Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 5 (28.1.1916)
- Date
- 1916-01-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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dir. 5 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 73 Nach dem Höbe ausgezeichnet. Der Kaiser hat denk vor dem Feinde gefallenen Leutnant d. R. Chaim Huppert des Infanterieregiments 22 für tapferes Verhalten das Militärverdienstkreuz 3. Kl. mit der Kriegsdekoration verliehen. — Das Armee-Oberkommando hat dem vor dem Feinde gefallenen Infanteristen Benzion Hilsenrat des' Ldnr-Infanterieregiments 35 für tapferes Verhalten die bronzene Tapferkeitsmedaille v erliehen. Sonstige Auszeichnungen. Der Kaiser hat ungeordnet, daß dem Generalstabsarzt d. Ruhestandes Dr. Salomon Kirchenberge'r für besondere Leistungen im Dienste des Roten Kreuzes der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben werde. Der deutsche Kaiser hat verliehen die Kriegsverdienstmedaille dem Rechnungsunteroffizier Artur Reich, Infanterieregiment Nr. 34; dem Korporal Rudolf Poll a k, Fest.-Art.-Reg. Nr. 2. Leutnant Fritz Lampel, Sohn des Herrn Emanuel Lampel, Holleschau, erhielt für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Signum laudis. Herr Lampel wurde in der Schlacht bei Lemberg im Jahre 1914 schwer verwundet. Geheilt, steht er gegenwärtig an der beßarabischen Front, wo er die Auszeichnung erhielt. Der LandsturMmann Siegfried Meisel, Sohn des Herrn Josef Meisel, Holleschau, wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Derselbe hat in der Karpathenschlacht im größten Kugelregen seinen verwundeten Oberleutnant aus der Schwarmlinie getragen, wobei er selbst einen Bauchschuß erhielt. Kaum von seiner Verwundung geheilt, steht er wieder im Felde. Bela Lazar, Sohn des bekannten Wiener Selchwarenfabrikanten Moritz Lazar, derzeit beim 20. Honved- Jnfanterieregiment in Nagy-Kanizsa, erhielt für tapferes Verhalten vor deM Feinde die silberne Tapferkeitsme-i daille. Zur Feier waren die Offiziere und Mannschaft in Gala ausgerückt ilnd wurde ihm seitens seines Regimentskommandanten für sein tapferes Verhalten die Anerkennung ausgesprochen. K. k. Assistenzarzt Dr. Jakob W e i ß g l a s, eingeteilt bei der k. u.?. Jnsanterie-Divisionssanitätsanstalt 43, der vor einigen Monaten für hervorragende und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde das Signum laudis erhielt, wurde jetzt neuerdings für die großen Verdienste, die er sich uM das Rote Kreitz erwarb, mit dem Ehrenzeichen zweiter Klasse Mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Y Herrn Zugsführer Jakob Löwinger, gebürtig aus Wilhelmsburg, welcher schon seit Kriegsbeginn im Felde steht, derzeit aM nördlichen Kriegsschauplätze, wurde für seine treue Diensterfüllung und sein stets tapferes Verhalten vor deM Feinde das silberne Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Er ist ein guter Kamerad, der immer mit bestem Beispiel vorausgeht. So wurde im November 1914 bei dem Rückzuge am San, als wir auch mit dem Spital samt einem Verwun-, detenstaffel die Flucht ergreifen mußten, durch, unseren Herrn Doktor und Löwinger Rettung. Damals noch Gefreiter, war dieser der erste, der sich in den Fluß wagte, samt einem Verwundeten auf dem Rücken, ihn hinüberschaffte aufs andere Ufer, wohin ihm gleich mehrere folgten. So gelang es, alle zu retten. Wir gratulieren daher dem stets tapferen Helden Und unserem guten Ka-i meraden aufs allerherzlichste. Die Spitalsmannschaft. („St. Pöltener Ztg/' v. 20. Jan.) Dr. Friedrich Tewel es, Gemeindearzt in Japons (N.-Oe.), ist bei'Beginn des Krieges als Landsturmarzt eingerückt. Im Mär!z 1915 wurde er Oberarzt und im November 1915 außertourlich zum Regimentsarzt ernannt. Gegen Ende Dezember v. I. wurde er mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Kvone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Anfangs dieses Monates erhielt er für Berwundetenfürsorge-Organisation das Offiziersehrenzeichen vom Roten Kreuze 2. Klasse mit der Kriegsdekoration. Seine Station ist von Anfang an Mostar. Jng.-Leutnant Gustav Deut s ch, Festungsartillerie, wurde infolge tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Erzherzog Franz Salvator hat in Anerkennung besonderer Verdienste um die militärische Sanitätspflege im Kriege verliehen: das Offiziersehrenzeichen vom Roten Kreuze'mit der Kriegsdekoration dem Oberstabsärzte Professor Dr. Alexander Fränkel; das Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuze mit der Kriegsdekoration den Professoren Dr. Michael Großmann, Dr. Heinrich Winterberg, Dr. Viktor Hammerschlag, Dr. Alfred Fröhlich, Dr. Julius Rothberger, Tr. Heinrich Joseph, dem Privatdozenten Dr. Rudolf Neurath, dem Dr. Siegfr. Fehl, dem Professor Dr. Julius N e u m a n n, dem Doktor Edmund Niernstein, Dr. Max Weiß, dem Kaufmann Isidor- Willing er, Dr. med. Siegfr. Blümel, der Valerie Adler, der Professorsgattin Edith I o s e v h, alle tätig im Verwundetenspital in der Wiener Universität; dem Oberärzte Dr. Robert Braun. Frau Jda Kuranda, die seit Kriegsbeginn in ihrem Hause ein Rekonvaleszentenheim für verwundete Soldaten unterhält und leitet, wurde durch die Verleihung des Ehrenzeichens zweiter Klasse vom Roten Kreuz Mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Leutnant Artur Schwarz. Der seit Kriegsbeginn am nördlichen Kriegsschauplätze kommandierte Jng.-Leutnant Artur Schwarz, ein Wiener, wurde für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde mit dem Signum laudis am Bande der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Er ist der Enkel des vor zwei Jahren verstorbenen Veteranen, Optiker Karl Schwarz, der als Ordonanz-Unteroffizier im Lager des Feldmarschalls Radetzky die Feldzüge 1848 und 1849 mitgemacht hatte und ebenfalls ausgezeichnet wurde. Nach seinem Tode haben wir seinerzeit in unserem Blatte diesen alten „Radetzky- Veteranen" ein warmes Andenken gebracht. Wetoöende Anerkennung. Am 14. Januar 1916 wurde vom Militärkommando belobt: Oberleutnant Andreas Stark, Kommandant der Militärfeuerwehr des Kriegsgefangenenlagers Bruck- Kiralyhida, für energisches und umsichtiges Eingreifen bei Bewältigung eines am 11. November 1915 im alten Lager zu Bruck-Kiralyhida ausgebrochenen Brandes, wodurch größerer Schaden und Uebergreifen auf andere Objekte verhindert wurde. Kusaren-AugsMhrer Korein. Husaren-Zugsführer Ko rein richtet vom Schützengraben an die Redaktion des ..Egyenlöseg" in Budapest das folgende Schreiben, welches in seiner schlichten Kürze die tragische Geschichte einer patriotischen Familie enthält: „Geehrte Redaktion! Ueber Ihren Wunsch erlaube ich mir, meine bescheidene Arbeit für Ihr Blatt aufzu-