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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-03-03 · 10 (3.3.1916) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
10 (3.3.1916)
Date
1916-03-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 1«4 Tr. Moch's Wochenschrift Nr. 10 Wien. «Generalversammlung des israel. T e m p c l v c r e i u c s für M a r i a h i l f und N e n - b a u.) Ter israel. Tempelverein für Mariahilf und Neubau hält Montag, den 6. März, 7 Uhr abends, ... im Sitzungssaale des Tempelvereines, Wien, 6. Bezirk, Schmalzhofgasse 3, die 42. Jahresversammlung ab. Wien. Ter rührige Verein „Greisinnensürsoege" veranstaltete am 16. Februar eine Kabarett-Jause, welche dank der glücklichen Anordnung der künstlerischen Darbietungen sowie der unermüdlichen Arbeitsfreudigkeit der Borstandsdamcn einen überaus günstigen Erfolg aufzuweisen hatte. Ein Teil des Reinertrages wurde dem Patriotischen Hilfsverein für das Rote Kreuz überwiesen und den Zwecken des Vereines konnten 1000 Kronen zugeführt werden. „Hatcchijah", hebr.-akad. Bereinigung. Samstag, den 4. März 1916, findet ein Vortrag des Rabbiners Jehofchua Rubin über: „Deutschtum und Judentum nach Hermann Cohen" statt. Zeit und Ort: halb 8 Uhr abends im Lokale des Jüdischen HandluugsgehilfeuverbandeS, 2. Bezirk, Obere Touaustraße Nr. 65/4. Hebräisch-akademische Gäste willkominen. Lesehalle für unsere Flüchtlinge. Wie notwendig die Schöpfung der Bibliothek und Lesehalle war, die sich würdig den anderen kulturellen Einrichtungen der Zentralstelle anschließt, beweist die große Zahl der Abonnenten. Schon in den ersten Wochen wurden mehr als 150 Monatskarten ausgegeben. Um die Einrichtung haben sich noch besonders Herr Sekretär Alfred P i n s und Herr Fritz Ledere r, der mehrere Luchhändlerische Gelegenheitskäufe machte, verdient gemacht. Auch der Frau des Herrn Gemeiuderat^ Doktor Schwarz-Hille r, die schon seit Kriegsausbruch einen Kindergarten im 3. Bezirke leitet, gebührr wärmster Dank für ihre tätige Mitarbeit. Wien, goldene Hochzeit.) Am 4. März werden es 50 Jahre, daß der im 2. Bezirk, Obere Donaustraße 89, wohnhafte Schlossermeister und Bürger der Stadt Wien Jakob Hirsch seine nunmehrige Gattin Betti, geh. Fischer, im Tempel Seitenstettengassc zum Traualtar führte. Bei der Samstag im Stadttcmpe! beim Frühgottesdienst stattfindenden Feier des Jubelpaares wird Bürgermeister Dr. W e i ß k i r ch n e r sich durch einen Eemeindedjgnitär vertreten lassen. Jüoischcr Handlungsgehilfcn-Berband, Ortsgruppe Wien. Mitwoch, den 8. ib. M., findet im Vereinslokale, 2. Bez., Obere Donaustraße 65, ein Vortrag des Herrn Dr. Wilhelm Stein statt. Thema: „O st - und W e st j u d e n ". Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen! „Jüdische Toynbeehalle", XX.. Teinsg. 33. Das letzte Samstag-Konzert bot durchaus schöne Leistungen privater wie berufsmäßiger Kunst. Fräulein Großmanu erfreute unter verständnisvoller Klavierbegleitung des Herrn Perl st e i n, der sich auch als Solist mit eigenen Kompositionen hervortat, durch technisch hochstehende Geigenvorträge. Insbesondere gefiel die mit großer Sicherheit gespielte „Phantasie" von Vieuxtemps und die „Kubelik-Serenade" von Drdla. Fräulein Fröhlich brachte zeitgemäße Rezitationen, in denen Ernst und Würde gleicherweise zum Ausdruck gelaugten. Zu wahrhast künstlerischer Höhe erhoben sich die Klaoiervorträge des Fräulein Kogan. Ihre verblühende Technik offenbarte sich in schwierigen Salon stücken von Liszt, von denen „Campanella" m-o „Guomenreigen" besonders zu nennen wären. Sämtliche Künstler mußten sich, durch reichen Beifall bewogen, zu Zugaben verstehen. -W o ch e n p r o g r a m m: Sa ms t a g, den 4. d. M., Konzert. --- Sonntag, Vortrag mit Lichtbildern: „lieber die bisherigen Ausgrabungen in Palästina", Reg.