Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 1 (1.1.1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 5 haften Militärseelsorgers nicht bloß aus dessen Feldpostbriefen, sondern auch aus schriftlichen und mündlichen Schilderungen jüdischer Soldaten kennen gelernt haben, freudig begrüßt werden. Die bisherige Tätigkeit Doktor Taubers, der seine Soldaten nicht nur am Verbandsplatz und in der Synagoge, sondern bis in den Schützengraben hinaus betreut, wird ein Ruhmesblatt in der Geschichte der österreichischen Militärgeistlichkeit bilden. Deutsche Kriegsdekorationen. Der deutsche Kaiser Hat verliehen das Eiserne Kreuz 2. Klasse dem- Obersten Johann Mestiz, Honved, die Kriegerverdienstmedaille dem Kanonier Karl Lemberg e r, Feldkanonenregiment Nr. 40. Aetoöende Anerkennung des Armee- Hkerkowmandos. Dieselbe wurde ausgesprochen dem, Stabsarzt Dr. Arnold Raschkes, Landw.-Jnfanterieregiment 16. Beförderungen. Titel und Charakter eines Oberstabsarztes 2. Klasse wurde verliehen dem Stabsarzt Dr. Leo Kurzweil, eines Oberleutnants den Leutnants d. E. Max Allerhand und Eugen Deutsch, eines Militär-Oberrechnungsrates dem Rechnungsrate des Ruhestandes David G o l d st a u b, eines Militär-Rechnungsrates dem Oberosfizial Leopold Mandl. Zwanzig Kekden aus den Hagen am Monte Sau-Michele. Nach den blutigen Schlachten am Monte San-Michele, welche zu den schrecklichsten Kapiteln des italienischen Krieges gehören, hat die Heeresleitung die Helden der dort kämpfenden Honveddivision mit Auszeichnungen belohnt. Die Namen der jüdischen Helden des . Honv.-. Jnfanterieregiments dieser Division hat der Feldrabbiner Moses Schwarz, der wackere, seine schwere Aufgabe stets treu erfüllende jüdische Seelsorger, der Tag und Nacht inmitten seiner Soldaten an der Front verbringt, für den „Egyenlöfeg" sestgestellt. Es sind zunächst zwanzig Namen, deren Träger für ihre Heldentaten ausgezeichnet wurden: Gefreiter Adolf Jeremias, Großwardein. In der dritten Jsonzo-Schlacht erhielt er einen Kopfschuß, lag zwei Tage im Feldspitale von Ranziano, wo er seinen schweren Wunden erlag. Ich! habe ihn im dortigen Militärfriedhof bestattet. Für fein heldenmütiges Verhalten wurde er für eine Auszeichnung vorgeschlagen. Dr. Eugen Vajda, Fähnrich, Advokat in Budapest. Für seine bei Feldwachen geleisteten hervorragen-, den Dienste wurde er mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Für seinen in den jüngsten Kämpfen erfolgreich durchgeführten Gegenangriff wurde er jetzt für die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Kl. in Vorschlag gebracht. Hugo Gon da, Offiziersstellvertreter aus Budapest. Er wurde für sein tapferes Verhalten und seine hervorragenden Dienste zum Fähnrich befördert und erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse. Nach den letzten Kämpfen wurde er für die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse vorgeschlagen. Alexander R o s e n f e l d, Großwardein, erhielt für sein tapferes heldenmütiges Verhalten die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse. Ladislaus Jgnacz, Kadett, erhielt für hervorragende Dienste die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Kl. Fähnrich Fürst, Großwardein. Als Bataillonsoffiziersstellvertreter ging er im größten Granaten- und Schrapnellfeuer hinaus, um die unterbrochene Verbindung wieder herzustellen. In den letzten Kämpfen fand er, von einer feindlichen Kugel getroffen, den Heldentod. Nach seinem Tode wurde ihm die goldene Tapferkeitsnxedaille zuteil. Sein Kommandant nannte ihn in seinem Vorschläge für die Auszeichnung einen hervorragenden Menschen von großer Begabung. Eugen Tan dl ich, Kadett (Sohl), wurde für sein heldenmütiges zielbewußtes Verhalten mit der silberneu Tapferkeitsmedaille 1. Klasse ausgezeichnet. Alexander Gelber, Fähnrich, Kommandant einer Maschinengewehrabteilung, wurde für seine hervorragenden Dienste — er schlug mit dem Maschinengewehr oft ganze Angriffe zurück — mit den silbernen Tapferkeitsmedaillen ausgezeichnet. N. I a k a b, Maschinengewehr-Feldwebel, Großwardein. Er erbot sich freiwillig, ganz allein ein zurückgelassenes Maschinengewehr zurückzubringen. Sein Unternehmen gelang ihm. Für diese Tat sowie für andere Beweise seines Heldenmutes wurde er mit den silbernen Tapferkeitsmedaillen 1. und 2. Klasse ausgezeichnet. Jakob Stark, Maschinengewehr-Feldwebel. Im Granaten- und Gewehrfeuer rettete er eine Anzahl Menschen aus einem eingestürzten Unterstände. Am Monte San-Michele fand er den Heldentod. Nach seinem Tode wurde er von seinem Regimentskommandanten für die goldene Tapferkeitsmedaille in Vorschlag gebracht. Ludwig Aczel, Budapest, Sanitärskadett. Er verband aus der Straße von Solraussina mitten im heftig-» sten Granaten- und Gewehrfeuer die Verwundeten. Er erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse und die bronzene Tapferkeitsmedaille. Alexander S e b ö ck, Kadett, Budapest. Im tapferen Kampfe gegen den Feind fand er in San Martino den Heldentod. Er begann eben einen Brief zu schreiben und schrieb die Anrede: „Mein lieber, guter Vater!" nieder, als ein Angriff begann und er den Heldentod fand. Eduard Glazer, Honved, Großwardein. Im größten Granaten- und Maschinengewehrfeuer stellte er unter Lebensgefahr die gerissene Telephonleitung wieder her. Er erhielt die silberne Tapferkeirsmedaille 2. Klasse. Ladislaus Spitz hat drei Angriffe zurückgeschlagen, wobei er zweimal von feindlichen Granaten verschüttet wurde. Er wurde Zum Kadetten befördert und für die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse in Vorschlag gebracht. Dr. Isidor Szillas, Professor in Großwardein, wurde für sein tapferes, heldenmütiges Verhalten zum Fähnrich befördert und für die Tapferkeitsmedaille erster Klasse vorgeschlagen. Sigmund Moricz hatte sich fteiwillig für den Kriegsschauplatz gemeldet, ist Stabsfeldwebel geworden, erhielt die Tapferkeitsmedaille 2. Klasse und ist für die der 1. Klasse vorgeschlagen. Sein Kompagniekommandant empfiehlt ihn für hie letztere Auszeichnung als ,pas Musterbild des heldenmütigen und hervorragenden Loldaten". Sigmund Jlkovits, Kadett, Apotheker, Eperjes, erhielt für seine im Sanitätswesen erworbenen Verdienste die Tapferkeitsmedaille 2. Klaffe. Zoltan Duckstein, Fähnrich, Turnlehrer an der Bürgerschule in Budapest, hat alle Schlachten am Do-