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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-11-12 · 45 (12.11.1915) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
45 (12.11.1915)
Date
1915-11-12
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 844 Dr. Gloch's Wochenschrift Nr. 45 Die Dichter CH. N. Bialik und S. F r u g, der russischjüdische Dramatiker S. Juschkewitsch und M. Ussischkin haben die Herausgabe eines literarischen Sammelbuches unternommen, dessen Ertrag zugunsten der durch den Krieg in Not geratenen Juden verwendet werden soll. Ch. N. Biali k hat für dieses Sammelbuch eine neue Erzählung geschrieben. Krrefliasten. „Lesern'. Ueber die Familiengeschichte des Hauses Horowitz erschien in hebräischer Sprache: fl'"7in Geschichte der Familie Horowitz, ihr Leben' und literarisches Wirken vom Beginn des XVI. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart, nach den Quellen bearbeitet von B. Friedberg. Frankfurt a. M- Sänger u. Friedberg. 1911. Ferner findet sich im Thaluchas Olam von Salomou Horowitz, Lemberg, Truck von Ch. Rohatyn, Verlag des Verfassers, 1901, in der Einleitung eine Abhandlung über die Familie Horowitz. Johu B. Mit jüdischen Zarenknechten uns in Diskussionen einzulassen, ist doch wohl nicht notwendig, jedenfalls unser unwürdig. K. F., Tomaschow. Daß auch in Rußland der Antisemitismus nicht dem Eemüte des Volkes entspringt, sondern meistens durch die Organe der Regierung künstlich gezüchtet wird, weiß jeder, der mit den Verhältnissen vertraut ist. Das Volk hat gar kein Interesse daran, die Juden, die friedlich mit ihnen leben und wirtschaftlich ihnen gute Dienste leisten, zu verfolgen. Daß aber am Grabe eines Rabbiners ein christlicher Geistlicher das Wort ergreift, um dem Toten einen freundlichen Nachruf zu halten, dürfte doch zu den Seltenheiten zählen. Bei der Beisetzung des im 64. Lebensjahre dieser Tage verstorbenen Rabbiners Hirsch Jsrael 0 w i c g in Tomaschow, zu der aus Stadt und Umgegend viele tausend Personen herbeigerilt waren, hielt nach den Trauerreden mehrerer Rabbiner auch der Pfarrer von Tomaschow eine tief empfundene Rede, in der er aus die warmherzige Tätigkeit des Heimgegangenen auf dem Gebiet der Armenfürsorgs hinwies, bei welcher Tätigkeit der Verstorbene keinen Unterschied zwischen Juden und Christen gemacht habe. Dr. Din B. Obwohl die christlich-germanische Abstammung des amerikanischen Stahlkönigs Schwab, des Munitionsmassenlieferanten für die Feinde Deutschlands, längst in aller Oeffen!- lichkeit festgestellt ist, können sich die Herren Antisemiten noch immer nicht entschließen, der Wahrheit die Ehre zu geben. Die „Reichspost" nennt ihn Charles Moses Schwab. Auch der allmächtige deutschfeindliche englische Zeitungsverlrger Lord Northc l i f f e, Sir. Alfr. Charles William Harmsworth, figuriert als der „geborene Isaak Stern aus Frankfurt a. M.", während er, nach den Angaben des als zuverlässig anerkannten Ze'.tgenossrn- Lerikons von Hermann A. L. D e g e n e r, am 15. Juli 1865 als der Sohn des irischen Advokaten Alfred Harmsworth in Dublin geboren ist. M. Schwarz. Das ist ct.i verdorbenes Hebräisch, enthält übervies eine blasphemische Bemerkung.? Jüdisch« Bühne. Hotel Stefanie, 2. Bez., Taborstraße 12. Direktion S. Podsamcze. Es gelangt zur Aufführung: Freilag, den 12. November 1915: „I udith und Holo ferne s", Operette in vier Aufzügen von A. Goldfaden; Samstag, den 13. November und Sonntag, den 14. November, zum erstenmate „Fluch der Liebe", Operette in vier Aufzügen von Ch. Wolfsthal; Sonntag, den. 14. November, 314 Uhr nachmittags, ermäßigte Preise: „G a b r i e l". Operette in vier Aufzügen von I. Sharkansky; Montag, den 15. November, 3',4 Uhr nachmittags, ermäßigte Preise: „Kol N i d r e". Operette in vier Aufzügen von B. Zalatrowski; Montag, den 15. November, 8 Uhr abends: „A sarja der Hel d". Operette in vier Aufzügen von Lateiner; Dienstag, den 16. November: „Al Naharojs Buwe l", Operette in. vier Aufzügen von Scharkan sy; Mittwoch, den 17. November: „Das zehnte G eb 0 t", Operette in vier Aufzügen von A. Goldfaden; Donnerstag, den 18. November: Gordin-Abend: „Der wilde Mens ch". In Vorbereitung „Alexander" und die Operette „Die egyp tische Prinzessin", in vier Auszüger von Oberkantor I. H a l p e r n. Der Vorverkauf an Wochentagen täglich ab 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen ab 9 Uhr vormittags an der Kassa der Jüdischen Bühne. Gustav Spitz'sche Heirstsausstattungs-Sliftung für arme Mische Mädchen. