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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-02-18 · 8 (18.2.1916) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
8 (18.2.1916)
Date
1916-02-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 121 Nr. 8 Ingenieur-Leutnant H ochstet n wurde in Anerkennung seiner großen Verdienste von Sr. Majestät mit dem Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen. Hofrat S. Berstl, der Präsident des Zweigvereines Wien-Leopoldstadt des Patriotischen Hilfsvereines vom Roten Kreuz für Niederösterreich und Vorstand der Steueradministration für den 2. und 20. Bezirk, wurde für seine besonderen persönlichen Verdienste um die freiwillige Sanitätspflege und in Würdigung der großen Leistungen des von ihm geleiteten Zweigvereines durch Verleihung des Ofsiziersehrenzeichens mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Die Auszeichnung dieser verdienstvollen Persönlichkeit, die sich in weitesten Kreisen der lebhaftesten Wertschätzung erfreut, wird allseits lebhafte Befriedigung Hervorrufen. Hofrat B e r st l hat auch eine Aktion für erblindete Soldaten eingeleitet, die sich als ungemein erfolgreich erwiesen hat. — Der deutsche Kaiser hat der Leiterin des Labedienstes aus dem Norbahnhofe, Frau Hofrat Amelie Oser, die deutsche Rote Kreuz-Medaille verliehen. Frau Hofrat Oser ist seit Kriegsbeginn auf dem Nordbahn- Hofe als Leiterin des Labedienstes, den sie einrichtete, tätig und hat sich mit aufopferndem Fleiße und großer Umsicht in den Dienst der Sache gestellt. Msaöelh-Hrden. Wie „Egyenlöseg" berichtet, wurde Fräulein Margarete W i l c s e k in Budapest in Anerkennung ihrer hervorragenden Verdienste auf dem Gebieteber Verwundetenpflege mit dem Elisabeth-Orden mit der Kriegsdekoration am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Zwei Arüder — fünf Auszeichnungen. Ignatz C z u r g e r. Bankkassier in Szatmar, hat zwei Söhne als Soldaten. Emmerich Czurger, Advokaturskandidat, ist Leutnant bei der Maschinengewehrabteilung des Infanterieregimentes Nachdem er auf dem russischen Kriegsschauplatz eine schwere Verwundung davontrug, ging auch seine Heilung nur schwer vonstatten. Im 'halbgenesenen Zustande ließ er sich, gegen den Befehl seines Oberst, abermals in.'eine Marschkompagnie ein-i reihen. Noch zur Zeit, als er Kadettaspirant war, hatte er die große und die kleine silberne Tapserkeitsmedaille erhalten. Sein Bruder, Vinzenz Czurger, Bankbe-i amter, ist seit 28 Monaten Soldat. Er hat auf dem serbischen, russischen und italienischen Kriegsschauplatz ge-, kämpft. Am 5. November wurde er durch den von einer Granate verursachten Luftdruck gelähmt. Als Fähnrich erhielt er die bronzene, -die kleine und die große sil-' berne Tapferkeitsmedaille. Die letztgenannte Auszeichnung hatte ihm der Thronfolger persönlich an die Brust geheftet. _ („Egyenlöseg".) Zwei Sanilälsfeldrvebek. Karl Balkanyi, Sanitätsfeldwebel (Feldspital Nr. 6/IV), 38 Jahre alt, ist seit Kriegsausbruch auf dem Kriegsschauplätze. In Anerkennung seines Pslichtbewußtseins und seiner rnit Hingebung vollführten Dienste wurde er am 19. Mai 1915 mit der bronzenen Medaille vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration und am 14. Juni 1915 mit dem silbernen Verdienflkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Dieselben Auszeichnungen erhielt mit ihm an einem und demselben Tage Nikolaus Neuwelt, 38 Jahre alt, Sanitätsfeldwebel, ebenfalls im Feldspital Nr. 6/IV. Auch er befindet sich seit Beginn des Krieges auf dem