Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 44 (5.11.1915)
- Date
- 1915-11-05
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 826 Dr. Hloch's Wochenschrift Nr. 44 führen, sind gänzlich phantastisch. Römische Fürsten besitzen Stammbäume, die auf Fab'us Marimus Cunctator und andere Helden des republikanischen Rom zurückgehen; sie haben denselben Kuriositätswcrt wie der davidische Stammbaum des Hauses Bagration, das übrigens mit zwei wirklichen königlichen Dynastien, der früh erloschenen armenischen und der georgischen, die mit Georg XIII. im Jahre 1801 endete, verwandt ist. Aus dieser stammte auch König David II., der Erneuerer (1125), der die Grenzen seiner Herrschaft bis nach KLinasien vortrug. Das Vö.ke:- gemisch im Kaukasus hat dir ethnographischen Merkmale der einzelnen Stämme und Nationen vielfach vermischt; der jüdische Einschlag ist aber jedenfalls sehr gering. W. Kriefkasteu. B. K. Es ist Tatsache, daß der Lar bei seinem nur kurzen Aufenthalt in Przemysl in der Mühle des als österreichischer Ulanenoberleutnant im Felde stehenden Juden Frankel seinen Wohnsitz aufgeschlagen hatte. Auch dem Hofpersonal erschien diese „Auszeichnung" des Juden Fränkel so bedeutsam, daß es nicht vergaß, sich ein Andenken mitzunehmen. Am Tage nach der Abreise des Zaren waren nämlich sämtliche Schmuck- und Wertsachen, Teppiche und kostbaren Einrichtungsgegenftändr verschwunden. B. L. in R. Die Judenriecherei ist so alt wie der künstlich genährte Judenhaß. Viktor von Scheffel amüsiert sich einmal darüber in einem Brief an Anton von Werner (Stuttgart, Bong & Co. 1915), daß „Horaz nach der Behauptung eines Triester Gelehrten ursprünglich Jude war, und nicht F l a c c u s, sondern Flekkeles hieß". H. L., Karlsbad. Kr. 10.— erhalten. Von einem Artikel wissen wir nicht. K. R. T. Daß die „Residenzbühne" judenverhöhnende Stücke aufführt, ist 'ein Skandal, daß aber Juden ihr JZeld dafür zahlen, ist ein trauriges Zeichen der um sich greifenden (selbstoerachtung der Großstadtjuden. Ein Lügengestraster. Der Austritt von Harry R e a ch aus dem Judentum wurde in Nr. 41 vom 15. Oktober 1915 der „Oesterr. Wochenschrift" festgestellt. Notiz. Jüdische Bühne. Direktion: S. Podzamec, „Hotel Stefanie", II. Taborstraße 12. Es gelangt zur Aufführung: Freitag, den 8. November 1615: „Tochter Jerusalems", Operette in vier Aufzügen von CH. Wolfsthal. — Samstag, den 6. und Sonntag, den 7. November: „Al Naharojs Büwel". Operette in vier Aufzügen von I. Finkelstein. — Sonntag, den 7. November, halb 4 Uhr nachmittags, ermäßigte Preise: „Mensch soll man sein." — Montag, den8. November: Gordia-Abend, „Die Schchite." — Dienstag, den 9. November: „Mammon der Geldgott." — Mittwoch den 10. November: „Blümal e." — Donnerstag, den 11. Novenrber: „Hadassa." — In Vorbereitung Herrn Chune Wolfsthals Operette „Fluch der Liebe", wie auch Herrn Oberkantor I. Halperns Operette „Die Egyptische Prinzessin". — Der Kartenverkauf erfolgt täglich ab 5 Uhr nachmittags, Sonn- und Feiertage ab 9 Uhr vormittags an der Kassa der Jüdischen Bühne. Statt jeder besonderen Einladung. Oberrabbiner W. Reich u. Frau beehren sich Freunden und Bekannten von der Bar-Mizwah-Feier ihrer Söhne Emst und Sigmund welche fpK 22^1 "£ D2tT am 27. November 1. J. beim Mussaphgottesdienste in der Synagoge zu Baden b. Wien stattfindet, Kenntnis zu geben. m» Gänseschmalz »»wie Prima Fett-Gänse za den billigsten Preisen und jedes Quantum liefert Frieda Toch, Wien, vusrs£Ä?eld8,5 Mar Schiel'sche Stiftung. Anzahl der Plätze: 20 im Betrage von mindestens Kr. 20.— bis höchstens Kr. 80.—, zusammen Kr. 958.16. Zn beteilen sind: 20 würdige, wahrhaft bedürftige israel. Arme, vorzugsweise Familienväter. Bevorzugt sind: Arme Verwandte nach dem am 8. Dezember 1859 in Wien verstorbenen Stifter Herrn Mar Schiel. Verlrihung: Während des diesjährigen Chanukafestes. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, gegebenenfalls Vcrwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. November 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Israelitischer Tempel-Verein sür die beiden Gemeindebezirke Mariahils und Neubau in Wien. Am 18. Dezember d. I. gelangen die Zinsen der Kalo ßohn'schen Wohltätigkeits-Stiftung durch den Vorstand des Mariahilfer Tempel-Vereines zur Verleihung. Bewerbungsberechtigt sind verarmte Mitglieder oder ehemalige Mitglieder des genannten Vereines. Die mit einem Armutszeugnisse und dem Nachweise einer mindestens fünfjährigen Mitgliedschaft beim Mariahilfer Tempel-Verein belegten Gesuche sind bis längstens 30. November d. I. an das Sekretariat des Vereines, Wien, VI., Schmalzhofgasse 3, zu richten. Wien, im Oktober 1915. Der Vorstand. ffnühpn mit klangvoller, kräftiger Stimme, im Alter von IklidUt/II 8 bis II Jahren, werden für den Chor des Leopoldstädter Tempels aufgenommen. Prüfung: Montag und Mittwoch von 6 bis 7 Uhr abends, II., Tempelgasse 3 (Cborzimmer). Mit mehrjähriger Praxis, 30 Jahre alt, militärfrei, besitzt Zeugnisse, von maßgebenden Rabbinern, sucht Posten als Schächter, Baudek und Koreh in einer orthodoxen Gemeinde. Adresse: 8. Picker, Wien, XX., Württemberggasse 3/14 a. Säcke-, Juteu. Leinenhandel ADOLF SPITZER Wien, XX., Rauscherstrasse 13 und Heistergasse 16 u. 18 (im eigenen Hause). Postsparkassen-Klearing-Konto Nr. 14956 Telephon lnt. 48327. Gebrauchte Säcke, Jutewaren Ein- und -Verkauf. Gebete t Kantoren UL Zusammengestellt und herausgegeben von Max Schwager Mitglied des Chores der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Im Anhänge: Kantorale Rezitative, Responsen und Chorgesänge aus dem Werke ,,Schir Zion“ von Salomon Sulzer, mit dem wohlgetroffenen Porträt des Altmeister samt dessen Faksimile. Zu beziehen durch den Herausgeber: Max Schwager, Wien, II., Zirkusgasse 50. Franz Stangl, Herrenschneider 1 Reichassortiertes Lager In- und Ausländer Stoffe. 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