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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-12-03 · 48 (3.12.1915) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
48 (3.12.1915)
Date
1915-12-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 8<82 Dr. Wach s Wochenschrift Nr. 48 Oberst Bauer ist, wie ..Egyenlöseg", dem wir diese Mitteilung entnehmen, meldet, ein Schwiegersohn des berühmten ungarischen Dichters Joses K i ß. Oberleutnant Ierdinand Schön. „Egyenlöseg" berichtet: Jene Patrouillengruppe, welche die bulgarischen Verbündeten bei Kladowo auf serbischem Boden Zuerst begrüßte, wurde vom Reserveoberleutnant Dr. Ferdinand Schön, einem Budapester Advokaten, kommandiert. In der letzten Woche des Monats Oktober wurde er mit einer aus 15 Landstürmern und 20 Husaren bestehenden Patrouille mit dem Austrage ausgeschickr, am Donauuser von Telia bis Davidovica vorzudringen und den Weg aufzuklären. Montag vor Tagesanbruch marschierte er aus der Srraße nach Kladowo ab und um 8 Uhr war er bereits vor der Kladowoer Festung. Der Oberleutnant sandte zwei Husaren voraus in die Stadt, während er selbst in die brennende Festung eindrang. Dort gelang es ihm, in einem mit Munition und ungeheuer vielem Kriegsmaterial angesüllten Magazin die brennende Zündschnur noch rechtzeitig auseinanderzuschnbiden und die Explosion zu verhüten. Am Nachmittage des nächsten Tages zog unter lautem Jubelgeschrei eine 25 Mann starke bulgarische Kavalleriepatrouille in die Stadt ein. An der Spitze derselben ritten zwei bulgarische Offiziere, welche von unseren in der Stadt befindlichen Soldaten mit unbeschreiblicher Begeisterung empfangen wurden. Der eine der bulgarischen Offiziere, Nicolas G a d j e v, welcher in Paris diplomatische Studien absolviert hat, stellte sich in französischer Sprache vor. Oberleutnant Schön begrüßte die Bulgaren gleichfalls in französischer Sprache, wie er auch die vom General Mackensen eingelangte Glückwunschdepesche ihnen in französischer Sprache verdolmetschte. _ Oberstabsarzt Jeder. Dr. Marzell Feder, in Friedenszeiten Chefarzt des in Klausenburg stationierten tapferen 62. Infanterieregiments, ging am ersten Tage der Mobilisierung mit seinem Regiment als Stabsarzt auf den galizischen Kriegsschauplatz. Am 10. Oktober vorigen Jahres beschoß das vierte Bataillon des Regimentes hinter der herrlichen Deckung eines Friedhofes die Kosaken, als es plötzlich von der Flanke starkes! Feuer erhielt. Dr. Feder bemerkte sofort, daß das Bataillon von der Deckung unseres Trains, in dem Glauben, daß im Friedhofe der Feind schießt, unter starkes Feuer genommen wird. Er sprang sofort aufs Pferd, ritt inmitten des fürchsterlichen Kugelregens zum Train und stellte das Feuer ein. Für die Errettung des Bataillons erhielt er vom Armeekommandanten die Belobung und von Seiner Majestät das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens. Später kam er zur 35. Infanteriedivision, hier erhielt er die 2. Klasse des Roten Kreuzes und das bayerische Milptärverdienstkreuz. Dem vielfach ausgezeichneten, tapferen Stabsarzt wurde jetzt eine neuerliche Würdigung seiner Verdienste zuteil, indem ihn Seine Majestät zum Oberstabsarzt 2. Klasse ernannte. _ („Egyenlöseg.") Wertere Auszeichnungen. Oberleutnant Leo Weiß, Firma-Inhaber von Pekarek L Weiß, Juwelen-engros-Aeschäst, Wien, 1. Bez., Uraniastraße 4, wurde an der italienischen Front mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Leutnant i. R. Oskar Grünbaum, Bataillonsdldjutant im 10. Landw.