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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-03-03 · 10 (3.3.1916) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
10 (3.3.1916)
Date
1916-03-03
Page
– (sequence 10)
Language
German
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fette H8 Dr. Bloch's Wochenschrift Ult. 10 als er sagte, daß diese Zeiten nicht geeignet sind, kleine Sektenfragen zu diskutieren, und daß es jedermanns Pflicht sei, loyal englisch zu fühlen. Nach Ihrer Anschauung wäre es Pflicht, nicht nur mit dem deutschen Volke eine Verständigung nach dem Kriege zu suchen, sondern auch während des Krieges den Grundstein dazu zu legen. Wenn das Ihre Anschauung ist, so tun Sie das größte Unrecht gegen britische Juden, die nicht die mindeste Lust haben, sich mit dem Schwarm, der zu Zentraleuropa gehört, einzulassen. Der Deutsche, ob Christ, ob Jude, ist in unserem Lande nicht gehaßt, das wäre ein Zeichen von Furcht, aber er wird betrachtet als ein giftiges Tier, das weder göttlichen noch irdischen Gesetzen gehorcht und das Gefühl ist nicht gegen ihn, sondern gegen die Lauheit unserer Gesetze, die Mitglieder dieser verworfenen Rasse zum englischen Staatsbürgertum zuläßt, und Sie irren sich sehr, wenn Sie annehmen, daß irgend eine anständige Gemeinde sich mit den „Boches" nach dem Kriege verbinden wird. Der Krieg, in dem wir uns befinden, ist ein Krieg von Völkern, bei denen Religion gar keine Rolle spielt, und ich versichere, wenn ich jünger gewesen wäre und an die Front hätte gehen können, daß ich ein außerordentliches Vergnügen daran gefunden hätte, mein Bajonett in einen Deutschen zu stecken, ob er Jude oder preußischer Junker wäre, denn wir machen darin leinen Unterschied. Ihre Bemerkungen wären frech, wenn Sie nicht so dumm wären, und erwecken den Anschein, als ob Sie in Jerusalem und nicht in London lebten." Auf diese Aeußerung eines Tobsuchtsanfa "es erwidert das Blatt: „Wir versichern, daß es niederdrückend ist, daß ein Stammesgenosse in England, gcboren wie wir, Gedanken aussprechen kann, die beklagenswert wären, wenn sie die Meinung eines rohen Tieres wären. Aber wir wissen, daß Herr Montefiore ein Gentleman ist mit edlen Anlagen, so sanft, daß er keiner Fliege wehtun würde. Ein Bajonett in eines Deutschen Brust stecken — zu viel. Glaubt Herr Montefiore, wir kennen die Geschichten von König Salomon und dem Sperling nicht? Wir wollen sie ihm erzählen. König Salomon, der die Sprache der Tiere verstand, hörte einen Sperling, der an den Mauern des Tempels schabte, ausrufen: „Ick werde es tun, Du wirst mich nicht hindern, Du sagst, ich solle nicht, aber ich will usw." Salomon fragte ihn: „Willst Du die Mauern meines Tempels niederreißen?" „Mächtiger König", entgcgnete der Sperling, „Du weißt, daß ich derartiges nicht tun könnte." „Freilich weiß ich es", erwiderte der König, „warum sprichst Du denn eine solche törichte Prahlerei aus?" „Ich meinte es nicht so, aber der andere Sperling, den Du sqhst, war meine Frau, sie verhöhnte und ärgerte mich. Da wollte ich ihr imponieren, das ist alles." Solche Sperlinge sind Sir Francis und der Schreiber obigen Briefes." l Vermischtes» Kranzablösungs peuden zugunsten der Chewra Kadischa in Wien I. Scilenstcttengasic 4 für arme kranke Glaubensgenossen Anläßlich des Ablebens des sel. Dr. Emil Deutschberger: Fani Frisch Kr. 5.