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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-02-18 · 8 (18.2.1916) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
8 (18.2.1916)
Date
1916-02-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. S letzte, nicht einmal die vorletzte, die erst zu überwinden wäre und in der das Judentum doch so fest verankert ist. Man begreift, datz ihn „der Kamps des Rabbiners gegen den Talmud im 17. Jahrhundert", nämlich Leon da Modenas, dein ja auch A. Geiger eine gründliche Studie gewidmet hat, mächtig anzog. Unter obigem Titel gab S. Stern ein umfangreiches Buch heraus (Breslau 1902 bn Schottländer), das Leon Modenas Leben und Schriften behandelt und eine deutsche Uebersetzung des Kol. Sakhal („Stimme des Toren"), die antitalmudische Schrift Modenas enthält. Aber das Wertvollste daran ist die geschichls-philosophische Ginleitung, Sterns eigenes Werk. Denn darin erörtert er tiefgründig den Unterschied zwischen der Religion des Individuums, das nach Stillung des „metaphysischen Bedürfnisses" sich sehnt, und der Religion der Gemeinschaft oder des Volkes, das bewährte Mittel zur Ausrechterhaltüng und Stärkung seines nationalen und sozialen Gefüges im Lebens- und Konkurrenzkampf mit anderen religiösen, nationalen oder sozialdifferenzierten Gemeinschaften und Gruppen unbedingt benötigt. Hier haben wir eine neue historische Begründung des Talmudismus und Rabbinismus, des „zeremoniellen Judentums". „Das jüdische Volk mutz um seine Existenz hart kämpfen und bedarf noch immer einer schützenden Mauer von Vorschriften und keine einzige derselben kann ohne Prüfung ausgegeben werden, aber auch keine einzige sollte beibehalten werden, die nicht tatsächlich notwendig und nützlich ist" (S. 45). In der Zeit zwischen Sterns „europäischem Israel" und seiner Rechtfertig gung „der Religion des Volkes Israel" tauchte nämlich die Bewegung des nationalen und zionistischen Judentums wieder empor — und die erklärt auch manches in Sterns geschichtsphilosophischer Auffassung. Aber an einem Gedanken hält Stern auch in diesem Buche mit gläubiger Kraft fest, datz das zerenionielle oder nationale Judentum eine gute Vorschule der künftigen Weltreligion ist, zu welcher das Judentum kraft seines monotheistischen Ideengehalts und seiner sozial-ethischen Tendenzen berufen und befähigt ist. Denn Stern liebt das Judentum so heitz und wahr wie die Wahrheit, wie die jüdische Gemeinschaft, wie die Menschheit. Mag er auch manchmal in Einzelheiten irren oder in seinem idealen Uebereifer übers Ziel Hinausschiehen, er ist ein nach Erkenntnis Strebender, ein Gottsucher, ein nach Wahrheit und Freiheit Ringender für Israel und das Judentum. Dieser Geist kennzeichnet seine Reden und Aufsätze in der mit Dr. K u r - rein und Dr. Ziegler mehrere Jahre herausgegebenen „Jüdischen Chronik", seine Vorträge in unseren österreichischen B'nai- B'rith-Logen und sein kollegiales Wirken in Sachen des rabbinischen Standes und der jüdischen Eemeindeorganisation. Sein ungetrübter Optimismus, sein fester Glaube an die Zukunft des Judentums und fein heiliger Eifer mit am Werke und Bauen dieser Zukunft zu fein, wird ihn „die Last des Alters" leicht tragen helfen. Wir wünschen dem treuherzigen Freunde und Kollegen, was einst R. N a ch m a n einem Gönner wünschte: an der Seite seiner edlen Gattin, der würdigen Tochter des gelehrten Dr. Bäck s. A. (Lissa), der Schwester des wackeren Dr. Leo Bäck (Berlin.), das Glück seiner Kinder, seiner leiblichen wie auch seiner geistigen Sprötzlinge, seine Ideen, in einer friedlichen Welt erblühen zu sehen. Prag-Karolinenthal. _ Dr. I. Hirsch. Kriegsdekoralionen jüdischer Offiziere und Soldaten. (Auszug aus dem Streffleur'schen Militär- Verordnungsbatt.) Deine Majestät der Kaiser hat verliehen: dAs Ritterkreuz des Franz Josef-Ord,en s am Bande des Militärverdienstkreuzes für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Regimentsarzt Dr. Leo Willner, mob. Res.