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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-12-24 · 51 (24.12.1915) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
51 (24.12.1915)
Date
1915-12-24
Page
– (sequence 13)
Language
German
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ißr. 51 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 945 aus den außerordentlichen Veranstaltungen, um welche sich besonders die Vorstandsdame Frau Vally Beer verdient gemacht hat, hervor. Hierauf bestätigte die ebenfalls 20 Jahre als Kontrollorin fungierende Frau Katharine Ko hn die Richtigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungsabschlusses und empfahl mit einigen zu Herzen gehenden Worten die Genehmigung desselben. Darnach sprach Herr Dr. Heinrich Schreiber irr zündender Rede für den Kultusvorstand dem Vorstande den Dank aus für sein außerordentlich segensreiches, altruistisches Wirken. Herr Dr. M. Löwy sprach für die Zentralstelle in demselben Sinne. Frau Dir. Ullimann gratulierte in besonders anerkennenden Worten dem Vereinsvorstande zu seinem Erfolge. Ferner dankte Frau Clotilde Benedikt dafür, daß der Brigittenauer Frauenverein dem „Frauenhort" soviel Gelegenheit gebe, die Armen zu unterstützen. Herr Karl Freund beglückwünschte den Frauenverein und dankte herglichst dafür, daß derselbe stets auch der armen Brigittenauer Kinder in liebevollster Weise gedenkt. Auch Frau Biermann vom Hietzinger Frauenverein beglückwünschte den Frauenverein zu seinem' guten Wirken. Sonach wurde der Rechenschaftsbericht und der Gebarungsausweis einstimmig genehmigt. Hierauf erbat sich die Schriftführerin des Vereines Frau >Dr. Selma Sobelsohn das Wort und führte iaus: „Die heutige 20. Generalversammlung möchten wir gerne als erwünschten Anlatz nehmen, um dem Verdienste die geziemende Ehre und der geleisteten Arbeit, in gewissem Sinne wenigstens, ihren einigermatzen entsprechenden Preis zu erstatten. Aus diesem Grunde hat der Vorstand unseres Frauenwohltätigkeitsvereines in seiner am 14. d. M. ordnungsgemäß abgehaltenen Sitzung den Beschluß gefaßt, im Sinne des Paragraphen 9 unserer Statuten der verehrlichen Generalversammlung den Antrag zu stellen: Die löbliche Generalversammlung möge beschließen, unsere hochverehrte Frau Präsidentin Dr. Emilie Weiß, die zu den Proponentinnen unseres Vereines gehört, die seit dem Jahre 1902 an der Spitze unseres Vereines steht, die als Vertreterin unseres Vereines dem Kuratorium des Verbandes zur Unterstützung armer israelitischer Wöchne.innen, dem Kuratorium der Zentrale für das jüdische Armenwesen und dem Verbände der weiblichen Fürsorge angehört und in allen diesen Stellungen wegen ihrer Klugheit. Güte und Beharrlichkeit unserem Vereine Ehre, unseren Armen aber viele, viele Vorteile verschafft hat, die sonach den wesentlichsten Anteil hat an dem großen Aufschwünge und dem nicht unbedeutenden Ansehen unseres Vereines in der Haupt- und Residenzstadt Wien, zum Ehrenmitgliede unseres Vereines zu ernennen. Wenn irgend wer, so verdient Frau Dr. Emilie Weiß diese unsere einzige und zugleich höchste Auszeichnung seitens unserer Körperschaft; denn sie war uns stets und ist uns Gott sei Dank noch ein bewährtes Muster von Güte und Menschenfreundlichkeit. Sie war uns stets und jift uns Gott fei Dank noch das aneifernde Beispiel ausdauerndster und selbstlosester Arbeitsfreudigkeit auf dem schweren Gebiete wi.ksamer Liebestäligkeit für unsere so vielfach notleidenden Brüder und Schwestern. Bewundernde Hochachtung, gepaart mit treuer Anhänglichkeit und Liebe, sind daher die Gefühle, welche alle Mitglieder unseres Vorstandes für unsere Frau Präsidentin empfinden, und deshalb litten wir die löbliche Generalversammlung, sie möge unseren Antrag: Frau Dr. Emilie Weiß zum Ehrenmitgliede unfeces Vereines zu ernennen, wo möglich, einstimmig zum Beschlüsse erheben. Die löbliche Generalversammlung wird durch einen solchen Beschluß uns allen Freude und