—, Trostier 5.— : zusammen Kr. 10.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Arnold Dauernsreund: S. Eutenkorn Kr. 5.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Laura Schwarz: Abramowicz Kr. 20.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Julius Zettel: Mar und Flora Duschnitz Kr. 50.—, Dr. Sigm. und May von Sonnenthal b0.—, Julius Stern 20.—, Wilhelm Zierer 50.—, Mathilda Hiller 20.—; zusammen Kr. 190.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Lipa Freund: Friedrich S. Freund Kr. 20.—, Sabine Ornstein 20.—, Marie Freund 10.—, Jsak Elias Freund 10.—, Philipp Ornstein 5.—; zusammen Kr. 65.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Hermann Südfeld: Friedrich Wiener Kr. 20.—, Emil Wiener 10.—, Rosa Wiener 10.—, Siegfried Langfelder 10.—, Josef Wolf 10.—; zusammen Kr. 60. . Anläßlich des Ablebens des sel. Dr. Josef Strauß: Nußbaum Kr. 20.—, Turnauer 20.—, Kalhi Strauß 10. , Bernhard Strauß 10.—, Bela Rosenfeld 20.—, Dr. Ernst Strauß 10.—, Berthold Strauß 20.—, Fried! Rosenfeld 40.—, Tonerl Rosen- \ clb 40.—; zusammen Kr. 190.—. Anläßlich ibes Ablebens der sel. Pesi Lea Friedmann: Mendl Friedmann, Julius Friedmann; zusammen Kr. 50.—. Anläßlich des Ablebens de: sel. Karoline Dörfler: Jakob Mamber Kr. 5.—. Anläßlich des Ablebens des sei. Richard Jajf: David Kunke Kr. 20.—, Emil Storch (Flüchtlinge) 20.—, Amalie Stahl (Flüchtlinge) 30.—, Amalie Stahl 20.—, Siegfried Bettelheim 20. : zusammen Kr. 110.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Hermine Kohn: Heinrich Heiller Kr. 3.—, Ferdinand Mangold 20.—, Heinrich Vogel 10.—, Dr. Carl Mangold 20.—, Heinrich Neuwelt und Frau 10.—; zusammen Kr. 63.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Mathilde Löw: Dr. Kratz Kr. 10.—, W. Broder 10.—; zusammen Kr. 20.— . „Hilfs'koin'mission 1915" und „Oesterreichjsches Landeskomitee" für Palästina, 4. Bezirk, Frankenberggassr 14. Zahlstelle: Bankhaus S. M. v. Rothschild, Wien, 1. Bez., Renngasse 3, Konto: „Hilfskommission 1915". Infolge eines dringenden telegraphischen Ansuchens unserer politischen Pehörde in Palästina um Ueberweisung von 70,000 Francs, das lind ungefähr 112,000 Kronen, zu Mehlankäufen für notleidende jüdische österreichisch-ungarische Gemeinden in Jerusalem, Saffed und Tiberias sind uns durch gütige Vermittlung des hohen k. n. k. Ministeriums des Asußern bisher folgende Spenden zugegangen: K. u. k. Ministerium des Aeußern, Wien, Kr. 10,000 Baron Louis Rothschild, Wien, „ 10,000 Dergrat Mar Ritter von Gutmann, Wien, „ 6,000 Baron Gustav Springer, Wien, ,. 5,000 Baron Sigismund Springer, Wien, „ 5,000 Dr. Philipp von Gomperz, Wien, „ 2,000 Direktor Dr. Paul Hammerschlag, Wien, „ 1,000 Direktor Wilhelm Kur, Wien, „ 1,000 Kommerzialrat Isidor Mautner, Wien, „ 1,000 Direktor Ludwig Neurath, Wien, ,. 1,000 Leopold Pollak von Parnegg, Wien, „ 1,000 Direktor Bernhard Popper, Wien, „ 1,000 Direktor Emanuel Raumann, Wien, . 