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kr. 220.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme jüdische Mädchen, wttche sich im Brautstande befinden. Bevorzugt sind: Würdige arme jüdische Bräute, welche mit dem Stifter, dem am 19. November 1907 in Wien verstorbenen Herrn Siegmund Sp'tz, oder mit dessen Gattin, Frau Johanna geh. Königsgarten, verwandt sind. Als Verwandte sind anzusehen: a) Die eheliche Deszendenz des Stifters und seiner Gattin; b) jene Bewerberinnen, welche mit dem Stifter, bezw. dessen Gattin in der Seitenlinie nicht über den sechsten Grad hinaus verwandt sind. Verleihungstag: 19. Februar 1916. Gesllchsbcilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Braufftandszeugnis, Sittenzeugni-, gegebenenfalls Nachwns der Verwandtschaft mit dem Stifter, bezw. dessen Gattin. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor dem Verleihungstage verehelichen, werden des Anspruches an die Stiftung verlustig. Philipp, Johanna und (invitta Zwiilinger'sch? Hciratf auMattungs-Sliftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kr. 1050.—. Bewerbungsberechtigt sind: Tugendhafte, mittellose, aus Mähren oder aus Niederöstrrreich stammende, in Wien domizilierende jüdische Mädchen, welche im Begriffe sind, eine den staatsgesetzlichen und jüdisch-rituellen Vorschriften entsprechende Ehr e'.nzugehrn. Bevorzugt sind: Unter sonst gleichen Verhältnissen mit dem Stifter, Herrn Philipp Zwillinger, oder mit dessen Gattin Frau Johanna Zwillinger, verwandte Bewerberinnen. Gefllchsbri.a^en: Ecburt-sche'n, Sitienz ugnis, Verlobungsimchweis, Ärmutszmgn's, Meldezettel und gegrbsnenfalls Verwandtschaftsnachweis. Verl.'ihungstag: 9. Mai 1916 (6. Jjar), als Strrbegedächtnistag der Frau Johanna Zwillinger. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1915. Einreichstelle: 1. Bez, Seitenstettengasfe 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche vor der Verleihung heiraten, haben keinen Anspruch auf diese Stiftung. FraNtz-i Güdemann-Widmung für kranke Mädchen. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kr. 75.—. Bewerbungsberechtigt sind: In Wien wohnhafte, jüdische, achtbare, arme, kranke Mädchen, womöglich im Alter zwischen 17 und 20 Jahren; in Ermanglung kranker Mädchen, k innen auch kranke Frauen beteilt werden. Bevorzugt sind: Herzleidende Mädchen. Verleihungstag: 2. Februar 1916 (28. Schebat), als Sterbegedächtnislag des im Alter von 16 Jahren verstorbenen Fräuleins Franzi Güdemann, Tochter Sr. Ehrwürden des Oberrabbiners Dr. Moriz Güdemann und seiner Gattin, Frau Jda Güdemann, geb. Sachs. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Krankheitszeugnis. Letzter Tag der Einre'chungsfrist: 30. November 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Wien, 1. November 1915. Der Vorstand der israel. Kultusge neinde Wien. Lageristin, Expedienlin oder Verkäuferin. lViCtlllpiilrtiillU bittet baldigst um einen Posten. Anträge unter R. F., X., Jagdgasse 6 a, Tür 5. G. schön möbliert, separiert, event. mit anstossendem. /Jlllllllcl Salon, sofort zu vermieten. Streng rituelle Pension. II., Malzgasse 8, I. S:ock. G. Eia talmudbeflissener junger Mann wäre geneigt, zwei Talmudlektionen, auf Wunsch auch Bibelunterricht zu erleilen. Derselbe vermag auch einem Gymnasialanfänger die nötigen Vorbereitungen beizubringen. Nähere Auskunft in der Redaktion. G. Hnphcnhiiloi* Israelit, unterrichtet alle GymnasialgegenllULrlldulllIItsl stände, auch hebräisch. Zuschriften an M. Henoch, I., Universität. G. Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentum) in Berlin N. 24, Ärliileriestrasse 14. Kinä£ri£ 25. Oktober. Die Anmeldungen sind an das Lehrerkollegium zu richten. H iansgcbcr und ve:anrwo.l:ich.l R b Ji.ui: Dr. Josef E. Bloch — Druck von L. Beck L Sohn, Wien. VII.

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