Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-02-04 · 6 (4.2.1916) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
6 (4.2.1916)
Date
1916-02-04
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3020846-3022195-3022202--24858-3050128
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 6 Dr. Vloch's Wochenschrift Seite 97 rat und das Direktorium sowie die Beamtenschaft der Josef und Leopoid Ouittner'schen-Aktiengesellschaft, deren Präsident der Verblichene war, u. v. a. Nachdem Kantor Mayecowitsch die Trauergesänge vorgetragen hatte, wurde der Sarg auf die israelitische Abteilung des Zentralfriedhofes gebracht. In der Zeremonienhalle hielt Rabbiner Dr. Prthur Schwarz die Grabrede, worauf Präsident Chefarzt Dr. Schnepp. im Namen der Vorstandslollegen des Tempels in der Müllnergasse und Präsident Simon namens des Humanitären Vereines „Eintracht" von dem Verblichenen Abschied nahmen. Dann erfolgte die Beisetzung. „Hatechijah", hebr.-akad. Vereinigung. Sonntag, den 6. Februar 1916, findet die Fortsetzung der Diskussion über den Vortrag des Herrn Dr. Stein, „Die Bedeutung des jüdischen Rechtsstudiums für die Gcgemvarr", statt. Zeit und Ort: lli2 Uhr abends im Lokale des Jüd. Haltdlnngsgehilfenverbandes, 2. Bezirk, Obere Donaustraße 65/4. Hebräisch sprechende Gäste sind willkommen. Wien. (Generalversammlung.) Montag, den 7. Februar 1916, abends 7 Uhr, findet im Zeremoniensaale des Tempels, 9. Bezirk, Müllnergasse 21, die ordentliche Generalversammlung für den israelitischen Bethausverein „Chewra-Beth-Hatsilah" im 9. Bezirke statt. Wien. Sonntag, den 6. Februar 1916, um halb 4 Uhr nachmittags, findet im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde, 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, die ordentliche Generalversammlung der „Wiener Brockensammlung für jüdische Arme" (7. Bez., Lerchenselderstr. Nr. 71) statt. Wien. Im Vereins-Reservespitale Nr. 11 (Kaiserin Elisabeth-Lehrmädchen- und Arbeiterinnen-Heim), 2. Bez., Malzgasse 7, fand am 25. v. M. wieder ein von dem administrativen Leiter Herrn Emil Bardach arrangiertes Konzert statt, bei welchem! die Damen: Frau Frieda Bernert-Weiß, Frl. Camille Chodrover, Frl. Annie Hacker sowie die Herren: Ludwig Flaschner, Hans L a ck n e r (vom Deutschen Volkstheater), Felix L e uz (vom Tonkünstlerorchester) unter großem Beifall der Verwundeten mitwirkten. Wien. Das Komitee zur Aufklärung über ostjüdische Fragen teilt mit, daß in dem von ihm veranstalteten Vortrags-Zyklus als fünfter am Montag, den 7. d. M., ein Vortrag des Herrn Dr. Samuel Rappaport über „Das religiöse Leben der Ostjirden" stattfindet. Ort: Festsaal des Oesterreichischen Ingen ieur-und Architektenvereines, Wien, 1. Bez., Eschenbachgasse 9. Beginn: präzise halb 8 Uhr abends. Besuch aller, die an jüdischen Dingen Interesse nehmen, wird erbeten und erwartet. „Beth Haam" (Jüdisches Volksheim), 16. Bez., Wurlitzergasse 11. Samstag, den 5. Februar, pünktlich halb 8 Uhr abends, Konzert-Akademie unter freundlicher Mitwirkung der Damen: Helene Lampl (Klavier), Rosa Hamburger (Gesang), Mizzi Mück (Harfe) und des Herrn Viktor Heim, Konzertsängers. Am Klavier: Herr Alfons B l ü m e l und Frau Kerzmann. Eintritt frei für jeden Erwachsenen. Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Präsidenten Herrn Dr. Martin Förster, 16. Bez., Thaliastraße 22, gelangen lassen. „Jüdische Toynbechalle". XX., Denisg. 