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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-02-11 · 7 (11.2.1916) · page 2

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
7 (11.2.1916)
Date
1916-02-11
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 102 Tr. Bloch's Wochenschrift Nr. 7 reichen Synagoge von Saloniki. Der greise Großrabbiner Rabbi Jakob Meir bestieg die Kanzel. Es war ein dramatischer Moment, als dieser hervorragende Mann, der durch je in ausrechtes, unerschrockenes Auftreten schon so oft Situationen gerettet har, seine Stimme erhob, um dem jüdischen Abgesandten der Entente die Antwort der Juden von Saloniki in unmittelbarer Rede zmgeben. Die Antwort war (desjMannes würdig, indessen sicherer Hand die Führung dieser jahrhuuderte alten Judengemeinde in den letzten kritischesten Jahren liegt. Und die Antwort war eine kurze, unzweideutige, bündige -Absage. Mit fester Stimmte rief er Baron R o r h-> schild zu, Frankreich habe das Recht verwirkt, an die Hilfe und die politische Unterstützung der Juden zu appellieren, da es sich mit dem Erzfeinde des Judentums, mir Rußl an d, alliiert habe. Und so lange Frankreich der Verbündete des judenmörderischenRußlands ist, könne kein Jude, auch kein neutraler Jude, für Frankreich freundschaftliche Gefühle hegen. Mächtig war der Eindruck dieser Rede des Grandrabbiners Jakob Meir. Mächtig war ihr Eindruck nicht nur aus die Versammelten, sondern auch auf den Baron Rothschild von Paris. Die Bedeutung dieser Szene wird erst durch den Umstand klar, daß das Pariser Haus Roth s child in den langen Jahren des Welt-- sriedens die Juden von Saloniki durch reichliche Geldzuwendungcn anläßlich der verschiedenen Katastrophen, von welchen die Salonikier Judengemeinde ereilt worden war, sich zu Danke verpflichtet hat, wenn man ferner bedenkt, daß bei der Inszenierung dieses ganzen Austrittes nichts versäumt wurde, um den Juden von Saloniki nach.-i drücklichst zum Bewußtsein zu bringen, daß Baron,'R o t hschild nicht nur als französischer Patriot, sondern gewissermaßen als offizieller Emissär der französischen Republik um die Gunst und den Beistand der in der größten Unsicherheit schwebenden Juden von Saloniki geworben hat, und meml man schließlich nicht außer acht läßt, daß auch die ententefreundlichen Venizelisten seit Aus'-- bruch des Weltkrieges selbst vor den verwerflichsten Mit-« teln nicht zurückschrecken, um die Juden für ihre Politik zu gewinnen. Der jüdische Geldfürst har in Saloniki dieselbe Abweisung erfahren wie der j üdische Dichterfürst Israel Zangwill mir seinem Appell bei den neutralen Juden in Amerika. Diese Vorgänge machen erst jene vor wenigen Wochen durch die Presse gegangene Nachricht verständlich, daß, als die Entente in völliger Mißachtung des Völkerrechtes die Konsuln und Konsularbeamten des Vierbundes in Saloniki verhafteten, auch angesehene Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Saloniki von demselben Schicksale ereilt wurden. Die Haltung der Juden wird ein Ruhmesblatt in der so ruhmreichen Geschichte der Judengemeinde von Saloniki bilden. KriegsdeLoraliorren jüdischer Offiziere und Soldaten. (Auszug aus dem Streffleur'schen Militär- V e r o r d n u n g s b a t t.) (Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Milirärverdienstkreuzes in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung im Kriege dem Postsekretär Karl Kohn; das silberne Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (neuerliche kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Leutnant d. R. Joachim Kalkstein, J.