Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 48 (3.12.1915)
- Date
- 1915-12-03
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 48 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 88b Hannover. Paul Weinberg, Unteroffizier im Füsilierregiment Nr. 73, Inhaber des Eisernen Kreuzes, erhielt das Oldenburgifche Verdienstkreuz. Harburg (Schwaben). Das Bayerische Militärverdienstkreuz 3. Kl.: Ludwig Nebel, Fernsprecher beim 12. Reserve-Infanterieregiment. HUdesheim. Das Oesterr. Ehrenkreuz 2. Kl.: Frd. Wilh. M e y e r h o f, Bootsführer, Kommandeur eines Motorkreuzers bei der Deutsch-Oesterr. Bodenseeslotille. Hörstein. Moritz Hamburger, im bayerischen Infanterieregiment Nr. 23, wurde das Bayerische Militärverdienstkreuz dritter Klasse mit Krone und Schwertern verliehen. Jhringen (Baden). Friedrich Bloch, Unteroffizier im Reserve- Infanterieregiment Nr. 239, erhielt die Badische Silberne Verdienstmedaille. Kleinwallstadt. Gefreiter Jacob Erüncbaum wurde mit dem Bayerischen Verdienstkreuz dritter Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Könlgsbach. Das Badische Ritterkreuz mit Schwertern des Ordens vom Jahr. Löwen: Dr. med. Iuk. Simon (Ritter des Eisernen Kreuzes). Königsberg. Die Rote Kreuzmedaille 3. Kl.: Schwester Else I a c o b y. Lörrach (Baden). Den Bayerischen Mi'.itärverdienstorden mit Schwertern: Dr. Sam. Moses (Ritter des Eisernen Kreuzes). Malsch bei Karlsruhe. Altar Dreifuß, Inhaber des Eisernen Kreuzes, ist die Badische Tapserkeitsmedaille verliehen worden. Mannheim. Dem Leutnant Rechtsanwalt Dr. I e s e l s o h n, Vizegroßpräsident des U. O. B. B., ist das Badische Ritterkreuz des Zähringer Löwen mit Schwertern verliehen worden. Memmelsdorf. Gustav Frank erhielt das Bayerische Verdienstkreuz dritter Klasse mit Schwertern. — Unteroffizier Fritz Nordheimer erhielt die Sächsische Silberne Friedrich Augustmedaille mit Krone. Norden. Das Hessische Sanitäts-Militärkreuz am Bande der Hessischen Tapferkeitsmedaille: Weinberg, Zahnarzt (Ritter des Eisernen Kreuzes). Nürnberg. Dem Hopfenhändler Josef Hesselberger, Leutnant der Landwehr im 7. bayerischen Chevaurlegeregiment, Amtsrichter Josef Hesselberger, Hauptmann der Landwehrartillerie, erhielten den Bayerischen Militärverdienstorden vierter Klasse mit Krone und Schwertern. — Walter Erlanger, Offizier- Stellvertreter beim Train, wurde mit dem Bayerischen Militärverdienstkreuz 2. Kl. m. Kr. u. Schro. ausgezeichnet. — Benno Löwe n st e i n, Vizefeldwebel im 10. Reserve-Infanterieregiment, Inhaber des Eisernen Kreuzes und des Bayerischen Milltärverdienstkreuzes dritter Klasse, wurde mit der Württembergischen Snberneu Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. — Friedrich Waller st einer, Unteroffizier im bayerischen 6. Feldartillerieregiment, erhielt die Württembergische Militärverdienftmedaille. — Dr. Willy Hahn, Inhaber der Preußischen Roten Kreuz-Medaille, erhielt das Bayerische Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Krone und Schwertern. — Sal. Grünebaum, Zugsführer im 13. österr. Inf.- Regiment und Zugsführer Salomon B a ch n e r erhielten die österr. silberne Tapserkeitsmedaille. — Leo Geitzenberger erhielt die Dienstauszeichnung für freiwillige Krankenpflege. Oberehnheim. Die Oesterr. Tapferkeitsmedaille: David Bloch, Kriegsfreiwilliger, Unteroffizier (Ritter des Eisernen Kreuzes). Offenbach. Die Hessische Tapferkeitsmedaille: Albert Grünebaum, Unteroffizier in einem Infanterieregiment (Ritter des Eisernen Kreuzes). Rosenheim. Das Bayerische Militärverdienstkreuz 3. Kl.: Arnold M e y e r, Gefreiter im 2. Infanterieregiment. Schwerin in Mecklenburg. Fritz Loewenthal, Gefreiter im Grenadierregiment Nr. 89, erwarb sich das Mecklenburgische Verdienstkreuz zweiter Klasse. St. Ingbert. Den Bayerischen Militärverdienstorden 4. Kl.: Otto Beer, Leutnant der Reserve. Stuttgart. Die Württembergische Silberne Verdienstmedaille: Artur Lewinsohn im Landwehr-Infanterieregiment Nr. 