Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 8 (18.2.1916)
- Date
- 1916-02-18
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 182 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 8 nicht genug über ihren Figuren, noch lebt sie selbst zu sehr mit ihnen, als dah sie die kühle Distanz gewinnen könnte, sie im Interesse der Technik des Stückes mit überlegener Dichterhand zu bewegen, und so jagen sie noch hin und 'her, wohin eigenes Leid sie treibt. Unter den Darstellenden ragte Herr v. Lessen als brutaler Uhrmacher, in dem schliehlich doch das Vatergefühl siegt, der Geck des Herrn B a r n a.y, die kluge, in Maske und Bewegung vortreffliche Trödlerin der Frau S e r i n g, Frau Daneggers brave Uhrmachersfrau, und Lia Rosen, in einer ihr wohl auf den Leib geschriebenen Rolle hervor, einer Rolle, in der die Dichterin wohl teilweise sich schildert und gerade deswegen aus der guten Milieuschilderung herausfüllt, denn ein so begabtes Ibjahriges Judenmädel finden wir im Ghetto stets als Schülerin des Mädchenunterstützungsvereines, des Lehrmädchenhortes, wenn nicht gar des Mädchengymnasiums, nicht faulenzend auf dem Sofa. Elsa Friedmann wurde seinerzeit als Dichterin und R^itatorin des Prologes Lei der Eröffnung des Kaiser Franz Josef-Erholungsheimes in Seebenstein auf Veranlassung der Frau Rosa .Zifferer zuerst weiteren Kreisen bekannt. Möchte ihr, wie Alfons Pezold, befchieden sein, ein Jahr von den Kümmernissen ihrer Jugend im sonnigen Süden auszuruhen, damit wir manch feine literarische Gabe von diesem ursprünglichen Talent erwarten können und auch etwas Sonnenschein in ihre Kunst falle. — Wenn wi: an Samstagabenden Heinrich Mendls großartige Schöpfung der Toynbrehalle besuchen, blicken wir in so manches geistig verklärte, jugendliche Gesicht. Der Segen dieser Institution ist so recht aus diesem Ehettostück zu erkennen, das zeigt, wie diese Kindheit und Jugend sich nach Bildung sehnt, und wer weiß, wie manches Talent künftig, schon in frühester Jugend in diesem Saal mit Meisterwerken der Tonkunst und Dichtung vertraut, den Weg von der Brigittenau zur großen Kunst suchen und finden wird. C. B. Notiz. Jüdische Bühne. Direktion S. Podzamcze, 2. Bezirk, Taborstraße 12. Wochenprogramm: Freitag, den 18. Februar: „Schir-Haschirim". Samstag, den 19. Februar: „Das X. Gebot". Sonntag, den 20. Februar, nachmittags halb 4 Uhr, halbe Preise: „Die Bas Jechide": abends 8 Uhr: „Muschiachs Zeiten". Montag, den 21. Februar: „Ehanele, die Näherin". Dienstag, den 22. Februar: „Schulim Bajes". Mittwoch, den 23. Februar: Ehrenabend, „Asarje, der Held". Donnerstag, den 24. Februar: Gordin-Abend, „Gott, Mensch und Teufel". Bertha Tschiatzny geb. Ehrlich-Stiftung. Anzahl der Plätze: Drei im Betrage von zusammen Kr. 368.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme. Bevorzugt find: Deszendenten der Stiftungsnamenstrügerin ohne Rücksicht auf den Verwandtschaftsgrad, sowie Personen, welche mit derselbm in der Seitenlinie nicht über den sechsten Grad hinaus verwandt sind. Verleihungstag: 16. Siwan — 17. Juni 1916. Gefuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, gegebenenfalls legaler Nachweis der Verwandtschaft mit der Stiftungsnamenstrügerin. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 29. Februar 1916. Gmeichstelk: 1. Bez., Seitenstettengasfe 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). _ Zoftf und Cäcilic Adler-Stiftung für WohnungÄnieieöeiträge. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, in Beträgen von Kr. 40.— bis Kr. 60.—, zusammen Kr. 240.—. Bewerbungsberechtigt find: Arme Personen Israel. Religion. Bevotzugt sind: Arme Verwandte der Stifterin, Frau Cäcilie Adler,. Witwen mit unversorgten Kindern, ältere hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, sowie dem Lehrfache angehörige Personen. Werlechungstag: 28. April 1916. sGesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, bei Witwen Bestätigung über den Tod des Gatten. Ätzter Tag der Einreichaingsfrist: 29. Februar 1916. Nmjüchstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Israelitisches älteres Mädchen g"e„ Zeugnissen sucht Stellung als Stütze der Hausfrau zu einer alleinstehenden religiösen Dame. Gefl. Zuschriften an die Exped. des Blattes. In rituellem Hanse gymnasialschüler gesucht. Anmeldungen samt Preisangabe sind anür. Sßhorr, VIII., Piaristengasse 56/6, zu richten. Der gerichtlich beeidete Dolmetsch der hebräischen und jüdischen Sprache für Zivil- und Strafsachen, SIGMUND HABER wohnt Wien, II.. Praterstrasse t.0, Tür 21. Sprechstunde von 2 bis 3 Uhr nachmittags. Ttw Gänseschmalz roh und ausgekocht sowiePr-ima Fett-Gänse zti den billigsten Preisen und jedes Quantum liefert Frieda Toch, Wien, VII> sT^°n‘*!"felde-5 WEISS- UND ROTWEINE Szamarodner und Tokayer Koscher sehe! Pessach, ferner österreichische und ungarische Flaschenweine liefert billigst M. KLEIN Weingrosshandlung, Nikolsburg. m? Gegründet 1870 Gegründet 1870 Pianoibr te-F abrik JOHANN BELEHRADEK Wien, VII/2, Mechitaristeng. 4. -o Reparaturen und Stimmungen billigst. 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