen Verhaltens vor dem Feinde. Leutnant d. R. Siegfried L ö w i n g e r aus Marburg in Steiermark vom k. u. k. Telegraphenregiment wurde für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Fähnrich Erwin Breuer, der seit Kriegsbeginn als Freiwilliger bereits auf drei Kriegsschauplätzen kämpfte, wurde in Anerkennung seines tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet und gleichzeitig zum Artillerieleutnant befördert. Leutnant Breuer hat sich dadurch an der Jsonzofront hervorgetan, dast er wiederholt im lebhaftesten feindlichen Feuer seine Aufgabe mit größter Unerschrockenheit löste und ein feindliches Geschütz durch wohlgezielte Treffer vernichtete. Er ist der Sohn des Herausgebers des „Kurortealbum". Herrn Gustav Breuer, und Enkel des fel. Rabbiners Josef Breuer. Oberleutnant Hugo Stern des 43. Infanterieregiments, in seinem Zivilberufe Beamter der Creditanstalt in Wien, erhielt für tapferes Verhalten vor dein Feinde das Signum laudis am Bande der Tapferkeitsmedaille. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberstabsarzt Dr. Ferdinand Steiner des Festungsspitals in Trebinje; das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vor dem Feinde dem Landsturmverpflegsoffizial Hermann Weiß, beim Festungskommando in Mostar; das silberne Verdien st kreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille in Anerkennung besonders pflichttreuer Dienstleistung vor dem Feinde dem Zugsführer, Titularfeldwebel Alois S ch l e i ß n e r des Infanterieregiments Nr. 35, eingeteilt beim 15. Korpskommando; dem Landsturmfeldwebe! Max Grohs, bei der Personensammelstation, früher in Slavonisch-Brod, dzt. in Sarajevo. Zugsführer Jakob Heber aus Innsbruck wurde in Anerkennung seines tapferen, unerschrockenen Verhaltens vor dem Feinde mit der großen goldenen Medaille ausgezeichnet. Herr Heber, der bereits seit 18 Monaten im Felde steht, war schon zweimal in russischer Ge-, fangenschaft, aus der er jedesmal glücklich entkam. Vor sechs Monaten nach dem südlichen Kriegsschauplatz transferiert, bewies er auch hier bewunderungswürdige Kalt-- blütigkeit und Unerschrockenheit. Trotz feindlicher Uebermacht hielt er die anbefohlene Stellung und schließlich gelang cs ihm sogar, mit. seinen sechs Mann 76 Italiener, darunter 4 Offiziere, gefangen zu nehmen. Der Lohn für diese wackere Tat war die „große Goldene". Kpfer des Krieges. In den letzten Februartagen wurde die irdische Hülle des auf dem Felde der Ehre gefallenen Fähnrichs d. R. Dr. Michael Hulles vom Bahnhofe in Kolomea auf den dortigen jüdischen Friedhof mit militärischen Ehren geleitet und zur ewigen Ruhe gebettet. Der so 'jung Verewigte war ein ideal veranlagter Jüngling, der das ihm als Staatsbeannen zustehende Recht der Reklamation aus dem Militärdienste ausschlug und als Vaterlandsverteidiger ungewöhnlichen Mut bekundete. Seine Brust zierten zwei Auszeichnungen, die große und die kleine silberne Tapferkeitsmedaille. Ehre seinem Angedenken. Man schreibt uns aus Nachod, 9. März: Unter zahlreicher Beteiligung wurde die vonOstrozec übersührte Leiche des Kadettaspiramen Gustav G r ä tz aus Hronov, der bei Luck den Heldentod fand, in einem Ehrengrabe neben seinem besten Freunde, dem ebenfalls fürs Vaterland gefallenen Viktor Hostovskp, beigesetzt. Den Sarg schmückten viele Kränze, darunter einer vom Offizierskorps des Jnf.-Reg. Nr. 18, welches durch eine Abordnung mit dem Major Herrn Josef K o m arek ver treten war. Am Grabe hielt der zum Leichenbegängnisse von Olmütz abkommandierte Feldrabbiner Doktor Gust. Sicher eine ergreifende Trauerrede, in der er auch des Bruders des Helden gedachte, der in russischer Gefangenschaft gestorben ist. Anstatt Kranzspenden wurden der Kriegssürsorge und für erblindete Soldaten namhafte Beträge zugeführt. lieber den Heldentod des Kadetten Paul B i ck von der 18. Feldkompagnie schrieb der Kommandant an die Schwester des Gefallenen: Feldpost 27, 13. Februar 1916. Sehr geehrtes Fräulein' Ihr liebes Schreiben erhalten. Ich 'bitte um Entschuldigung, datz ich nicht schon früher Ihnen über Ihren Bruder Nachricht zukommen lieh. Die schweren Kämpfe Ende des vorigen Jahres und im verflossenen Monat ließen dies jedoch schwer zu. Mir wird nun eine traurige Aufgabe zuteil. Ihr Bruder, Kadett-Aspirant Paul B i ck, der ehemaligen 18. Feidkompagnie, deren Kommandant ich war, siel beim Gegenangriff am 7. Januar 1916 als Held. Einer meiner tüchtigsten und bravsten Zugskommandanten, ein treuer Kamerad, geliebt von seinen Vorgesetzten, geachtet von seinen Untergebenen, mutzte er im Kampfe für sein Vaterland Blut und Leben opfern. Beim Sturm auf eine Batterie, den er aus eigene Initiative unternahm, erhielt er einen Kopfschutz. Ich selbst war an seiner Seite. Er lebte nur noch wenige Minuten ohne Bewutztsein und verschied. Die herben Schmerzen Ihrer werten Eltern und Geschwister bei Erhalt dieser traurigen Nachricht lindern zu helfen, Ihre Tränen zu trocknen und Ihnen Trost zuzusprechen, wäre meine heiligste Pflicht, denn niemand anderer kannte ihn so gut, stand er doch schon seit September unter meinem Kommando. Mögen Ihnen, wertes Fräulein, und Ihren hochgeehrten Eltern diese wenige Worte meiner innersten Ueberzeugung zum Tröste gereichen. Er hat sich im Herzen Aller, die ihn kannten, ein ehernes Denkmal gesetzt. In meinem Namen und im Namen meiner Kompagnie erlaube ich mir, mein innigstes Beileid auszudrücken. Ergebenst Ihr G e i tz l e r, Oberleutnant. Leo D eutsch, Kadett d. R., früher beim Feldhaub.- Reg. Nr. 2 in Wien, transferiert zum 99. Infanterieregiment in Znaim, fiel am 8. Oktober 1915 beim Sturm eines Panzerzuges am nördlichen Kriegsschauplatz. An den Vater des Gefallenen, Herrrr Joses Deut s ch, 19. Bez., Döblinger Hauptstraße 57, II 21, kamen folgende Zuschriften: Standort, 10. fFebruar 1915. Euer Hochwohlgeboren! Im Aufträge unseres erkrankten Herrn Regiments-Kommandanten, beantworte ich Euer Hochwohlgeboren Schreiben vom 2. d. M. Leider kann ich nur mitteilen, datz Ihr Herr Sohn bei der Einnahme eines Ortes in Wolhynien am 8. Oktober gefallen ist

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