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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-12-17 · 50 (17.12.1915) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
50 (17.12.1915)
Date
1915-12-17
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 50 Tr. Bloch's Wochenschrift Seite 927 vielem Verständnis für Wiener Grazie komponierte dreistimmige Frauenchor „Donauwellen". In dem Schlußchor „An der blauen Donau" von Strauß sang Frl. F r e y st ä d t das Solo. in deren unermüdlichen Händen die gesamte Klavierbegleitung des Abends lag. Die übrigen Soli gefielen durchwegs und es ernteten reichen Beifall!J ie Damen Frl. Pfeiler. Frl. F i n st e r. Frl. L ö w. deren Sopran sehr innig anspricht, und Frl. S o b o t l a, die mit Volksliedern und Brahms vielen Erfolg erzielte. Frl. von E p e r j e s s y, die zeitgemäße ungarische Volkslieder in der Originalsprache vortrug, erwies sich als vortreffliche Interpretin feuriger und gemütsliefer ungarischer Musik. Für den unterhaltenden Teil des Konzertabends sorgte mit ausgezeichnetem Geschick Herr Kadettaspirant Felir H a r t m a n n. der mit seinem gelungenen patriotischen Potpourri wahre Beifallsstürme anslöste, insbesondere mit dem „Fri-tbenskuplet" am Schlüsse. Wenn man endlich die interessanten Rezitationen des Frl. Haslinger und der zehnjährigen Henriette W e i ß, dir mit kecker Jugendfrische und Natürlichkeit deklamierte, in die Beurteilung mit einbezieht, so kann der Abend in jeder Hinsicht als genußreich und unterhaltend bezeichnet werden. - B. Das Wochenpro gram in von Samstag, den 18. d. M., bis Freitag, den 24. d. M.. lautet: Samstag, Konzert, veranstaltet vom Vorstand. Sonntag. Vortrag: Krauß: „Juden und Araber." L. Taubes: ..Heber den Ursprung der jüdischen Die Bibelvorträge am F.eilag. den 24.. und Freitag, den 31. d. M., fallen aus. - Beginn am Samstag und Sonntag 7 Uhr, sonst halb 3 Uhr. Zweite^ Äindrr-CtzlmutmfM Iw Josesine Mendl-Wvtstfahrtshaus. Die zweite der Kinder-Chanukkafeiern, welche Mittwoch, den 8. d. M.. siattfand, nahm dank der Hingebung und Opferwilligkeit des Herrn Obmannstelioertreters Karl Freund und dessen Gattin Marie, beide krustigst unterstützt von dem rührigen K o - mite e, denselben glänzenden Verlauf wie die vo.angegange. e anr Sonntag. Jedoch hatten die Kindersceunde sich dirsami noch ineyr Kinder eingeladen. Von den 400 kleinen Gästen, denen die Freude aus den hellen Augen strahlte, waren etwa 120 aus den Schulen der Baron Hirsch-Stiftung, geführt von deren Lehrern, die übrigen waren arme Kinder aus der Brigittenau, denen sich der Lehrkörper der Kinderhorte in dankenswerter Weise widmete. Auch die Zahl der anwesenden Festgäste, die Herr Freund mit herzlichen Worten begrüßte, und wobei er den edlen Menschenfreunden für viele materielle Unterstützung des Komitees dankte, war größer als das erstemal. Man bemerkte unter anderen: Prof. Dr. Roth. Präsidenten des hum. Vereines .,B. B.". unter dessen Patronanz die Vereine im Josesine Mendl-Wohlfahrtshause stehen, samt Gattin und Fräulein Tochter; ferner waren erschienen Pros. Dr. Z a p p e r t, der ärztliche Freund der Kinderhorte. Kommerzialrat Julius Freund samt Gattin und Kindern, die Vorstandsmitglieder der Toynbeehalle Glück. Dr. Schor, Jacques T r e b i t s ch. Direktor Wiener. Regimentsarzt Dr. B o .r e r Frau kaif. Rat S. Krüger, Gattin des Präsidenten vom „E.ifabeth Mädchenheim", Prof. Kühner samt Frau. Dr. L ö w y, Sekretär der Zentralstelle f. d. Armenwesen. F.au Amtsleiter K r a us, Frl. Annie K o h n und Herr Einjähriger Walter K o h n. Tochter und Sohn des Kommerzialrates Philipp Kahn, u. a. m. Eine Auszeichnung erhielt das Fest durch die Anwesenheit von aus T r i e st geflüchteten Damen und Herren, welchen geschätzten Gästen die von einem Freunde verfaßte und von einem ga'.izifchen Fiüchtlingskiude gesprochene besondere Begrüßung gewidmet war. Es wurde noch eine große Anzahl von Kindern beiderlei Geschlechts mit warmer