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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-02-04 · 6 (4.2.1916) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
6 (4.2.1916)
Date
1916-02-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 6 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 89 Abraham Schmied, J.-R. 5; Rechnungsunteroffizier David G emes, Traindiv. 6;KorporalMenyhertFriedmann, Gefreiter Hermann Glück, Infanteristen David Einholzer und Jsak Rosenberg, J.-R. 5; Korporal Samuel Enten, Feldhaub.-Reg. 10; Zugsführer Josef Salzberger, die Infanteristen David Thal er, Elias H a r z st a r k, Moses Weiß, Eisig S p i e l m a n n, Abraham Miklos, Moses Bloscher, Moses Mor? genstern und Markus Moskowitzer, alle neun beim Infanterieregiment Nr. 89; Zugsführer Simon Gerstl e r, reit. Art.-Miv. 11; Korporal Hersch Singer, Ldst.- Bezirkskommando 22; Gefreiter Leib Willner, die Infanteristen David Friedmann, Natan Schächter, Moses T ü r k, Leon E i s n e r, Benzion Kupfer s ch m i d, alle fünf beim Ldw.-Jnf.-Reg. 35. Koldene HapferkeilsmedaiLe. Jakob Held, Kadett, erhielt auf dem italienischen Kriegsschauplätze für fein heldenmütiges Verhalten die goldene Tapferkeitsmedaille. Am' 7. Juni beschoß die feindliche Infanterie die Maschinengewehrbatterie und Artillerie unserer auf dem östlichen User des Jsonzo auf bei* den Seiten der Lagrado-jBrücke sich hinziehenden Stellungen mit solcher Heftigkeit, daß es den Italienern ge-i langen war, bis an unsere Drahthindernisse heranzukriechen und sie begannen auch, schon mit der Zerstörung derselben. Kadett Held drang mit seiner Abteilung trotz des mörderischen Feuers in unsere bis dahin bloß von eitrigen Beobachtungsmannschaften besetzten Vorstellungen ein und schlug den Angriff zurück. Am darauffolgenden Tage mußte die Kompagnie vor der feindlichen Uebermacht sich vorübergehend zurückziehen. Held war beim Rückzug' der letzte. Drei Tage später gelang es dem Feind, 700 Schritte nördlich der Lagrado-Brücke den Fluß zu übersetzen. Der Kadett begann nun mit seiner Abteilung auf den Feind zu feuern, und zwar mit so schönem Erfolge, daß neben der präzisen Arbeit unserer Artillerie es ganz besonders seiner ausgezeichneten Mitwirkung zu danken war, daß wir die bereits übersetzten italienischen Kompagnien vernichteten und die Uebriggebliebenen, mehr als 100 italienische Soldaten und einen Offizier, gefangennahmen. („Egyenlöseg".) Mehrfach ausgezeichnet. Andor Dane z, Zugsführer im Erlauer 60. Infanterieregiment, hat nach 18monatigem ununterbrochenen Kampfe an der serbischen Front die silberne Tapferkeitsmedaille 1. und 2. Klasse erhalten. Wie „Egytzwlöseg" berichtet, hat ihn fein Oberst jetzt für die goldvne Tapferkeitsmedaille in Vorschlag gebracht. Weitere Auszeichnungen. Stabsarzt Tr. Adolf B e i g e l, der.bereits im Frieden als aktiver Militärarzt eine angesehene Stellung ein genommen hat und vielfach ausgezeichnet wurde, steht seit Kriegsbeginn im Felde. Er war anfangs Kommandant einer Brig.-San.-Anstalt, dann irntrbe er Kommandant einer Div.-San.