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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-11-19 · 46 (19.11.1915) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
46 (19.11.1915)
Date
1915-11-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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46 Dr. Bloch's Wochenschrift «cNe 851 für eine Auszeichnung in Vorschlag gebracht wurde. Tie -LeichettbegtMgnis des Legionärs Klein 6aUS. Brüder Löwen köpf stammen mütterlicherseits von der > Rabbinerfamilie R e i n i tz ab. Jakob K a tz, Privarbeamter in Großwardeiu, welcher selbst süit Kriegsausbruch bei der Bürgermiliz als Ossiziersstellvertreter Dienst macht, hat vier Löhne beim Militär. Unter ihnen wurde der Arzt Dr. Ludwig Katz, welcher erst vor kurzem mit dem Signum laudis ausgezeichnet wurde, jetzt neuerdings zums Oberarzt befördert und mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande' der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Auch die anderen drei Söhne kämpfen auf den-'verschiedenen Kriegsschauplätzen für das Vaterland. Elias Stark, Privater in Nyiregyhaza, hat fünf Söhne, welche ihrer Militärdienstpflicht gm Felde entsprechen. Erstens: Hermann, geboren 18,6, Kaufmann, ist bei der ersten Mobilisierung als Reservehonved-Feldwebel eingerückt und geriet bei der Einnahme von Lemberg, in russische Gefangenschaft. Zweitens: Dr. Samuel Eros, geboren 1878, Advokat, dient als Kadett auf dem nördlichen Kriegsschauplätze. Drittens: Moritz, geboren 1880, Holzhändler, kämpft in Ostgalizien. Viertens: Eugen Erös, geboren 1880, Eisenhändler, geriet gleichfalls in russische Gefangenschaft. Fünftens: Ludwig, geboren 1896, Beamter, ist als Einjährig-Freiwilliger eingerückt, kam nach seiner Ausbildung ebenfalls auf deiL nördlichen Kriegsschauplatz und wurde im Oktober d. I. in den ostgalizischen Kämpfen verwundet. („Egyenlöseg.") Leutnant Mayer. - Leutnant Eugen Mayer, ein Sohn des ungarischen Abgeordneten Dr. Edmund M a y e r, hat auf dem russischen Kriegsschauplätze den Heldentod gesunden. Der Regimentskommandant des gefabenen Helden richtete, wie „Egyeulöseg" berichtet, an den tiefgebeugten Vater das folgende auszeichnende Schreiben: Hochgeehrter Herr! Einer traurigen Pflicht kam ich nach, als ich Euer Hochwohlgeboren vom Heldentode Ihres lieben Sohnes Eugen verständigen liest. Nun aber bitte ich S'.e zunächst, sowohl in meinem, als in meiner Offiziere Namen, den Ausdruck aufrichtigster, innigster Teilnahme empfangen und auch Ihrer hochgeschätzten Familie verdolmetschen zu wollen, wenn von Trost hier überhaupt gesprochen werden kann, so möge Euer Hochwohlgeboren in der Tatsache einige Linderung finden, daß Ihr lieber, nunmehr verblichener Sohn für unsere heilige Sache, für Vaterland und König den Tod eines Helden gefunden hat, dah er, ein braver, männlicher, pflichtbewußter Soldat, sich in meinem Regiments und bei dessen Offizieren allgemeiner Beliebtheit, Zuneigung und Hochschätzung zu erfreuen hatte. Die näheren Umstände' seines Todes sind die folgenden: Er war am 15. »., gegen 4 Uhr nachmittags, bei dem Angriff, der aus westlicher Richtung gegen die Ortschaft M. am Stryj und die benachbarten Höhen gerichtet wurde, bildete mein Regiment anfangs die Reserve hinter dem Nordflügel der Angrisfsgruppe. Die Attacke führte über schwieriges, dicht bewaldetes ' und versumpftes Terrain. Bald hatte mein Regiment in Aktion zu treten, da der Feind, um unser Vordringen zu verhindern, uns aus nördlicher Richtung mächtige, überraschende Gegenangriffe entgegensetzte. Mein tapferes Regiment schlug hintereinander sechs ■ solche, mit Maschinengewehrfeuer unterstützte, Gegenangriffe zurück und fügte dem Feind derartige Verluste bei, daß er, aus den weiteren Widerstand verzichtend, sich, als der Abend hereinbrach, zurückzog. Während eines solchen Gegenangriffes, wollte es ein unglücklicher Zufall, daß der arme Eugen einen Kopfschuß erhielt, .der seinen sofortigen schmerzlichen Tod herbeiführte.. Ich sage: unglücklicher Zufall, weil in jenem Dickicht und bei der schon begonnenen Dämmerung von einem Zielen nicht dir Rede sein konnte und Ihren armen Sohn — der an jenem Tage als Pätrounlenführer Sicherungsdienst leistete — die tödliche Kugel nach seinem Einrücken zum Regiment traf. Ihr braver, nun schon toter Sohn hat sich