Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 46 (19.11.1915)
- Date
- 1915-11-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 848 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 46 thal, .Jnf.-Reg.Nr.4; die Korporale Rachmiel Abosch und Siegm. Fuchs, Gefr. Jakob Nebenschu ß, alle drei beim Jnf.-Reg. Nr. 58; Inf. Samuel Rubin, Jnf.-Reg. Nr. 95; Gefr. Moses Kriegel und Blessiertenträger Moses Leber, Landw.-Reg. Nr. 20; San.- Kadetten Mor. Meller und Jak. G ä r t n e r, die Blessiertenträger Samuel Schleier, Mrah. Schlojm, Aron Bretschneider, alle fünf beim Landw.-Reg. Nr. 22; Inf. Nachman Grobler, Landw.-Reg. Nr. 36; die deutsche Kr iegervcrdien st Medaille erhielt vom deufichen Kaiser der Offiziers-Stellvertreter Hersch Jak ab, Jnf.-Reg. Nr. 63. Vorstehend sind verzeichnet: 1 Offizierskreuz des Franz Josef-Ordens, 2 Mil.-Verdienstkreuze 3. Klasse, 2 silberne Signum laudis, 46 Signum laudis, 4 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 2 goldene Verdienstkreuze, 12 silberne Verdienstkreuze mit der Krone, 1 silbernes Verdienstkreuz, 6 silberne TapserkeitsMedaillen 1. Kl., 36 silberne TapferkeitsMedaillen 2. Kl., 53 bronzene Tapferkeitsmedaillen, 1 deutsche Kriegsverdiensttnedaille, zusammen 166 Auszeichnungen; hievon 67 an Offiziere des Soldatenstandes, 12 an Militärärzte und Militärbeamte, 87 an Personen des Mannschaftsstandes. Generalmajor Austerlih. Se. Majestät der Kaiser hat den Oberst Dr. Leopold Austerlitz zum Generalmajor ernannt. November-Avancement. Unter den vielen Glaubensgenossen, die mit Novemberavancement befördert wurden, seien hervorgehoben: zum Oberstleutnant der Major Moriz Feld mann, Platzkommando Lemberg; zu Oberstabsärzten die Oberstabsärzte 2. Klasse Dr. Emil T a u s s i g, Dr. Julius Schwarz köpf, Dr. Karl Feyertag; zu Oberstabsärzten 2. Klasse die Stabsärzte Dr. Abraham S t e p l e r, Dr. Oskar Steinhaus, Dr. Bernh. Bardach, Dr. Marcell Feder; zu Stabsärzten die Regimentsärzte Dr. Leo Schärf, Dr. Karl Sternbach, Dr. Maximilian Lauer, Dr. Sigmund Leinkramm, Dr. Sigmund Alles und Dr. Viktor Grünfeld. Generalstabsarzt Wert. -Dr. Weil, der feit Beginn des Krieges an der Front weilt, ist Sanitätschef des' 16. Korps. Mit dem Avancement vom November wurde er zum Generalstabsarzt befördert. Einige Tage vorher erhielt er das Osfizierskreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des - Militärverdienstkreuzes, knapp vorher das Osfiziersehrenzeichen vom Rpfin Kreuz und vor einigen Monate: die Eiserne Krone 3. Klasse. Er gehört dem Stande der Landwehr an. Wettere Auszeichnungen. Dr. D. E. Oppenheim, Professor am t. k. akad. Gymnasium in Wien, der zu Kviegsbeginn als Leutnant des 14. L.-J.-R. in Brünn eingerückt ist, wurde zum Oberleutnant befördert und geht Ende des Monats zum drittenmale ins Feld. Ingenieur Franz Weinstein, Sohn des Oberosfizials Sigmund Weinstein, wurde zumk. u. k. Landsturm-Jngenieur-Leutnant ernannt. Feldwebel A. M. Ehrlich, Sohn des Samuel Ehrlich in Czernowitz, wurde wegen tapferen und aufopfernden Verhaltens' vor dem Feinde durch Gefangennahme einer russischen Patrouille in den Kämpfen in Wolhynien mit dem silbernen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet und ist zum Stabsfeldwebel befördert worden. Stabs- ' feldwebel Ehrlich erhielt schon einmal