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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-11-05 · 44 (5.11.1915) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
44 (5.11.1915)
Date
1915-11-05
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 44 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 825 in Galizien (Sektion Lemberg) ein Vortrag von Frau Marie Goldfarb statt. Thema: „Erlebnisse während der russischen Invasion in Lemberg." Toynbeehalle, 20. Bez., Denisgasse Nr. 33. Die Vortragsreihe wird Samstag, den 6. November, mit einem Konzerte eröffnet; für dasselbe haben Herr Konzertsänger Vik.or Heim, die Pianistin Frl. Kogan und die Konzertsängerin Frl. Neuhäuser ihre Mitwirkung gütigst zugesagt. Sonntag, den 7. November, spricht Herr Rabbiner Dr. Mar Back über „Soziale Ethik"; dem Vortrage geht eine Trauerkundgebung für den dahingeschiedenen Vizepräsidenten der Kultusgemeinde Dok or Gustav Kohn voraus. Mittwoch, den 10. November, spricht Dr. I. S a m u e l y über „Friedensgedankm". Freitag, den 12. November, wird der erste B.belvortrag abgehaLen. Die Einschreibungen für die Lch.ku.se (Deutsch, Stenographie, Handelswissenschaften) finden eine halbe Stunde vor d n Vorträgen im Sekretariate statt. Anmeldungen von Vorträgen und Konzertmi Wirkung werden an die Adresse des Obmannes Dr. S a m u e l y, 1. Bez., Fischerstiege 6, erbeten. Jüdisches Schauspiel. Dem jüdischen sDrama eine künstlerische Aufführungsmögl'chfeit zu schaffen, ist sder Zweck der auf Anregung einer Vereinigung jüdischer Kunstfreunde geplanten Matineen an der Wiener R.- sidengbühne. Diese Vorstellungen, die ab 21. d. M. an jedem Son tag, vormittags zwischen 11 und 1 Uhr, stattfinden sollen, stellen den ersten Versuch dar, dem wertvollen jüdischen Schauspiel i,n Repertoire des modernen Theaters seinen Rang zu sichern. Vom Interesse der jüdischen Öffentlichkeit wird es abhängen, ob dieser Versuch, der ohne jede materielle Absicht der jüdischen Kunst dienen will, sich zu einer festen Einrichtung entwickeln wird. Die Bedeutung solcher Ausführungen für unser jüdisches Leben mutz nicht erst hervorgehoben werden. Was aber eine solche Bühne für den schaffenden Dramatiker ist, wird erst ganz zu ermesst n sein, wenn man bedenkt, datz der Mangel einer künstlerischen Darstellungsmöglichkeit mit die Schuld trägt an dem Zufälligen, Vereinzelten unserer dramatischen Produktion. Will man hoffen, so kann ein solcher Anfang der erste Schritt sein auf dem Werdegang des jüdischen Nationaltheaters. Als erste Vorstellung ist David Pinskis Arbeiterdrama „Eist.k Scheftel", in der Uebersetzung Martin B u b e r s, in Aussicht genommen. Dieses Stück wird nach sorgfältigster Einstudierung von den Mitgliedern der Residenzbühne unter der Leitung des Herrn Direktors Bernau am Sonntag, den 21. d. M., um 11 Uhr vormittags, zur Anfführung gelangen. Sämtliche Vorstellungen finden bei populären Preisen statt. Karten zu 4, 3, 2, 1 Krone sab 10. November an der Kassa der Residenzbühne, 1. Bezirk, Rotenturmstratze 20. oder in der Buchhandlung R. L ö w i t, 1. Bezirk, Rotenturmstratze 22. Interessenten, die ausführliche Einladungen zu diesen Vorstellungen wünschen, werden ersucht, ihre Adressen in der Buchhandlung R. L ö w i t abzugeben. _ Knaben-Volksschule (Tatmud-Thora). Wien, 2. Bezirl. Malzgasfe 16. Die Trauerfeier nach dem dahingeschiedenen, vieljährigen, verdienstvollen Vizepräsidenten des Vorstandes, des Herrn Dr. Gustav Kohn s. A., findet am 14. November 1915 (Sonntag), um 3 Uhr nachmittags, im Bethause der Schule statt. Die Gedenkrede wird der Ehrenpräsident Se. Ehrwürden Herr Oberrabbiner Dr. M. Güdemann sprechen. Die geehrten Vereinsmitglieder werden höslichft eingeladen, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand: David Kohn, Marcus Bon di, Schriftführer u. Kassier. Präses. Wien. (Todesfall.) Montag, den 1. d. M., halb 10 Uhr vormittags, fand vom Trauerhause, 2. Bez., Schisfamtsgasse 16. aus das Leichenbegängnis der Frau Amalie Engel statt. Von den großen Sympathien, deren sich die Dahingeschiedene sowie deren Angehörige, insbesondere die Söhne, der Sekretär-Stellvertreter der Kultusgemeinde — derselbe ist zurzeit als t u. k. Oberleutnant auf dem nördlichen Kriegsschauplätze — und der Oberbeamte der Kultusgemeinde Heinrich Engel, in allen Kreisen der Gemeinde erfreuen, legte die überaus große Beteiligung an dem Leichenbegängnisse Zeugnis