-Jnfanterieregiment, der bereits für sein tapferes Verhalten mit der bronzenen Tapferp keitsmedaille und dem Signum laudis ausgezeichnet wurde, erhielt nun neuerlich das silberne Signum laudis. Elias Gabriel vom Infanterieregiment Nr. 79, 3. Kompagnie, wurde bei den Kämpfen am Bug infolge seines tapferen Verhaltens vor dem Feinde mtb der geschickten Führung seiner Kompagnie anr 6. November d. I. zum Oberleutnant befördert und auch mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Dieser war gleich nach der Mobilisierung als Fähnrich eingerückt, schon dreimal vertoundet und geht jetzt zum Viertenmale an die Front. Es ist zu wünschen, daß er heil und gesund wieder zurückke'hrt. Seine Eltern sind streng religiös und wohlhabend. Dem Mr. pH. Dr. Arthur Krajanski, welcher seit Kriegsbeginn freiwillig als Leiter des mikroskopischchemischen Laboratoriums des k. u. k. Reserve-Spitals zu Varazdin wirkt, wurde für seine verdienstvollen Leistungen die silberne Ehrenmedaille mit der Kriegsdekoration vom Roten Kreuze taxfrei verliehen. Der bereits von Sr. Majestät mit dem Signum laudis und dem Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes ausgezeichnete Stabsarzt Dr. Sandor Kanissai wurde beim letzten November-Avancement zum Oberstabsarzt befördert. Dr. Salomon Herzmann, Regimentsarzt beim Feldkanonenregiment Nr.' 7, erhielt das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaill'e. Dem Regimentsarzt i. d. Evidenz der Landwehr Dr. Walter B i e n e n st o ck, seit Kriegsbeginn auf dem nördlichen Kriegsschauplätze, wurde in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der TapferkeitsMedaille verliehen. Der Militärverpflegsakzessist Arnold S t e i n b a ch, Sohn des Religionslehrers D. Steinba ch, hat in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vor dem Feinde das goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille erhalten. Erzherzog Franz Salvator hat in Anerkennung besonderer Verdienste um die militärische Sanitätspflege im Kriege verliehen das Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuze mit der Kriegsdekoration dem Landsturm- Assistenzarzt Dr. Aaron Schwarzbart, mob. Reserve- Lpital 2/5; dem Oberstabsarzt Dr. Adolf Reit mann, Landesspital Czernowitz; der Frau Josefine Silberstein in Teschen, dem Assistenzarzt d. R. Dr. Sigmund Bauer, Infanterieregiment Nr. 78; dem Leutjnant a. D. Otto K arpeles, Vereinsdepot Nr. 1; die silberne Ehrenmedaille vom Roten Kreuze mit der Kriegsdekoration dem Einj.-Freiw. Med. Feldwebel Moriz T h a l e r, Militärkommando Mraz II; die bronzene Ehrenmedaille mit der Kriegsdekoration dem Korporal Samuel L e i t e r s d o r f e r, Infanterieregiment Nr. 101. Ref.-Unteroffizier bei der Telegr.-Bauabteilung 72 Heinrich Weiß ist mit dem silberen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgee zeichnet worden. Die Mitteilung hievon ging ihm mit folgender Depesche zu: Res.-llnteroffizier Heinrich Weiß wurde ad Personalverordnungsblatt Nr. 183 mit.dem silbernen Verdienstkreuze mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Ich beglückwünsche diesen braven Unteroffizier. Csapo. Hauptmann, Armee-Telegraphen-Thef, Kolomea. Fräulein Lola Zipser, Tochter des Hof- und Gbrichtsadvokaten Dr. Josef Zipser, die sich seit Kriegsbeginn mit großer Aufopferung als Krankenpflegerin betätigt, wurde für ihr verdienstvolles Wirken mit der silbernen Ehrenmedaille vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet.

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