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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-02-04 · 6 (4.2.1916) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
6 (4.2.1916)
Date
1916-02-04
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 6 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 99 „Deutschlands Taten zur See". Von Kapitän a. D. Wittmer. Preis 2 Mark. Verlag Hermann Montanus, Berlin. In den Tagen des Weltkrieges hat es sich gezeigt, daß eine starke, Kriegsflotte für Deutschland überaus wichtig fei. Das sagt auch schon der Wahlspruch der Stadt Bremen:»Navirrure es vivere non rst tu*-o-sel* („$s ist notwendig, Schiffahrt zu treiben. Leben ist sonst unnötig!") England glaubte, seine Flotte beherrsche alle Gewässer. Doch es sollte.sich irren. Denn Deutschland hatte weder Geld noch Mühe gespart, eine Flotte zu erbauen und diese sollte sich nun mit der englischen messen. Ein feindlicher Panzerkreuzer nach dem andern wurde durch die trefflichen „U"-Boote versenkt. — Kapitän Wittmer, der Vorstand der Reichsmarinesammlung des Berliner Museums für Meereskunde, gab nun das oben genannte Buch heraus, in dem die deutsche Flotte von ihren Uranfängen bis in die Tage des Weltkrieges bearbeitet ist. K. G. Von Leutnant Sender, „Blätter der Erinnerung für seine Freunde", herausgegeben von Dr. M. Spanier. Verlag 9!. Glogau jun., Hamburg. Von diesem schönen und ergreifenden Buche ist soeben die dritte erweiterte Auflage erschienen. Trotz der Vermehrung des Umfanges ist der Preis (1 Mark für das geheftete, 2 Mark für das gebundene Exemplar) nicht erhöht. „Sturm im Osten" von H. U n g e r. G. Koezle, Chemnitz. Preis: 1 Mark. Als im Jahre 1915 die Russen gegen die Karpathen anstürmten, wurden sie von den verbündeten Oesterrekchern und Deutschen siegreich zurückgeschlagen. Ein deutscher Offizier, der die siegreiche Osterschlacht mitgemacht, die Wiedereroberung Lembergs miterlebt hat, veröffentlichte seine Tagebuchblätter und Feldpostbriefe im Verlage Georg Koezle, Chemnitz, wo das Buch kartoniert um 1 Mark (Kr. 1.36) zu haben ist. K. G. »»Jung Juda". Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XVII. Jahrgang. Nr. 1. Prag, den 7. Januar 1916. (2. Scheb. 5676.) Redaktion und Administration: Prag, II., Stesansgasse 629. Inhalt: Ben I e h u d a: Mizrajim; L. und R. Trei 1 el: Deborah; Josef Hart: Die wilden Sieben; El. Lädier: Kleines Tagebuch. Zwei Illustrationen. I. Fried: Der Gimpel; Fr. Keßler: Chamisch' Ossor bi Schwat 5676. Gouverneur o. Puttkam er: Eine Kulturfrage im Osten. Flüchtlinqsschulen. Guck in die Welt. Preisrätsel. Nr. 2. Prag, den 21. Januar 1916 (16. Scheb. 5676). Inhalt: Montenegro. Ben Iehuda: Zum Wochenabschritt, Kap. 20. Josef Hart: Die wilden Sieben. Rudolf Nassau: Eine arabisch-jüdische Schule. Dr. Mar Beermann: Mose. Der Lovcen (Illustration). Saloniki, Kastell und Quai (Illustration). Die Eule und ithre Jungen. Markus: Der Freund. Guck in die Welt. Job. Müller, Der Krieg als religiöses Erlebnis München 1916, C. fH. Beck'sche Verlagsbuchhandlung. Mk. 0,50 Die kleine, aber sehr anregende und das religiöse Leben in den Kriegsstürmen der Gegenwart zu vertiefen geeignete Flugschrift