ab. Unter anderem waren erschienen : Der Präsident Dr. Alfred Stern, der Vizepräsident Hofrat Dr. B. R a p p a p o r t, Kultusvertreter Dr. Markus Spitzer und kaiserl. Rat Adolf S ch r a m e k, Rabbiner Doktor G r u n w a l d und Frau, Rabbiner Dr. Bach, Dr. T a g l i ch t. Dr. Mandel und Kramer, 1. Sekretär kaiserl. Rat Dr. Theodor Lieben und Familie, Sekretär Dr. Emil Adler und Familie, Sekretär-Stellvertreter Dr. B. Frankl, Sekretär des Gcmeindebundes Jakob Krauß, die Amtsleiter W. F r e i st a d 1, Brösler, Horwitz, Kraus. Katz. Peterfelka, Schäf e r und Steiner und viele Beamten der Kultusgemeinde, Präsident der Ehewra-Kadischa, Salo Cohn mit den Vorstandsmitgliedern S. Sold mann, Kommerzialrat Philipp Kohn, C. L e m b e r g e r, L. Otto, S. Simon und Steiner. Delegierte der Chewra-Kadischa Fischhof, Kann und W itr o fs ky, Regimentsarzt kaiserl. Rat Tr. S. Krüger, Dr. I. to. D l o ch, Börsenrat Glück, Mediz'nalrat Dr. H a a s e. die Industriellen N e u r a t h, P r e i tz, S o ch o l l e r, Familie kaiserl. Rat Sigmund K a u d e r s, Wolf Pappenheim, Sekretär der Zentralstelle Tr. M. L ö w y, die Ortsschulräte Sekretär Josef Fuchs und Prof. M. A n t s ch e r l, Prof. Dr. H. Poll a k, Prof. Dr. M. Rosenfeld, die Direktoren Mar Fischer und Kühner, Bibliothekar Dr. B. W a ch st e i n, Oberkantor M o rg e n st e r n, die 1. Kantoren I u r b e r g e r, K a u f m a n. M atyas, Schleifer und S m o t r i tz k y, die Chordirigenten H e mann uno Z e l l n i k. Die Funktion versah in ergreifender Weise der Kantor der Schiffsynagoge B. L 5 w y. Die Trauerfeier wurde dem besehe denen Wesen der Verstorbenen entsprechend in einfacher Weise abgehalten. M S. BethauSvorsteher Wasservogcl. Am 29. Lktober 1915 verschied Herr S: A. Wasservogel, Seniorchef der gleichnamigen alten Speditionsfirma. Der Verstorbene war lange Jahre Beihausvorstand der Israelit.schen Kultusgemeinde und hat sich um die Ausgestaltung des Gottesdienstes sowie um die Pflege der Wohltätigkeit große Verdienste erworben. Sonntag, um 11 Uhr vormittags, fand vom Trauerhause, 2. Brz., Ferdinandstratze 4. aus das Leichenbegängnis statt. Außer der Familie hatten sich im Trauerhause der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Tr. Alfred Stern mit den Mi - gliedern des Vorstandes, der Vizepräsident des Bethausvorstandes Dr. Markus Spitzer mit den Mitgliedern, Oberrabbiner Dok or Güdemann, die Eemeinderabbiner Dr. Funk und Dr. R osenmann, Hofrat Dr. Schlag, Hauptmani Graf LaL.ault, Prokurist Steingrabe r, Oberstaatsbahnrat Keßler, kaiserlicher Rat Baue r, Hotel'ec Karl Sacher, ka serlicher Rat Sachs Edler v. Sachsenhall, Oberstaatsbahnrat Dr. Werner, die Tempelvere'.nsobmänner kaiserlicher Rat S ch r a m e k und H o fm a n n, Amtsvorstand F r e i st a d 1, Schuldiiekror B. Plane r. Religionsinspek-or Professor K a n i tz, für den Ausspeiseverein „Einheit" Bezirksrat Philipp Back und Mar H o f m a n n, Professor Dr. H. P o l l a k, Großindustrieller Karl Lemberger, Oberkantor Bauer, viele dienstfreie Beamte der Kultusgemeinde und Freund: des Verstorbenen, Professor Nasche usw. eingefunden. Nach dem Vortrag der rituellen Trauergesänge durch Oberkantor Morgenstern wurde die Leiche auf den Zentralfriedhof gebracht. Der Zug bewegte sich durch die Tempelgasse zum Leopoldstädter Tempel, dessen Tore geöffnet waren und desten Innenraum hell erleuchtet war, dann durch die Praterstraße und die Franzensbrückenstraße. In der Zeremonienhalle der tscaeti ischen Abteilung hielt Herr Rabbiner Dr. G r u n w a l d di: Trauerrede, worauf Vizepräsident Dr. Markus Spitzer die Verdienste Waffe r v o g l s als Mitglied des Bethausvorstandes hervorhob. Er sprach für die Kollegen Abschiedsworte, worauf die Beisetzung erfolgte. Im Namen der Bezirkskommission für den 2. und 20. Bezirk widmete Herr Gustav Planer dem Verewigten einen warmen Nachruf. Wien. (Todesfall.) Sonntag, den 31. v. M., wurde der langjährige Inkassant der W'ener israel. Kultusgemeinde, Herr Leopold Libesny, welcher infolge eines tragischen Straßenunfalles im 72. Lebensjahre verschied, unter zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen. Der Heimgegangene wirkte schon als Knabe und später im Männerchore viele Jahre im Stadttempel sehr verdienstlich und hat sich auch als Inkassant durch seine strenge Pflichterfüllung und Rechtschaffenheit allgemeine Sympathie

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