Ehre bereiten. Dieser Antrag wurde, nachdem Herr Beirat Josef Kohn in einigen zu Herzen gehenden Worten den edlen Charakter der Frau Dr. Weiß, sowie ihre, man könnte sagen, den biblischen Grundsätzen entsprechende Vorgangsweise bei der Unterstützung der leider so zahlreichen Armen unseres Bezirkes geschildert hatte, einstimmig und unter großem Beifall angenommen, worauf die Frau Präsidentin nach einigen Worten innigsten Tankes diese so schöne Generalversammlung schloß. Kaiser Jubilüums-Stistung der Kultusgemeinde Kremsier. Anläßlich des Regierungsjubiläums unseres Kaisers fand im Kaiser Franz Josef-Tempel am 2. Dezember um 8 Uhr früh eine erhebende Feier statt, der der k. k. Oberst Herr Staindl mit Offizieren und Militärärzten nebst Vorstandsmitgliedern der Kultusgemeinde und ein andächtiges Publikum anwohnten. Herr Oberkantor R e i ch a r d t, begleitet von einem gutgeschulten Chor und Orgel, trug mit gewohnter Präzision Psalmen vor und wurden später durch den Kulrusvorsteher Hoflieferanten kaiserlichen Rat Herrn Ignaz Knüpfelkm a ch e r 80 Kronen an zwei Soldaten als Erträgnis der diesjährigen Kaiser-Jubiläunts-^tiftung^ zur ^Verteilung gebracht. Mit der Absingung der ersten Strophe der Volkshymue schloß die würdige Feier. Brody. Donnerstag, den 2. Dezember 1915, verstaltete die Repräsentanz der isr. Kultusgemeinde in Brody in der festlich, mit dem Kaiserbild geschmückten Haupt- Synagoge einen Gottesdienst, an welchem die Repräsentanten sämtlicher Militär- und Zivilbehörden teil»- nahmen. Das Fest wurde durch das „Matowu"-Gebet cingeleitet. Hierauf folgte das Absingen zweier Kaiser- Psalmen von dem unter Leitung des Opernsängers Professor des Konservatoriums in Lemberg Jacques Kronlaud stehenden Sängerchor, unter der klangvollen Mitwirkung einer Militärkapelle. Dann ergriff das Wort Professor Dr. Bernhard Hausner, vom Kultusvorstande zu diesem Feste eingeladen, und hob in einer schwungvollen Rede die historischen Hauptmomente des Lebens unseres allergnädigsten Kaisers hervor. Diese vatriotische Rede machte auf die Anwesenden einen bleibenden Eindruck. Hernach hielt Feldrabbiner Herr Dr. Albert Schweiger aus Kremsier eine an die vorige Rede anschließende Ansprache, in welcher er die Kaiserfeier mit dem Makkabäerfeste in Verbindung brachte und die Tapferkeit der jüdischen Soldaten mit der der Makkabäer verglich und schloß vor der offenen Bundeslade mit einem G^ebet für Kaiser, Vaterland und die Verbündete?'. Daraus intonierte der Chor unter Begleitung der Militärkapelle die Volkshymne. Später versammelte sich der gesamte Kultusrat im Sitzungssaale der Kultusgemeinde zu einer Festsitzung und mit begeiferter Einhelligkeit wurde der Beschluß gefaßt, ein "Huldigungstelegramm an die. Stufen des Allerhöchsten Thrones Sr. Majestät unseres allergnädigsten Kaisers gelangen zu lassen. Vermischtes. Kranzablösungs^penden zugunsten der ChewraKndischa in Wien I., Seitenstcllengafse 4 für arme kranke Glaubcnsaer offen Anläßlich des Ablebens des sel. Josef Schafranek: Leopold Bratmann Kr. 10.—, Leopold Neustadt! 3.—; zusammen Kr. 13. . Anläßlich des Ablebens der sel. Frau Rosa Lederer: Isidor Fillenz Kr. 20.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Irene Zucker: Dr. Edmund Zucker Kr. 100.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Dr. Arthur Löbl (Nachtrag): Mar und Regine Löbl Kr. 50.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Anna Schönberg: Familie Eichenkamm-Schönberg Kr. 20.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Cäcilie Bernhard: Dr. W. Schneeberger Kr. 10.—. Anläßlich des Ablebens des sei. Mar Prager: Karl Alma Kr. 10.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Gottfried Lengsfelder: Jenny Anspach Kr. 20.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosa Weiß: Richard Kola Kr. 20.—, Regine Popper 10.—, Hilda Heß 20. Hugo Lustig 10.—, Arthur Steinitz 10.—; zusammen Kr. 70.— .

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