Kriegsschauplätze. _(„Egyenlöseg".) Kohn und Kann. Dem „Egyenlöseg" entnehmen wir die folgende Mitteilung: Beim Sandomirzer Rückzug sind unsere sechzehn Munitionswagen in eine kritische Lage geraten. Es schien, daß sie verloren gegeben werden mußten. Da meldeten sich freiwillig ohne Befehl und ohne Aufforderung zwei Unteroffiziere des k. u. k. Festungsartlllerieregiments zu ihrer Befreiung. Der eine, Sigmund K o h n, 28 Jahre alt, Handelsreisender, Feuerwerker, und der andere, David Kann, 24 Jahre alt, Handelsreisender, Korporal. Beide wurden mit der kleinen sllbernen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. Die Heldentat eines jüdischen -Lehrers. Der jüdische Lehrer Julius König, Reserveleutnant inl k. u. k. Infanterieregiment Nr. 72, ist seit der Mobilisierung eingerückt. Er nahm im August 1914 an der Schlacht bei Livicz gegen die Montenegriner teil, wobei er eine Halswunde erhielt. Er machte den ganzen Feldzug gegen die Serben mit, kam dann im Februar 1915 nach der Bukowina, wo er in der Schlacht bei Kirlibaba mit seiner Kompagnie ein ganzes russisches Bataillon in den Schneebergen 36 Stunden hindurch so geschickt aufhielt, daß — wie sein Hauptmann dem Dr. Ignatz König in Preßburg schrieb— dieser Aktion ein großer Anteil an der Durchführung der Bukowinaer Offensive zuzuschreiben ist. Trotzdem seine Zehen abgefroren waren, hielt er mit seiner dezimierten Truppe solange aus, bis die Hilfe gekommen war. Sechs Monate lang dauerte seine Heilung und jetzt befindet er sich seit vier Monaten bereits an der Strypa. Er wurde noch im Vorjahre mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse ausgezeichnet. _ („Egyenlöseg".) jüdische Aamilierr im Jelde. Frau Clementine Pollak in Chodoun bei Zditz (Böhmen) hat fünf Söhne «emgerückt. Dr. Viktor Pollak, Assistenzarzt d. R. im Feldkanonenreg. Nr. 32, besitzt das bronzene und silberne Signum laudis. Franz Pollak, Leutnant d. R. im Infanterieregiment Nr.20, hat das Signum laudis und das Militärverdienstkreuz 3. Klasse; er ist derzeit in Nerechta gefangen. Ehem. Robert Pollak, Kadett im 23. Landwehr-jJnfanterieregiment, erlitt am 11. September 1914 den Heldentod in Serbien. Carl Pollak, seit Dezember 1914 in serbischer Gefangenschaft, hat dieser Tage aus Koritza in Albanien geschrieben; seit einem Jahre das erste Lebenszeichen. Arthur Pollak, Feuerwerker der Haubitzendivision 44, ist nach schwerer Krankheit derzeit in Wien. _ Frau Esther Gabel aus Fujna, Bez. Zolkiew, hat sechs Söhne und zwei Schwiegersöhne im Felde stehen: 1. Josef, eingeteilt beim 10. Korps; 2. Jakob, Infanterist beim Jnfanterie!- Regiment Nr. 30, bei Bresko in russische Gefangenschaft geraten, auf dem Transportwege entsprungen und ^u seinem Regiment zurückgekehrt: 3. Emil, Zugsführer bei der Artillgrie-Divission Nr. 11: 4. Simon, Zugsführer beim Infanterie-Regiment Nr. 30; 5. Oskar, Infanterist beim Infanterie-Regiment Nr. 30; 6. Natan, Infanterist, Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 19: 7. Leib Hirschhorn, k. k. 1/26 Wachkompagnie; 8. Mar Greidin g e r, als Landsturmmann assentiert. Frau Antonie Wiener in Mühlhausen bei Tabor (Böhmen) bat fünf Söhne im Felde stehen: 1. Josef, eingeteilt beim Infanterie-Regiment Nr. 102; 2. Karl, Infanterie-Regiment Nr. 102, geriet in russische Gefangenschaft; 3. Adolf, Infanterie- Regiment Nr. 102, krank im Spital; 4. Alois, Dragoner-Regiment Nr. 7, verwundet und gefangen in Rußland; 5. Sigmund, als Landsturmmann assentiert.

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