Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 47 (26.11.1915)
- Date
- 1915-11-26
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 876 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 47 „Jahrbuch für die (beschichte der Juden und des In dentmns", 1. Band, und G. Wolf „Zur Geschichte der Juden in Triest, Görz und Gradiska", F rank e l, „Monatsschrift", Jahrgang 7, Seite 386. Hätten wir auch sonst keine Nachrichten über Ferdinand, wie er gegen die Juden gesinnt und gestimmt war, als dieses Aktenstück allein, es würde hinrcichen von der humanen Gesinnung Ferdinands umsonaehr Zeugnis abzulegen, wenn man die damaligen Zeitverhältnisse dabei mit in Rechnung bringt. Michelangelo Möses-szobra elött. Ungarisches Gedicht von N ögrädi Pa p D ezsö, ins Deutsche übersetzt von Arnold Kohn. Vor dem Moses Michelangelos. Das ist d.es Meisters Werk, herrlich und erlaucht, Wie ers in erhabener Begeisterung erdacht, Wie ers erträumt in fieberhafter Nacht, Wie er dem Traume Geist und Seele eingehaucht. Auf diesem feierlich ernsten, hohen Haupt Der helle Glanz des Himmels thront, Der des Herrn Gnad’ mit Huldigune lohnt, Daß man von Dornbuschilamnr umstrahlt es glaubt. Dieser hochgewölbten Stirne reiche Pracht Gewiß nur dann war so betrübt, Als Sklavendienst, von seinem Volk verübt, Es träg und faul und fast dem Staube gleich gemacht. Von diesem Aug, das in die Ferne schaut, Des Sehers Blick wirft seinen Strahl Auf Kanaans Wunder, reich an Zahl, Er sieht sie -- weil er auf Gott vertraut. Ja, er ist’s, der Held, der Feuergeist, Der stolz erwartet neuer Kämpfe Zeit, Zu neuen Schöpfungen für die Ewigkeit Von Gott gesandt, — er ist zum Dienst bereit. Budapest, 14. November 1915. KriefKaste«. Steuerzahler der isr. ftultusgemeinde Wien. Wir glauben kaum, daß eine Veröffentlichung Ihres Artikels in der „Wochenschrift" der Sache nützlich wäre. Wir unsererseits müssen den Abdruck ablehnen. ft. F. Wie aus Moskau berichtet wird, hat dis dortige jüdische Gemeinde an die Regierung das Gesuch gerichtet, man möge den galizischen Juden erlauben, sich mit Handel und Handwerk zu befassen. Das Gesuch wird mit dem Umstand begründet, daß die Massen verschickter galizischer Juden den armen Gemeinden zur Last fallen, während sich unter den Verschickten zahlreiche gute Handwerker und Gewerbetreibende befinden, die gern arbeiten woiien. Auch haben sich zahlreiche jüdische Geschäftsinhaber bereit erklärt, galizische Juden in ihren Geschäften zu beschäftigen. ft. H. Bei den Wahlen zum Parlament von Südafrika wurden sechs Juden gewählt. Notiz. Jüdische Bühne. Hotel Stefanie, 11., Taborstraße 12. Direktion : S- P o d s a m c e. gelangt zur Aufführung: Freitag, 26. November 1115 : ..Rabbi I o s e h n a n", Operette in 4 Aufzügen. — Samstag, den 27. November und Sonntag den 28. November: „Die drei M a l u n e §", Operette in 4 Aufzügen, Prolog und Epilog. Text von B. Hart. Musik von'Eh. Wolfsthal. — Sonntag den 28. November, halb 4 Uhr nachm., ermäßigte Preise: „Opferung Isaak s", Operette in 4 Aufzügen von A. G o l d f a d e n. — Montag den 29. November: „Chanale", Lebensbild in 4 Auszügen von .ft obin. — Dienstag den 30. November: „Es ra". — Mittwoch den 1. Dezember: „T i e zwei ft uni Lemc l", Operette in 4 Aufzügen von A. Goldfaden. — Donnerstag den 2. Dezember: Gordin-Abeud, „Tie Schchitc'. — Ter Kartenverkauf erfolgt täglich ab 5 Uhr nachm, und Sonn- und Feiertage ab 9 Uhr vorm, an der Kasia der Indischen Bühne. — In Vorbereitung: „Krieg und Lieb c" von Leon Weißberg. Tüchtiger israelitischer Privatlehrer unterichtet Religion und Volks- und Mittelschulgegenstände gegen mässiges Honorar. Zuschriften an R. Rosen, VII., Neustiftg. 