-> Rat Dr. I. Frankfurter. - Mittwo ch, Vorlesung aus eigenen Werken, Schriftsteller Otto Eise nschitz. - Freitag, Bibelvortrag („Theologia"). „Beth Haam" (Jüdisches Volksheim), 16. Bez., Wurlitzergasse 11. Samstag, den 4. März 1916, halb 8 Uhr abends, Konzert unter freund.icher Mitwirkung der Frau Raja Barber-Waldb e r g, Konzertfängenn, des Herrn Jakob ' Seide!, Mitglied der k. k. Hofoper, und der Herren Anton und Johann P o - povici (Violine und Cello). Eintritt frei für jeden Erwachsenen. — Anmeldungen von, Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Präsidenten Herrn Dr. Martin F ö r st e r, 16. Bez., Thaliastr. 22, gelangen lassen. Vergangenen Samstag hatte das zahlreich erschienene Publikum einen genußreichen Abend. Nachdem der Pianist Herr Otto U r - b a ch den Abend durch virtuosen Vortrag zweier Konzertstücke am Klavier eingeleitet hatte, brachte die Schauspielerin Frl. Mario Hellborn mehrere Gedichte, darunter das Kriegsgedicht „Ich melde mich" mit Klavierbegleitung von Frl. Irma Grasgrün, unter stürmischem Beifall zum Vortrage. Nicht minderen Erfolg erzielten die Sängerin Frl. Elisabeth Fischer, welche mehrere Arien mit wohlklingender Stimme sang, und der Sänger Herr Mar Schwarzmann, weicher mit seiner prächtigen Baritonstimme das Publikum entzückte. Mit herzlichen Dankesworten des Präsidenten Dr. Martin Förster an die Künstler schloß der wohlgelungene Abend. G. H. Wohltätigkeitsjause. Die diesjährige „Kriegsjause", welche das F r a u e n h i I f s- Komitee für Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina, 10. Bez., am Sonntag, den 27. Februar 1916, im Rideamus veranstaltete, nahm einen glänzenden Verlaus. Sowohl den großen wie den kleinen Theatersaal füllte ein sehr distinguiertes Publikum, welches den doppelten Darbietungen der einzelnen Künstler, die sich in uneigennütziger Weise zur Verfügung gestellt, reichsten Beifall zollte. Konzertsängerin' Frau Emmh Heim entzückte die Zuhörer durch ihr edles, wohllautendes Organ und den meisterhaften Vortrag der einzelnen Gesangsstücke so sehr, daß sie wiederholt Zugaben bringen müßte. Ebenso gefielen das seelenvolle Spiel der Virtuosen Brüder P o p o w i c i, die bewundernswerte Gedankenübertragung des Professors K i > i w a r t und seines Mediums Frl. Luna, sowie die humoristische Posse „Der G e I e g e n h e i t s d i e b ", in welcher der Verfasser und artistische Leiter der Veranstaltung Herr Schriftsteller. Direktor Josef Koller Gelegenheit fand, sein schauspielerisches Können zu zeigen. Die Solovorträge des Frl. Rollet vom Bürgcrtheater, begleitet von Herrn von der Tan n, des Frl. Zerline Manola (Soubrette), des Herrn Toni Hofer (Gesangshumorist), ebenso wie die vorzügliche Begleitung des Herrn Kapellmeisters Jean Tischkofsky waren dazu angetan, den Nachmittag zu einem besonders genußreichen zu gestalten, um dessen Gelingen sich auch dieses Mal wieder Frl. Olga Selig mann und Frau Berta Jellinel sowie alle anderen Damen des Komitees besonders verdient gemacht haben. Anna Mandel. Konzert Albert Linfchütz. . Am 27. Februar stellte sich zum erstenmale der jugendliche Pianist Albert Lin schütz, Schüler des Professors Roderich Baß, dem zahlreich erschienenen, distinguierten Publikum im kleinen Musikvereinssaale vor und errang sofort einen durchschlagenden Erfolg. Das Konzert, das zugunsten der Kriegsfürsorge stattfand, stand unter dem Protektorate der Direktion der k. k. Staatsrcalschule im 1. Wiener Gemeindebezirte. Wir sind daher auch denr rührigen und kunstsinnigen Direktor Herrn Dr. H ö d! für den uns verschafften angenehmen Abend dankbar. Der Konzertgecer spielte: 1. Mendelssohn: Op. 54, 17. Variations serieufes; 2. Beethoven: Sonate op. 53 (Waldstein): 3. Schumann: Op. 13, Etudes symphoniqv.es: 4. Chopin: Nocturne Des-Dur, Scherzo H-mo!l; 5. Rod. Baß: Alt-Wiener Tänze; 6. Liszt: Liebesträume; Mendelssohn-Liszt: Hochzeilsmarsch aus „Sommernachtskraum". Herr Linfchütz spielte diese Stücke mit vollkommener Charakterisierung der Stiieigentümlichkeiten mit tadelloser Technik und poetischer, echt künstlerischer Auffassung. Die vorzügliche Vortragsweise entfesselte wahre Stürme des Beifalles, so daß sich der Konzertgeber zu mehreren Zugaben bequemen mußte. Dr. Karl Willne r.

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