zeigt alle Vorzüge Müller'scher Eindringlichkeit der Darstellung und lebenweckendcr Innerlichkeit der Gedanken. Nur befremdet uns eine Wendung, wie S. 9: „Vor allem überwucherte das Beten nach Art der Juden und Heiden das echt christliche Empfinden". Ist Müller mit dem „Beten der Juden" wirklich so wenig vertraut, daß er nicht wissen sollte, daß das echt christliche Empfinden zu allen Zeiten aus den Psalmen und anderen Gebeten Israels seine Nahrung geschöpft hat? Dr. P. I. Kohn. R a b b i n i s ch e r Humor aus alter und neuer Zeit. Berlin 1915, Verlag Louis Lamm. Noch selten ist ein Buch so zeitgemäß erschienen, -wie dieser Sonnenblick mitten im Wolkendüster des Kriegsernstes. Man schlage dieses prächtige Buch auf, wo immer, überall wird sich unwillkürlich der Humor, der hier zu Worte kommt, zu unserem Zwerchfell einen Weg bahnen. Sind auch manche alte Bekannte zu begrüßen so überwiegt doch für die überwiegende Mehrzahl des westeuropäischen Leserkreises der Reiz der Neuhpit des hier Gebotenen. Gleichzeitig finden sich in dem Buche aber Anekdoten, die __ für die Charakteristik gewisser historischer Persönlichkeiten den Anspruch auf wissenschaftliche Berücksichtigung erheben dürfen. L. „Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde". Herausgegeben von Dr. M. Grunwald, Rabbiner der ifrael. Kultusgemeinde in Wien. XVIII.. Jahrgang. 3. und 4. Heft. (Der ganzen Reihe 54. Lest.) Die Mitteilungen erscheinen zugleich als Organ der Gesellschaft für jüdische Volkskunde in Hamburg. Wien, 1915. Alle Sendungen werden erbeten an den Herausgeber, Wien, 2. Bez., Ferdinandsstraße 23. Inhalt: Grunwald: Aeltere jüdische Frauengebete; Löwe H.: Jüdische Volkserzählungen aus Polen; Grunwald: Beiträge zu den Memoiren der Gkückel von' Hammeln; D e r s: Kulturgeschichtliche Miszellen. M. v Fant Haber, Z e i t f r a g e n u n d Zeitaufgab e n. Freivurg in Breisgau 1915. .Herder'fche Vertagshandlung. Mk. >.60. Hier spricht e.n selbständiger Denker und formsicherer Gestalter. Die Verbindung von religiöser Ueberzeugung und modernster Bildung, die an diesen Aussätzen auch für denjenigen einen anziehenden Retz verleiht, dem der streng kirchliche Standpunkt des Verfassers fremd ist, gestaltet das Buch zu einer Quelle wertvoller Belehrung auch für den au jüdisch-religiösen und -pädagogischen Fragen Interessierten. Stücke, wie „Schule und Religion". „Die Biblische Geschichte im Volksschu^ unterricht" u. v. a. verdienen in diesen Kreisen besondere Beachtung. Die Vorträge über „Calderon" und „Die Bühne der biblischen Ges dichte". ganz besonders der letztere, besitzen allgemein wissenschaftlichen Wert. Vr.lkanmärchen Herausgegeben von A u g u ft* Leskie u. Jena 1915. Eugen Diederichs. Mk. 3.—. in Leder Mk. 6.—. Albanien, Serbien, Bulgarien, Kroatien — gewiß Gebiete durch die Weltereignisse unserem Interesse nahe gerückt, bilden den Boden aus dem die Bluten echter urwüchsiger Volksphantasie gesammelt worden sind. Die .Heimat kann man nicht recht sagen, weil manches Mrrchengut aus dem türkischen, griechischen und anderen Kreisen eingcwandert ist. Nr. 16: „Wie Adam den Tieren Namen gab", erinnert lebhaft an den Midrasch. 