Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 49 (10.12.1915)
- Date
- 1915-12-10
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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MSSWWW Seite 908 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 49 Leiter, Kamionka Str. 1.—; Colin, Trembowla 1.—; Rosenblum, Brody 1.—; Seidmann, Zoloniki 1.—; Klein, Kamionka Str. 1.— : Feldmann, Tarnopol 1.50; Frankel, Lubaczyw 1.—; Mondschein. Husiatyn 1.—; Schule, 2. Bez.. Ausste'.lungsstratze 7.—; Rokach. Brody 1.—; Aschkenasy, Brody 1.—; Metzger, Wier 4.—; Eisenberg, Dolina 1.—; Riegeleisen 1. —; Hirschhorn, Zbarocz 1.—; Jsak Mayer Spira, Szczakowa 10.—; Bokwin. Iarczow 1.50; Browmann, Krakau 1.—; Jeczys, Wien 3.—; Teitelbaum 1.—; Schapira, Lemberg 1.; Schule, 2. Bezirk. Ausstelkungsstrahe 12.—; Spalter, Dubiecko 1.—; Sock. Rybatycz 1.—; Könner, Rzeszow 1.50; Reich, Rozwadow 1.—; Kröndler. Okna 1.50; Diamond, Przemysl 1.50; Ober, Podheicz 1.—; Wittels, Lemberg 1.—; Jahr 1.; Schule, 2. Bez., Äusstellungsstrabe 31.—; Bleiberg. Brzezany 1.50; Holdnec, Brzezany 1.50; Paloga. Krakau 1.—; He lreich, Mikulince 5.—; Mehlmann. Lemberg 2.—; Backhun, Wien, 1.30; Keller. Turka 1.50; Glücker, Brzezany 3.—; Merzei. Radymno 1.50; Rokach, Brody 1.; zusammen Kr. 293.40. Verein „Machsike hadath“ 2. Bez., Obere Augartenstrahe 40. Zugunsten dec Ausspeisungsak ion für die not'eidendm F.üchtlinge sind dem Verein nachstehende Spenden zugeslossen: ..Israel. Allianz", Wien, Subvention pro Dezember Kr. 200.—; Em. Khuner und Sohn. Kunerolfabrik, Atzgersdorf 20.-^; kais. Rat Karl Reumann, Reichenberg 2?.—; med. Dr. L. Rodinsohn 20.—; Sammlung Frau März bei: Tischgesellschaft Freiwict 9.—; Frl Louczia Schäfer 10.—, Fast, Tarnow 5.—, bei Rot 5. , bei Stern 4.—.. bei Liebster 4.—, bei Ungenannt 2. , bn Wolf 1.— zusammen 40.—; Bernh. Stein Lundenburg 6.; im ganzen Kr. 306.—. — Spenden für den Verein werden entgegengenommen von unserem Kassier Herrn Emil P o m e r a n z. 2. Bezirk, Rembrandtstraße 39, in bar oder durch Postsparkassaerlagschcin 103.369. Liebesgaben für unsere Soldaten. Den edlen Spendern von Liebesgaben: Frl. Maloine und Jenny Erünwald, Wien. 100 Exemplare ihres Chanukkaliedes, Frl. Adele Popper, Aussig, Chanukkalichter, Zigaretten, Schokolade, Schriften und Zeitungen. Frau Erna Bodek, Berlin, Zigaretten, Frl- Lilly Czeczowiczka durch Assistenzarzt Dr. Pollak, Zigaretten und Backwerk, Frl. Henriette Sophie Felsen. Baden, Zigaretten, durch Feldrabbiner Dr. Halberstamm Zigaretten durch Herrn Rabbiner Bela Fischer, Wien, deutsche und hebräische Zeitungen, Korporal Jakob Kaswiner 2 Kronen, Korporal Ludwig Brand 10 Kronen, Kadett Dr. Nikolaus Propper 20 Kronen, Oberleutnant Dr. Singer eine halbe Mark, dankt bestens im Namen der im Felde stehenden Soldaten Feldrabbiner Dr. Meir Tauber, Feldpost 6. Feldpost 6. 