33. Das am Samstag, den 29. Januar, abgehaltene Konzert eröffnete Frl. R e i t t e r mit Liedern von Schubert und Schumann; die Sängerin trug dieselben mit klangvoller Stimme und echter Empfindung vor. Große Sensation erregte die Violinistin Carmen Ziffer, die Beethovens Romanze mit schönem, innigem Ton, Wieniawskis Mazurka mit sprudelndem Temperament und P a g a n i n i s von unendlichen, technischen Schwierigkeiten strotzendes Konzert mit vollkommener Beherrschung derselben spielte. Hierauf folgten ernste und heitere Rezitationen von Frl. Drucker, mit Laune und Empfindung zur höchsten Wirkung gebracht. Den glanzvollen Abschluß des schönen Konzertes bildete der meisterhafte Klaoieroortrag des Herrn Prof. P o l l a k (vom Konservatorium in Lemberg), der durch die virtuose Wiedergabe seiner eigenen, höchst effektvollen Paraphrase über Schubert'sche Lieder das Publikum enthusiasmierte. Stürmischer Beifall zwang alle Künstler zu reichen Zugaben. Am 28. Januar sprach Herr Dr. David Juris geistreich unter vielem Beifall über den Wochenabschnitt „Mischpatim". Seine Ausführungen über die Positivität der biblischen Gesetze, d. i. Aufforderung zum Handeln, im Gegensatz zur Negativität anderer Gesetze, d. i. Gebote eines passiven Verhaltens, sowie die Zeichnung des sozialen Geistes dieser, Gesetze, übten auf die Zuhörer einen nachhaltenden Eindruck. Wochen Programm: Samstag, den 5. Februar: Konzert. Sonntag: Literarischer Abend: „Heinrich Heine", Dr. Hugo Elias. Mittwoch: Vortrag: „Ein jüd. Lesebuch"; Schulrat Pros. Josef Baß. Freitag: Bibelvortrag: H. Bernstein („Theologia"). Wien. Am Mittwoch, den 19. v. M. ist hier nach kurzer Krankheit Herr Heinrich H e l f a n d im Alter von 73 Jahren aus dem Leben geschieden. Herr H e l f a n d, der in seinem weiten Bekanntenkreise bis an sein Lebensende ob seiner redlichen und tief gottesfürchtigen Gesinnung geachtet war, konnte bei all seiner schlichten Anspruchslosigkeit als der richtige Vertreter jenes Judentums b^eichnet werden, das zugleich streng orthodor und tief menschlich in allen seinen Anschauungen ist. Dem Leichenbegängnisse, welches am 21. o. M. stattfand, wohnte nebst den Angehörigen eine zahlreiche Trauergemeinde bei. In der Zeremonienhalle hielten dem Verstorbenen Rabbiner Dr. Rosenmann und am offenen Grabe Rabbiner Winter vom Bethause „Oseh Tow", dessen langjähriger Vorstand Herr H e l f a n d gewesen war, ergreifende Nachrufe. Herr H e l s a n d hinterläßt fünf Söhne und eine Tochter; einer der Söhne steht vor der Einrückung, während drei andere und der Schwiegersohn schon seit vieler, Monaten in ehrenvoller Weise ihre Pflicht für das Vaterland im Felde tun. Austritte aus dem Judentum vom 22. bis 28. Januar 1916. Alten Hani, Näherin, geb. 17. Juni 1882 in Wien, II., Glockengasse 19. Fröhlich Ernst, Kaufniann, geb. 18. Januar 1870. in Wien, XVIII. Karl Ludwigstraße 44. Herrmann Hermiue, Köchin, geb. 14. Juni 1883 in Czernowitz, IX., Prechtlgasse 1. Kern Therese, Private, geb. 12. April 1891 in Wien, I., Wallfischgasse 12. Löbl Heinrich. Ledergalanteriegehilfe, geb. 22. Mai 1892 in Wien, XIl, Mandelgasse 18. Pisk Regina. Private, geb. 6. Mai 1891 in Wien, XVIII.. Gentzgasse 17. Schwab Robert, Privatbeamter, geb. 8. September 1880 in Wien, 1., Köllnerhofgasse 3. Szabo Friedrich. Ingenieur (Oberleutnant), geb. 4. Juni 1882, in Kalocza (Ungarn), IX, Rögergasfe 36. Weiß Johanna. Schneiderin, geb. 13. September 1891 in Wien, 11., Fruchtgasse 1. Zunz-Stistung. Die Zunz-Stiftung unterstützt nur diejenigen ungedruckten Arbeiten durch eine Beihilfe zu den Druckkosten, welche in philologisch-historischer Methode die Wissenschaft des Judentums fördern. Die Antragsbriefe sind in deutscher Sprache und begleitet von der ganzen Arbeit oder von einem für eine Beurteilung ausireichenden Teile nur im Monat Februar 1916 einzureichen. (Anträge und Manuskripte sind zu richten nach A r t i l l e r i e st r a ß e 14, zu Händen des Herrn Dr. S u ß nitzki.) Für 1916 sind 1600 Mark verfügbar. Osterbrote für die jüdischen Krieger. Das „Neue Pester Journal" schreibt: In israelitischen konfessionellen Kreisen ist eine Bewegung eingeleitet worden, um die in Erfüllung ihrer patriotischen Pflicht im Felde stehenden jüdischen Soldaten zum Osterfeste mit rituellen Osterbroten zu viersehen. Es sollen Sammlungen eingeleitet werden, um soviel Geld zusammenzubringen, damit jeder jüdische Soldat mit einer

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.