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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-11-12 · 45 (12.11.1915) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
45 (12.11.1915)
Date
1915-11-12
Page
– (sequence 3)
Language
German
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2ßr. 45 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 831 2 silberne Verdienstkreuze, 7 silberne Tapferkeitsmedaillen 1. Klasse, 18 silberne Tapferkeitsmedaillen 2. Kl., 17 bronzene Tapserkeitsmedaillen, 1 deutsche Kriegerverdienstmedaille, zusammen 98 Auszeichnungen; hievon 33 an Offiziere des Soldatenstandes, 11 an Militärärzte und Militärbeamte, 54 an Personen des Mannschaftsstandes. Weitere Auszeichnungen. Dr. Arthur Gabor, Regimentsarzt, der in dieser Eigenschaft bereits mit denr Ritterkreuz des Franz Josef- Ordens ausgezeichnet wurde, erhielt neuerdings für seinen in einem Epidemiespital bekundeten überaus großen Eifer die Ehrenmedaille zweiter Klasse vom Roterl Kreuz. Sein jüngerer Bruder, Errdre Gabor, wurde auf dem Kriegsschauplätze außertourlich zum Leutnant befördert und mit dem goldenen Verdienstkreuze mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Beide sind die Söhne des Arztes Dr. Eduard Gottlieb in Csantaver und befinden sich seit Kriegsausbruch auf dem Kriegsschauplätze. Armin Pollacsek, Feldwebel aus Maczonka, wurde von Seiner Majestät für eine Heldentat, durch welche in den Karpathenkämpfen bei Benyovana ein feindlicher Angriff aufgehalten wurde, mit der bronzenen Medaille ausgezeichnet. Der Genanllte, der im bürgerlichen Leben Gastwirt ist, rückte am 1. August 1914 als Landsturmgefreiter ein und wurde zuerst zum Zugsführer und dann zum Feldwebel befördert. Dr. Aladar Jllesi, welcher bereits im Mai dieses Jahres das Offiziersabzeichen zweiter Klasse vom Roten Kreuz erhalten hatte, wurde ams 26. Oktober mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der! Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Bruno Storch, Leutnant des 3. Dragonerregrmentes, zugeteilt dem 11. Ulanenregiment, wurde für vor dem Feinde bewiesene Tapferkeit mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Alexander Grosse r, Kadett eines k. u. k. Infanterieregimentes, war der erste, welcher anläßlich des Durchbruches bei Zlota-Lipa in die russischen Stellungen ein-? drang. Zur Belohnung seines heldenmütigen Verhaltens heftete ihm sein Oberst in Begleitung einer aneifernden Ansprache an der Front die Tapferkeitsmedaille an die Brust. Der 21jährige Kadett, der im bürgerlichen Leben Advokaturskandidat ist, ist ein Sohn des Szege-> diner Advokaten Dr. Albert Grosse r. Ignatz Bruder, Landsturmleutnant, Ingenieur in Raab, wurde für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde von Seiner Majestät mit dem Militärverdienftrreuz dritter Klasse mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Oberleutnant Dr. Siegfried Kramer wurde für sein besonders tapferes Verhalten vor dem Feinde mit der belobenden Anerkennung und mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Oberleutnant Kramer ist der Sohn des im 16. und 17. Bezirke allgemein geachteten Herrn Jakob Kramer, dessen jüngerer Sohn Otto erst vor kurzem das Signum laudis erhielt. Oberleutnant Arpad Weiß wurde für seine auf dem Kriegsschauplätze erworbenen Verdienste mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Diese schöne Auszeichnung gewinnt auch dadurch noch an erhöhtem! Interesse, daß der Thronfolger ihm dieselbe eigenhändig an die Brust heftete. Der tapfere Offizier wurde am 12. Oktober auf dem russischen Kriegsschauplätze von einer Eskadron Husaren und einem Bataillon Infanteristen vor den Thronfolger geführt, der ihm, wie erwähnt, die Auszeichnung an die Brust heftete und ihm auf Allerhöchsten Befehl für seine Heldentat die höchste Anerkennung ausdrückre und erklärte, daß sein Dienst von großer Bedeutung mar, und drückte ihm zum Zeichen seiner Anerkennung die Hand. Emerich Reismann, Kadett des . Infanterieregiments, Sohn des Sarvaser Advokaten und Generaldirektors Dr. Adolf Reis m a n n, hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Die erste bei Jvangorod, dann zeichnete er sich bei Warschau aus ulld jüngst wurde er mit einem Divisionsbefehl belobt. Reserveleutnant Desider Steiner, Sohn des Max Steiner in Salgo-Tarjan, wurde für sein heldenmütiges Verhalten in den Kümpfen an der bessarabischen Grenze mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Richard Hollos, Mediziner, Fähnrich, erhielt für sein besonders tapferes Verhalten vor dem Feinde aus dem nördlichen Kriegsschauplätze die silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse. Eugen H u s z a r,. Leutnant des . Infanterieregiments, erhielt für sein tapferes Verhalten das Signum, laudis, nachdem er schon früher mit der silberigen Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet worden war. Er versieht seit der ersten allgemeinen Mobilisierung den Kriegsdienst. Stefan Matei, Ingenieur, Direktor der Zzegediner Eisenwarenfabrik Ferraria, erhielt zuerst das Signum laudis, ivurde dann außertourlich zum Oberleutnant befördert und wurde jetzt mit denr Militürverdienstkreuz dritter Klasse mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Dem Wiener Arzt Dr. Ludwig Katz, seit Kriegsbeginn tätig, wurde für fein erfolgreiches Wirken das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Vom Akad. Verein „Jüdische Kultur" wird gemeldet: Bb. Einj.-Freiw. Med. Zugsführer Heinrich B l u t - t e i ch, L.-Jnfanterieregiment Nr. 20, erhielt die kleine silberne Tapferkeitsmedaille und wurde zum Sanitärs- Kadett und bald darauf zum Sanitäts-Fähnrich ernannt. Bb. Max Rappaport wurde zum Fähnrich ernannt. Bb. Leutnant Josef H o r o w i tz, recte K a h a n e, erhielt das Signum laudis (ifr beim L. - Infame r ieregi.- ment Nr. 31). Bb. I. Hammer, Infanterieregiment Nr. 58, wurde zum Sanitäts-Kadett ernannt. Bb. Jsak Schindling wurde zum Kadett beim Infanterieregiment Nr. 57 ernannt. Insgesamt sind 17 Bbs. als Offiziere und Aspiranten im Felde, 8 Bbs. sind als Mediziner und 6 Bbs. als. Landsturmingenieure (bezw. 1 Bb. als Landsturmwerkmeifter) tätig. Fähnrich Dr. Engel vom 73. Infanterieregiment wurde mit der kleinen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, ebenso Fähnrich Franz Klein, Landwehr- Infanterieregiment Nr. 29, der zum Leutnant befördert wurde. Kadett Fritz Bauer, Infanterieregiment Nr. 11, erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse. Soldatischer Hpferrrmt. Ein Beispiel grenzenlosen Heroismus, ein Beispiel an Opfermut, an Unerschrockenheit gab vor kurzem der hier als Rechnungsuuteroffizier diensttuende — in Wiener jüdischen Kreisen wohlbekannte — Herr Arnold Lemberger. Es war am 29. Oktober, gegen 5 Uhr abends, als im hiesigen Barackenspital ein Brand entstand, dem beide Pflegerinnenheime und mit ihnen auch unser schönes Gotteshaus zum Opfer fielen.

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