die belobende Anerkennung. Artillerieöeovachter. Fähnrich in der Reserve Dr. Wilhelm Klein der Feldhaubitzendivision Nr. 1 machte ohne Ablösung die fast täglichen schweren Beschießungen des Stützpunktes Czarkow durch drei Monate mit. Seine Beobachtungen hundert Schritte vor den feindlichen Schwarmlinien, oftmals im schwersten Infanterie- und Artilleriefeuer, zeigen von hervorragender Tapferkeit, sind dem 'Batterie-Kommando von unschätzbarem Werte und haben die Verhältnisse beim Stützpunkt entscheidend beeinflußt. Seine Beobachtungen entlarvten eine Scheinbatterie. Später machte Fähnrich Klein ohne Befehl eine Patrouillierung bis in die vordersten russischen Schützengräben mit. kehrte auf dreißig Schritte vom Gegner zwecks Verständigung der eigenen schießenden Artillerie zurück und folgte neuerdings der Patrouille. (Goldene Tapferkeitsmedaille.) Kauptmann Alfred Löwenstein, Kitter des Eisernen Kronen-Hrdens 3. Klaffe mit der Kriegsdekoration. Ein neues Ruhmesblatt in der stattlichen Reihe unserer Kriegshelden. — Es sei mir, als altem Freunde, gestattet, einige Worte über diesen Kriegshelden der Oefsentlichkeit zu übergeben. Geboren in Mähr.-Ostrau, trat Hauptmann Löwe nste i n nach Absolvierung der Unterrealschule in die Militäroberrealschule und nach deren Absolvierung in die k. k. Landwehr als Offizier ein. Nach mannigfachen Garnisonen nach Olmütz transferiert, wurde er Kompagniekommandant im 13. Landwehr-Infanterieregiment, eines hervorragenden, sich aus hannakischer Mannschaft ergänzenden Verbandes. Später in besonderer Verwendung stehend, war er Kommandant der Freiwilligen- Abteilung. Bald. nach der Mobilisierung ging er mit einer Marschformation aus den östlichen Kriegsschauplatz, wo er nach zahlreichen Schlachten und Gefechten bei Jvangorod durch einen Leistenschuß schwer verwundet wurde. Durch die langwierige Spitalsbehandlung zur Untätigkeit verurteilt, konnte Hauptmann Löwen stein den Moment nicht erwarten, wo er wieder aus das Schlachtfeld zurückkehren konnte. Obwohl noch Rekonvaleszent, meldete er sich: beim Regimente und ging im Juni 1915 als Kommandant eines Bataillons neuerlich auf den östlichen Kriegsschauplatz. Mit den Worten: „Ich gehöre hinaus," wehrte Hauptmann Löwen st ein meinen Einwurf, daß er noch hinkend marschiere, .ab. Für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde wurde Hauptmann Löwen stein schon im November 1914 die neuerliche kaiserliche Anerkennung.(Signum laudis am Bande der Tapferkeitsmedaille) ausgesprochen. Nunmehr wurde dieser Held laut Landwehr-Verordnungsblatt Nr. 143 mit dem Orden der Eiserneil Krolle 3. Kl. mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Dr. B. T.' Aer ausgezeichnete Katrouissenführer. Im Stuhlweißenburger Militärspitale hat dieser Tage, -wie „Egyenlöseg" berichtet, eine erhebende Feier stattgefunden: Dem Patrouillensührer des Honved-Jnfanterieregiments Alexander Nicht e r aus Seregelyes wurde durch den Stabsarzt Dr. Eugen G u t h e r z iit Anwesenheit des gesamten Pflegepersonales die silberne Tapferkeitsmedaille, welche ihm von Seiner Majestät verlieheil wurde, -an die Heldenbrust geheftet, während seinp Kameraden salutierend an ihm vorbei defilierten. Der ausgezeichnete Patrouillensührer hat zuerst gegen die Russen gekämpft und wurde in einem Kampfe verwundet.