Unterwäsche. Oberkleidern und Schuhen beschenkt. — o— Wien. Der Verein „Theologin" bringt hiemit zur Kenntnis, daß am 3. l. M. zwei seiner Mitglieder: Israel Feld und CH. S. S ch u l s i n g c r zu Doktoren der Philosophie promoviert wurden. „Ö.ltrchij.ih". M-r. nkad. Bereinigung. Ta ms lag. den lK. d. M., findet ein Vortrag des Kol. cand. Phil. I. K e st e n b a u m über: „v> a a g a dah lst Israel" statt. Ort und Feil: halb K Uhr abends im Lokale des Hnndelsgehilfenverbandes, 2. Bez., Obere Donaustraße 65. (Käste willkommen. Verein zur Bekleidung und Untersetzung armer alter Männer israelitischer Konfession, 2. Bezirk. Ferdinandsstr. 19. Wie im Vorjahre, hat derselbe auch Heuer vor wenigen Tagen angesichts der herrschenden Eruszeil in alter stille die Bereitung mit kompletter Unterkleidung an achtzig (Kreisen vorgenommen, mit einem mehr als dov ve'len Kostenaufwand gegenüber vvrausgegangenea Jahren. Zu dieser Leistung gesellen sich noch die regelmäßigen monatlichen und temporären Unterstützungen in einer (Gesamtsumme von mehreren Tausend Kronen jährlich an gewiß segensreich wirkende Institutionen, deren Bedeutung sie im friedlichen Leben gewürdigt. gelangt. Dieser Verein verdient die Förderung teilnehmender Mitmenschen. Austritte ans dem Judentum vom 5. bis kl. Dezember 1915. Friedbcrg Hcdwig Private, geb. 17. September >878 in Szolnok. V., Rampersdorffergasse 14. Dr. Justitz Joses praktischer Arzt, geb. 30. 'August 1872 in Wien, Vtlt., Florianigaise 29. Lustig Hugo Eiscnbahnbeamtcr, geb. 24. August 1877 in Deutschbrod (Böhmen). VI.. Laimgrubcngaise 25. Morawitz Edgar R tter von. geb. 1893. Neymann Eornel Schauspieler, geb. 15. März 1892 in Wien, III., Matthäusgasse 4. Simon Flora geb. Lichtner. Schneiderin, geb. 31. August 1882 iu Wien, XVIII., Schafberg 203. Strakosch Stefan, k. u. k. Ingenieur, geb. 16. Oktober 1884 in Wien, I., Kärntnerstraße 32. * Be ichtignug Herr Hof- und Gerichts-Advokai Dr. Wilhelm Rose lt berg. Wien, I., Am Hof 11, ersucht um Konstatierung, daß die Meldung in Rr. 48 der „Oesterr. Wochenschrift" von seinem Austritt ans dem Judentum der W a h r h e i t u i ct) t ents p r i ch t. In der Tat hat Herr Dr. R o s e u b e r g lediglich im Rainen seines Klien eu. Edgar Ritter von M o r a w i tz, dessen Austritt ans dem Judentum angemeldet. Pitriotisches Chanukkafest in Mödling. - Am 5. d. M. fand hier in Fischers Restaurant eine erhebende, für die Mödlinger Judenfchaft denkwürdige Chanukkafeier statt. Nach Begrüßung des zahlreichen Publikums durch Kultusoorstehec Diamant trug Herr Oberkantor Oesterreicher unter Begleitung des Musikdirektors Nißwicky in meisterhafter Weife das H a n e r o s l a l o l u als auch M o a u s z u r vor, worauf nach einigen Rezitationen des Herrn Torczyner Herr Professor Dr. Karl Stein aus Wien eine glänzende, von allgemeinem Beifall belohnte Festrede hielt. Gesangsoorträge des Herrn Oberkantors Oesterreicher und Frl. Jordan aus Wien beschlossen den schönen, gemütlichen Abend. Sämtliche hier befindlichen jüdischen rekonvaleszenten Soldaten wurden hierbei bewirtet und reichlich beschenkt, woraus der noch verbliebene beträchtliche Reingewinn jüdischen Kriegssürsorgezwecken zugeführt werden konnte. Baden. Mitte nächsten Monates soll hier in Baden ein Wohltätigkeitskonze.t ftattfinden dessen Eit ägnis den Witwen und Waisen gefallener Krieger gewidmet ist. Aus dieses Konzert ist man in weiten Kreisen gespannt. Das Protektorat übernahm Fra» Gräfin Orsini-Rosenberg, und die Anziehungskraft dieser musikalischen Veranstaltung bildet Herr Ferdinand Jura, Kantor der ifr. Kultusgemeinde in Baden, der sich in der kurzen Zeit seines Wirkens bei uns als Musiker viele Freunde und Verehrer er worben hat. Seit dem Monat August 1915 wirkt Herr Jura in der Badener isr. Kultusgemeinde und hat sich bereits den Namen Prof. Dr. o. Mittwoch, Vortrag: Herr Namen." in der Kriegszeit aber erst recht zum volle.» Bewnnsteitt

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