3. Dezember 1915. Löbliche Redaktion! Ein schönes Chanukkageschenk erhielten unsere braven, tapferen Soldaten. Ein Chanukkalied, gedichtet und vertont von den Damen Malvine und Jenny G r ü n w a l d in Men, das unseren Lieben im Felde die ruhmreiche Makkabäerzeit in Erinnerung rufen soll. Wie einst Juda ins Feld mit dem Rufe zog: ,.Wer ist unter den Mächtigen, wie Du, w Herr!", ebenso soll für jeden unserer Krieger das Losungswort gellen: „Gott ist mein Licht und mein Heil", das als Motto dem Chanukkalied vorangeht. Eine schöne Zeichnung von Fräulein Jenny Erünwald aus dem Titelblatt stellt den Chanukkaleuchter mit brennenden Lichtern dar. Das ganze ist der hochlöblichen' isr. Kultusgemeinde in Wien gewidmet. Dank der Mitwirkung einer ganzen Reihe von Damen und Herren konnte das Lied in tausenden Eremplaren durch die Feldrabbiner an die Soldaten mit einer erhebenden Ansprache verteilt werden. Es beteiligten sich an dieser Aktion in hochherziger Weise: Frau A. Landau, Frau Ch. P r z i - b r a m, Frau E. Eerngrotz, Frau H. W o l f, Frau Ä. S1 e i nh o f, Frau M. v. M a yl Frau S. Q u i t 1 n e r, Frau H. Groß, m a n n, sämtlich in Wien; Frl. M. P e r l e s, Herr' Rachmiel H e f f e r, derzeit Wien. Donath T e st v e r e k in S. und besonders Herr und Frau S. Bock in S. Hocherfreut über dieses Geschenk, danken bestens für dir Aufmerksamkeit der Verfasserinnen und den Spendern die Soldaten im Felde, die eine schöne Erinnerung an das Chanukkafest im Kriegsjahre behalten dürfen. Chanukka-Feier in der „Jüdischen Toynbeehalle", Wien 20. Bezirk, Denisgasse Nr. 33. Die diesjährige Chanukka-Fcier, we'chr die „Jüdische Toynbeehalle" Samstag den 4. d. M., veranstaltete und die Herr Kantor Leo Funke arrangiert hatte, gestaltete sich zu einem imposanten Festabend. Der Vorstand der „Toynbeehalle" war durch die Herren Obmann Dr. S a m u e I y, Obmannstellvertreter Carl Freund, Berthold Glück, Direktor L i s s a u, Doktor S ch o r vertreten. Unter den zahlreichen illustren Gästen, die zumeist mit den Damen erschienen waren, bemerkte man Herrn Dr. I. S. Bloch, Herrn Rabb. Dr. G r u n w a l d nebst Frau Gemahlin, Carl Lemberger, Prof. A n 1 s ch e r l, Amtsleiter B r ö s l e r, Hauptkass.'er Brösler, Administrator Mar Schwager u. a. m. Die Feier begann mit dem weihevollen Anzünden der Chanukkalichter durch Herrn Kantor Funke. Die liturgischen Chorpartien sang ein Doppelquartelt unter der sicheren Leitung des Herrn Dirigenten N e st l e r. Daran .schloß sich die Festrede, die Herr Sekretär Dr. B r o n n e r hielt. Rach einer Pause folgte das Konzert, das dank dem trefflichen Arrangement durch Herrn Kantor Funke ein künstlerisch wertvolles, genußreiches Programm bot. Zunächst sangen die Herren Funke, German Lachis, Schwarz, Sonnenklar, Wassermann Chöre von Beethoven und Mücke die Herr Dirigent M j l l e t trefflich leitete. Opernsängerin Frl. Jutiska R ö h l e r, Schülerin der Eefangsmeisterin Frau Singer-Burian erfreute hieraus durch Lieder, die mit durchaus glatter. Koloratur und innigem Ton zum Vortrag gebracht wurden. Alsdann erntete Herr Kantor Funke als Solist, insbesondere in dem mit Gefühl und Ausdruck gesungenen Reiterlied von