übrigens an diesem seinem letzten Tage so tapfer, entschlossen und hervorragend benommen, baß ich ihn nachträglich zur Allerhöchsten Auszeichnung in Vorschlag brachte. Aus Krakau wird berichtet: Freitag, den 5. d. M., wurde hier Per an der wolhynischen Front tötlich verwundete, wegen besonderer Verdienste für die goldene Tapserkeitsmedaille vorgeschlagene Fähnrich der polnischen Legion, Ladislaus Steinhaus, unter großen Ehrenbezeugungen zur ewigen Ruhe geleitet. Der Zug bewegte sich vom Hauptbahnhofe ' zum jüdischen Friedhofe und wurde von einer Abteilung Infanterie , unter Kommando eines Leutnants eröffnet. Vor dem Leichenwagen schritt .der Festungsrabbiner Dr. W e i n s b e r g, dem mit vielen Kranzspenden bedeckten Sarge folgten neben den Angehörigen das Offizierskorps eines Landsturmbatai'.ions, Sladtpräsident Dr. Leo, der Präsident des polnischen Nationalkomitees Dr. Iaworski, die Reichsratsabgeordneten Vizepräsident Dr. G e r m a n n, Dr. Groß und Dr. K l e s k i, die Chefredakteure S t a r z e w s k i und Srokowski, der Chef des polnischen Mi.itärdepartements Oberstleutnant S i k o r s k i, Bezirksmarschall Skrsynski, Hofrat S are, der Vizepräsident der jüdischen Kultusgemeinde Dr. Landau, die hier weilenden Legionäre und ein zahlreiches Publikum. In der Nähe des Friedhofes gab die ausgerückte Truppe die Ehrensalve ab. In der Zeremonienhalle brachte Oberkantor D iwinski das Hafur Tomimgebet ergreifend zum Vorlrage, worauf Rabbiner Dr. Thon dem jungen Helden einen sehr wirkungsvollen Nachruf hielt und betonte, daß derselbe als würdiger Nachkomme jener unzähligen Juden, die einst für die Ehre des Judentums den Scheiterhaufen bestiegen, in den Kampf für eine ihm heilige Sache gezogen und seinen Patriotismus mit dem Herzblule besiegelt habe: Abgeordneter Srokowski nahm bann namens des polnischen Nationalkomitees vom Toten Abschied; als letzter sprach einer der Schulkollegen des Verstorbenen, worauf unter Gebeten die Beisetzung erfolgte. _ Pr. Arih Kochivakd. ,;Der Krzt des. Spitals der' israelitischen Kultusgemeinde Wien, Assistenzarzt Dr. Fritz Hochwald, ist — wie bereits gemeldet — in seinem '26. Lebensjahre auf dem südwestlichen Kriegsschauplätze den Heldentod gestorben. Der Oberst seines Regimentes richtete an den tiefbetrübten Vater nachstehende Zuschrift: K. k. LI'R. Nr. 37. An Sr.-Hrchwohlgeboren den Herrn Bernhard Hochwald in Wie n. Feldpost 55, am 31. Oktober 1015. Seit Beginn des Krieges an der Front, hat Ihr Sohn alle Begebenheiten als gewissenhafter Arzt, als herzensguter und prächtiger Kamerad mitgemacht. Er stand im Begriffe, den Samariterdienst zu tun, da traf ihn das tätliche Geschoß — schmerzlos starber den Heldentod. Im eigenen, sowie im Namen der Offiziere und der Mannschaften des Regiments, die wir alle Ihren Sohn achteten, schätzten und liebten sage ich Ihnen und Ihrer Familie das i migste Beileid. Sie verloren den geliebten Sohn, die Geschwister einen hingebenden Bruder, wir einen hervorragenden Kameraden, die Menschheit einen ganzen Menschen. - Her Allmächtige tröste, das Bewußtsein, Teueres am Altar •des Vaterlandes geopfert zu haben, stütze und erhebe Sie. Genehmigen Euer Hochwohlgeboren den Ausdruck besonderer Wertschätzung, in der ich mich zeichne als Euer Hochwohlgeboren ganz ergebener Bi ückner m. p., Ob -rst. Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eisernen Kreuze. Bishe. wurden 4524 mitgeteilf. in der vorliegenden Nummer 107, tusammeu 4631. Amsterdam. Alfred Berger, zum Gefreiten befördert. Berlin. Erich Arndt, . Gefreiter in einem Garde-Grenadierregiment; Henry Auerbach, Offiziers-Aspirant und Vizewachtmeister in einem Garde-Feldartilerieregiment: Werner Asch, Leutnant der Reserve in einem Reserve-Infanterieregiment: Werner B a ch, Fähnrich; Mar Blumenstein, Gefreiter; Dr. Karl Czapski, Musketier, in einem Infanterieregiment, Referendar; Herbert Engel, Unteroffizier in einem Garderegiment; Mar Falk, Gefreiter in einem Infanterieregiment; Richard Freund, Grenadier in einem Gärderegiment zu Fuß; Theodor Koldschmidt, Assistenzarzt bei einem Infanterieregiment; Hans Landsberger, Einjähriger, Kriegsfreiwilliger, -Pionier-Gefreiter; Dr. med. Wilhelm'. Luftig, Assistenzarzt; Adolf Mannheim e r; Otto Metzger, Armierungssoldat; Harry Meyer,

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