50: „Tie Geschichte von dem verkauften Kinde" liest sich im ersten Teil, wie der Gesckicht*' von Mose entlehnt. Der Jude in dem albanesischeu Märchen Nr. 56 spielt feine günstige Rolle. In demselben Verlag erschienen sind: Nordische Volksmärchen, übersetzt von K. T t r o e b e. I. Teil: Dänemark und Schweden, ll. Teil: Norwegen. Wem die Wanderlust der Märchenstoffe bekannt ist, wird sich nicht wundern, hier im hohen Norden Bekannten aus dem Orient, besonders ans „Tausend und eine Nacht" zu begegnen. Aber auch jüdische Motive klingen durch, wie die Geschichte von David und Goliath (Schweden, 9er. 7), den „dankbaren Tieren", Dänemark. Nr. 13, vergl. unsere „Maassebücher" und „Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde Uh auch der „Augenblick im Himmel", „Der hundert Jahre denkt" gehört hierher. Der U. Teil (Norwegen) erinnert mit seinen Gruselgeschichten an die mittelalterlich-jüdische Vorstellungdas; die Dämonen in Norwegen zuhause seien. Sämtliche drei Bücher empfehlen sich schon äußerlich durch gediegene Ausstattung. Mit dem Auto an der Front. Kriegserlebnisse von Anton Fendrich. Mit Kopfleisten und Umschlagzeichnung nach Originalen von W. Planck. R. O e s f i n g e r und G. Wiedmayer. Preis geheftet M. 1.—. gebunden M. 1.60. Stuttgart, Franckh'sche Verlagshandlung. „Aus dem Weltkrieg." Ernste und heitere Berichte, gesammelt von Hans Frauengruber. K. k. Schulbücherverlag, Wien. Oft lasen und hörten wir von besonderen Aussprüchen unserer Feldherren und Soldaten, ebenso von besonderen Heldentaten unserer Krieger. Diese würden nun früher oder später vergessen werden. Um dies zu verhindern, sammelte sie Frauengruber und vereinigte sie in dem Bändchen „Aus dem Weltkrieg". Das Büchlein, das geschmackvoll in Leinen gebunden ist, wurde von Hans Stro Hofer illustriert und ist unserer Jugend gewidmet. „Der Eottsfopper u. a. kn ine Erzäh lungen aus großer Zeit." Don Heinrich Herbatschek. Illustriert. Verlag Hofbuchhandlung Moriz Perl es, Wien, 1. Bez., Seilergasse 4. Wir machen unsere Leser auf das anregende, mit netten Zeichnungen versehene Skizzenbuch, dessen Inhalt vornehmlich mit dem Kriege zusammenhängt, aufmerksam. Bis auf die „Geschichte ohne Titel" scheinen in der Tat alle Erzählungen auf Erlebnissen zu beruhen. „Mit Mörsern und Haubitzen." Lustige Kriegsbilder von anno 14 15 von Carl Mat Hern. Preis Mk. 1.20. „Concordia". Deutsche Verlagsanstali, Berlin. Der Verfasser, der als Schwankdichter bekannt ist, wurde im Weltkrieg von einem gütigen Geschicke auf den rechten Posten gestellt. Man könnte sagen: aus einen Beobachtungsposten. Hier findet der Leser eine neue Anregung, eine neue trostreiche Seite, wenn er dem Verfasser auf den Pfaden in Ost und West, durch Belgien, Luxemburg, Ostpreußen und Polen folgt. Das Buch ist. fo sagt M a t h e r n selbst, mit einem heileren Auge und mit einem, das auch nicht ganz trocken bleibt, geschrieben. Krirfkastrn. A. P. Bukowsko. Sie müssen ein Gesuch überreichen. K. M.» Brünn. Das können Sie bloß bei der Knltusgemeinde Mistelbach erfahren, wenn der Austritt nicht vor 1912 erfolgt ist. E. H., stud. phii., Wien. Ja. „A. B." Uns leider unbekannt.

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