52, I. Stock, Tür 20. ftomponist Ccfir Straus-Widmung für junge Muftier. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von ftr. 37.— . Vewrrbungsberechtigt sind: Arme Israel., der Musik beflissene ftnaben, Jünglings oder Mädchen. Verleihungstag: 29. Jänner 1916 ' (24. Schebat). Eesuchsbrilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studieuz!.ugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengas'e 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). __ Moriz P?rlr's-Wvhltätigt?its-Widmung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt^ zusamürrn Kr. 500.—. Bewerbungsberechtig» sind: Bcrarmte. jüdische Famili.n,^welche durch das plötzl'chs Ableben des Ernährers — sei es infolge '^-chlaganfalles, Gewalttat, ftrieges odsr Unglücksfallss (Selbstmord ausgeschlossen) — aus geordneten Verhältnissen in drückende Not gestürzt wurden. Es bildet hiebei keinen Unterschied, ob der verstorbene Ernährer das Haupt oder nur ein Mitglied der Familie war. Bevorzugt sind: Bewerber, welche in direkter Linie von dem Widmungscrrichter, Herrn Moriz Perles, oder 'dessen Gattin, Frau Agnes geb. Schiller, abstammen oder der Seitenverwandtschaft des Widmungserrichters oder dssssn Gattin bis zum 5. Grade angehören. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Totenschein, Armutszeugnis, eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Leopold Wots'schr Stiftung für Arm? und .ftlringkwrrd?- treibende. Anzahl der Plätze: a) Für Arme: Sechs im Betrage von je Kr. 380.—; b) für ftleingewerbetreibende: Sechs im Betrage von je ftr. 380.—. Bewerbungsberechtigt sind: a) Verschämte, in Wien wohnhafte Arme jüdischer ftonfession, und zwar Familienväter oder Witwen; b) in Wien wohnhafte arme ftleingewerbetreibende jüdischer ftonfession. Bevorzugt vor allen anderen Bewerbern sind: Arms iscaelit.fche Familienväter, Witwen oder ftleingewerbetreibende, welche nach-, weisen, daß sie. mit dem. am 4-, Februar -1903verstorbenen Stifter,. Herrn Leopold Wolf, oder mit dessen am 22. Dezember 1911 verstorbener Gattin, Frau Sophie, geb. Bunzt, verwandt sind, ohne Rücksicht darauf, ob sie in Wien wohnhaft sind oder nicht. — Als Verwandte sind anzusehen solche Bewerber, welche in ehelicher Deszedenz von den Großeltern des Stifters oder seiner Gattin abstammen und mit dem Stifter, b:zw. dessen Gattin, in einem nicht entfernteren als dem sechsten Grade der Seitenlinie verwandt sind. Verleihungstag: 4. Februar 1916. Eesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Totenschein, bezw. Gewerbeschein und gegebenenfalls Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Der Vorstand der israel. ftultusge neinde Wien. l HERRENSCHNEIDER ■ ■ ALFRED ZWOL'NSKI jjj a Wien, I., Marc Aurelsfrasse 7. B B ANFERTIGUNG NACH NASS VON NU3 ERSTg V KLASSIGEN »EHRENKLEIDERN IN NUR VORffl & NEHMSTER AUSFÜHRUNG. _ B S Baste Referenzen. Telephon 5125/VI. e Junger, gebildeter Oberkantor ledig, sprachenkundig, im Besitze einer gründlich geschulten. phänomenalen Heldentenorstimme und gediegener musikalischer Kenntnisse, geprüfter Religionslehrer, sucht baldiges, entsprechendes Engagement. Gefl. Zuschriften unter Chiftre „Heldentenor 1915“ an die Administration dieses Blattes, Herausgeber und verantwortlicher Nedalteur: Dr. Josef S. Bloch — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VII.