-M. 64: für vorzügliche Dienstleistung dem Oberleutnant d. R. Josef Frankl, Feldkan.-Reg. 15, und dem Leutnant Bertold Klein, J.-R. 20; d a s Signum laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten vor dem Feinde dem Oberleutnant Dr. Desiderius Kanitz, Kommandant der 9 orn-Batterie 1; Oberleutnant Emil Pollak, 14. Traindivision ('Lohn des Tempelvorstehers Josef Pollak, Linz); den Leutnants der Reserve Karl Mangold, J.-R. 6, Dr. Adolf B r a n d, J.-R. 24, Hugo Weiner, Fest.-Art.- Bat. 7, Heinrich Weisz, Traindivision 13; den Oberleutnants d. R. Julius Reich, 10. ung. Ldw.^Infanterieregiment, Heinrich Weinberg er, J.-R. 50, Marem Sommer, J.-R. 41, Gustav Brau n, J.-R. 87; für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor den: Feinde den Assistenzärzten Dr. Moriz Reichenfeld, J.-R. 69, Dr. Eugen Szanto, J.-R. 19, Dr. Geza M a n n h e i m, J.-R. 22, Dr. Maximilian Pollak, 308. ung. Ldw.-Jnf.-Reg.; den Oberärzten Dr. Jakob Feldm a n n, 4. Reg. Tir. Jäger, Dr. Samuel S t a m -i berger, J.-R. 34; für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde dem Hauptmann Samuel Keszler, 22. ung. Ldw.-4Jns.-Reg.; den Oberleutnants d. R. Dr. Ernst Rose n b e r g, J.-'R. 54, Siegfried Herzel, Ul.-Reg. 3, Isaak Kurz, ung. Ldw.-Jnf.-Reg.; den Leutnants d. R. Siegmund R e i s z, Traindivision 12, Hans I m m e r - gut, Traindivision 14, Paul Stern, Hus.-Reg. 15, Max Deuts ch, bosn.-herz. Inf.-Reg. 4, Erich Poppe r. Telegraphenregiment; dem Assistenzarzt Dr. Abraham Witlin, Hus.-Reg. 14; das goldene Verdien st kreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde dem Oberleurnant-Oekonomieoffizier Samuel Kaiser, 42. ung. Ldw.-Jnf.-Div.; dem Verpflegsoffizial d, R. Viktor Goldschmidt, Verpflegsmagazin Nagy-Szeben; dem Assistenzarzt Dr. Armin Lampel, Traindivision 7; denEandsturm-Tierarzt Samuel G l atz, Pferdespital ,4/5; das goldene Verdien st kreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille den Militär-Untertierärzten Ignaz B e r k o v i t s, Pferdemarodenhaus 19, Paul Glaser. Traindivision 16; dem Medikamentcnakzessisten d. R. Siegfried Deligtisch, mob. Res.-Spital 3/11; den Sanitätskadetten d. R. Leo Puretz, J.-R. 10; dem Verpflegsakzessisten d. R. Jakob Löwenso h n, Divisions- Bäckerei 32; dem Leutnant-Oekonomieoffizier Moriz L ö w e n st e i n, 11/30. ung. Ldw.-M.-Bat.; Abr. W o l - lisch, Postoffizial in Lemberg; das silberne Verdien st kreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für hervorragend pflichttreue Dienstleistung vor dem Feinde dem Feldwebel Emil Beer, J.-R. 65; dem Wachtmeister Adolf Süß mann, Traindivision 5; dem Rechnungsunteroffizier Emanuel Stern, Hus.-Reg. 2; dem Wachtmeister Max Weißköpf, Traindivision 10; dem Oberfeuerwerker Josef Goldberger, 30 eni-Mörserb. 13 (Sohn der Wwe. Rosalie Goldberger, Wsetin); dem Feuerwerker Sinwn David o v i t s, Feldhaubitzenreg. 31; den Rechnungsunteroffizieren Hermann Reisner, J.-R. 37, Samuel Deute l b a u m, Pionierkomp. 5, Chaim Schiffmann. San.- Abt. 3, Wilhelm Deutsch- J.-R. 37, Erich Kohn,- Feldhaub.-Reg. 12, Heinrich Kling er, Jägerbat. 1, Rudolf S t e i n b e r g e r, Feldkan.-Reg. 40, Martin Friedmann und Ladislaus G u t t m a n n, 9. ung. Ldw.-Jnf.- Regiment; dem Wachtmeister Sigismund Reicher, Traindivision 1; dem San.-Unteroffizier Eh. Saumselig, recte Löcher, Ldst.-Ul.-Reg. 3; für besonders pflichttreues Verhalten in besonderer Verwendung dem Tit.-Feldwebel Adolf Weiß, Mil.-Gouvernement Miechow;

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