-Anstalt. Er erhielt das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens, im Tagesbefehl an die Truppen wurde ihm für seine vorzüglichen Leistungen die belobende Anerkennung des Divifionskommandos ausgesprochen, zuletzt erhielt er für die vorzügliche Leitung der Sanitätsanstalt unter sehr schwierigen Verhältnissen während der heftigsten Jsonzokämpfe das Zeichen der kaiserlichen Zufriedenheit (Signum laudis). Oberleutnant d. R. Josef Bergstein, Infanterieregiment Nr. 35, erhielt, nachdem er schon Besitzer des Militärverdienstkreuzes ist, den Eisernen Kronen-Orden dritter Klasse. Bernstein ist der dritte jüdische R,eserveoffizier, der diese so seltene Auszeichnung besitzt; die beiden anderen sind Ing. Gorge und Ing. Roth. Landsturm-Oberleutnant Alfred May, Sohn des Herrn Markus May, der seit Kriegsbeginn auf dem nördlichen Kriegsschauplätze als Kompagniekommandant im Felde steht und mehrfach für unerschrockenes, beispielgebendes Benehmen belobt wurde, erhielt für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Signum laudis am Bande des Militärverdiensnreuzes. In Lundenburg wurde den Frauen Regina Baue r, Sofie Holländer und Bertha Stein sowie dem Herrn Kultusvorsteher Josef Holländer die silberne Ehrenmedaille vom Roten Kreuze mit der Kriegsdekoration huldvollst taxfrei verliehen. Dem Stadlarzte in Lundenburg, Herrn Tr. Berthold 2 a x, der seit Kriegsbeginn iin Dienste desselben steht, wurde das Ehrenzeichen zweiter Klasse mit der Kriegs-, dekoration taxfrei verliehen. Oberleutnant Dr. Emil R a u b i t s ch e k, Beanlter der Südbahn, Sohn des Herrn Markus Raubitschek, Wien, erhielt für seine hervorragende Leistung vor dem Feinde das Signum laudis am Bande der Tapferkeitsmedaille. Zugsführer Ernst Baue r, Beamter der Vereinigten Carborundum- und Elekrrit-Werke A.-G., wurde für sein uinsichtiges und tapferes Verhalten anläßlich eines feindlichen Ueberfalles auf eine von ihm geführte Trainabteilung auf dem südöstlichen Kriegsschauplätze mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Außertourkiche Beförderung. Dr. Ernst Ritter, Sohn des Arztes Herrn Doktor Emauuel Ritter in Oberhollabrunn, wurde vom Kommando der Südwest-Armee für hervorragende chirurgische Tätigkeit an der Jsonzofrour am 18. Januar a. c. außertourlich zum k. u. k. Oberarzt in der Reserve befördert. Oberarzt Dr. Ernst Ritter ist derzeit als Chirurg bei der Hilfsmission II des Roten Kreuzes, (1. Gruppe Hohenegg) in Bulgarien tätig. Aähnrich Körnet Aeulfch. Kornel Deut s ch, Fähnrich im 69. Infanterieregiment, mußte am 19. April 1915, als das Bataillon des Hauptmannes E s ch e r i ch sich in der Gefahr der Umkreisung befunden hatte, zur Vermeidung derselben Pari l o v W r ch aufgeben, und durch das Rikathal durchziehen. Nachdem das Bataillon sich nördlich Felso-'Almad gesammelt hatte, ging es vormittags 11 Uhr zum Angriff gegen die russische Einkreisungsgruppe vor. Zu jener Zeit war Fähnrich Deut s ch bereits Besitzer der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse. Deutsch eiferte zu diesem Sturmangriff auch seine Mannschaft an, führte sie mit großem Geschick und beispielloser Umsicht, er war immer voran und drang auch als erster in die feindliche Stellung ein. Ihm ist es zu danken gewesen, daß die Unsrigen den von starken gegnerischen Kräften besetzten Berg erobern konnten. Er erhielt in Anerkennung dieser hervorragenden Leistungen die silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klaffe. („Egyenlöseg".) Aus den Mitteitungen des Kekdruöviners ^Lemöerger. Den dem „Egyenlöseg" zugesandten Mitteilungen des Feldrabbiners Lemberger entnehmen wir die folgenden Daten: Jakob H i r s ch, Offiziersstellvertreter im 63. Infanterieregiment, welcher die galizische Sommer-Offensive als Stabsfeldwebel in tapferen Kämpfen mitmachtc, erhielt in Anerkennung seines heldenmütigen Verhaltens die goldene Tapferkeitsmedaille. In seiner amtlichen Hin terbreitung nannte ihn sein Oberst „den besten Soldaten des Regimentes".

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