-Spital 2/5, und dem Landfturmarzt Dr. Victor Grünberger, Feldspital I; das Militärverdien st kreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Oberleutnants Josef G o l d h a m m e r, Sapp.- Komp. 4/9, Desiderius Friedmann, 16. ung. Ldw.-s Inf.-Reg., Dr. Adolf Pollak, 1. ung. Ldw.-Jnf.-Reg; dem vor dem Feinde gefallenen Leutnant Bela Fischer, 29. ung. LdwS.Jnf.Meg.; dasSignum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Oberleutnants d. R. Dr. Otto Lederer, Feldkan.-Reg. 3, Emil Bondy, Seite 119 Fest.-iArt.-BaL. 1; öeu Leutnants d. R. Isaak Landau, Sapp.-Bat. 3, Hugo Moskovits, J.-R. 93, Dr. Adolf R o s e n f e l d, 23. ung. Inf.--Reg.; den Oberleutnants Rudolf Adler, l. ung. Ldst.-Reg., Heinrich Schönberger, 27. ung. Ldiv.-Inf.-Reg., Samuel As za los, IV/28. ung. Ldft.stBat.; für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dein Feinde dem Stabsarzt Dr. Karl Brenner, Sanitärschef der 106. Jnf.- Division; den Assistenzärzten Dr. Alexander Biro (Weiszfeld), 34. Tiv.-San.-Anstalt, Otto Stein, Garnisonsspital 18, Dr. Benno G r o ß mann, mob. Res.- Spital 2/13; dem Oberarzt Dr. Karl Rosenfeld, Licht., Reg. 25; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde den Oberleutnants d. R. Hugo M e i)~ e l, 15. Gebirgs/ Brigade, Karl Kurzweil, Et.-Train-Werkstätte 3, Heinrich Poll a k, Ldst./Jnf.-Bar. II 37, Salomon N a g e l, Quartiermeisterabteilung; den Leutnants d. R. Oskar Tauber, J.-R. 68, Emanuel M e l l e r, Traindivision Nr. 5, Arpad Horowitz, J.-R. 68; das Ritterkreuz des Franz Josef-Orden s für vorzügliche Dienstleistung während der Kriegszeit dem Banrechunngsrat Moriz Kohn, Brückenkopf, Budapest; das goldene Verdien st kreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde den Oberärzten Dr. Jakob Fischer, 27. ung. Landw.' Inf.-Reg., Dr. Artur B a e r, Res.-Spital, Dr. Leopold Knopf, mob. Res.-Spital 12; den Assistenzärzten Dr. Felix Rosenberger, Res.-Spital, Dr. Alexander- Klein, Feldspital II./2; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem MedikchOffizial Jonas Birnbaum, Landwehrspitat Rzeszow: dem Oberteutnanr-Oekonomieoffizier Josef Mandel, 1. ung. Ldw.---Jnf.-Reg.; den Assistenzärzten Dr. Emanuel Bloch, 11/15. ung. Ldst.--Et.-Bat, Tr. Soma Waller, Landwehrspital; dem Tierarzt Samuel Sing e r, 4. ung. Ldw.-Hufarenregiment; das goldene Verdien ft kreuz am Bande der Tapserkeitsmedaille dem Leutnant d. R. Markus Rado (Rottenberg), ung. Postoffizial beim Feldpostamte Nr. 75; den Leutnant-Rechnungsführern Schmiel Zlatkis, J.-sR. 80, Elias Horowitz, Eisenbahn-Sicher.- Abt. 2; dem Verpflegsakzessisten Heinrich Kafka, Berpflegsmagazin Castelnuovo; das silberne Verdien st kreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für hervorragend pflichttreue Dienstleistung vor dem Feinde den Rechnungsunteroffizieren Leopold Schwarz, J.-R. 37, Adolf Honig, J.-R. 61, Koloman -Geller, Traindivision 6, Oskar Pollak, J.-R. 75, Emanuel Weis z. J.-R. 32, Israel Feldmann, recte Krampf, Huf.-Reg. 12, Leo Münczeles, reit. Art.-Div. 4, Emil Lehmann und Moriz Leuchter, Huf.-Reg. 1, Geza F i s ch e r und Samuel Neubau er, IV/19. ung. Ldst.-Et.-Bat.; den Feldwebeln Jakob Esberger, San.-Abt. 1, Leopold Rosner, San.-Abt. 15; den Wachtmeistern Max Klug, Traindivision 1, Peisach Pomeranz, Huf.-Reg. 13; dem Einj.-Freiw.-Feldwebel Artur Wechsberg, San.- Abt. 20; dem Wachtmeister Siegfried Roth, Eisenb.-- Regiment; das silberne Verdien st kreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille den Zugssührern Alexander Weisz, schw. Haub.-sDiv. 6, Moriz Brattel, J.-R. 40, Jakob Pollak, Ldw.-Hus.-Reg. 9; dem Korporal Ignaz W e i s z h a u s, San.-Abt. 20; die goldene Tapferkeitsmedaille für hervorragend tapferes Verhalten dem vor dem Feinde gefallenen Fähnrich Artur Klein, iJäg.-Dat. 7;

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