119. Kr hall' einen Kameraden . . . (Aus der Laoner „Kinegsztg.", Nr. 19.) Im Reserve-Feldlazarett Nr. 35 des . Reserve-Korps hat der Trainsoldat Alfred Frendenberg aus Dnelmen i. Wests, freudig und freiwillig für einen unglücklichen Kameraden sein Herzblut hergegeben und ihn so denk sicheren Tode entrissen. Einem Kriegsfreiwilligen mußte infolge einer Gralratverletzung ein Bein abgenommen werden. Der Blutverlust bei der Operation war so stark, daß man für das Leben des Verwundeten fürchtete. Nur die Zuführung frischen menschlichen Blutes konnte ihn retten. Frendenberg erbot sich freiwillig, die schmerzhafte und keineswegs ungefährliche Operation an sich vorlrehuieir zu lassen, um seinem Kameraden das Leben zn erhalten. Die Operation gelang. Die Speichenschlagader Freudenbergs wurde freigelegt, durchschnitten und das eine Ende mit einer Ader des Verwundeten zusammenge genaht: eine halbe Stunde lang ließ man so die Lebenskraft des gesunden Körpers in den geschwächten und ausgeblnteten Hinüberströmen und rettete so dem jungen Kriegsfreiwilligen das Leben. Er halt' einerr .Kameraden, Einen befs'ren gibt es nit. Korrespondenzen. Aktion zur Befreiung der als Geisel nach Rußland verschleppten Rabbinen. Bei dem Rückzug aus Galizien haben die Russen aus jeder Stadt Geisel miigeschlcppt Bon der jüdischen G mcinde waren cs vornehmlich die Rabbinen, die Borsteher und sonst angesehene Gemeindemitglieder. die man als Opfer sich erwähl e Tie Unglücklichen wurden ins tiefste Rußland getrieben und weilen unbekannten Aufenthaltes irgendwo in den Steppen Sibiriens Jyr Zustand ist ein bejammernswerter, am traurigst.n jedoch ist die Lage der galizischeu Rabbinen, die Wege» ihrer Strenge in Beobachtung der Spcisegesetze kaum in der Lage sind, irgendwo für sie brauchbare Nahrung zn erlangen. Zur Befreiung dreier Unglücklichen aus der russischen Gefangenschaft hat der Reichsratsabgeordnete Dr. Natan von Löwen stein eine Aktion eing»leitet, der man im Interesse der Humanität den besten E folg wünschen möchte. Im Ministerium des Auswärtigen, wo Dr. Natan von Löweusteiu in dieser Angelegenheit Vorgesprächen hat. zeigte man großes Berstäudn s für die besondere Notlage dieser unglü^lichen Nabbinen, und erklärte sich auch bereit, alle Schritte zur Befreiung derselben zn fördern. Mau wünschte aber vor allem eine schriftliche Eingabe, welche die Namen der als Geisel nach Rußland verschleppten Rabbinen. sowie ihren gegenwärtigen Aufenthalt genau angegeben sein soll. Tie Angehörigen n d Freunde dieser Unglücklichen w rden hiemitersucht Herrn Reichratsabgeordncten Dr. Natan von Löwenstein (Wien. I., Schwärzend rgpl y 17s Namen und gegenwärtigen Aufenthaltsort der Verschleppten mittcilen zu wollen. —^ Vorsorge für Mazzoth Eingesendet. Sehr geehrter Herr Redakteur! Hiermit erlaube ich mir, bei der gesch. Redaktion anzufragen,- ob die maßgebenden Kreise der Wiener israel. .Kultusgemeinde in diesem Jahre für den Mazzothbedarf der Pesfachfeiertage in irgendeiner Weise Vorsorge ge troffen haben oder Vorsorge zu treffen gedenken. Ich darf wohl erwähnen, daß'in Deutschland die Führer der jüdischen Gemeinden bereits mit der Kriegsgetreidegesellfchaft Verhandlungen gepflogen haben, um sich eine entsprechende Menge von Mehl für den Mazzothbedarf zu sichern. Dieses Vorgehen der deutschen Gemeinden sollte auch bei uns in Oesterreich nicht ohne Nachahmung bleiben. Es steht zu befürchten, daß in diesem Jahre für die arme jüdische Bevölkerung in Wien ein besonderer Notstand entstehen werde. Im vorigen Jahre war für die armen galizischeu Flüchtlinge sowie für die Armen Wiens teilweise gesorgt durch die von Frau Tr. G r u n w a l d großzügig eingeleitete Kartoffelakrion. In diesem Jahre wird aber die Beschaffung einer entsprechend großen Menge von Kartoffeln schwerlich möglich sein. Umsoinehr ist es Pflicht der Gemeindevorstände, rechtzeitig Vorsorge zn treffen, daß nicht ein gefährlicher Notstand einrrete. Hochachtungsvoll I- F