1,000 Direktor Alexander Weiner, Wien, 1,000 Direktor Alois Weißhut, Wien, „ 1,000 Präs. d. Girou. Kassenvereines Ludwig Wollheim „ 1,000 Dieser Betrag, durch uns um 2lh000 Kronen ergänzt, ist als erste Rate an das k. u. i. österreichisch-ungarische Konsulat in Jerusalem überwiesen worden. Im Ganzen beläuft sich das Erträgnis der von uns eingeleiteten Sammlungen bis Ende Februar 1916 auf Kr. 241,1/5.17. Weiteres S p e n d e n verzei ch n i s: Rabbiner Benjamin Weiß, Wiener-Neustadt, H. K. Kr. 284.—; Israel. Kuktusgemeinde Varazdiw/ H. Kr 200;—7 - H. Reif, Wien, L. K. 50.—, H. K. 50.—: Großrabbiner Israel Friedmann H. K. 120.—; Wilhelm Scheier, Wien, L. K. 60.—, H. K. 40.—; Eduard Oestreicher, Wien, L. K. 25.—, H. K. 25.—. Sammlung Rabbiner Dr. L. Bardowicz, Mödling: Von Dr. Josef Brust 20.—; Salomon Eisler, Leop. Stößler, je 20.—; Ferd. Diamant, B. Kohn, Aron Segal, je 10.—; N. Spitzer, Rabbiner Dr. L. Bardowicz, je 6.—; Em. Kraus, Beruh. Seiden, je 5.—; Mendel Jäger 3.—; zusammen Kr. 125.—. Lehrer M. L. K., Wien (Mogen-Dovid-Nagelspenden), gesammelt auch in den Klassen der Herren Jos. Faltitschek und Emil Prochnik: Von den Schülern I. Kohn, K. Medvey, K. Koritschan, je Kr. 2.—; Rosa Herzog, Rud. K. Herschan, Kl. Stern, M. Hermann, E. Hand, Er. Pollak, S. Berg, B. Fried. R. Weiler, R. Ohrenstein, L. Schubert, Joh. Morgenstern, R. Stein, M. Holzer. K. Hauser, K. Flesch, Alst. Linder, je 1.—; Rud. Epstein -.80; Hedwig Glücklich —.70; E. Feld, B. Eoldftein, K. Weiß, M. Schallt, M. Weiß, M. Rettig, Joh. Weinreb. Bk. Graubert, G. Moldauer, I. Leser, G. Altmann, B. Akselrad, Reg. Karpen, S. Starkmann, N. und R. Doliner, I. Handelsmann, H. Gräber, M. Gold, S. Menschenfreund, Am. Kleiner, R. Schönstein, R. und E. Maß, M. Blutreich, D. Woldner, M. Spekeles. M. Kohos, Jos. Färb, K. Schmied, Holdner, Ch. Friedfertig, S. Eismann, D. und I. Lebhart, S Leser, M. Klein, G. Rettig, G. Hechel, K. Adler, Kl. Gold, L. Klaber. K. Heber. Ch. Spirgel. B. Tartykower, R. Lewit, I. Stiaßni, R. und D. Hutz. M. Kirschbaum, I. Steiner, Siegsr. Weiß, C. Schauer, P. Schmied. A. Schneekraut, S. Hilser, R. Fuchs, F. Grünfeld, E. Neuer, H. Kämpf, Andr. Glatter, I. Kettler, Fr. Weiß, E. Frank, S. Goldberg, E. Robinsohn, Alfr. Fischer, S. Schönthal, Osk. Herzog, Jak. Holler, Arn. Herzka, Jul. Tngelstein, H. Samler, E. Schönbach, G. Merlin, Th. Luft, je —.50; Rud. Merßl —.30; Rich. Weiß —.24; Ad. Brück, Reg. Groß, R. Schmuckler, H. Spitzer, E. Silbiger, E. Fuhrmann, Fr. Feitl, je —.20; W. Kreindler —.12; H. Roth, Al. Bauer, Th. Ungvari, je —.10; ergänzt mit 4.14; zusammen Kr. 70.—; davon Kr. 4.— für „Kriegsspitalshilse". Arnold Rosenthal, Wien, H. K. Kr. 50.—; Siegfried Reis, Wien, L.K. 15.—, H.K. 15.—; Ignatz Schreiber, Wien. L.K. 10.—, H.K. 10.—; Dr. Rie, Wien, H.K. 20.—; Gebrüder Zlotnitzki, Eraudenz, 14.08; N. Ripinski, Lautenburg, 13.88; Marie Oberländer, Wien, L.K. 10.—, H.K. 20.—; Israel Gmein, Wolfhagen, H.K. 21.12; Richard Koppel, Tritenheim, 27.02; Lob Strauß, Oberalterheim, 18.06; H. Ascher cs Co., Berlin, 14.49; H. Bergmann, Berlin, 10.—; Synagogengemeinde Hindenburg 44.12; Dr. S. Nagecberg, Wien (Mogen-Dovid-Nagelspenden),

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