Dr. Zuckermann den verdienten reichen Beifall. Den Höhepunkt des Konzertabends bildete der neunjährige bekannte Violinvirtuose Mar R o st a l mit dem „Hejrekati" von Hubay. Die Damen Frau H a c z e k, Frl. Koller, Frau Schwager verdienen für ihre ausgezeichnete Klavierbegleitung ein volles Lob. So nahm die Festfeier in jeder Hinsicht einen glänzenden Verlauf. Das Wochenprogramm von Samstag, den 11. d. M., bis Freitag, den 17. d. M., ist folgendes: Samstag Konzert, veranstaltet von Gesangsmeisterin Frl. Fanny F r e y st ä d t. — Sonntag Vortrag, Schriftsteller Adolf Gelber: „Das Weltbild im Sinne Zolas". — Mittwoch Vortrag Dr! Z. F. F i n k e l st e i n: „Die Entwicklung der jüdischen Literatur" (2. Teil, Lektüre). Den Bibelvortrag am Freitag, den 10. d. M., hält Herr S. Baron, am 17. Herr Josef F l e s ch. — Herr Dr. N. Seidmann sprach am Freitag, den 3. d. M. Kaiserseier im Joftsinc Mendelschcn Wohlfahrtshause. Aus Anregung des Herrn Obmannst.'llvertreiers der Horte und der Toynbeehalle, des Herrn Karl Freund, fand am 2. d. M. im Josesine Mendelschen Wohlfahrtshause in der.Brigittenau eine in erster Linie für die 250 Schüler der Baron Hirsch-Stiftung bestimmten Kaiserseier statt. Diese Schüler besuchen keine öffentliche Schule in Wien. Auch bie 200 Zöglinge des Hortes unter Führung des Lehrkörpers beteiligten sich an.der Feier. . Anwesend waren Herr Obmannstellverter Karl F reund samt Gemahlin, Herr G.'ueralsekke är kais. Rat Dr.. A s ch e r, die Herren Leiter und Lehrer der Baron Hirsch-Stiftung sowie die wackeren Eheleute Klein, die Verwalter des Hauses. Herr -Obmannstellvertreter Karl Freund begrüßte die'Anwesenden, besonders die Flüchtlingskinder der Baron Hirsch-Stiftung, und wies daraus hin, daß die Kaiserseier ein Fest der Liebe und Verehrung für unseren Kaiser sein solle. Hieraus hielt der pädagogische Leiter des Horees Herr Professor Kühner die Festrede, erklärte den Kindern die Geschichte der Regierungszeit unseres geliebten Monarchen, ans den er ein dreifaches Hoch ansbrachte. Alle Anwesenden sangen die Volkshymne. Hieraus würdigte Herr Schulleiter der Baron' Hirsch-Stiftung in polnischer Sprache die Bedeutung der Feier. Das Fest war einfach, aber erhebend. Kinder-Chanuktaftst im Josesine Mendl-Wohlsahrtshaus (Jüdische Toynbeehalle). Eine wunderbare Feier, die in diesen harten Zeiten allgemeinen Leides doppelt das Herz erhob und ben Glauben an eine bessere Zukunft stärkte, war das von dem hochverdienten Obmanustellvertreter Herrn Karl F r e u n d und dessen Gattin Marie in den prächtigen Räumen des Josefine Mendl-Wohlsahrtshauses vcranstalrete Chanukkasest am Sonntag nachmittag, den 5. d. M. Es war die erste der alljährlichen „Freundschen Kinderjausen", zugleich die erste Chanukkajause, da in anbetracht der vielen Flüchtlingskinder eine Wiederholung sich als notwendig erwies. Die erste Feier am Sonntag vereinigte mit zirka 360 Kindern nur die Hälfte aller Kinder, denen Herr Freund diese Fest-? jause zugedacht hat. Darunter waren zirka 120 Kinder